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	<title>African Paper &#187; Sarada</title>
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		<title>STONE BREATH: The Secret Heart of Hum / The Sacred Heart Of Hum</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 05:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Timothy Renner war immer unglaublich produktiv und nach der Wiederbelegung Stone Breaths  mit dem Album „The Shepherdess And The Bone-White Bird“ im Jahr 2011 folgten zahlreiche Veröffentlichungen: Alben, EPs und Seitenprojekte waren Legion. In den letzten Jahren wurde es musikalisch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/11/stone-breath-the-secret-heart-of-hum-the-sacred-heart-of-hum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/a0148240173_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48503" title="a0148240173_16" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/a0148240173_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="https://africanpaper.com/tag/timothy-renner/">Timothy Renner</a> war immer unglaublich produktiv und nach der Wiederbelegung <a href="https://africanpaper.com/tag/stone-breath/">Stone Breaths </a> mit dem Album <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/stone-breath-with-the-forest-beggars-the-shepherdess-and-the-bone-white-bird/">„The Shepherdess And The Bone-White Bird“</a> im Jahr 2011 folgten zahlreiche Veröffentlichungen: Alben, EPs und Seitenprojekte waren Legion. In den letzten Jahren wurde es musikalisch um Stone Breath etwas stiller und man <span id="more-48501"></span>konnte vielleicht meinen, er stecke seine ganze Energie in seinen Podcast <a href="https://www.strangefamiliars.com/">Strange Familiars</a>, der sich mit Paranormalem, mit Kryptozoologie etc. beschäftigte („a podcast that tells stories through a combination of historical research, witness interviews, discussion, and on-site recordings when possible“). Diese Interessen hatten sich auch auf den Stone Breath-Alben <a href="https://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/">„Cryptids“</a> und <a href="https://africanpaper.com/2017/08/26/stone-breath-witch-tree-prophets/">„Witch Tree Prophets“</a> widergespiegelt.</p>
<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/a2613642005_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48513" title="a2613642005_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/a2613642005_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine Antwort auf den etwas geringer gewordenen Output fand sich auf der 2023 erschienenen Zusammenstellung <a href="https://africanpaper.com/2023/07/22/stone-breath-greys-and-orphans/">„Greys &amp; Orphans“</a>: Timothy hatte schon vor vielen Jahren in einem Interview mit <a href="https://www.clippings.me/users/jeanetteleech">Jeanette Leech</a> seine MS-Erkrankung öffentlich gemacht, nun schrieb er in de Linernotes des oben genannten Albums: „A serious MS attack in 2021 has left me with numb fingers, severely limiting my technique and which instruments I am able to play.“ Gleichzeitig kündigte er aber auch an: „Stone Breath will return.“ 2023 erschien noch ein <a href="https://africanpaper.com/2023/12/06/let-my-heart-be-burned-neues-material-von-forest-beggars">Minialbum des „katholischen“ Seitenprojekts The Forest Beggars</a>.</p>
<p>Nun sind (endlich) zwei (sehr) ähnlich betitelte und gestaltete Alben veröffentlicht worden, auf denen eine leichte musikalische Umorientierung virulent wird: Dem Banjo kommt nur noch eine sehr kleine Rolle zu, stattdessen steht das Harmonium klar im Zentrum. Die Titel der Alben greifen einen Begriff auf, der auf dem mit dem alten Weggefährten Prydwynn eingespielten Album <a href="https://africanpaper.com/2014/08/09/stone-breath-children-of-hum/">„Children Of Hum“ </a>aus dem Jahr 2014 erstmals auftauchte: In den Linernotes konnte man lesen, dass Prydwynn auf die Frage, wie man all die vielen unterschiedlichsten musikalischen Ideen und Stile vereinen könne, antwortete: „Some things hum. Some things don&#8217;t hum. I follow those things that hum.“</p>
<p>Auf „The Secret Heart Of Hum“ finden sich sowohl Songs als auch instrumentale Tracks (die vielleicht etwas an das Album <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/album/entity-drift">„Entity Drift“</a> erinnern), wobei letzere eine Aura des Mysteriösen haben: Das Album wird eröffnet von „Night After Night“, das Sprachsamples von jemandem enthält, der davon erzählt, wie er nachts von etwas Unheimlichen geweckt wird, dazu dröhnt ein leicht unheilschwangeres Harmonium, hinzu kommen Feldaufnahmen von Wasser und Vögeln. Stücke wie „Under Clouds And Over Me“ mit merkwürdigen, entfernten Geräuschen und dunklem Dröhnen, „Witch Pit“ mit Feldaufnahmen von zirpenden Grillen, Eulen und entfernten Stimmen sowie „Alive“ (Feldaufnahmen von Vögeln und Insekten) erzeugen eine ähnliche außerweltliche, teils nokturne Stimmung. „Gallows Pole“ ist die Interpretation eines <a href="https://mainlynorfolk.info/lloyd/songs/themaidfreedfromthegallows.html">bekannten Traditionals</a>. Renners getragener Gesang tönt: „Hangman, hangman, slack your rope – slack it for awile &#8211; / I think I see my mother coming, traveling many a mile.“ Das Harmonium klingt hier wie eine Drehleier. Der Song „One Year and One Day“ enthält die Aufforderung: „If you&#8217;ll give another night, the dawn shall take all your cares.“ Dem Sujet entsprechend ertönen auf „Spider Eyes“ leicht bedrohliche Drones, es gibt Harmoniumpassagen und dann ein Flüstern: „The spiders in the trees are watching me“. „Heart&#8217;s Home“ ist geprägt vom Zusammenspiel eines mittelalterlich klingenden Harmoniums und Banjo und der Feststellung: „I followed the hum to my heart&#8217;s home: a lonesome hole, dug so long ago“. Als Überraschung folgt darauf die Interpretation von <a href="https://africanpaper.com/tag/leonard-cohen/">Cohens </a> Meisterwerk „Who By Fire“, verglichen mit <a href="https://africanpaper.com/tag/coil/">Coils</a> Interpretation hat Renners Version einen fast schon sakralen Charaker. Beendet wird das Album von dem sechsminütigen „The Secret Heart Of The Seventh Gate“, mit der auch schon auf anderen Songs im Werk Reenners gestellten Frage „Who is listening to me?“. Stück wie Album enden dann etwas ambivalent mit „Have all my songs now been sung?“.</p>
<p>„The Sacred Heart Of Hum“ ist musikalisch ähnlich ausgerichtet. Das Album beginnt mit „Rapture“: Man hört dunkel-mysteriöse Drones, ein Mädchen spricht. Das 20-minütige „The Shepheredess Of The Fiery Wheels“ ist eine tolle Mischung aus repetetiven Harmoniumpassagen und dem Spiel des Gimbri-Banjos, auf der Renner (s)eine religiöse Vision beschreibt: „See four faces on every head: oxen, eagle, lion, and man./Cloaked they are by folded wings, and lifted up by folded hands/The thunder rolls an endless prayer – lightning cracks the nighttime air.“ „Sorrow&#8217;s Epiphany“ ist die Vertonung eines Gedichts über die drei heiligen Könige, auf der zum Harmonium und den Feldaufnahmen eine gezupfte Akustikgitarre hinzukommt. „The Voice In The Water“ ist ein melodisch-ambienter Track mit unheimlichen Geräuschen und dem Rauschen von Wasser. „Apparition“ mischt Stimme und kristalline Sounds, die klingen, als habe <a href="https://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/">Asmus Tietchens</a> etwas beigesteuert. Irgendwann erzählt ein Junge von einer Frau, die ihm erschienen ist. „Burning Water“ lässt einen alten Mann sprechen, während auf „The Voice In The Earth“ Loops von Stimmen (einem Chor (?)) zu hören sind. Auf dem Abschlussstück „Saint Ottilia“ singt Sarada begleitet von einer Akustikgitarre.</p>
<p>Um auf oben gestellte Frage zurückzukommen: Es wäre mehr als tragisch, wenn mit dieser Zwillingsveröffentlichung alles gesagt/gesungen wäre, denn nicht grundlos sprach oben erwähnte Jeanette Leech in &#8220;Seasons They Change&#8221;, ihrer &#8220;story of acid and psychedelic folk&#8221;, u.a. bzgl. Stone Breath von &#8220;unique combinations of personalities, interests, and circumstances&#8221;. Tatsächlich hat Renner ein so idiosynkratisches und eigenes wie eigenwilliges Werk geschaffen, das gerne noch erweitert werden darf. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/">Self-Released</a><br />
<iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3468770928/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4025015861/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Let My Heart Be Burned: Neues Material von Forest Beggars</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Dec 2023 05:55:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Stone Breath nach einer längeren Pause 2009 „The Shepherdess And The Bone-White Bird“ veröffentlichten, lag dem Album eine CD mit dem Titel „Virgo, Mater, Domina“ bei, die dem scheinbar anonymen Projekt Forest Beggars zugeschrieben war. Beim Hören des Albums &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/12/06/let-my-heart-be-burned-neues-material-von-forest-beggars/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als <a href="http://africanpaper.com/tag/stone-breath/">Stone Breath</a> nach einer längeren Pause 2009<a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/stone-breath-with-the-forest-beggars-the-shepherdess-and-the-bone-white-bird/"> „The Shepherdess And The Bone-White Bird“</a> veröffentlichten, lag dem Album eine CD mit dem Titel „Virgo, Mater, Domina“ bei, die dem scheinbar anonymen Projekt Forest Beggars zugeschrieben war. Beim Hören des Albums wurde einem dann schnell klar, dass es sich bei den Beteiligten um die Stone Breath-Besetzung (<a href="http://africanpaper.com/tag/timothy-renner/">Timothy Renner</a>, <a href="http://africanpaper.com/tag/prydwyn/">Prydwyn</a>, Sarada) handeln musste.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/a0558036857_16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-38785" title="a0558036857_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/a0558036857_16.jpg" alt="" width="700" height="700" /></a><span id="more-38782"></span>&#8220;The purpose for this was to create more explicitly Catholic devotional music while keeping Stone Breath a bit more secular. We decided to make Forest Beggars anonymous. Even though, if you are familiar with the playing and voices, you might know who is making the music – that&#8217;s not the point. We aren&#8217;t trying to hide, or to be mysterious. We just wanted Forest Beggars to be about the music, the lyrics, the art, etc – and not to be about our individual personalities et al.&#8221;,<a href="https://www.facebook.com/stonebreath"> schreibt</a> Timothy Renner auf seiner Facebookseite.</p>
<p>Pläne für weitere Aufnahmen zerschlugen sich damals und erst jetzt erscheint die erste neue Forest Beggars-Veröffentlichung namens „Let My Heart Be Burned“ mit sechs neuen Stücken als auf 30 Exemplare limitierte Lathe-Cut und als CD sowie Download. Ein neues Album ist für 2024 geplant.</p>
<p>@<a href="https://forestbeggars.bandcamp.com/album/let-my-heart-be-burned">Bandcamp </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2611200635/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>STONE BREATH: Greys And Orphans</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jul 2023 03:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das letzte Stone Breath-Album erschien 2017, „Greys And Orphans“ ist – wie im Titel schon angedeutet wird – aber nicht der reguläre Nachfolger zu „Witch Tree Prophets“, sondern eine Zusammenstellung von an verschiedenen Orten veröffentlichten sowie unveröffentlichten Stücken. Auf diesem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/22/stone-breath-greys-and-orphans/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a4242384490_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36572" title="a4242384490_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a4242384490_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das letzte <a href="http://africanpaper.com/tag/stone-breath/">Stone Breath</a>-Album erschien 2017, „Greys And Orphans“ ist – wie im Titel schon angedeutet wird – aber nicht der reguläre Nachfolger zu <a href="http://africanpaper.com/2017/08/26/stone-breath-witch-tree-prophets/">„Witch Tree Prophets“</a>, sondern eine Zusammenstellung von an verschiedenen Orten veröffentlichten sowie unveröffentlichten Stücken. Auf diesem Album und auf<a href="http://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/"> „Cryptids“</a> war <a href="http://africanpaper.com/tag/timothy-renner/">Timothy Renners </a>Interesse an (scheinbar) Unerklärlichem, an Kryptozoologie virulent geworden und in den letzten Jahren hatte er sich auf seine beiden Podcasts<a href="https://www.strangefamiliars.com/"> „Strange Familiars“</a> („Strange Familiars is a paranormal <span id="more-36570"></span>podcast that tells stories through a combination of historical research, witness interviews, discussion, and on-site recordings when possible“) und <a href="https://thefloweredpath.com/">„The Flowered Path“ </a>(„Stories of saints, folk saints, miracles, and visionaries“) konzentriert.</p>
<p>Die ersten drei auf „Greys And Orphans“ enthaltenen Stücke haben eine enge Verbindung zum Strange Familiars-Podcast, handelt es sich doch um die vollständigen Versionen des Titelstücks, die ursprünglich für eine Zusammenarbeit mit einem anderen Musiker gedacht waren. Alle drei Versionen von &#8220;Grey&#8221; werden von einer atmosphärisch gezupften Akustikgitarre bestimmt, „Grey Three“ hat leicht orientalische Momente. Das dann folgende „The Blood-Red God“ wurde ursprünglich für die Compilation <a href="https://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/album/in-the-cities-of-your-eyes">„In The Cities Of Your Eyes“</a> aufgenommen, mit der Flüchtlingscamps in Griechenland unterstützt werden sollten. Passenderweise ist das Stück ein scharfer Angriff auf den (Gott des) Krieg(es): „Worshipped by rich, feared by poor: the blood-red endless god of war“. Perkussion bei diesem Stück steuerte Anthony Hoskin bei, mit dem Renner während der kurzzeitigen Auflösung Stone Breaths als Crow Tongue aufnahm und dem auf „Cryptids“ eine tragende Rolle zukam. „Ashes Of The Fading Light“ stammt aus den Aufnahmen zu „Witch Tree Prophets“ und hätte sicher auch dort einen guten Platz gefunden. Hier beeindruckt wieder der zweistimmige Gesang von Renner und dem langjährigen Mitstreiter Prydwyn: „And we are given songs in the cold dark night./But who is listening far beyond the fading light?“ Danach folgen zwei (sehr kurze) Stücke, die nicht im eigentlichen Sinne von Stone Breath sind, sondern die als Bonusmaterial für die Tapeversion des <a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/">ersten Albatwitchalbums</a> gedacht waren, die dann aber nicht erschien. Renner hatte <a href="http://africanpaper.com/tag/albatwitch/">Albatwitch</a> zusammen mit Brian Magar gegründet und das Duo war politisch wesentlich eindeutiger als alles, was Renner zuvor gemacht hatte. Dazu wurden Folkelemente mit Noise und Metal kombiniert, was zu sehr interessanten Gattungshybriden führte. Auf „One Day It Will Come To Pass“ und „The Corday Waltz“ ( beide Stücke stammen aus der musikalischen Fassung von Peter Weiss&#8217; „Marat/Sade“.) werden Akustikgitarre und Harfe mit einer harschen E-Gitarre kombiniert. Das letzte Stück, „Sacred Heart Of The Seventh Gate“, wurde als Demo live von Renner allein eingespielt und sollte Teil eines neuen Stone Breath-Albums werden. Renner hatte schon vor einigen Jahren seine MS-Diagnose öffentlich gemacht; ein starker Schub im Jahr 2021 führte dazu, dass seine Fähigkeit Instrumente zu spielen, erheblich beeinträchtigt wurde und insofern ist unklar, wie es musikalisch weiter gehen wird, allerdings ist geplant, mindestens ein weiteres Album in der klassischen Besetzung Renner, Prydwyn und Sarada einzuspielen. Wie heißt es auf „Sacred Heart&#8230;“: „And what shall I do?/ I will follow the hum until all of my songs have been sung.“ (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/">Hand/Eye</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3210556503/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=772421339/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Water, Water</title>
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		<pubDate>Sat, 27 May 2017 02:13:37 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/Waterwatera2259334686_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13815" title="Waterwatera2259334686_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/Waterwatera2259334686_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn fast täglich immer wieder die Unberechenbarkeit des POTUS ins Feld geführt wird – als positive strategische Eigenschaft vom Mann mit den kleinen Händen selbst oder aber als Kritik am erratischen Verhalten von seinen Gegnern-, so trifft das sicherlich auf den delirierenden Außenpolitiker Trump zu, aber weniger auf den Innenpolitiker, dessen Zielsetzung in allen Bereichen durchaus konstant ist: Deregulierung und Privatisierung, egal ob bei <a href="http://www.huffingtonpost.com/entry/bernie-sanders-grills-betsy-devos-over-school-privatization_us_587ee2b2e4b0877b494f7f4b">Schule</a>, <a href="http://www.npr.org/2017/05/01/526436036/president-trump-promotes-revised-version-of-gop-health-care-bill">Krankenversicherung</a>, <a href="https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2017/03/29/trumps-rollback-of-obamas-environmental-legacy-is-all-kinds-of-unpopular/?utm_term=.956095482bdd">Umwelt-</a> oder <a href="https://www.nytimes.com/2017/02/03/business/dealbook/trump-congress-financial-regulations.html?_r=0">Verbraucherschutz</a>. <span id="more-13814"></span></p>
<p>In den letzten Jahren hat sich Timothy Renner verstärkt politisch positioniert, musikalisch am explizitesten mit seinem Genrehybrid <a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/">Albatwitch</a>, aber auch mit persönlichen Äußerungen. Diese Download-Compilation unterstützt die <a href="https://www.charitywater.org">„Charity: Water“</a>, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Insofern hat das scheinbar wenig mit der Politik in den USA zu tun. Es bedarf aber vielleicht nicht allzu großer imaginativer Kraft, um sich vorzustellen, dass all diejenigen, für die Krankenversicherung ein Privileg und kein Recht ist, sicherlich auch keine Probleme damit haben, Trinkwasser zu einem Geschäft zu machen. Wie schnell Trinkwasser im reichsten Land der Erde zur Mangelware werden kann, zeigt paradigmatisch sicherlich <a href="http://www.cnn.com/2016/03/04/us/flint-water-crisis-fast-facts/">Flint in Michigan</a>.</p>
<p>Auf der &#8220;Water, Water&#8221;-Zusammenstellung, die als Download verfügbar ist, sind eine Reihe von Künstlern vertreten, von denen einige dem Label oder Renner schon seit Jahren verbunden sind und natürlich finden sich eine Vielzahl von Bands und Projekten, die sich im weitesten Sinne dem Folk zuordnen lassen: So etwa Alistair Galbraith, der mit „Slavery“ einen reduzierten, zurückhaltenden Folksong vorlegt. Stone Breath-Mitglied Sarada spielt auf „The Midnight Feast“ einen verrauschten LoFi-Folk, In Gowan Ring steuern mit „Rivertime Tones“ eine etwas weniger fragil klingende Version des ursprünglich auf “The Twin Trees” veröffentlichen Stücks bei. Eyeless in Gazas Martyn Bates begleitet seine entrückte Stimme auf &#8220;Unanswered&#8221; mit Akustikgitarre, Renner selbst ist als Time Moth Eye mit „Rattlesnake in the Rabbitsden“ vertreten, einer düsteren von Harfe und unheimlichen Stimmen untermalten Version des ursprünglich als Folk/Metal-Hybrid auf dem<a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/"> zweiten Albatwitch-Album </a>veröffentlichten Stücks. Wesentlich weniger finster klingt der alte Stone Breath-Gefährte Prydwynn (with Quickthorn), der auf „A Touch of Hemlock“ seine an Martyn Bates erinnernde Stimme von Glocken und Flöte untermalen lässt. <a href="http://africanpaper.com/2013/05/18/howling-larsens-fool-of-sound-and-furry/">Howling Larsons</a> (mit World Serpents Alan Trench) “Lesser Stars” verdeutlicht, dass es mehr als passend ist, dass die Band eines ihrer Alben “Midnight Folk” genannt hat. Cruel Wonders aus Israel bezeichnen ihre Musik als „folk noir“ und „post doom“. Sängerin Tamar Singer, die auch noch ein Solostück beisteuert, klingt auf „Sometimes a Lover“ dann auch wie eine verschollene Schwester von Sharron Kraus und Tara Burke. <a href="http://africanpaper.com/2015/09/12/we-still-need-to-document-our-future-through-song-interview-mit-trappist-afterland/">Trappist Afterland</a>, die demnächst ein Splitalbum mit Stone Breath veröffentlichen werden, sind mit einem melancholischen Folksong dabei. Es gibt aber auch Rückgriffe auf das Mittelalter (wie bei Vedan Kolod aus Russland oder bei der Zusammenarbeit von The Hare and The Moon und Futur Passé).</p>
<p>In den vergangenen Jahren wurden auf zu Dark Holler Arts gehörigen Labeln wie Lost Grave und Eleventh Key auch härtere Klänge veröffentlicht: LAYRs „Inverted“ nähert sich dem Black Metal, Bréag Naofa spielen unter dem Motto „religion still poisons every aspect of the human experience“ ein doomiges Stück, Come And Get Its Metal weist Punkeinflüsse auf , NIGHT spielen Postrock, God Root sind mit einer zehnmiütigen epischen Sludgenummer vertreten. Experimenteller wird es mit<a href="http://africanpaper.com/2017/01/07/the-owls-are-not-what-they-seem-hearth/"> The Owls Are Not What They Seem</a>: Man hört verwaschene Sounds, im Äther verschwindende Stimmen und rituelle Perkussion. Bilín Wake + Drekka spielen auf dem großartig betitelten „We negotiate shadows much darker than winter“ ein Soundscape aus verhallten Klängen und Drones. Das skurril betitelte The Black Yo)))ga Medidation Ensemble, das tatsächlich Musik für Yoga macht, spielen ein doomiges Soundscape. <a href="http://africanpaper.com/2016/11/26/united-bible-studies-i-am-full-gibbous/">United Bible Studies</a>&#8216; &#8220;The Archeologists Hands&#8221; ist eine siebzehnmiütige pastorale Folknummer mit getragenen Gesang, die frühen Pink Floyd sicher nicht schlecht zu Gesicht gestanden hätte. Dass Gunned Down Horses Indiepop spielen, überrascht dann nicht mehr. Was erstaunlich ist, ist, dass bei der Breite der Musik der insgesamt 28 Stücke eigentlich kaum ein Ausfall dabei ist. Dallas Brown – Flute Medicines Flötenstück klingt zwar etwas arg nach New Age, aber das ist ein Meckern auf hohem Niveau. &#8220;Water, Water&#8221; ist eine Zusammenstellung, bei der sich der gute Zweck dann auch in der Qualität der Musik angemessen widerspiegelt. (MG)</p>
<p>Label: H<a href="http://darkhollerarts.com">and/Eye</a></p>
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		<title>TIMEMOTHEYE &amp; THE SPECTRAL LIGHT: Grave Needs</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2015 05:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem vor einiger Zeit veröffentlichten Interview sprach Timothy Renner davon, dass das Introspektive von Stone Breath, die Thematisierung von Spiritualität, langsam an einen Endpunkt komme, sich sein Schreiben verändere und er gab zu, dass die politischen Texte, die er &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/07/04/timemotheye-the-spectral-light-grave-needs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/GraveNeeds_cover-1-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10515" title="GraveNeeds_cover-1-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/GraveNeeds_cover-1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In einem vor einiger Zeit veröffentlichten <a href="http://active-listener.blogspot.de/2014/08/the-silver-thread-stone-breaths-timothy.html">Interview</a> sprach Timothy Renner davon, dass das Introspektive von Stone Breath, die Thematisierung von Spiritualität, langsam an einen Endpunkt komme, sich sein Schreiben verändere und er gab zu, dass die politischen Texte, die er mit seinem Crossoverprojekt <a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/">Albatwitch</a> schreibe, augenblicklich von ihm als „dringender&#8221; &#8211; vielleicht möchte man sagen &#8220;drängender&#8221; &#8211; empfunden würden. <span id="more-10514"></span>Diese Hinwendung zu weltlicheren Themen wird mit Einschränkungen auch auf seinem neuem Soloalbum, auf dem er von alten (Sarada, AE Hoskin) und neuen (Brian Magar, Grey Malkin, Neddal Ayad, Jo Costgrove ) Weggefährten unterstützt wird, deutlich, z.B. bei der Wahl der Coverversionen: Das ursprünglich von Stone Breath auf dem Album „Twist of Thorn“ in anderer Form interpretierte Traditional „Johnny Has Gone For a Soldier“ bekommt hier durch den Einsatz von einer Snaredrum etwas Dringliches, verdeutlicht die Konsequenzen des In-den-Krieg-Ziehens für die Zurückgebleibenen und die am Krieg Beteiligten. Das u.a. durch Leonard Cohen bekannt gewordene „The Partisan“ wird aus der Sicht eines Mitglieds der französischen Resistance erzählt: „Oh, the wind, the wind is blowing/Through the graves the wind is blowing/Freedom soon will come/Then we&#8217;ll come from the shadow“. Die Texte zu den Stücken „Germinal“ und „Written in Red“ stammen von der amerikanischen Anarchistin <a href="http://dwardmac.pitzer.edu/Anarchist_Archives/bright/cleyre/worm.html">Voltairine De Cleyre</a>: „we battle to set men free“ heißt es auf letzterem, damit wird natürlich auch an die in „The Partisan“ zum Ausdruck kommende Haltung angeknüpft.</p>
<p>Aber auch bei den eigenen Stücken zeigen sich leichte Veränderungen. Zwar findet sich weiterhin eine Symbolik und Metaphorik, die das Werk des Amerikaners in den letzten Jahrzehnten geprägt hat: Es taucht die bekannte „Ghost-white stag“ auf („Grave Need“), aber wenn das Stück „Vampire“ mit einem Zitat Dick Cheneys eingeleitet wird, in dem der ehemalige Vizepräsident zum Thema Folter lapidar sagt<a href="(http://www.washingtonpost.com/blogs/plum-line/wp/2014/12/15/why-it-matters-that-dick-cheney-still-cant-define-torture/"> „All of the techniques that were authorized by the president were, in effect, blessed by the Justice Department opinion that we could go forward with those without, in fact, committing torture.“</a>, dann wird eindeutig(er), auf wen Zeilen wie „Here&#8217;s a stone for your mouth/ A stone to block your forked tongue“ gemünzt sind. Bei „Poppit“, auf eine Puppe mit magischen Kräften  verweisend, wirft über die Mächtigen gesagt: „They tax our dreams/All they&#8217;ll give to us is graves“, um aber am Ende die Drohung auszusprechen: „We&#8217;ll burn like lanterns/We&#8217;ll hang like stars/And we haunt them form our graves“.</p>
<p>Musikalisch ist das doppeldeutig betitelte Album (man denke an Shakespeares Mercutio, der nach der tödlichen Verwundung sagt: &#8220;Ask for me tomorrow, and you shall find me a grave man.&#8221;) wie eine Wanderung durch die lange Karriere Renners: Da gibt es die an The Spectral Light and Moonshine Firefly Snakeoil Jamboree erinnernden vom Banjo geprägten Stücke („A Mirror For Death“, „The Mouthless Dead“), manche der reduzierteren Songs lassen an die von Renner mit seinem langjährigen musikalischen Partner Prydwynn eingespielte<a href="http://africanpaper.com/2014/08/09/stone-breath-children-of-hum/"> &#8220;Children of Hum&#8221;-EP</a> von Stone Breath denken, das perkussive und treibende „Dead Gods, Dead Masters&#8221; knüpft an das kurzlebige Projekt Crow Tongue an, aber auch Drones, die sich immer wieder im Werk Renners fanden, werden eingesetzt („A Dead Dreaming“, „Germinal (Version I)“).</p>
<p>War Renners 2012 erschienenes Soloalbum „Undeath“ relativ experimentell, so dekliniert er auf „Grave Needs“ auf insgesamt 27 Stücken, von denen jedes eine ausführliche Besprechung wert gewesen wäre, so in etwa jede Form des Folks durch und zeigt, welche Relevanz diese Musik haben kann: Dieses „geisterhafte Licht“, das Renner und seine Mitmusiker zum Scheinen bringen, erhellt weniger die Wiedergänger und Untoten, die in zunehmendem Maße die Bildschirme be- und entvölkern, als vielmehr die ganz realen Monster und Monstrositäten, die unsere Welt bedrohen. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Lost Grave</a><a href="http://www.crucialblast.net/">/Crucial Blaze</a></strong></p>
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		<title>STONE BREATH: Children of Hum</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Aug 2014 05:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brooke Elizabeth]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach Stone Breaths 2009 mit dem Album „The Shepherdess And The Bone-White Bird“  &#8211; das in der Kernbesetzung Timothy Renner, Prydwyn und Sarada eingespielt worden war &#8211; eingeläuteter Rückkehr, entstanden in den darauffolgenden Jahren eine Reihe von Alben (u.a. &#8220;The &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/08/09/stone-breath-children-of-hum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/08/Stonehe060_SB_CoHcover_amz.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9181" title="Stonehe060_SB_CoHcover_amz" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/08/Stonehe060_SB_CoHcover_amz-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach Stone Breaths 2009 mit dem Album <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/stone-breath-with-the-forest-beggars-the-shepherdess-and-the-bone-white-bird/">„The Shepherdess And The Bone-White Bird“ </a> &#8211; das in der Kernbesetzung Timothy Renner, Prydwyn und Sarada eingespielt worden war &#8211; eingeläuteter Rückkehr, entstanden in den darauffolgenden Jahren eine Reihe von Alben (u.a. <a href="http://africanpaper.com/2012/01/07/stone-breath-the-aetheric-lamp">&#8220;The Aetheric Lamp&#8221;</a>), die Timothy mit einem neuen, selbst so bezeichneten „lokalen“ Lineup (Don Belch, Brooke Elizabeth) einspielte. Die EP „Children of Hum“ wurde dagegen lediglich von Renner und Prydwyn aufgenommen, der Besetzung also, die auf dem zweiten Album <a href="http://darkhollerarts.com/product/stone-breath-a-silver-thread-to-weave-the-seasons-expanded-2xcd/">„A Silver Thread To Weave The Seasons“</a> zu hören war. <span id="more-9180"></span></p>
<p>In den Linernotes schreibt Renner über seine nicht immer geraden Wege – das „tangled web“ seiner vielen Projekte ist legendär &#8211; und die Schwierigkeit das, was er tue, zu benennen. Prydwyns Antwort auf die Frage, wie es möglich sei, all das Disparate und scheinbar Heterogene zu verein(bar)en, lautet: „Some things hum. Some things do not hum. I follow those things that hum.“ Das ist natürlich -konsequent gedacht- ein Aufruf zur radikalen Subjektivität und Idiosynkrasie und etwas, das in den Texten des Albums mehrfach aufgenommen wird, wie z.B. auf dem melodischen Folkstück „The Winding Way“: „Follow the hum. No roads bind my legs. No turning gears hold my time. I stop at every well, sing a song then start again. I walk a scarecrow&#8217;s wake through haunted field and holy wood.“ &#8211; die letzten Zeilen betonend, dass Stone Breath auch immer ein Ausdruck von/ein Vehikel für Renners spirituelle(r) Suche war und ist. Auf dem das Album eröffnenden „The Dead Keep This“ kann man zudem eine weitere musikalisch-poetologische Verortung finden: „Every word I sing tonight is fished from the mouth of a corpse. Every note my fingers sound is pulled from the spine of the passed.“ Und tatsächlich hat Renner sich in all den Jahren verschiedenster Folkidiome und musikalischer Traditionen bedient. Musikalisch erinnert das Harfenspiel auf diesem Stück an Robin Crutchfields auf mehreren Alben versammelten Harfenminiaturen, von denen Renner auf seinem Label vor einigen Jahren <a href="http://www.discogs.com/Robin-Crutchfield-For-Our-Friends-In-The-Enchanted-Otherworld/release/1684619">ein Album</a> veröffentlicht hat. Die orientalisch klingenden Stücke „All This and Alice“ und „Always All One, All Ways Alone“ verdeutlichen sein Interesse an Musik jenseits der (oftmals allzu engen) Grenzen der eigenen Nation, letzteres ist ebenfalls wieder eine Illustration des Werdegangs und ein Verweis auf das zweite Album: „There is a silver, knotted thread that twists at times around the next but never stops its lonesome trek &#8216;pon every path that I have fled.“ „Brother Blood, Sister Moon“ ist ein – sofern man davon sprechen kann- typisches Stone Breath-Stück. Die eigentliche EP endet mit „At the Well“, auf dem der auch auf den anderen Stücken zu hörende zweistimmige Gesang besonders beeindruckt.</p>
<p>Nach diesen sechs Songs finden sich noch sechs weitere, in unterschiedlichen Besetzungen aufgenommene Bonustracks, so etwa das von Sarada gesungene „Love in the Devil&#8217;s Tongue“, das ursprünglich auf der Compilation<a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/v-a-the-devil-in-love/"> „The Devil in Love“</a> zu finden war, Stone Breaths Beitrag zur Benefizzusammenstellung <a href="http://forleejacksoninspace.bandcamp.com/album/for-lee-jackson-in-space">„For Lee Jackson in Space“</a>, das düstere „Dark Veils Part“, auf dem Renner „Mine is the voice of the crow .- I cry dark veils open“ intoniert und man fast unweigerlich an das gleichnamige Geschöpf denken muss, das Ted Hughes vor einigen Jahrzehnten in einem Gedichtband verewigte. Die Interpretation des Traditionals <a href="http://sniff.numachi.com/~rickheit/dtrad/pages/tiFLRSERV2;ttFLRSERV2;ttFLWSERV2.html">„The Famous Flower of Serving Men“</a>, hätte sich in dieser Form sicher auch gut auf einem der zwei <a href="http://www.discogs.com/artist/207907-Spectral-Light-And-Moonshine-Firefly-Snakeoil-Jamboree-The">The Spectral Light And Moonshine Firefly Snakeoil Jamboree</a>  gemacht. In dem nur von Timothy eingespielten &#8220;Just Like the River&#8221; singt er: &#8220;We shall sing, they can&#8217;t stop our songs&#8221;. Hat man diese zwölf Stücke gehört, weiß man, warum dies eine sehr gute Nachricht ist.  (M.G.)</p>
<p>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Hand/Eye</a></p>
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