The Insultor, Kakawaka und Niedowierzanie am 16. Juli im Würzburger CAIRO

Im Würzburger Jugendkulturhaus CAIRO findet am 16.07.2016 ein Konzertabend mit drei recht unterschiedlichen Musikern statt, die sich vor einigen Jahren in Berlin kennenlernten – gemeint sind der Tape-Recycler Guillaume Siffert alias The Insultor, der mit Gabel und Luftballons bewaffnete Noise-Performer Kakawaka sowie Leo Maury mit seinem Projekt Niedowierzanie, das man Lesern unserer Seite nicht mehr extra vorstellen muss. Weiterlesen

TREATISE (Excerpt) // Neue Musik – A Tribute to Cornelius Cardew mit Manfred Miersch, N.U. Unruh, Zappi Diermaier, Kakawaka, Ulrike Brand, Ulrike Stöve

Unter der Leitung von Manfred Miersch findet am 13. Dezember im Berliner Acker Stadt Palast die Uraufführung eines Auszuges von Cornelius Cardews Partitur “Treatise” statt. “Cornelius Cardew (* 07.05.1936 ; † 13.12.1981) war ein Schüler Karlheinz Stockhausens, als Improvisationsmusiker war Cardew Mitglied des britischen Ensembles AMM und er war aktiver politisch engagierter Maoist: anläßlich eines Berlin-Aufenthaltes komponierte er den “Bethaniensong”, der seinen Einsatz für die Einrichtung einer Kinderklinik im ehemals leerstehenden Bethanien-Krankenhaus in Berlin-Kreuzberg unterstützen sollte. Die ungeklärten Umstände von Cardews Unfalltod geben bis heute zu Spekulationen Anlass. Weiterlesen

Stadtfischflex (u.a. Uwe Bastiansen, N.U. Unruh, Zappi Diermaier, Kakawaka) und Psykisk Tortur am 15.05. im Bei Ruth, Berlin

Uwe Bastiansen, ehemaliger Gitarrist der Punkband Abwärts, gründete Anfang der 90er das Projekt Stadtfisch. Unter “Projekt” muss man sich in dem Fall jedoch etwas vorstellen, das im Unterschied zur herkömmlichen Begriffsverwendung nur wenig mit einer etwas offener gestalteten Band oder einem Einzelmusiker, der nicht unter seinem bürgerlichen Namen firmieren will, zu tun hat. Stadtfisch ist ein Überbegriff für nahezu alle Aktivitäten, denen Bastiansen in Eigenregie nachgeht. Dabei kann es sich um Musik, Filme, Performances und mehr handeln, bei den häufig flukturierenden Mitagierenden ist die Grenze zwischen Mitgliedschaft und Kollaboration fließend und thematisch gibt es kaum verlässliche Konstanten, selbst die wiederkehrende Referenz an Fluxus und Dada scheint sich eher aus einem allgemeinen Interesse heraus zu ergeben. Stadtfischflex ist Bastiansens flexibles – sprich: offenes und immer wieder wechselndes Ensemble an Mitmusikern. Beim Berliner Konzert am 15. Mai zählen dazu:

Uwe Bastiansen (ex-Abwärts)
N.U. Unruh (Einstürzende Neubauten, Beating the Drum)
Zappi Diermaier (Faust)
Kakawaka
Hoshiko Yamane (Tangerine Dream)
Luca Andrioli (Ulan Bator)
Kim Kiesling

Weiterlesen

THE CERAMIC HOBS: Spirit World Circle Jerk

Beim Beschreiben von Musik gebrauche ich hin und wieder das Wort „aufgeräumt“. Wer ein überschaubares Klangbild entwirft, überraschende Wendungen gut dosiert, Ambiguitäten ebenso wie zitathafte Einsprengsel nur punktuell einbringt und an komplexe Rhythmen nicht einmal denkt, der kann schon mal mit dieser Vokabel rechnen. Am meisten Sinn hat der Begriff natürlich dann, wenn zu Minimalismus und Geradlinigkeit auch noch eine kühle, eher trockene Stimmung hinzukommt, und so etwas wie Groove wäre der Sache auch eher nicht so förderlich. Weiterlesen

KAKAWAKA: Ein fröhliches Lied auf den Lippen den Wandersmann kann nichts erschüttern

Die meisten Noisefreunde kennen Kakawaka v.a. als Liveact. Unter dem Namen, der nur zufällig an das kanadische Ureinwohnervolk der Kwakwaka’wakw erinnert, bereichert Christoph Petermann seit einigen Jahren ausgewählte Musikveranstaltungen mit etwas, das in der Experimentalszene längst selten geworden ist: Eine Mischung aus Performance und Lärm, die in ihrer radikal primitivistischen Einfachheit keineswegs wie Pendant XYZ klingt. Kakawaka ist große Comedy, auf eine Art, die sich schon lange totgelaufen hätte, würde das Konzept mit einer Weiterlesen

GERÖLLGERÄTE: Emmenhausen

Mein geschätzter Großvater war mit seiner Popkritik ganz auf der gängigen Frankfurter Linie. Generell kein Freund ausufernder Diskussionen, beschränkte sich sein Beitrag allerdings auf das Statement, dass er die Rolling Stones gerne einmal mit den Flying Stones bekannt machen würde. Dass ich mir das noch in den 90ern anhören durfte, geht rückblickend in Ordnung und ist ohnehin ein anderes Thema. Aber Geröllgeräte hätte er sicher gemocht. Weiterlesen