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	<title>African Paper &#187; TE/DIS</title>
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		<title>TE/DIS: Impending Divulgence</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 03:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Einmannprojekt Te/DIS debüttierte 2013 mit der &#8220;Black Swan&#8221;-7&#8221; auf Galakthorrö, das Debütalbum „Comatic Drift“ erschien ein Jahr später, zwei weitere Vollzeitveröffentlichungen folgten – nun liegt mit „Impending Divulgence“ der vierte Longplayer vor, der den bisherigen musikalisch-konzeptionellen Weg fortsetzt: Te/DIS passte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/11/08/tedis-impending-divulgence/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/060_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48936" title="060_l" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/060_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Einmannprojekt <a href="https://africanpaper.com/tag/tedis/">Te/DIS</a> debüttierte 2013 mit der &#8220;Black Swan&#8221;-7&#8221; auf <a href="https://africanpaper.com/tag/galakthorro/">Galakthorrö</a>, das Debütalbum<a href="https://africanpaper.com/2014/04/05/tedis-comatic-drift/"> „Comatic Drift“ </a>erschien ein Jahr später,<a href="https://africanpaper.com/2017/04/29/tedis-interrogation-gloom/ "> zwei </a><a href="https://africanpaper.com/2020/10/03/tedis-transparent-subsistence/">weitere </a>Vollzeitveröffentlichungen folgten – nun liegt mit „Impending Divulgence“ der vierte Longplayer vor, der den bisherigen musikalisch-konzeptionellen Weg fortsetzt: Te/DIS passte von der analogen musikalischen Ausrichtung und der Fokussierung auf die weniger erquicklichen Seiten <span id="more-48934"></span>menschlicher Existenz von Anfang an gut zu anderen Künstlern auf Galakthorrö, worin Te/DIS sich am ehesten absetzte, war der Gesang, der eine musikalisch-ästhetische Sozialisation im Gothic vermuten ließ.</p>
<p>Prinzipiell fällt auf, dass Te/DIS auf „Impending Divulgence“ wieder eher auf Minimalismus, Reduktion und Fokus statt auf Maximalismus setzt. „The Horror You Invite“ erzeugt gleich zu Beginn des Albums passend zum Titel mit orgelartigen Passagen und einem pochenden Drumcomputer eine Atmosphäre des Unheimlichen, des Unheils. Im dazugehörigen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=PUyoaMxm42Q ">Video</a> ist der Mensch weitestgehend abwesend. Im von dezenten puckernden Beats durchzogenden „Your Truth My Lie“ findet sich die Zeile „I will carry you on wings“, was dann aber im Kontext dieses Albums nur konsequent auf „wings of ruin“ geschehen kann.  Die in „A Hell Of A Trap“ enthaltene Zeile „lurk around a heap of scrap“ könnte man auch fast schon als Programmatik bzgl. des Albums respektive des Gesamtwerks lesen. Auf dem getragenen und schleppenden „Death Rays“ mit sirrender Elektronik führen Emotionen zu einer Metamorphose der Natur: „your grief has frozen the ground“ – und die Stimme verschwindet fast im zähflüssigen Klangsud. Vielleicht spielt Te/DIS mit dem Titel „Blot Our Your Life“ auf ein Stück des Debütalbums <a href="https://africanpaper.com/tag/haus-arafna/">Haus Arafnas</a> an. Das minimalistische „Blanket Of Ice“ mit traurigen Melodiepassagen lässt den Sänger „scarred“. Auch das reduzierte „Under The Ban“ präsentiert ein ähnliches Szenario „in bleak december“/feel the cut“. Das instrumentale „Suspicion“ mit analogem Brummen und traurigen melodischen Flächen kommt vor dem Abschluss mit dem, schleppenden „Last Rites“, das dieses oft mehr als dunkle Album angemessen beendet: Die letzten Worte lauten dann konsequenterweise „decaying echoes of the past“. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/PUyoaMxm42Q?si=wV-jc96DkLztxfAC" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Kosmoloko 3</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2024 06:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1993 erschien auf dem kleinen deutschen Label Galakthorrö die erste Veröffentlichung. Nun gibt es mit leichter Verzögerung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums eine neue Labelcompilation. Dass sich das Label entwickelt und erweitert hat, wird schon rein quantitativ deutlich: Waren auf den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/06/v-a-kosmoloko-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/057_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40449" title="057_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/057_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>1993 erschien auf dem kleinen deutschen Label <a href="http://africanpaper.com/tag/galakthorro/">Galakthorrö </a>die erste Veröffentlichung. Nun gibt es mit leichter Verzögerung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums eine neue Labelcompilation. Dass sich das Label entwickelt und erweitert hat, wird schon rein quantitativ deutlich: Waren auf den ersten beiden &#8220;Kosmoloko&#8221;-Samplern noch fünf Künstler mit je zwei Stücken vertreten, so sind es jetzt zehn mit je einem. Was geblieben ist, dass es sich um ausschließlich unveröffentlichte Tracks handelt.<span id="more-40447"></span></p>
<p>Es ist natürlich mehr als angemessen, dass <a href="http://africanpaper.com/tag/haus-arafna/">Haus Arafna</a> diese Zusammenstellung eröffnen, schließlich begann mit der jetzt passend anlässlich des Jubiläums <a href="https://galakthorroe.de/g_001_a2.html">wiederveröffentlichten „Sex U-Mas“-7&#8221;</a> alles: Da waren vier rabiate Stücke Power Electronics voller analoger Dissonanzen, kaputter Rhythmen und dem später so von Labelseite betitelten „Schreigesang“. Auf der vor gut 20 Jahren veröffentlichten Singlezusammenstellung der Band firmierten die Tracks unter &#8220;Teen Spirit&#8221;. Im Laufe der Jahre differenzierten Haus Arafna ihren Sound aus, näherten sich dem in Anlehnung an SPK so betitelten „Angst Pop“ an. Nach etwas eher zurückhalterenden Alben erschien 2020 mit <a href="http://africanpaper.com/2020/09/05/haus-arafna-asche/">„Asche“</a> ein Longplayer, der wieder rabiater klang und dem wir attestierten: „Das Gefieder dieses Phönix ist pech- und <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.spiegel.de/auto/aktuell/vanta-schwarz-das-schwaerzeste-schwarz-der-welt-a-1287643.html">vantaschwarz</a></span></span>.“ Auch die 7&#8221; <a href="http://africanpaper.com/2023/06/10/haus-arafna-dunkelheit-bleibt/">„Dunkelheit Bleibt“</a> aus dem Jahr 2023 knüpfte an das Album an. Das auf „Kosmoloko 3“ enthaltene „The Other&#8217;s Joy“ ist dagegen musikalisch zurückhaltender mit reduzierten Melodiepassagen, aber textlich bleibt man – ganz realistisch – im wahrsten Wortsinne im Dunklen: „there&#8217;s no way out of the darkness/no solution/no escape“, heißt es fast resignativ. Ende 2021 erschien das <a href="http://africanpaper.com/2021/12/11/aska-ut-vid-sundin-gra/">Debütalbum</a> des isländischen Einmannprojekts Aska. Das hier vertretene Stück „Lófar“ ist ein ruhiges, von melancholischen Melodien und dem Pochen des Drumcomputers getragenes Stück. Die Stimme Kristófer Pálls klingt weiterhin „am Rande der Erschöpfung, der Depression“ – wie es hier schon bezüglich des Debüts hieß. <a href="africanpaper.com/tag/november-novelet/">November Növelet</a> sind schon seit langem mehr als nur ein Ableger Haus Arafnas, haben über die Jahre nach den eher noch dissonanten Momenten auf der <a href="http://africanpaper.com/2016/07/30/november-novelet-unintended-by-nature-the-singles-1994-2012/">„More Satanic Heroes“-7&#8221;</a> und dem jüngst im Rahmen der letzten Veröffentlichungen auf Vinyl wieder verfügbar gemachten Debütalbum &#8220;From Heaven On Earth&#8221;  ihren Klang zu einem zutiefst melancholischen Angstpop perfektioniert, der einen vorläufigen Höhepunkt auf dem Album<a href="http://africanpaper.com/2016/02/13/november-novelet-the-world-in-devotion/"> „The World In Devotion“ </a>fand. „Black Rain“ beginnt mit Gesang von Herrn Arafna: „black rain on my face [...] give your hand to a drowning man“, um am Ende Frau Arafna verkünden zu lassen: „you got soaked to the bone/drenched in black“. <a href="http://africanpaper.com/tag/hermann-kopp/">Hermann Kopp</a> erinnert mit dem Titel „The Hands Of Orlac“ natürlich an seine Soundtrackarbeiten (unvergessen seine Arbeit zu Jörg Buttgereits &#8220;Nekromantik&#8221;, zuletzt war auf Galakthorrö unter dem Titel <a href="https://galakthorroe.de/g_052_c.html">&#8220;Noirhollywood&#8221;</a> sein Soundtrack zu &#8220;The Queen Of Hollywoodboulevard&#8221; erschienen), Auch hier ist die immer an der Grenze zur Dissonanz klagende E-Geige, ein dunkles Schaben an der Grenze zur Auflösung. Sühne Mensch debütierte 2022 mit dem passend betitelten <a href="http://africanpaper.com/2022/10/22/suhne-mensch-schmerzportrait">„Schmerzportrait“</a>. Auf &#8220;Kosmoloko 3&#8243; ist das Stück einfach nur „Angst“ betitelt und könnte textlich sicher im expressionistischen Jahrzehnt beheimatet sein: „schwarzer nebel tanzt im kopf/zerrt erfroren am gemüt&#8221; oder &#8220;angst vermehrt sich ist erblüht“. Im Verlauf des Stücks werden die Beats schneller (Michael Belletz hat ursprünglich <a href="https://galakthorroe.de/g_suehnemensch.html">&#8220;anspruchsvolle[...] Tanzmusik gemacht&#8221;</a>), wobei das mögliche Tanzen hier aber nur als als letztes Aufbäumen dieses „welke[n] dasein[s]“ verstanden werden kann (&#8220;in den gliedern schlafen steine&#8221;). Das Einmannprojekt <a href="http://africanpaper.com/tag/tedis/">TE/DIS</a> hat auf bislang drei Alben die für das Label so typischen analogen Sounds mit Vocals kombiniert, die eher im Gothic zu situieren sind. Auf „Drops Of Dew“ kommt man zu dem Schluss: „we reach a dead end“. <a href="http://africanpaper.com/tag/herz-juhning/">Herz Jühning</a>, seit 2007 bei Galakthorrö, in den letzten Jahren aber weitgehend verstummt, steuert das rabiateste Stück auf dieser Zusammenstellung bei: „The Glory Age Of Pain“ kombiniert treibende Beats, schwere Schläge und eine brutal verzerrte Stimme, mit der der die Welt zerstörende Anthropofagus Mensch angeklagt wird. <a href="http://africanpaper.com/tag/mode-in-gliany/">Mode In Gliany</a> steuern „Ahediñ“ bei: todtraurige Melodien, bevor nach knapp zwei Minuten die Stimme einsetzt, flüsternd verkündet sie von dem Augenblick, der natürlich nur „douloureux“ sein kann. Dann kommt das von Heidegger beeinflusste Duo<a href="http://africanpaper.com/tag/da-sein/"> Da-Sein </a>mit &#8220;Brief Lives&#8221;, das im Rahmen dieser Zusammenstellung am ehesten noch einem straighten, treibenden Beat folgt, textlich aber ebenfalls die Last der Welt trägt: „life/is your weight“, heißt es da und: „you will never be missed“. Zum Abschluss des Albums kommt die Überraschung, fast möchte man von einer Sensation sprechen, ist mit &#8220;Rules&#8221; doch das erste neue Stück von Karl Runau seit Ewigkeiten zu hören. Runau war einer der ersten Künstler auf Galakthorrö, teilte sich eine frühe 7&#8221; mit Haus Arafna. Einige Tracks seines rabiaten Debüts „Osmose“, das Ende 2021 noch einmal <a href="https://galakthorroe.de/g_004_a2.html">neu aufgelegt </a>wurde, werden heute immer noch gerne auf Industrialabenden gespielt. Das Nachfolgeralbum &#8220;Beyond Frequencies&#8221; war insgesamt mit seiner verspielten Elektronik weniger industriell. Der auf „Kosmoloko 3“ zu findende Track „Rules“ knüpft an dieses Album an: Anfangs hört man Sounds, wie Signale aus den Tiefen des Alls, dafür klingen die Vocals dann aber wieder so, als kämen sie aus aus den Tiefsten einer verlassenen Fabrik und jemand trüge eine Staubmaske: „rules are set to be followed/so follow the rules“, tönt es da.</p>
<p>Zehn Künstler und zehn Stücke skizzieren mit analogem Equipment ihre (zutiefst) schwarze Sicht auf die Welt, etwas, das auf Galakthorrö seit gut 30 Jahren möglich ist.</p>
<p>(MG)</p>
<p>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
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		<title>Te/DIS: Transparent Subsistence</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2020 02:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das inzwischen dritte Album des deutschen Einmannprojekts, das 2013 mit der „Black Swan“ 7&#8221;  auf Galakthorrö debüttierte, bewegt sich wie alle anderen auf dem Label veröffentlichenden Künstler in einem analogen Universum, in dem die Maschinen surren und pulsieren. Worin sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/10/03/tedis-transparent-subsistence/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/Tedis.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-22578" title="Tedis" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/Tedis-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das inzwischen dritte Album des deutschen <a href="http://africanpaper.com/tag/tedis/">Einmannprojekts, </a>das 2013 mit der „Black Swan“ 7&#8221;  auf <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a> debüttierte, bewegt sich wie alle anderen auf dem Label veröffentlichenden Künstler in einem analogen Universum, in dem die Maschinen surren und pulsieren. Worin sich Tempted Dissident von den Kolleginnen und Kollegen unterscheidet, ist der Gesang, der nicht wie jüngst noch bei <a href="http://africanpaper.com/2020/09/19/mode-in-gliany-kelch-lizher/">Mode in Gliany</a> somnambul klingt oder sich wie auf dem neuesten <a href="http://africanpaper.com/tag/haus-arafna/">Haus Arafna</a>-Album als brachiales Schreien manifestiert, sondern sich durchaus in einem Gothkosmos verorten lässt.<span id="more-22577"></span> So <a href="http://africanpaper.com/2014/04/05/tedis-comatic-drift/">hieß</a> es auch auf diesen Seiten anlässlich der vorherigen Veröffentlichungen, man höre „Vocals, die darauf schließen ließen, dass der Künstler eine musikalische Sozialisation zu einer Zeit erlebt hatte, als Goth nichts mit Kirmestechno à la Blutengel oder mit Schlagerkitsch wie Unheilig zu tun hatte, sondern vital, (ver)störend und aufregend war.“</p>
<p>Dem Album hört man die Begeisterung für frühen Synthpop an und Te/DIS&#8217; vor einigen Jahren veröffentlichter<a href="https://secretthirteen.org/tedis-galakthorro-mix-review/"> „Secret Thirteen Mix“</a> (u.a. mit Fad Gadget und Portion Control) machte das deutlich.</p>
<p>Das dritte Langzeitalbum enthält eine ganze Reihe starker Tracks, so etwa das melancholische „Second Daughter“, mit dem das Album eröffnet wird und das von der Stimmung gar nicht so weit weg von den musikalisch ganz anders agierenden Chameleons entfernt ist. Da ist „All Ghosts Are Dead“ mit thereminartigen Klangflächen, „Where demons live“ mit seinem schleppenden Beats und tollen Synthmelodien oder das von dunklem Puslieren durchzogene „Behind the Door“. Dann gibt es das flächige „Scattering of Ashes“, bei dem die Stimme recht aggressiv wird und atonale Elemente einbrechen und auch „Skin In The Game“ ist vom Gesang partiell ungewöhnlich rabiat. Dass das auch ohne Stimme funktioniert, beweist „A Rose In The Fire“ mit traurigen Melodien. Zu &#8220;Phantom Light&#8221; gibt es ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LowOjLFSOmk&amp;feature=share">offizielles Video</a>, auf das Motiv der Fragmentierung, das sich auch auf dem Cover zeigt, aufgegriffen wird.</p>
<p>Die Themen, an denen sich Te/DIS wie auf den vorherigen Veröffentlichungen abarbeitet, werden dann auch gut durch das Cover illustriert: Das ist ein fortwährendes Insistieren auf den Schattenseiten des Existierens, da wird ein durchgängig schwarzgalliges Bild gezeichnet, voller „desperation“ , dabei bleibt nicht einmal &#8220;time to hate“, „All hosts are dead“, der nächtliche Himmel ist „starless“, „es gibt &#8220;No way to find salvation“, man ist „Paralysed by fear“ angesichts des „outbreak of hostilities“, man ist „turned into dust/washed away/by a rising flood“, die Menschen sind &#8220;forever doomed to fail“ und man vernimmt „bitter lies&#8221;. Am Ende immer findet sich dann aber immerhin doch noch die artikulierte Hoffnung „My time will come“.  (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></strong></p>
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		<title>TE/DIS: Interrogation Gloom</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Apr 2017 06:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Musikalisch-thematisch passt das unter dem Namen Te/DIS agierende Einmannprojekt problemlos zu den anderen auf Galakthorrö veröffentlichenden Künstlern. Schließlich liegt seit der 2013 veröffentlichten „Black Swan“-EP der Fokus auf analogem Instrumentarium, auf der (Nacht)Schattenseite menschlicher Existenz. Was Te/DIS aber von den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/04/29/tedis-interrogation-gloom/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/TedisGalakthorro043_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13691" title="TedisGalakthorro043_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/TedisGalakthorro043_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Musikalisch-thematisch passt das unter dem Namen Te/DIS agierende Einmannprojekt problemlos zu den anderen auf Galakthorrö veröffentlichenden Künstlern. Schließlich liegt seit der 2013 veröffentlichten „Black Swan“-EP der Fokus auf analogem Instrumentarium, auf der (Nacht)Schattenseite menschlicher Existenz. Was Te/DIS aber von den anderen (etwas) abhebt, ist der Gesang, der -wenn man das so salopp sagt- Te/DIS zum gruftigtsten Projekt auf Galakthorrö macht, denn der Bariton, der Texte über „wrecking guilty feelings“ intoniert, lässt einen vermuten, dass hier jemand<span id="more-13690"></span> sicherlich früher den einen oder anderen Abend im Bochumer Zwischenfall besucht hat. Das sind &#8220;Vocals, die darauf schließen ließen, dass der Künstler eine musikalische Sozialisation zu einer Zeit erlebt hatte, als Goth nichts mit Kirmestechno à la Blutengel oder mit Schlagerkitsch wie Unheilig zu tun hatte, sondern vital, (ver)störend und aufregend war &#8220;, schrieb ich bei der Besprechung des Debütalbums.</p>
<p>Auch Te/DIS‘<a href="http://secretthirteen.org/tedis-galakthorro-mix-review/"> „Secret 13“-Mix</a> machte deutlich, dass die musikalischen Wurzeln und Einflüsse in den (frühen) 80ern zu verorten sind und auch die klangliche Gestaltung auf „Comatic Drift“ illustriert das mit jedem Ton. „Reenactment Scenario“ heißt ein schönes minimales Stück Pop auf diesem Album dann auch. „Interrogation Gloom“ ist trotz Minimalismus und Homogenität erstaunlich variantenreich: Da klingt die Elektronik auf „Twin System“ fast wie eine singende Säge, wird „Two of a Kind“ von kargen, minimalen Beats durchzogen, hat „Dissection“ fast schon dramatische Elemente, ist das instrumentale „Confession of Secrets“ ein wunderschön melancholisches Stück, das fast ohne Rhythmus auskommt, während das von stampfenden Beats durchzogene „Dead Ember“ harscher ist.</p>
<p>Schon auf<a href="http://africanpaper.com/2014/04/05/tedis-comatic-drift/"> „Comatic Drift“</a>, seinem 2014 erschienenen Fulltime-Debüt, hatte eine „Metaphysik des Schmerze(n)s“ geherrscht, hier erscheint der Künstler auf dem Cover als schwarzer Schatten in einem dem Verfall preisgegebenen Gebäude (passenderweise heißt ein Stück auf „Interrogation Gloom“ dann auch „Image of a Phantom“); ein Motiv, das durchaus an die Covergestaltung des Vorgängeralbums anknüpft. Der Künstler ist Leidender („Cold bitter sardonic smile lowest self-esteem“ singt er auf “Twin System”), der sich der Vergeblichkeit jedweden Tuns bewusst ist: “Memories don’t last and visions tear to dust” (&#8220;Dissection&#8221;). Vielleicht bleibt dann nur noch die Akzeptanz: “Peace to my ashes peace to my soul” (“Impostor”). Die Zeilen “I’m a blind beholder judging colours that clash” aus “Ruin Porn” kann man sicherlich als angemessene künstlerische Selbstverortung lesen.</p>
<p>All diejenigen, denen das zu schwarzmalerisch ist, denen sei gesagt, dass Pessimisten oftmals eine realistischere Einschätzung der Welt als diejenigen haben, die einer Geisteshaltung folgen, die ihnen in jedem<a href="http://motivation-blog.de/positiv-denken/"> Motivations-/BWL</a>-Seminar oktroyiert wird. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></strong></p>
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		<title>TE/DIS: Comatic Drift</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/04/05/tedis-comatic-drift/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Apr 2014 06:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als TE/DIS vergangenes Jahr mit der „Black Swan“-7&#8242; auf Galakthorrö debütierten, war die musikalische Verwandtschaft zu anderen Künstlern des Labels klar erkennbar: Da surrten die analogen Synthesizer, da war dieser typische Galakthorrö-Klang. Wodurch sich TE/DIS allerdings abhoben, war die Stimme: &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/04/05/tedis-comatic-drift/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/TEDIS036_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8456" title="TEDIS036_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/TEDIS036_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als TE/DIS vergangenes Jahr mit der „Black Swan“-7&#8242; auf Galakthorrö debütierten, war die musikalische Verwandtschaft zu anderen Künstlern des Labels klar erkennbar: Da surrten die analogen Synthesizer, da war dieser typische Galakthorrö-Klang. Wodurch sich TE/DIS allerdings abhoben, war die Stimme: Hier gab es keinen markerschütternden Schreigesang, keinen reduzierten Sprechgesang &#8211; stattdessen Vocals, die darauf schließen ließen, dass der Künstler eine musikalische Sozialisation zu einer Zeit erlebt hatte, als Goth nichts mit Kirmestechno à la Blutengel oder mit Schlagerkitsch wie Unheilig zu tun <span id="more-8453"></span>hatte, sondern vital, (ver)störend und aufregend war – Positive Punk wurde das dann auch vor Äonen mal genannt &#8211; und die Qualität der Musik sich nicht notwendigerweise an der Dicke und Dichte des aufgetragenen Makeups ablesen ließ.</p>
<p>Schaut man sich die Themen an, an denen sich vielleicht alle auf Galakthorrö veröffentlichenden Künstler abarbeiten, so könnte man fast soweit gehen zu sagen, dass es oftmals um eine Sakralisierung des Heterogenen, eine Metaphysik der Wunde, des Schmerze(n)s geht. Auf dem Cover von „Comatic Drift“ kann man dann auch entsprechend eine Person (den Künstler?) sehen, deren Pose darauf schließen lässt, dass es sich hier vielleicht um eine im treibenden Eröffnungstrack „Amputation“ besungene „lost soul“ handelt, hier ein Versehrter abgebildet ist, der sich nicht dem „Optimism Bias“ (Optimismus, diese <a href="http://www.latimes.com/opinion/commentary/la-oe-sapolsky-human-hope-20140330,0,2734250.story#ixzz2xXXJAlFp">„kognitive Assymetrie“</a>), der dem Abschlusstrack den Titel gibt, hingibt.  All dies spiegelt sich auch in der Kriegs- und Kampfmetaphorik wider, die das Album durchzieht: Stücke tragen Titel wie „Fratricide“, „Shootout With a Stranger“ oder „Close Range“, es werden „combat zone[s]“ und „final shots“ besungen, man ist im eigenen „nightmare“ gefangen. Natürlich können die hier besungenen Gefühle dieser Logik entsprechend nach nur „scarred“ sein. Diese (emotionalen) Schreckensszenarien werden musikalisch allerdings zurückhaltend(er) untermalt: TE/DIS setzt eher auf Reduktion, verzichtet weitgehend auf Schock- und Störeffekte und allzu große Atonalität. Zwar gibt es Tracks wie die druckvollen „Smother the Pain“ und &#8220;Reject&#8221;, die sicher gute Singles abgegeben hätte, aber auch den trotz rauer Momente getragen-schleppenden Klagegesang „Set Minds on Fire“ und dann findet sich auch so etwas, wie die beiden sehr atmosphärischen Stücke „Groundfog oder „Silence“, bei denen die Rhythmusmaschine nur dezent pocht. Dabei meint Zurückhaltung nicht etwa Mangel an (Klang-)Ideen, denn immer wieder werden in den Songs Elemente eingesetzt, die überraschen, wie etwa die fast an ein Theremin erinnernden Sounds bei „Close Range“, die melancholischen Melodiefragemente auf „Optimism Bias“ oder die nach Wasser klingenden Elermente auf &#8220;If I Die&#8221;. Wahrlich keine Frühlingsplatte.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://www.galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
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