<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Mode In Gliany</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/mode-in-gliany/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 05:13:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>V.A.: Kosmoloko 3</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/04/06/v-a-kosmoloko-3/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/04/06/v-a-kosmoloko-3/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Apr 2024 06:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Aska]]></category>
		<category><![CDATA[Da-Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Galakthorrö]]></category>
		<category><![CDATA[Haus Arafna]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Kopp]]></category>
		<category><![CDATA[Herz Jühning]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Runau]]></category>
		<category><![CDATA[Mode In Gliany]]></category>
		<category><![CDATA[November Növelet]]></category>
		<category><![CDATA[Sühne Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[TE/DIS]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=40447</guid>
		<description><![CDATA[1993 erschien auf dem kleinen deutschen Label Galakthorrö die erste Veröffentlichung. Nun gibt es mit leichter Verzögerung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums eine neue Labelcompilation. Dass sich das Label entwickelt und erweitert hat, wird schon rein quantitativ deutlich: Waren auf den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/06/v-a-kosmoloko-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/057_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40449" title="057_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/057_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>1993 erschien auf dem kleinen deutschen Label <a href="http://africanpaper.com/tag/galakthorro/">Galakthorrö </a>die erste Veröffentlichung. Nun gibt es mit leichter Verzögerung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums eine neue Labelcompilation. Dass sich das Label entwickelt und erweitert hat, wird schon rein quantitativ deutlich: Waren auf den ersten beiden &#8220;Kosmoloko&#8221;-Samplern noch fünf Künstler mit je zwei Stücken vertreten, so sind es jetzt zehn mit je einem. Was geblieben ist, dass es sich um ausschließlich unveröffentlichte Tracks handelt.<span id="more-40447"></span></p>
<p>Es ist natürlich mehr als angemessen, dass <a href="http://africanpaper.com/tag/haus-arafna/">Haus Arafna</a> diese Zusammenstellung eröffnen, schließlich begann mit der jetzt passend anlässlich des Jubiläums <a href="https://galakthorroe.de/g_001_a2.html">wiederveröffentlichten „Sex U-Mas“-7&#8221;</a> alles: Da waren vier rabiate Stücke Power Electronics voller analoger Dissonanzen, kaputter Rhythmen und dem später so von Labelseite betitelten „Schreigesang“. Auf der vor gut 20 Jahren veröffentlichten Singlezusammenstellung der Band firmierten die Tracks unter &#8220;Teen Spirit&#8221;. Im Laufe der Jahre differenzierten Haus Arafna ihren Sound aus, näherten sich dem in Anlehnung an SPK so betitelten „Angst Pop“ an. Nach etwas eher zurückhalterenden Alben erschien 2020 mit <a href="http://africanpaper.com/2020/09/05/haus-arafna-asche/">„Asche“</a> ein Longplayer, der wieder rabiater klang und dem wir attestierten: „Das Gefieder dieses Phönix ist pech- und <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.spiegel.de/auto/aktuell/vanta-schwarz-das-schwaerzeste-schwarz-der-welt-a-1287643.html">vantaschwarz</a></span></span>.“ Auch die 7&#8221; <a href="http://africanpaper.com/2023/06/10/haus-arafna-dunkelheit-bleibt/">„Dunkelheit Bleibt“</a> aus dem Jahr 2023 knüpfte an das Album an. Das auf „Kosmoloko 3“ enthaltene „The Other&#8217;s Joy“ ist dagegen musikalisch zurückhaltender mit reduzierten Melodiepassagen, aber textlich bleibt man – ganz realistisch – im wahrsten Wortsinne im Dunklen: „there&#8217;s no way out of the darkness/no solution/no escape“, heißt es fast resignativ. Ende 2021 erschien das <a href="http://africanpaper.com/2021/12/11/aska-ut-vid-sundin-gra/">Debütalbum</a> des isländischen Einmannprojekts Aska. Das hier vertretene Stück „Lófar“ ist ein ruhiges, von melancholischen Melodien und dem Pochen des Drumcomputers getragenes Stück. Die Stimme Kristófer Pálls klingt weiterhin „am Rande der Erschöpfung, der Depression“ – wie es hier schon bezüglich des Debüts hieß. <a href="africanpaper.com/tag/november-novelet/">November Növelet</a> sind schon seit langem mehr als nur ein Ableger Haus Arafnas, haben über die Jahre nach den eher noch dissonanten Momenten auf der <a href="http://africanpaper.com/2016/07/30/november-novelet-unintended-by-nature-the-singles-1994-2012/">„More Satanic Heroes“-7&#8221;</a> und dem jüngst im Rahmen der letzten Veröffentlichungen auf Vinyl wieder verfügbar gemachten Debütalbum &#8220;From Heaven On Earth&#8221;  ihren Klang zu einem zutiefst melancholischen Angstpop perfektioniert, der einen vorläufigen Höhepunkt auf dem Album<a href="http://africanpaper.com/2016/02/13/november-novelet-the-world-in-devotion/"> „The World In Devotion“ </a>fand. „Black Rain“ beginnt mit Gesang von Herrn Arafna: „black rain on my face [...] give your hand to a drowning man“, um am Ende Frau Arafna verkünden zu lassen: „you got soaked to the bone/drenched in black“. <a href="http://africanpaper.com/tag/hermann-kopp/">Hermann Kopp</a> erinnert mit dem Titel „The Hands Of Orlac“ natürlich an seine Soundtrackarbeiten (unvergessen seine Arbeit zu Jörg Buttgereits &#8220;Nekromantik&#8221;, zuletzt war auf Galakthorrö unter dem Titel <a href="https://galakthorroe.de/g_052_c.html">&#8220;Noirhollywood&#8221;</a> sein Soundtrack zu &#8220;The Queen Of Hollywoodboulevard&#8221; erschienen), Auch hier ist die immer an der Grenze zur Dissonanz klagende E-Geige, ein dunkles Schaben an der Grenze zur Auflösung. Sühne Mensch debütierte 2022 mit dem passend betitelten <a href="http://africanpaper.com/2022/10/22/suhne-mensch-schmerzportrait">„Schmerzportrait“</a>. Auf &#8220;Kosmoloko 3&#8243; ist das Stück einfach nur „Angst“ betitelt und könnte textlich sicher im expressionistischen Jahrzehnt beheimatet sein: „schwarzer nebel tanzt im kopf/zerrt erfroren am gemüt&#8221; oder &#8220;angst vermehrt sich ist erblüht“. Im Verlauf des Stücks werden die Beats schneller (Michael Belletz hat ursprünglich <a href="https://galakthorroe.de/g_suehnemensch.html">&#8220;anspruchsvolle[...] Tanzmusik gemacht&#8221;</a>), wobei das mögliche Tanzen hier aber nur als als letztes Aufbäumen dieses „welke[n] dasein[s]“ verstanden werden kann (&#8220;in den gliedern schlafen steine&#8221;). Das Einmannprojekt <a href="http://africanpaper.com/tag/tedis/">TE/DIS</a> hat auf bislang drei Alben die für das Label so typischen analogen Sounds mit Vocals kombiniert, die eher im Gothic zu situieren sind. Auf „Drops Of Dew“ kommt man zu dem Schluss: „we reach a dead end“. <a href="http://africanpaper.com/tag/herz-juhning/">Herz Jühning</a>, seit 2007 bei Galakthorrö, in den letzten Jahren aber weitgehend verstummt, steuert das rabiateste Stück auf dieser Zusammenstellung bei: „The Glory Age Of Pain“ kombiniert treibende Beats, schwere Schläge und eine brutal verzerrte Stimme, mit der der die Welt zerstörende Anthropofagus Mensch angeklagt wird. <a href="http://africanpaper.com/tag/mode-in-gliany/">Mode In Gliany</a> steuern „Ahediñ“ bei: todtraurige Melodien, bevor nach knapp zwei Minuten die Stimme einsetzt, flüsternd verkündet sie von dem Augenblick, der natürlich nur „douloureux“ sein kann. Dann kommt das von Heidegger beeinflusste Duo<a href="http://africanpaper.com/tag/da-sein/"> Da-Sein </a>mit &#8220;Brief Lives&#8221;, das im Rahmen dieser Zusammenstellung am ehesten noch einem straighten, treibenden Beat folgt, textlich aber ebenfalls die Last der Welt trägt: „life/is your weight“, heißt es da und: „you will never be missed“. Zum Abschluss des Albums kommt die Überraschung, fast möchte man von einer Sensation sprechen, ist mit &#8220;Rules&#8221; doch das erste neue Stück von Karl Runau seit Ewigkeiten zu hören. Runau war einer der ersten Künstler auf Galakthorrö, teilte sich eine frühe 7&#8221; mit Haus Arafna. Einige Tracks seines rabiaten Debüts „Osmose“, das Ende 2021 noch einmal <a href="https://galakthorroe.de/g_004_a2.html">neu aufgelegt </a>wurde, werden heute immer noch gerne auf Industrialabenden gespielt. Das Nachfolgeralbum &#8220;Beyond Frequencies&#8221; war insgesamt mit seiner verspielten Elektronik weniger industriell. Der auf „Kosmoloko 3“ zu findende Track „Rules“ knüpft an dieses Album an: Anfangs hört man Sounds, wie Signale aus den Tiefen des Alls, dafür klingen die Vocals dann aber wieder so, als kämen sie aus aus den Tiefsten einer verlassenen Fabrik und jemand trüge eine Staubmaske: „rules are set to be followed/so follow the rules“, tönt es da.</p>
<p>Zehn Künstler und zehn Stücke skizzieren mit analogem Equipment ihre (zutiefst) schwarze Sicht auf die Welt, etwas, das auf Galakthorrö seit gut 30 Jahren möglich ist.</p>
<p>(MG)</p>
<p>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/04/06/v-a-kosmoloko-3/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MODE IN GLIANY: Amer Armor</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/06/24/mode-in-gliany-amer-armor/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/06/24/mode-in-gliany-amer-armor/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jun 2023 04:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Boris Völt]]></category>
		<category><![CDATA[Galakthorrö]]></category>
		<category><![CDATA[Mode In Gliany]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36202</guid>
		<description><![CDATA[Wenn man Bandcampalgorithmen folgt, fällt schnell auf, dass die Zahl der Solokünstler, Duos und Gruppen, die eine am Wave der 80er geschulte Musik spielen, inzwischen Legion ist und nun auch von Hipstern goutiert werden, die vor etlichen Jahren noch beim &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/24/mode-in-gliany-amer-armor/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/056_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36203" title="056_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/056_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man Bandcampalgorithmen folgt, fällt schnell auf, dass die Zahl der Solokünstler, Duos und Gruppen, die eine am Wave der 80er geschulte Musik spielen, inzwischen Legion ist und nun auch von Hipstern goutiert werden, die vor etlichen Jahren noch beim Hören dunkler Musik verächtlich die Nase gerümpft hätte.<a href="http://africanpaper.com/tag/galakthorro/"> Galakthorrö</a> veröffentlichen allerdings konsequenterweise seit <span id="more-36202"></span>Jahrzehnten Musik von der Nachtseite des Lebens &#8211; und das schon lange, bevor es angesagt war.</p>
<p>Der Franzose Boris Völt debüttierte 2020 auf Galakthorrö mit der Single<a href="http://africanpaper.com/2020/09/19/mode-in-gliany-kelch-lizher/"> „Kelc’h-lizher“</a>, der wir attestierten: &#8220;Auch das Einmannprojekt orientiert sich an elektronischer (Pop-)Musik der frühen 80er und Mode in Glizany geben ihren leicht angedunkelten analogen Synthsounds eine gute Infusion Elektropops, gleichzeitig gibt der zurückhaltende, fast flüsternde Sprechgesang den Stücken einen somnambulen Charakter.&#8221; Diese Ausrichtung wird auch auf „Amer Armor“ fortgesetzt: Von Labelseite hebt man die „Melancholie“ des Albums hervor &#8211; und tatsächlich sind alle Stücke durchzogen von einer schwarzgalligen Schwermut.</p>
<p>Der Opener „Amer Armor“ beginnt mit todtraurigen Synthflächen, bevor dann schleppende Beats einsetzen, dazu Gesang, der mehr spricht, der mehr flüstert, ganz so, als sei man (zu) erschöpft. Man hört Töne einer Taruermelodie, dann kommen im weiteren Verlauf ein paar treibende Beats dazu. Mit diesem sehr starken Stück wird die Stimmung der darauf folgenden weiteren neun Tracks gesetzt. <iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/wRRREZn4T9o" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Auf „La mémoire de L&#8217;ensemble“ verleiht ein puckernder Drumcomputer dem Stück einen dunklen Puls, der wirkt, wie ein Sich-Auflehnen gegen die Verfinsterung. „Le mot Qui F<span style="font-family: Times New Roman, serif;">â</span>che“ kombiniert traurige Melodieflächen mit einen Gesang, bei dem die Wut weniger als Eruption denn als Reduktion zum Ausdruck gebracht wird. „Masse“ enthält Momente des leicht Dissonanten. Das minimalistische, instrumentale &#8220;Sans un mot de trop“ beendet die erste Seite. Die B-Seite wird mit „Steren an norzh“ eröffnet: flächige Sounds, Rauschen, dann setzt der pochende Drumcomputer ein, der Gesang wirkt, ganz so, als könnten die Worte nur mit letzter Kraft herausgepresst werden. Auf „Degas“ steigert und verdichtet sich die Musik zu einem dramatischen Finale. Völt buchstabiert auf &#8220;Amer Armor&#8221; durch, wie düstere Musik abseits ausgetretener Pfade klingen kann.</p>
<p>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/06/24/mode-in-gliany-amer-armor/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MODE IN GLIANY: Kelc&#8217;h-lizher</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/09/19/mode-in-gliany-kelch-lizher/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2020/09/19/mode-in-gliany-kelch-lizher/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2020 06:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Galakthorrö]]></category>
		<category><![CDATA[Mode In Gliany]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=22442</guid>
		<description><![CDATA[Manchen Labeln gelingt es über die Jahre hinweg, so etwas wie eine schnell wiedererkennbare Ästhetik zu entwickeln (paradigmatisch etwa 4AD oder ECM, in den letzten Jahren etwa auch Sacred Bones), manchmal, aber nicht notwendigerweise immer damit einhergehend, auch so etwas &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/09/19/mode-in-gliany-kelch-lizher/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/09/Mode.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-22443" title="Mode" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/09/Mode-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Manchen Labeln gelingt es über die Jahre hinweg, so etwas wie eine schnell wiedererkennbare Ästhetik zu entwickeln (paradigmatisch etwa 4AD oder ECM, in den letzten Jahren etwa auch Sacred Bones), manchmal, aber nicht notwendigerweise immer damit einhergehend, auch so etwas wie einen Corporate Sound. Einen Klang(-Raum), der aber im Idelafall groß genug ist, um ein allzuenges Korsett zu vermeiden. Galakthorrö haben über die Jahrzehnte hinweg beides geschafft (Schwarzweißästhetik, analoge, teils transgressive elektronische Musik).<span id="more-22442"></span></p>
<p>Über den neuesten Labelzugang Mode In Gliany, das aus der Nordbretagne stammende Projekt von Boris Völt, das schon eine<a href="https://modeingliany.bandcamp.com/"> Reihe von Tonträgern</a> (teils nur digital) veröffentlicht hat, heißt es, es sei von <a href="http://africanpaper.com/tag/november-novelet/">November Növelet</a> inspiriert worden, dem Duo, dem auf diesem Seiten<a href="http://africanpaper.com/2012/09/01/november-novelet-heart-of-stone/"> attestiert wurde</a>, „die großen Melancholiker“ bei Galakthorrö zu sein.</p>
<p>Das sollte man aber ganz sicher eher als Inspiration denn als Imitation verstehen. Auch das Einmannprojekt orientiert sich an elektronischer (Pop-)Musik der frühen 80er und Mode in Glizany geben ihren leicht angedunkelten analogen Synthsounds eine gute Infusion Elektropops, gleichzeitig gibt der zurückhaltende, fast flüsternde Sprechgesang den Stücken einen somnambulen Charakter.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/QnqNluirFYo" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Zu dem Opener „Procédurale“ mit treibenden Beats und melancholischen Synthflächen gibt es ein<a href="https://www.youtube.com/watch?v=QnqNluirFYo&amp;feature=youtu.be"> Video</a>, das mit seinen dis- und assoziativen Schwarz-Weiß Bildern fast Murnau wiederauferstehen lässt. Auf „Densité“ mit seinem analogen Drumcomputer flüstert Völt, untrstützt von einer weiblichen Stimme . „S&#8217;en Aller“ ist ein treibendes Elektropopstück.Ob das instrumentale „Carnival of Souls“ auf gleichnamigem Film, der die zentrale Idee aus Ambrose Bierce berühmter Kurzgeschichte „An Occurence at Owl Creek Bridge“ lange vor &#8220;The Sixth Sense&#8221; aufgreift, anspielt, weiß ich nicht, aber auch dieser Film ist von einer (Alp-)Traumatmosphäre durchzogen. Das Stück klingt wie eine sehr gute Depeche Mode B-Seite, die von John Carpenter gecovert wurde, was gar nicht abwertend zu verstehen ist. Wenn man bedenkt, wie sehr Musik dieser Art in den 90ern von weiten Teilen der (nicht subkulturellen) Presse ignoriert wurde, so ist es durchaus erfreulich, dass dies inzwischen nicht mehr der Fall ist. Ein Album darf jetzt gerne folgen. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2020/09/19/mode-in-gliany-kelch-lizher/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
