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	<title>African Paper &#187; Hermann Kopp</title>
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		<title>Der Golem: Neuer Soundtrack des Stummfilmklassikers von Hermann Kopp</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 06:09:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 20. Februar erscheint bei Cold Spring mit &#8220;Der Golem&#8221; ein neuer Filmsoundtrack von Hermann Kopp auf CD und zum Download. Die Musik entstand als zeitgenössische Neubearbeitung zu Paul Wegeners expressionistischem Stummfilmklassiker aus dem Jahr 1920, der einzigen vollständig erhaltenen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/03/der-golem-neuer-soundtrack-des-stummfilmklassikers-von-hermann-kopp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. Februar erscheint bei Cold Spring mit &#8220;Der Golem&#8221; ein neuer Filmsoundtrack von Hermann Kopp auf CD und zum Download. Die Musik entstand als zeitgenössische Neubearbeitung zu Paul Wegeners expressionistischem Stummfilmklassiker aus dem Jahr 1920, der einzigen vollständig erhaltenen Fassung des Stoffs. Kopp komponierte und realisierte die Musik mit Violine, Bratsche sowie elektronischen und synthetischen Klängen. <a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/dergolem.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49795" title="dergolem" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/dergolem.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-49794"></span></p>
<p>Der Score verleiht dem Film eine zeitgemäße, stellenweise raue und geräuschhafte Note, ohne die esoterische und geheimnisvolle Dimension des Golem-Mythos aus der jüdischen Folklore aus dem Blick zu verlieren. Die Handlung, angesiedelt im mittelalterlichen Prager Ghetto, kreist um die aus Lehm geschaffene Figur, die durch magische Mittel zum Leben erweckt wird und als Schützer und Rächer fungiert. Hermann Kopp ist seit den 70ern als Komponist und Interpret nicht nur im Filmbereich aktiv und entwickelte früh einen eigenständigen Stil zwischen minimalistischem Songformat, Elektronik und surrealen Texten. Breitere Bekanntheit erlangte er durch seine Zusammenarbeit mit Jörg Buttgereit. Seither veröffentlichte er zahlreiche Arbeiten auf internationalen Labels, u.a. Galakthorroe. Das Mastering von &#8220;Der Golem&#8221; übernahm Martin Bowes, Design stammt von Abby Helasdottir.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=914067578/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Kosmoloko 3</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2024 06:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1993 erschien auf dem kleinen deutschen Label Galakthorrö die erste Veröffentlichung. Nun gibt es mit leichter Verzögerung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums eine neue Labelcompilation. Dass sich das Label entwickelt und erweitert hat, wird schon rein quantitativ deutlich: Waren auf den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/06/v-a-kosmoloko-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/057_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40449" title="057_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/057_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>1993 erschien auf dem kleinen deutschen Label <a href="http://africanpaper.com/tag/galakthorro/">Galakthorrö </a>die erste Veröffentlichung. Nun gibt es mit leichter Verzögerung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums eine neue Labelcompilation. Dass sich das Label entwickelt und erweitert hat, wird schon rein quantitativ deutlich: Waren auf den ersten beiden &#8220;Kosmoloko&#8221;-Samplern noch fünf Künstler mit je zwei Stücken vertreten, so sind es jetzt zehn mit je einem. Was geblieben ist, dass es sich um ausschließlich unveröffentlichte Tracks handelt.<span id="more-40447"></span></p>
<p>Es ist natürlich mehr als angemessen, dass <a href="http://africanpaper.com/tag/haus-arafna/">Haus Arafna</a> diese Zusammenstellung eröffnen, schließlich begann mit der jetzt passend anlässlich des Jubiläums <a href="https://galakthorroe.de/g_001_a2.html">wiederveröffentlichten „Sex U-Mas“-7&#8221;</a> alles: Da waren vier rabiate Stücke Power Electronics voller analoger Dissonanzen, kaputter Rhythmen und dem später so von Labelseite betitelten „Schreigesang“. Auf der vor gut 20 Jahren veröffentlichten Singlezusammenstellung der Band firmierten die Tracks unter &#8220;Teen Spirit&#8221;. Im Laufe der Jahre differenzierten Haus Arafna ihren Sound aus, näherten sich dem in Anlehnung an SPK so betitelten „Angst Pop“ an. Nach etwas eher zurückhalterenden Alben erschien 2020 mit <a href="http://africanpaper.com/2020/09/05/haus-arafna-asche/">„Asche“</a> ein Longplayer, der wieder rabiater klang und dem wir attestierten: „Das Gefieder dieses Phönix ist pech- und <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.spiegel.de/auto/aktuell/vanta-schwarz-das-schwaerzeste-schwarz-der-welt-a-1287643.html">vantaschwarz</a></span></span>.“ Auch die 7&#8221; <a href="http://africanpaper.com/2023/06/10/haus-arafna-dunkelheit-bleibt/">„Dunkelheit Bleibt“</a> aus dem Jahr 2023 knüpfte an das Album an. Das auf „Kosmoloko 3“ enthaltene „The Other&#8217;s Joy“ ist dagegen musikalisch zurückhaltender mit reduzierten Melodiepassagen, aber textlich bleibt man – ganz realistisch – im wahrsten Wortsinne im Dunklen: „there&#8217;s no way out of the darkness/no solution/no escape“, heißt es fast resignativ. Ende 2021 erschien das <a href="http://africanpaper.com/2021/12/11/aska-ut-vid-sundin-gra/">Debütalbum</a> des isländischen Einmannprojekts Aska. Das hier vertretene Stück „Lófar“ ist ein ruhiges, von melancholischen Melodien und dem Pochen des Drumcomputers getragenes Stück. Die Stimme Kristófer Pálls klingt weiterhin „am Rande der Erschöpfung, der Depression“ – wie es hier schon bezüglich des Debüts hieß. <a href="africanpaper.com/tag/november-novelet/">November Növelet</a> sind schon seit langem mehr als nur ein Ableger Haus Arafnas, haben über die Jahre nach den eher noch dissonanten Momenten auf der <a href="http://africanpaper.com/2016/07/30/november-novelet-unintended-by-nature-the-singles-1994-2012/">„More Satanic Heroes“-7&#8221;</a> und dem jüngst im Rahmen der letzten Veröffentlichungen auf Vinyl wieder verfügbar gemachten Debütalbum &#8220;From Heaven On Earth&#8221;  ihren Klang zu einem zutiefst melancholischen Angstpop perfektioniert, der einen vorläufigen Höhepunkt auf dem Album<a href="http://africanpaper.com/2016/02/13/november-novelet-the-world-in-devotion/"> „The World In Devotion“ </a>fand. „Black Rain“ beginnt mit Gesang von Herrn Arafna: „black rain on my face [...] give your hand to a drowning man“, um am Ende Frau Arafna verkünden zu lassen: „you got soaked to the bone/drenched in black“. <a href="http://africanpaper.com/tag/hermann-kopp/">Hermann Kopp</a> erinnert mit dem Titel „The Hands Of Orlac“ natürlich an seine Soundtrackarbeiten (unvergessen seine Arbeit zu Jörg Buttgereits &#8220;Nekromantik&#8221;, zuletzt war auf Galakthorrö unter dem Titel <a href="https://galakthorroe.de/g_052_c.html">&#8220;Noirhollywood&#8221;</a> sein Soundtrack zu &#8220;The Queen Of Hollywoodboulevard&#8221; erschienen), Auch hier ist die immer an der Grenze zur Dissonanz klagende E-Geige, ein dunkles Schaben an der Grenze zur Auflösung. Sühne Mensch debütierte 2022 mit dem passend betitelten <a href="http://africanpaper.com/2022/10/22/suhne-mensch-schmerzportrait">„Schmerzportrait“</a>. Auf &#8220;Kosmoloko 3&#8243; ist das Stück einfach nur „Angst“ betitelt und könnte textlich sicher im expressionistischen Jahrzehnt beheimatet sein: „schwarzer nebel tanzt im kopf/zerrt erfroren am gemüt&#8221; oder &#8220;angst vermehrt sich ist erblüht“. Im Verlauf des Stücks werden die Beats schneller (Michael Belletz hat ursprünglich <a href="https://galakthorroe.de/g_suehnemensch.html">&#8220;anspruchsvolle[...] Tanzmusik gemacht&#8221;</a>), wobei das mögliche Tanzen hier aber nur als als letztes Aufbäumen dieses „welke[n] dasein[s]“ verstanden werden kann (&#8220;in den gliedern schlafen steine&#8221;). Das Einmannprojekt <a href="http://africanpaper.com/tag/tedis/">TE/DIS</a> hat auf bislang drei Alben die für das Label so typischen analogen Sounds mit Vocals kombiniert, die eher im Gothic zu situieren sind. Auf „Drops Of Dew“ kommt man zu dem Schluss: „we reach a dead end“. <a href="http://africanpaper.com/tag/herz-juhning/">Herz Jühning</a>, seit 2007 bei Galakthorrö, in den letzten Jahren aber weitgehend verstummt, steuert das rabiateste Stück auf dieser Zusammenstellung bei: „The Glory Age Of Pain“ kombiniert treibende Beats, schwere Schläge und eine brutal verzerrte Stimme, mit der der die Welt zerstörende Anthropofagus Mensch angeklagt wird. <a href="http://africanpaper.com/tag/mode-in-gliany/">Mode In Gliany</a> steuern „Ahediñ“ bei: todtraurige Melodien, bevor nach knapp zwei Minuten die Stimme einsetzt, flüsternd verkündet sie von dem Augenblick, der natürlich nur „douloureux“ sein kann. Dann kommt das von Heidegger beeinflusste Duo<a href="http://africanpaper.com/tag/da-sein/"> Da-Sein </a>mit &#8220;Brief Lives&#8221;, das im Rahmen dieser Zusammenstellung am ehesten noch einem straighten, treibenden Beat folgt, textlich aber ebenfalls die Last der Welt trägt: „life/is your weight“, heißt es da und: „you will never be missed“. Zum Abschluss des Albums kommt die Überraschung, fast möchte man von einer Sensation sprechen, ist mit &#8220;Rules&#8221; doch das erste neue Stück von Karl Runau seit Ewigkeiten zu hören. Runau war einer der ersten Künstler auf Galakthorrö, teilte sich eine frühe 7&#8221; mit Haus Arafna. Einige Tracks seines rabiaten Debüts „Osmose“, das Ende 2021 noch einmal <a href="https://galakthorroe.de/g_004_a2.html">neu aufgelegt </a>wurde, werden heute immer noch gerne auf Industrialabenden gespielt. Das Nachfolgeralbum &#8220;Beyond Frequencies&#8221; war insgesamt mit seiner verspielten Elektronik weniger industriell. Der auf „Kosmoloko 3“ zu findende Track „Rules“ knüpft an dieses Album an: Anfangs hört man Sounds, wie Signale aus den Tiefen des Alls, dafür klingen die Vocals dann aber wieder so, als kämen sie aus aus den Tiefsten einer verlassenen Fabrik und jemand trüge eine Staubmaske: „rules are set to be followed/so follow the rules“, tönt es da.</p>
<p>Zehn Künstler und zehn Stücke skizzieren mit analogem Equipment ihre (zutiefst) schwarze Sicht auf die Welt, etwas, das auf Galakthorrö seit gut 30 Jahren möglich ist.</p>
<p>(MG)</p>
<p>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
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		<title>Zahlreiche Veröffentlichungen auf Galakthorrö</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Oct 2021 02:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Galakthorrö erscheinen Ende November eine ganze Reihe von neuen Tonträgern: So etwa das zweite Album des isländischen Projekts Aska, das laut Label „eine Metamorphose hin zu dunkelstem Angst Pop“ durchgemacht habe. Im Video zum Stück „falið“ wird dann auch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/10/25/zahlreiche-veroffentlichungen-auf-galakthorro/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a href="http://africanpaper.com/tag/galakthorro/">Galakthorrö</a> erscheinen Ende November eine ganze Reihe von neuen Tonträgern: So etwa das zweite Album des isländischen Projekts Aska, das laut Label „eine Metamorphose hin zu dunkelstem Angst Pop“ durchgemacht habe. Im Video zum Stück „falið“ wird dann auch eine monochrome Welt präsentiert.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/051_LP_l.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27476" title="051_LP_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/051_LP_l.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><span id="more-27473"></span>Ebenfalls neues Material erscheint von Hermann Kopp: „Noirhollwood“ ist ein 18-minütiges Tape, das eine Soundtrackarbeit für den Film „The Queen of Hollywood Boulevard“, darstellt. Das Label attestiert „Noirhollywood“ „weniger experimentell als […] seine Eps <em>Cerveau D&#8217;Enfent </em>und <a href="http://africanpaper.com/2017/05/06/hermann-kopp-cantos-y-llantos/"><em>Cantos Y Llantos</em></a>“, aber „fokussiert auf den Gruselklang“ zu sein.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/052_MC_l.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27480" title="052_MC_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/052_MC_l.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Neben diesen beiden komplett neuen Releases finden sich nach dem Motto „nur das Unvollkommene lebt“ Tapewiederveröffentlichungen von November Növelets melancholischem Meisterwerk <a href="http://africanpaper.com/2016/02/13/november-novelet-the-world-in-devotion/">„The World In Devotion“</a>, von Herz Jühnings Langzeitdebüt<a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/herz-juhning-miasma/#more-1770"> „Miasma“</a> sowie <a href="http://africanpaper.com/tag/subliminal/">Subliminals </a>zweitem Longplayer „Coping“.</p>
<p>Waren die drei oben aufgezählten Tonträger zumindest als CD weiterhin erhältlich, so ist Karl Runaus Debütalbum „Osmose“ schon lange vergriffen. Ursprünglich 1994 veröffentlicht, ist „Osmose“ ein ruppiges und irritierendes Werk, das tief in der Industrial Culture verwurzelt ist. Nun erscheint es neu gemastert und mit modifiziertem Artwork in einer Auflage von 400 Stück.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/bgV5_Pmvpao" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><a href="https://galakthorroe.de/">@Galakthorrö</a></p>
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		<title>PSICOPOMPO: Seven Sermons In Stone</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/06/08/psicopompo-seven-sermons-in-stone/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Jun 2019 05:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alien Passengers]]></category>
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		<category><![CDATA[Psicopompo]]></category>

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		<description><![CDATA[Nekromantik-Komponist Hermann Kopp hat in den letzten Jahren eine Reihe von Tonträgern auf Galakthorrö veröffentlicht. Darüberhinaus nimmt er zusammen mit dem den wenig subtilen Nachnamen Abattoir tragenden italienischen Musiker, der sich selber auf einer Reihe von Projekten dunkler, dissonanter Musik &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/06/08/psicopompo-seven-sermons-in-stone/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/PSICOPOMPO+front+cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17942" title="PSICOPOMPO+front+cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/PSICOPOMPO+front+cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nekromantik-Komponist Hermann Kopp hat in den letzten Jahren <a href="http://africanpaper.com/2013/05/25/hermann-kopp-zyanidanger/">eine Reihe</a> <a href="http://africanpaper.com/2017/05/06/hermann-kopp-cantos-y-llantos/">von Tonträgern</a> auf Galakthorrö veröffentlicht. Darüberhinaus nimmt er zusammen mit dem den wenig subtilen Nachnamen Abattoir tragenden italienischen Musiker, der sich selber auf <a href="http://lorenzoabattoir.blogspot.com/p/blog-page.html">einer Reihe von Projekten</a> dunkler, dissonanter Musik widmet, als Psicopompo auf. Das vor einigen Jahren veröffentlichte<a href="https://psicopompo.wixsite.com/psicopompo/untitled-c61v"> Debüt</a>  beschäftigte sich mit C.G. Jung und auch der gerade erschienene Nachfolger scheint mit dem Titel auf den Schweizer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FTb0q_HQPQc">anzuspielen</a>.<span id="more-17941"></span> Das ist zumindest wahrscheinlicher als dass die beiden auf<a href="https://www.amazon.de/Sermons-Stones-Osho/dp/0880509996"> ein Buch</a> eines inzwischen verstorbenen <a 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Royce-Fan</a> verweisen, den weiterhin (Un-)Sinnsuchende aller Couleur verehren.</p>
<p>„He Lived His Life Backwards“ beginnt mit leichten Dissonanzen, man hört Knarzen, Feldaufnahmen und meint zwitschernde Vögel zu hören, jemand atmet. Auf „Obelisk Valise“ dominiert anfangs die E-Geige, die an der Grenze zum Atonalen streicht. Bei „Tattooed Woman“ verkündet eine flüsternde Stimme; „He says you&#8217;re no saint“, begleitet von Atemgeräuschen und Harmoniumdrones. Auf „Stone God“ertönt eine Geige in der Ferne, schleppende Perkussion setzt ein. Vielleicht ist das Psicopompos Art Doom zu spielen. Dann klingt das Stück mit Klavier aus. „Fenix“  wird von einem sakralen Trauer-Gesang durchzogen, auf „Cult Of Skulls“ dröhnt die E-Geige.</p>
<p>„Nichtlicht“ heißt das letzte Stück &#8211; ein Titel, den man durchaus programmatisch verstehen kann, denn dieses bedrückende (wie beeindruckende) Album scheint tatsächlich fernab des Lichts aufgenommen worden zu sein.  Wenn man mir den Anachronismus verzeiht, dann könnte man sagen, dass &#8220;Seven Sermons In Stone&#8221; so in etwa klingt, als hätten sich frühe Haxan Cloak zu einer gemeinsamen Session mit den frühen Ain Soph getroffen. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://alienpassengers.bigcartel.com/">Alien Passengers</a></strong></p>
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		<title>HERMANN KOPP: Cantos Y Llantos</title>
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		<pubDate>Sat, 06 May 2017 06:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf seiner inzwischen vierten Veröffentlichung für Galakthorrö knüpft Hermann Kopp, der auf seiner Webseite seine Musik als „haunting sounds for extreme visions“ bezeichnet, an sein bisheriges Werk an. Schon auf seinem 1983 veröffentlichten lapidar „Pop“ betitelten Fulltime-Debüt ging es weniger &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/05/06/hermann-kopp-cantos-y-llantos/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/Hermann-Kopp042_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13720" title="Hermann Kopp042_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/Hermann-Kopp042_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf seiner inzwischen vierten Veröffentlichung für Galakthorrö knüpft Hermann Kopp, der auf seiner <a href="http://www.hermannkopp.com/">Webseite</a> seine Musik als „haunting sounds for extreme visions“ bezeichnet, an sein bisheriges Werk an. Schon auf seinem 1983 veröffentlichten lapidar „Pop“ betitelten Fulltime-Debüt ging es weniger um denselben, sondern fand man am „Nudistenstrand“ nicht Begehrliches als vielmehr eine „öde Fleischlandschaft“. Kopps thematische Interessen verorteten ihn zwischen<a href="https://www.discogs.com/de/Hermann-Kopp-Mondo-Carnale-Best-Of-1981-1989/release/436907?ev=rr"> „Mondo Carnale“</a> und <a href="https://www.discogs.com/de/Hermann-Kopp-Nekronology/master/201792">„Nekronology“</a> – so der Titel einer Auswahl seiner Arbeiten für Jörg Buttgereits Filme. Körperlichkeit konnte hier eigentlich nur als fortwährender, akzelerierender Verfallsprozess gesehen werden. <span id="more-13719"></span>Kopp residiert schon lange in Spanien – etwas das sich bei der Sprachwahl auf „Cantos Y Llantos“ niederschlägt -, aber von der Stimmung, die seine Musik erzeugt, könnte man ihn sich auch gut in einem von Schimmel befallenen Palazzo in der Lagunenstadt vorstellen, in der man nicht auf den Trost von Fremden hoffen sollte und Kinder in roten Mänteln nicht das sind, was sie zu sein scheinen.</p>
<p>Auf dem die EP eröffnenden „La Frontera“ dröhnt für knapp zwei Minuten Kopps E-Violine eine fast sakrale Hymne. „La Muerte“ &#8211; zu dem es auch ein offizielles, in Schwarzweiß gehaltenes stimmungsvolles <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FQyHT4cjWmo">Video</a> gibt &#8211; wird bestimmt von der immer an der Grenze zur Dissonanz streichenden Geige und dem Gesang, der „diabolica divina“ intoniert. Ab der Hälfte kommt monotone Perkussion hinzu. „El Odio“ ist im Gegensatz zum Vorgänger weniger songorientiert, klingt ganz so, als wolle Kopp eine ganz eigene Version des Backward Maskings kreieren. Die Geige klingt noch dissonanter, scheint zwischendurch zu verstummen, Wortfetzen lassen sich nur erahnen. Nach Grenze, Tod und Hass wird die EP mit „La Melancholía“, der Schwarzgalligkeit, beendet. Traurige Streicher werden durch in der Ferne hallendes Klopfen und Dröhnen untermalt.</p>
<p>Natürlich könnte man bei Kopps Themen und der Bildlichkeit, derer er sich z.B. für das  „La Muerte“-Video bedient (Friedhöfe, Schädel, Leichenhallen, Kreuze), kurz denken, hier benutze jemand abgegriffene Topoi, um den einen oder anderen WGT-Besucher zu begeistern, aber Kopp verfolgt seine Themen mit solcher Konsequenz und Konsistenz und zudem geht seiner Musik jedweder hohle Pathos und Kitsch ab, dass man diesen Gedanken sehr schnell verwirft. Kopp spielt eine authentische Musik des Ver- und Zerfalls, die sich wohltuend von all den allzu glatt produzierten Weltschmerzhymnen abhebt. Wenn man etwas pointiert konstatiert, dass sich die Conditio humana mit zwei, drei Gedichten Philip Larkins adäquat zusammenfassen lässt, so gelingt Kopp auf dieser 7&#8242; ähnliches. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></strong></p>
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		<title>HERMANN KOPP: Zyanidanger</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 08:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Galakthorrö]]></category>
		<category><![CDATA[Georges Bataille]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Kopp]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Buttgereit]]></category>

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		<description><![CDATA[Als im Jahr 2008 das Album „Under a Demon&#8217;s Mask“ von Hermann Kopp auf Galakthorrö veröffentlicht wurde, verwiesen die Referenzpunkte (u.a. Huysmans und Bataille) auf sein Interesse an der Transgression und auch schon seine Arbeiten an drei (von vier) Langfilmen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/25/hermann-kopp-zyanidanger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/hermann-Kopp.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7074" title="hermann Kopp" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/hermann-Kopp-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als im Jahr 2008 das Album „Under a Demon&#8217;s Mask“ von Hermann Kopp auf Galakthorrö veröffentlicht wurde, verwiesen die Referenzpunkte (u.a. Huysmans und Bataille) auf sein Interesse an der Transgression und auch schon seine Arbeiten an drei (von vier) Langfilmen Jörg Buttgereits machten deutlich, dass Kopp sich gerne dem Abseitigen, Morbiden, Heterogenen (Bataille) widmete. Das zweisprachige Portmanteauwort, das dem neuen Album seinen Titel gibt, macht das erneut deutlich. Inspiriert wurde „Zyanidanger“ von dem im 19. Jahrhundert veröffentlichten Werk <em>Die</em> <em>Geschichte</em> <em>der</em> <em>Chemie</em> des deutschen Chemikers, mit dem der Künstler seinen Namen teilt und das in Braunschweig veröffentlicht wurde. Koinzidenzen überall.<span id="more-7073"></span></p>
<p>Laut Booklet verweist der Begriff „Black Chemistry“ &#8211; ein Stück gleichen Namens ist auf dem Album vertreten – auf eine Zeit, als (wissenschaftliche) Experimente noch als Ketzerei betrachtet werden konnten und als Wissen und Formeln kodiert waren und entziffert werden mussten.</p>
<p>Musikalisch steht meistens Kopps elektrische Geige im Zentrum. Als William Breeze Ende der 90er Coil bei einigen Aufnahmen unterstütze, so sorgte seine E-Geige für einen warmen, organischen Klang, Kopp hingegen lässt – wie schon früher &#8211; sein Instrument immer bewusst am Rande der Dissonanz spielen, wie etwa beim Opener „An die Chemie“ oder aber auf „Raven&#8217;s Head“. Insofern erinnert das, was er (schon lange)  macht, eher an das leicht atonale Streicherspiel von D. Smolken. Die Stücke haben dadurch (und auch bedingt durch die Produktion) etwas Archaisches. Man meint, die Aufnahmen seien in einem Haus entstanden, in dem Roderick Usher gleich um die Ecke schaut. Auf „Jabir Ibn Hayyan“ werden neben Streichern auch Piano und seltsame Geräusche eingesetzt, die an den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hex8Z0V4Ca4">legendären Trailer </a>erinnern, mit dem vor vielen Jahren das ZDF seine phantastischen Filme einleitete. Auf „Mutus“ dominiert das Piano, das den sakralen Gesang Kopps untermalt, der einen lateinischen Text des böhmischen Mönches Johann von Tetzen vorträgt. „So bin ich Gift und bleibe Gift “ flüstert Kopp auf „Arsenicum“ (damit den im 15. Jahrhundert lebenden Alchemisten Basilius<strong> </strong>Valentinus zitierend) und man glaubt ihm das sofort. Auf „Tabula“ spricht Dorothee Schwarz einen Text, während im Hintergrund die Geige stöhnt und ächzt. Einen Moment der Melancholie bietet „Gas hinter Glas“. Abgeschlossen wird das Album von „The Gold Bug“, basierend auf Poes Kurzgeschichte gleichen Namens, aus der Kopp mit teils verfremdeter Stimme zitiert. Thematisch passt das durchaus zum Rest des Albums, geht es doch in Poes Text (auch) um das Entziffern, das Dekodieren, wird hier Poes Interesse an Kryptogrammen virulent.</p>
<p>Verglichen mit dem Vorgänger klingt „Zyanidanger“ in sich geschlossener. Auf seiner Website spricht Kopp von seiner Musik als „Haunting sounds for extreme visions“ und das ist sicher eine angemessene Beschreibung. Ebenso könnte man auch aus einer Geschichte des „Einsiedlers von Providence“ zitieren: „I heard the shrieking viol swell into a chaotic babel of sound; a pandemonium which would have led me to doubt my own shaking sanity“. Großartige Platte.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
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		<title>V.A.: Kosmoloko 2</title>
		<link>https://africanpaper.com/2012/08/18/v-a-kosmoloko-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Aug 2012 06:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Galakthorrö]]></category>
		<category><![CDATA[Haus Arafna]]></category>
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		<category><![CDATA[Herz Jühning]]></category>
		<category><![CDATA[November Növelet]]></category>
		<category><![CDATA[Subliminal]]></category>

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		<description><![CDATA[Die vor acht Jahren erschienene Zusammenstellung „Kosmoloko“ gab einen Überblick über die auf dem kleinen Label aus Braunschweig veröffentlichenden Künstler. Von den 2004 daran teilnehmenden Projekten fehlen auf dem Nachfolger zwei: Zum einen Karl Runau, der schon damals eine lange &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/08/18/v-a-kosmoloko-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/Galakthorr%C3%B6.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4995" title="Galakthorrö" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/Galakthorr%C3%B6-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die vor acht Jahren erschienene Zusammenstellung „Kosmoloko“ gab einen Überblick über die auf dem kleinen Label aus Braunschweig veröffentlichenden Künstler. Von den 2004 daran teilnehmenden Projekten fehlen auf dem Nachfolger zwei: Zum einen Karl Runau, der schon damals eine lange Phase des Schweigens hinter sich hatte, zum anderen Maska Genetik, das russische, schon vor einigen Jahren aufgelöste Einmannprojekt, dessen Schwanengesang „Strada“ von Galakthorrö 2011 posthum veröffentlicht wurde. <span id="more-4993"></span>Hinzugekommen sind Herz Jühning sowie „Nekromantik“-Komponist Hermann Kopp, die beide in den letzten Jahren je ein Album und eine EP auf Galakthorrö veröffentlicht haben.</p>
<p>Im Gegensatz zu der weit verbreiteten Praxis auf Compilations &#8211; seien es jene, die thematisch ausgerichtet sind, seien es Überblicke über das Programm eines Labels &#8211; Bekanntes, bestenfalls Remixe zu veröffentlichen, fanden sich auf „Kosmoloko“ von jedem Künstler je zwei exklusive, sonst nirgendwo zu findende Beiträge &#8211; etwas, das mit dem zweiten Sampler weitergeführt wird. Schon im Rahmen anderer Rezensionen von Galakthorrö-Künstlern habe ich darauf hingewiesen, inwiefern sie sich von einer Menge anderer Projekte aus dem Postindustrial unterscheiden: Zum einen ist da der durchgängig gute Klang, ohne jedoch glatt zu klingen, zum anderen fällt – auch bei den rabiatesten Vertretern – auf, dass sie weniger Tracks als tatsächlich Songs schreiben (können). Galakthorrö hatten zudem immer einen gewissen corporate sound, der durch anloge Synths geprägt war. Thematisch beschäftig(t)en sich alle Künstler (auch) immer wieder mit dem Abseitigen, hielten und halten dem homo sapiens, „villainous king of beasts, [… ] deformed ape“ (R. Jeffers) einen Spiegel vor, um ihn als den Anthropofagen darzustellen, der er ist. Das geschieht mal auf subtile(re), mal auf brachialere Weise.</p>
<p>Die „Kosmoloko 2“ eröfffnenden November Növelet hatten mit ihrem 2007 veröffentlichten zweiten Album „Magic“ sowie der ein Jahr später erschienenen „Sacred“-EP gezeigt, dass sie mit analogen Retrosounds &#8211; ich habe schon bei einer anderen Besprechung geschrieben, dass die Analogmelodien und eingesetzten Instrumente auf eine Zeit verweisen, in der Elektropop gerade begann &#8211; und dezent gesetztem (Sprech-)Gesang eine ganz eigene Welt der Melancholie, dieses „angeschwärzten Gefühls“ (U. Horstmann), dieser „Minoritätensicht der Dinge“ (ders.), erzeugen konnten. „The Darkness of my Mind“ kommt völlig ohne Rhythmus aus: stattdessen dezente analoge Melodiefetzen, dann ein nach etwa zwei Minuten hinzukommender getragener Gesang, der von der „inneren Dunkelheit“, den „dunkelsten Begierden“ kündet. „Changing Mind“ dagegen wird von einem dezent puslsierenden Beat durchzogen und den Gesang übernimmt Herr Arafna. Auf diese zwei Stücke folgt das Einmannprojekt Subliminal, das seit 2000 zwei Alben und zwei EPs vorzuweisen hat und das inzwischen sicher das rabiateste Projekt auf Galakthorrö ist. „Embrace“ wird durch den psychopathischen Gesang geprägt, der fortwährend zwischen aggressiver, manischer Eruption und Kontrollverlust changiert, während im Hintergrund die analogen Schleifen verzerrt tönen. Die Vocals machen deutlich, dass man auf dem vermeintlichen Höhepunkt der Souveränität (auch) die eigene Hilflosigkeit bemerken kann. Diese Ambivalenz findet sich auf etwas andere Weise bei William Bennett bis etwa zur Zeit von „Mummy and Daddy“. „For Your Eyes Only“ ist im Gegensatz dazu fast nur instrumental und wird von zischenden Analogsounds durchzogen, nur gegen Ende kommt ein Brüllen/Würgen/Schreien hinzu, das zu den unangenehmsten Geräuschen gehört, die ich in den letzten Monaten auf einem Tonträger gehört habe (und das den Menschen in all seiner Kreatürlichkeit zeigt). Subliminal machen wahrlich Musik fürs Terrorkino. Die Beiträge von Herz Jühning fallen dagegen fast entspannend aus: „You&#8217;re the worm in his apple“ deklamiert die leicht verzerrte Stimme zu Beginn von „Son of Earth“. Dezente Rhtyhmusspuren und melodische Passagen sorgen in Verbindung mit dissonanten Momenten für einen Angst Pop-Song von latenter Aggressivität. „Der elektrische Horror“ (trotz Titels mit englischem Text) setzt auf verzerrtes Pulsieren, Brutzeln, zurückgenommenen Sprechgesang und Augenblicke, in denen die Zurückhaltung aufgegegen wird. Hermann Kopp, der laut seiner Website „<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Haunting sounds for extreme visions“ erzeugt, beginnt mit „Pu</span></span>trefaction“: Im Hintergrund hört man die wie immer leicht atonale elektrische Geige, die von Elektronik untermalt wird. „Vessels“ kombiniert eine simple auf Geige gezupften Melodiefolge mit gestrichener Geige  &#8211; natürlich ist alles angemessen dissonant. Abgeschlossen wird diese Zusammenstellung von Haus Arafna, die in den vergangenen Jahren das Brachiale, Wütende, das die früheren Veröffentlichungen prägte, zurückgefahren haben, der atonale Schock wich oft einem selbst so betitelten Angst Pop. „Lying in State“ ist allerdings weit von der Milde und Reflexion des Alters entfernt: Durchzogen wird das Stück von Rhythmus, der wie Schläge klingt, der Sprechgesang eskaliert und mutiert zu Schreigesang. Bei diesem minmalen Stück wird die Aggression vom Gesang getragen. Das abschließende „Your Hero“ ist dagegen ruhiger: minmales Pulsieren, irritierende Töne im Hintergrund, der Sprechgesang bleibt unverzerrt und wird wie so oft von einer melancholischen Nachdenklichkeit geprägt.</p>
<p>Wie auch der Vorgänger enthält &#8220;Kosmoloko 2&#8243; zehn Stücke, auf denen eine Welt erzeugt wird, die man nicht unbedingt immer selbst bewohnen möchte, deren Faszination bei der Betrachtung man sich aber schwerlich entziehen kann.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label:<a href="http://www.galakthorroe.de/"> Galakthorrö</a></p>
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