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	<title>African Paper &#187; The Hare and the Moon</title>
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		<title>ASHTORETH / GREY MALKIN: A Crown Of Silver Antlers</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2026 07:01:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sowohl der belgische Ritualdröhner Peter Verwimp alias Ashtoreth als auch der schottische Experimentalfolker, Geister- und Klangforscher Grey Malkin sind derzeit sehr aktiv mit eigenen Projekten, von Ashtoreth erschienen in den vergangenen Monaten einige beeidruckende Kollaborationen und Malkin hat gerade eine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/07/ashtoreth-grey-malkin-a-crown-of-silver-antlers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/crown.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49586" title="crown" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/crown-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sowohl der belgische Ritualdröhner Peter Verwimp alias Ashtoreth als auch der schottische Experimentalfolker, Geister- und Klangforscher Grey Malkin sind derzeit sehr aktiv mit eigenen Projekten, von Ashtoreth erschienen in den vergangenen Monaten <a href="https://ashtoreth1.bandcamp.com/music">einige beeidruckende Kollaborationen</a> und Malkin hat gerade<a title="GREY MALKIN: Haunted Lives (A Retrospective)" href="https://africanpaper.com/2026/01/10/grey-malkin-haunted-lives-a-retrospective/"> eine umfangreiche Retrospektive</a> über sein bisheriges Schaffen herausgebracht. Immer dann, wenn <span id="more-49585"></span>die beiden ihre Talente zusammenbringen, entstehen besonders schöne und gehaltvolle Kollaborationen.</p>
<p>&#8220;A Crown Of Silver Antlers&#8221; bestätigt diesen Eindruck in konzentrierter Form. Es ist ein berührendes persönliches Album geworden, bei denen sich vieles um Vergänglichkeit und Transzendenz dreht, und das mit dem Zitat von Arthur Machen ein passendes Motto hat: &#8220;All these are but dreams and shadows; the shadows that hide the real world from our eyes&#8221;.</p>
<p>Das Album entfaltet seine Stücke oftmals in mehreren Anläufen und doch in stets klaren Szenarien. &#8220;A Wreath Of Moss&#8221; beginnt mit Anschlägen auf einer an ein Psalterium erinnernden Gitarre, Vogelzwitschern und Insektenzirpen und einer sommerlichen Atmosphäre, die von sanftem, teils orientalisierend wirkendem Saitenspiel und zurückhaltenden Flächen getragen wird. Die Struktur bleibt lange repetitiv, bis eine tiefe, chantende Stimme einsetzt und sich das Stück im weiteren Verlauf anhebt, ergänzt durch eine entrückte Frauenstimme und feine melodische Details, die zumindest den Verfasser dieser Zeilen &#8211; auch wenn die Rezerenz generisch anmuten sollte &#8211; an frühe Dead Can Dance erinnern.</p>
<p>&#8220;A Cloak Of Lichen&#8221; führt die bukolische Grundhaltung fort, mit Holzflöte, Vogelstimmen und zunehmend hypnotischer Dynamik. Chorartige Stimmen und repetitivere Passagen verdichten den Fluss, bevor ein Bruch Raum für kosmisch wirkende Elektronik schafft und das Stück schließlich wieder in eine ruhigere, naturhafte Struktur zurückfindet. Der Titelsong &#8220;A Crown Of Silver Antlers&#8221; kombiniert raues Dröhnen mit fließendem Wasser, sanftem Gitarrenpicking und feinen metallenen Geräuschen. Über lange Zeit bleiben die Veränderungen subtil, bis eine stärkere Verdichtung einsetzt und das bisherige Material in eine neue Intensität überführt. Nach einem erneuten Zurücknehmen der Textur führt die Rezitation von Gayle Brogan (Pefkin) alles zusammen. Der Text über eine Begegnung mit einer gehörnten Gottheit im Wald ruft Assoziationen an Mythen und Legenden (Cernunnos, Sankt Eustachius) hervor, ohne sie festzuschreiben, und wird von einer pochenden, rasselnden Percussion begleitet, die wie ein Echo aus einer anderen Zeit wirkt.</p>
<p>&#8220;A Veil Of Fern And Bracken&#8221; arbeitet erneut mit Vogelstimmen, Saiteninstrumenten und einer steigenden Dringlichkeit. Eine eingespielte Rezitation Malkins mit der Zeile &#8220;We have always been ghosts&#8221; und der Einsatz einer schalmeiartigen Doppelrohrblattflöte intensivieren die Spannung, während die rhythmischen Muster zunehmend mitreißend werden. Zum Abschluss wirkt &#8220;A Mantle Of Bone&#8221; fast martialisch. Holzige, vorwärtsdrängende Rhythmen, die keinen markanten Beat erzeugen und dennoch dynamisch wirken, werden von weiteren Klängen verdichtet. Eine warme, sanfte Melodie legt sich wie ein Mantel darüber und verleiht dem Stück eine zugleich dynamische und geerdete Qualität. Nach prasselnden Donnerschlägen kehren Vogelstimmen und bukolische Ruhe zurück, ergänzt durch krächzende Krähen und schnellere, bewegte Elemente, die einem allzu glatten Ausklingen entgegen wirken.</p>
<p>Das Album ist den verstorbenen Vätern der beiden Musiker gewidmet und kreist thematisch um Vergänglichkeit, Erscheinung und Verhüllung, auch wenn es dies stets durch symbolische Bezüge, statt durch Begriffe ins Werk setzt. In seiner formalen Geschlossenheit und emotionalen Dichte ist &#8220;A Crown Of Silver Antlers&#8221; eine der besten und berührendsten gemeinsamen Arbeiten von Ashtoreth und Grey Malkin. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cursed Monk</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2800707420/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>GREY MALKIN: Haunted Lives (A Retrospective)</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 05:07:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bedenkt man, wie vielfälltig und umfangreich das Werk des schottischen Musikers, Klangkünstlers, Folkforschers und Geistersuchers Grey Malkin &#8211; zunächst mit dem frühen Projekt The Hare &#38; The Moon, dann mit verschiedenen Bands, Kollaborationen und gelegentlich auch solo &#8211; ist, dann &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/01/10/grey-malkin-haunted-lives-a-retrospective/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/hauntinglives.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49323" title="hauntinglives" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/hauntinglives-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bedenkt man, wie vielfälltig und umfangreich das Werk des schottischen Musikers, Klangkünstlers, Folkforschers und Geistersuchers Grey Malkin &#8211; zunächst mit dem frühen Projekt The Hare &amp; The Moon, dann mit verschiedenen Bands, Kollaborationen und gelegentlich auch solo &#8211; ist, dann muss einem die vorliegende Retrospektive als lange überfällig erscheinen. &#8220;Haunted Lives&#8221;, dessen Titel die Inhalte seiner Arbeiten wunderbar zusammenfasst, versammelt als <span id="more-49322"></span>komprimierter Überblick Malkins Arbeiten aus unterschiedlichen Zeiten und Projekten und demonstriert einmal mehr eine Praxis, die Überliefertes, sei es musikalischer oder erzählerischer Natur, nicht konserviert, sondern durch unerwartete Setzungen neu belebt. Selbstredend passt er damit nur schwerlich in die gängigen Prokrustesbetten der Genrekonventionen, ganz gleich ob es sich dabei nun um folkige oder experimentelle Kategorien handelt.</p>
<p>Der Einstieg mit The Hare &amp; The Moon und dem Stück &#8220;The Midnight Folk&#8221; vom Album &#8220;Wood Witch&#8221; setzt auf hörspielartige Codes. Zwitschernde Vögel, die erdende Klarinette von Gastmsiker Spugweed, Áine O’Dwyers Harfe und Thomas Roberts’ Violine strukturieren zusammen mit Malkins Arrangements ein Szenario zwischen Idyll und Anspannung. Die schnelle Rezitation eines Textes von John Masefield ergänzt diese Spannung ohne Pathos. Das anschließende <a title="GREY MALKIN / KITCHEN CYNICS: We Are All Ghosts" href="https://africanpaper.com/2024/02/24/grey-malkin-kitchen-cynics-we-are-all-ghosts/">&#8220;We Are All Ghosts&#8221; zusammen mit Alan Davidson alias Kitchen Cynics</a> -  vor einigen Jahren der Titelsong einer Sammlung an Singles der beiden &#8211; greift die Idee des Spukhaften anders auf: Wolfsjaulen und sirenenartige Elemente öffnen den Raum für Streicher und einen klagenden Gesang mit nüchternen Gedanken über die Unausweichlichkeit des Todes, zu dem fatalistische Detonationen Akzente setzen.</p>
<p>Mit &#8220;Rossignol&#8221; aus dem Projekt mit Futur Passe folgt ein mittelalterlich angehauchter, zunehmend unruhiger Track mit chorischem französischen Gesang über einem Soundfundament voll monumentaler Wucht. <a title="WIDOW’S WEEDS: The Corn Queen" href="https://africanpaper.com/2023/06/10/widows-weeds-the-corn-queen/">&#8220;The Corn Queen&#8221; von Widow’s Weeds</a>, dem Duo mit Daughters of Grief, verschiebt den Fokus in Richtung rituellen Ambientfolks. Glitzernde Strömungen, eine schwebende Stimme und die dezente Perkussion von Michael Warren erzeugen ein rituelles Setting, das sich nur kurz öffnet, bevor es wieder in die Ausgangsspannung zurückkehrt. Das Textbild weitet sich am Ende ins Existenzielle.</p>
<p>&#8220;Cold Blows The Wind&#8221; von <a title="ÚATH: s/t" href="https://africanpaper.com/2023/04/22/uath-st/">Úath – dem Projekt mit dem irischen Künstler Ruairi O’Baoighill </a>– ist mit schleppenden Takten, knarrenden Bassklängen und der Stimme von Maud The Moth eine spannugnsgeladene Umsetzung einer Ballade, die auch unter dem Titel &#8220;The Unquiet Grave&#8221; bekannt ist, bekannte Versionen stammen u.a. von Joanna Newsome und Faith and the Muse. &#8220;Morgiana&#8221;, erneut von The Hare &amp; The Moons hier einzig vertretenem Album &#8220;Wood Witch&#8221;, lässt mit Glockenspiel, desolaten Streichern, Downtempotakten und einer verwehten Frauenstimme eine entrückte, subtile Umheimlichkeit aufkommen.</p>
<p>In <a title="ASHTORETH / GREY MALKIN: Heretic" href="https://africanpaper.com/2021/04/24/ashtoreth-grey-malkin-heretic/">&#8220;A Cavalcade Of Ravens&#8221;, einer Zusammenarbeit mit dem Belgier Ashtoreth </a>und einer Reihe an Gästen, zu denen neben Sängerin Menaleah nd anderen auch die gesampleten Raben im Titel gehören, offenbart eine reizvoll ambivalente Atmosphäre zwischen wattigem Trost und spanungsvollen Brüchen. Darauf folgt &#8220;The Old Gods Sleep Beneath The Fields&#8221; von <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Metamorphosis" href="https://africanpaper.com/2023/12/23/the-black-swan-triad-metamorphosis/">The Black Swan Triad, deren Kern Ashtoreth, Malkin, Menalaeh, Steve Hermit, Stratosphere und Vinlandsraud bildeten</a>. Nach der anfänglichen Dröhnung, durchzogen von subtilen Kratzgeräuschen, verschieben zerfranste Gitarren den Song für kurze Momente in ein flamencoartiges Setting, bevor wieder geisterhaft schwebende Details übernehmen.</p>
<p>&#8220;Man Of Double Deed&#8221; von Widow’s Weeds beginnt mit sirrenden Streicherflächen und einer schwebenden Sopranstimme, bevor peitschende Percussion und gehetzte Elemente den im Titel angedeuteten zwiespältigen Charakter spiegeln. Mit dem Herausschälen eines klaren Gesangs scheint sich derKreis zu schließen. Von <a title="SEDNA CHRONICLES: Sedna Chronicles" href="https://africanpaper.com/2022/06/18/sedna-chronicles-sedna-chronicles/">Sedna Chronicles – ein gemeinsames Projekt mit Andy Sharp</a> – liegt mit &#8220;Friends Of The Emerald Sun&#8221; eine verspielte, zugleich spannungsvoll-düstere Elektronik vor, die, wie es schon in unserer Besprechung hieß, an spätere Arbeiten einer bekannten britischen Experimentalband erinnert.</p>
<p>&#8220;The Bard Of Eve&#8221; von The Hare &amp; The Moon ist eine ekstatisch-folkige Nocturne, die cinematische Assoziationen aufblitzen lässt, bevor &#8220;Under The Rose&#8221; von Widow’s Weeds (vom Album &#8220;Revenant&#8221;) auf melancholische Streicher, Bassflöte, epische Breite und einen hellen, elegisch anmutenden Sopran kurz vor dem Ende setzt. <a title="TRAPPIST AFTERLAND / GREY MALKIN: The Trappist and the Hare" href="https://africanpaper.com/2020/05/02/trappist-afterland-grey-malkin-the-trappist-and-the-hare/">&#8220;Full Snow Moon&#8221; vom ersten gemeinsamen Longplayer mit Adam Geoffrey Cole</a> alias Trappist Afterland ist das gitarrigste Stück des Albums und entspricht auch am ehesten den gängigen Vorstellungen über Folk, aber es ist auch ein grandioser Song mit fein gesetztem Fingerpicking und Coles fragil gesungenen und gleichsam markanten Strophen über die verschiedenen Vollmonde &#8211; Malkins Spuren finden sich in der dezenten elektronsichen Untermalung und vielleicht auch in der paganen Einfärbung des Songs.</p>
<p>&#8220;Between Trees &amp; Starlike&#8221; des Trios <a title="EMBERTIDES: 7″" href="https://africanpaper.com/2022/01/15/embertides-7/">Embertides</a> – Daughters of Grief, David Colohan und Malkin – setzt dann wieder weitaus stärker auf Elektronik. Der klagende Gesang und die immer dichter werdende Szenerie erzeugen eine unheimliche Steigerung. <a title="MEADOWSILVER: II" href="https://africanpaper.com/2022/05/14/meadowsilver-ii/">Meadowsilver,</a> bestehend aus Gayle Brogan, Malkin und Stephen Stannard, verbinden in &#8220;The Coronation Of The Herring Queen&#8221; folkige Flöten mit einem elektrifizierten Grundgerüst und sanftem Gesang. &#8220;The Wife Of Usher’s Well&#8221; von The Hare &amp; The Moon mit Vocals von God’s Little Eskimo präsentiert sich als über weite Strecken pianobasierte Umsetzung der traditionellen Ballade über die drei toten Söhne, die auch als &#8220;The Unquiet Grave&#8221; bekannt ist, einige Leser kennen vielleicht die Versionen von Joanna Newsome und Faith And The Muse.</p>
<p>Das <a title="GREY MALKIN / FOGROOM: Shoreline Ritual" href="https://africanpaper.com/2024/06/22/grey-malkin-fogroom-shoreline-ritual/">zusammen mit den deutschen Producer Fogroom eingespielte &#8220;A Certain Sense&#8221; </a>entpuppt sich als tremolierende Klanglandschaft, gehalten von einem dezenten Takt. Eine melodiöse Spur – unklar, ob Stimme oder Gitarre – wirkt als ruhender Pol, bevor eine knarrende Rezitation einsetzt. &#8220;C’est A Ville&#8221;, erneut von der Kollaboration mit Futur Passe wirkt wieder mittelalterlich grundiert mit seinen Arrangements für Drehleier, Trommeln und verschiedenen Saiteninstrumenten.</p>
<p>&#8220;When The Moon Is Arisen&#8221;, das Malkin zusammen mit Amanda Votta (Deep Fade, The Spectral Light u.a.) aufgenommen hatte, ist das einzige semi-exklusive Stück der Sammlung und war nur zeitweise auf Soundcloud zu hören gewesen &#8211; über einem Teppich aus dunkler, ambienter Dröhnung bauen knarrende Sounds und ein mysteriöses Flüctern, das in einen Monolog übergeht, nach und nach einen Song auf, der in einer furiosen wilden Jagd kulminiert. Anschließend nutzen Sedna Chronicles in &#8220;The Last Drop&#8221; erneut flüsternde Worte und Synthiedrones, um ein anderesweltliches Setting zu markieren. &#8220;The Singing&#8221; von einem der Alben mit Kitchen Cynics setzt Drönungen, eine entrückte Flöte, Alan Davidsons spröder Rezitation und später liturgisch anmutende Momente ein. Einsame Paukenschläge und eine Frauenstimme führen schließlich zu einem kurzen, hellen Klangmoment.</p>
<p>Den Abschluss bildet Malkins Solostück &#8220;Duddo Five Stones&#8221;, mit Vocals von David Colohan und Woodwind von Alan Davidson. Der großartige, rund fünfzehnminütige Track nutzt melancholische Ambientflächen, Flöten, Streicher und ein wiederkehrendes, leicht vibrierendes Geräusch. Eine Rezitation über die aus der schottischen Folklore bekannten singenden Steine, führt in einen dichten Mittelteil, bevor ein klavierdominierter Schluss folgt, der kurz von knarrenden Elementen durchzogen wird. Der Track wirkt wie ein konzentrierter Blick auf einen Ort, der fast wie ein symbolisches Zentrum von Malkins Werk erscheint.</p>
<p>Die Zusammenstellung zeigt Malkin als jemanden, der die Forderung, Tradition bewusst zu verfremden, verinnerlicht hat und auf seine nur schwer kategorisierbare Weise vieles vorweggenommen hat, was in der Zwischenzeit mit Begriffen wie Folk Horror (oder etwas breiter gefasst: Hauntology) bezeichnet wurde. Die ausgewählten Stücke belegen den Umfang seiner Aktivitäten und die Bandbreite seiner Kollaborationen &#8211; und wer durch diese Compilation erstmals angefixt ist, sollte gerne den zahlreichen Links im Text zu seinem bisherigen Werk folgen, denn die hier versammelten Stücke sind nur eine kleine, gleichwohl beeindruckende und repräsentative Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cruel Nature Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3484307083/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>KITCHEN CYNICS / MARGERY DAW / GREY MALKIN: To The Green Round</title>
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		<pubDate>Sat, 03 May 2025 04:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/04/tothegreenround.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-46060" title="tothegreenround" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/04/tothegreenround-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die drei Schotten Alan Davidson alias Kitchen Cynics, Margery Daw und Grey Malkin sind mittlerweile fast so etwas wie ein eingespieltes Trio, und so entpuppt sich der aktuelle Longplayer &#8211; ein Tape, das das Attribut &#8220;long&#8221; tatsächlich verdient &#8211; &#8220;To The Green Round&#8221; als eine stimmige Mixtur aus avantgardistischem Folk, entrückten Klangtexturen und leiser, teils verstörender Magie, die sich über sechzehn Stücke hinweg <span id="more-46058"></span>entfaltet. Unterstützung holten sie sich bei Musikerinnen und Musikern, die verschiedene Instrumentalparts beisteuerten: Mayuko Fujino, Pat Gubler, Richard Price, Jan Stewart.</p>
<p>Stilistisch und atmosphärisch führt &#8220;To The Green Round&#8221; durchaus den Weg des <a title="KITCHEN CYNICS / MARGERY DAW / GREY MALKIN: Weeping Stones:" href="http://africanpaper.com/2024/03/23/kitchen-cynics-margery-daw-grey-malkin-weeping-stones/">im vorigen Jahr erschienenen Vorgängers</a> der drei Musiker fort. Bereits der Auftakt mit &#8220;Ghosts Walk Through You&#8221;, das behutsam beginnt und einen doch gleich in die Mitte des Geschehens zieht, markiert einen erstes Höhepunkt. Die fragile, immer leicht brüchige Stimme Davidsons entfaltet eine eigenartige Intensität, als sänge er durch kaum greifbare Widerstände hindurch. Gitarren und verschiedene folkige Klänge begleiten ihn, eine entrückte Zither setzt helle Akzente, während schicksalsschwere Basslinien eine tiefere, dramatische Schicht andeuten. Das Motiv der nach London fliegenden Vögel verleiht dem Stück eine zarte Bildhaftigkeit, bleibt aber mehr andeutendes Symbol als konkrete Erzählung. &#8220;Observations From A Window&#8221; verstärkt diese Grundstimmung noch. Tiefe, dröhnende Klangschichten und helle Psalterium- und Klarinettenverzierungen eröffnen ein Panorama, das keine Flucht ins Erhabene kennt, sondern alles umfasst: Leichtigkeit und Schwere, Licht und Staub. Margery Daws helle Stimme fügt sich dabei nahtlos ein und entfaltet eine Wirkung, die durch ihre Schlichtheit berührt.</p>
<p>Mit &#8220;Spoon Ra&#8221;, das mich wegen des Titels an Coils &#8220;Sex With Sun Ra&#8221; denken ließ, tauchen die drei in eine deutlich surreale Klangwelt ein. Blubbernde, organisch anmutende Klänge und ein zunehmend hektischer werdender Aufbau lassen eine zwiespältige Atmosphäre entstehen, die sowohl Abenteuerlust als auch eine kaum greifbare Beklemmung transportiert. Hier blitzt eine Ästhetik auf, die an frühe Werke der Kitchen Cynics erinnert. &#8220;Wayland&#8217;s Smithy&#8221; gehört zu den besonders anrührenden Momenten des Albums. Eine sanfte Gitarrenmelodie, begleitet von Möwenrufen und cinematischen Synthieschichten, bereitet den Boden für Margerys Gesang. Der Song, der sich thematisch auf die Legende von Wieland dem Schmied bezieht, entfaltet eine fragile Schönheit mit mehr als nur vagen rituellen Untertönen.</p>
<p>&#8220;Jock Sheep&#8221; knüpft an diese melancholische Stimmung an: Davidsons Stimme, sanft begleitet von elektrischer Gitarre, bleibt brüchig und verletzlich, während unterschwellige Klangverdichtungen eine zunehmende Dunkelheit heraufbeschwören. &#8220;Bridport Bells&#8221; ist eine weitere Wegmarke des Albums. Aus einem sakral eingefäbten Auftakt mit schwerem Glockenläuten entwickelt sich langsam eine elektroakustische Struktur, die Assoziationen an die deutsche Avantgarde der 70er weckt. Margery Daws melancholisch eingefärbte Verse verzaubern das Stück irgendwann und lassen einen kurzen Moment des Glücks aufscheinen, das sich &#8211; auch &#8211; in den heller bimmelnden Glöckchen offenbart. Eine komplette Inversion von E. A. Poes berühmten Gedicht &#8220;The Bells&#8221; geschieht hier dennoch nicht, denn in den hellen Glöckchen ist der schwere Sound ihres dunkleren Pendants immer noch herauszuhören. Das textlich auf Geoffrey Chaucers &#8220;Knight’s Tale&#8221; basierende &#8220;Consumption&#8221; arbeitet erneut mit verfremdeten Klängen: Wellenartig anrollende, brandende Elemente voll verzaubertem Bimmeln und eine Anne Clarke-Erinnerungen wachrufende Rezitation Margery Daws lassen eine gespenstische Szene entstehen, die ein Bild von verborgener Gefahr unter scheinbarer Schönheit heraufbeschwört.</p>
<p>Im Mittelteil des Albums sorgen Stücke wie &#8220;Chalkpit&#8221; und &#8220;A Solitary Whooper Swan&#8221; für verträumt-verschwommene, impressionistische Momente. Letzteres, komponiert von Gastmusikerin Mayuko Fujino, bietet eine feingliedrige Klangtextur, die jedoch kleine dramatische Wellenbewegungen enthält, für jene, die aufmerksam hören. &#8220;Line Or Threshold&#8221;, ein weiterer hervorstechender Moment, zeigt in minimalistischer Besetzung mit Piano, Flöte und Alan Davidsons Stimme eine fast kammermusikalische Kunstlied-Qualität, bevor sich das Stück mit dem Einsatz des Psalteriums weiter öffnet.</p>
<p>Mit &#8220;Who&#8217;s Calling?&#8221; wird die Atmosphäre spürbar verwunschener: Seltsame, geisterhafte Stimmen und ein verwobenes Klanggewebe schaffen einen Zustand zwischen Traum und Spuk. &#8220;Jack Stagg&#8221; wiederum lässt mit dunklen, entrückten Tönen und elektrischer Gitarre fast die Stimme eines Geistes sprechen &#8211; aber wer weiß, vielleicht sind diese spukhaften Assoziationen auch nur Projektionen des Rezensenten, genährt durch den lose auf einen Roman von Arthur Machen referierenden Albumtitel oder durch die Erinnerung <a title="GREY MALKIN / KITCHEN CYNICS: We Are All Ghosts" href="http://africanpaper.com/2024/02/24/grey-malkin-kitchen-cynics-we-are-all-ghosts/">an frühere gemeinsame Aufnahmen v.a. von Malkin und Cynics</a>? Die traditionelle Music Hall-Ballade &#8220;She Was Poor&#8221; wird von Margery in einer lakonisch-bitteren Weise interpretiert. Die dissonanten Klänge unterstreichen die grausame, bizarre Ungerechtigkeit, die der Geschichte einer verstoßenen jungen Frau, der die Affäre mit einem reichen Mann zum Verhängnis wurde, zugrunde liegt.</p>
<p>Das folgende &#8220;Karvansara&#8221; ist eine kurze, aber einprägsame Klangminiatur mit Glocken, Summen und schalmeiartigen Elementen, die eine tatsächlich &#8220;orientalische&#8221; Assoziation aufkommen lassen. Zum Abschluss kehrt &#8220;Balgarrie&#8221; mit seinem pastoralen Fingerpicking und entrückter Traurigkeit noch einmal deutlicher zur schottischen Tradition zurück bietet einen stillen, dunklen Ausklang für ein Album, das bei aller Vielheit stilistischer und lyrischer Details ein nie disparat wirkendes Bild eines letztlich mehr imaginären denn geografischen Raumes, seiner durchlässigen Strukturen und seiner ganz eigenen Geschichten von Magie, Kostbarkeit, Dunkelheit, Verlust und Unbeständigkeit zeichnet. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cruel Nature Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=737366316/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ALISON O&#8217;DONELL / GAYLE BROGAN: A Colloquy of Birds</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2025 05:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Vogelwelt ist ein wesentlicher Bestandteil der Mythen der britischen Inseln, und es würde überraschen, wenn dies sich nicht auch im Kosmos folkig angehauchter, bisweilen abseitiger Musik abzeichnen würde, und einige Bespiele aus diesem Motivkomplex &#8211; Songs wie &#8220;The Cuckoo&#8221; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/22/alison-odonell-gayle-brogan-a-colloquy-of-birds/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/acolloquyofbirds.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45013" title="acolloquyofbirds" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/acolloquyofbirds-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Vogelwelt ist ein wesentlicher Bestandteil der Mythen der britischen Inseln, und es würde überraschen, wenn dies sich nicht auch im Kosmos folkig angehauchter, bisweilen abseitiger Musik abzeichnen würde, und einige Bespiele aus diesem Motivkomplex &#8211; Songs wie &#8220;The Cuckoo&#8221; oder &#8220;The Cutty Wren&#8221; &#8211; haben längst ihren Weg über England und Schottland hinaus gefunden. &#8220;A Colloquy of Birds&#8221;, das bereits vor einigen Jahren entstandene <span id="more-45012"></span>gemeinsame Album von Alison O’Donnell und Gayle Brogan, bietet eine tiefe Auseinandersetzung mit den reichhaltigen Vogelmythen der Inseln. Die beiden Musikerinnen – O’Donnell, bekannt aus Mellow Candle, und Brogan, die als Pefkin für rituell anmutende Klangwelten geschätzt wird – haben sich ausgiebig mit alten Legenden rund um Vögel beschäftigt. Ihre Recherchen stützen sich auf eine Vielzahl von Quellen, darunter literarische Werke u.a. zur keltischen Folklore. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Songs, die sich oft miniaturhaft zwischen filigranem Folk und atmosphärischen Soundscapes bewegen.</p>
<p>Schon der Titel des Albums weckt Assoziationen – er erinnert an das persische mystische Epos A Conference of the Birds, das ebenfalls in musikalischen Kontexten, etwa bei der Band OM, als Inspiration diente. Die Musik von O’Donnell und Brogan jedoch greift nicht nur spirituelle Motive auf, sondern vermittelt ebenso die enge Verbindung zwischen Naturbeobachtung und menschlicher Vorstellungskraft. Viele der Stücke entfalten sich schrittweise und lassen organische Strukturen entstehen, in denen sich akustische Instrumente mit subtil eingesetzter Elektronik verweben &#8211; eine Seite des Albums, die auch durch die Mitwirkung illustrer Gäste, namentlich Alan Davidson (Kitchen Cynics), Grey Malkin (Brogans Kollaborateur in Medaowsilver) und David Colohan, gewinnt.</p>
<p>Der eröffnende Titel &#8220;Nocturnal Raptor in Silent Flight&#8221; macht gleich deutlich, worum es über weite Strecken des Albums geht: Die beiden Stimmen &#8211; forsch, heiter und aufgeweckt &#8211; setzen a cappella ein, bevor sich Gitarrenfiguren und weitere Instrumente hinzugesellen. Die Texte erzählen von Vögeln als Zeichenleser und Vermittler verborgener Botschaften. &#8220;Egg on a Silver Platter&#8221; hebt sich, nach dem besinnlicheren &#8220;Superior Upon The Air&#8221; durch die warme, dröhnende Klangfläche eines Harmoniums hervor, über welcher der von einem anrührenden lockenspiel akzentuierte Gesang, wie in einigen weiteren Passagen, fast musicalhaft erscheint, jedoch ohne jede Künstlichkeit. Und wie in vielen der Lyrics wird hier in kleinen Szenen eine Welt eschrieben, die oft übersehen wird. Besonders hypnotisch gelingt &#8220;The Blessed Stain&#8221;, das mit einem flirrenden Flötenton verzaubert, in den sich bald ein mehrstimmiger, fast chorartiger Gesang fügt und eine entrückt, beinahe trancehafte Atmosphäre mit viel Kolorit entstehen lässt. Ähnlich eindrücklich und eindringliche ist das bereits vorab veröffentlichte &#8220;In May You Sing All Day&#8221;, das sich um den Kuckuck und seine symbolische Bedeutung dreht. Die Melodie wirkt verträumt und überweltlich, während der Text ein altes Kinderreim-Schema aufgreift, das den zyklischen Jahresverlauf des Vogels nachzeichnet.</p>
<p>Mit &#8220;Life Within the Cold Shell’s Exterior&#8221; nimmt das Album eine unerwartete Wendung. Hier steht die Elektronik stärker im Vordergrund, der Gesang wird von Brogan zunächst allein getragen, bevor sich beide Stimmen kunstvoll wie ein Zopf ineinander verschlingen. Streicher verstärken die melancholische Aura des Songs. „The Pages of St Bride“, eines der Stücke, die eine Seefahrerthematik anklingen lassen, kombiniert trillernde Effekte mit Gitarren und sanftem Keyboard-Fundament, was eine filmische Wirkung entfaltet und einen der Höhepunkte des Albums entstehen lässt. Auch „Raised By Toad and Frog“ folgt einem eher spielerischen, theatralischen Ansatz, bleibt dabei aber im typisch cinematischen Klangbild verhaftet. Gegen Ende wird es noch einmal vielschichtig: &#8220;Winged Sages&#8221; setzt einen ruhigen, liebevollen Akzent, während der Text düstere Vorzeichen beschreibt. &#8220;Crow Before the Lowering of the Sun&#8221; erzählt vom Schicksal eines Hahns zum St. Martinstag und wird von wogenden Harmoniumklängen getragen, aus der krautige Elektronik spriest. Den Abschluss bildet &#8220;The Lonely Cry of Lost Souls at Sea&#8221;, ein melancholisches, aber tröstendes Seefahrerlied mit eleganter Gitarrenbegleitung. Hier treten erstmals auch die männlichen Gastmusiker gesanglich in Erscheinung, wodurch das Album mit einer sanften, vielstimmigen Note ausklingt.</p>
<p>„A Colloquy of Birds“ ist ein in seiner Vielschichtigkeit beeindruckendes Werk, das sich seinem Thema auf poetische Weise nähert und zwischen archaischen Klängen und feinsinniger Klanggestaltung oszilliert. Die Kombination aus traditionellen Folkelementen, experimentellen Arrangements und einer erlesenen Instrumentierung macht es zu einem eindrucksvollen, atmosphärischen Album, das mit jedem Hören neue Facetten entdekcen lässt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Sonido Polifonico</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3869304903/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>DEEP FADE: Further</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Oct 2024 05:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwie konnte man im Nachgang ihres Debüts &#8220;Line of Flight&#8221; bereits spüren, das das von Nordamerika und Schottland aus operierende Trio Deep Fade sein Pulver längst nicht verschossen hat und noch mehr von sich hören lassen wird – und das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/05/deep-fade-further/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/further.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42875" title="further" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/further-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Irgendwie konnte man im Nachgang <a title="DEEP FADE: Line of Flight" href="http://africanpaper.com/2024/04/06/deep-fade-line-of-flight/">ihres Debüts &#8220;Line of Flight&#8221; </a>bereits spüren, das das von Nordamerika und Schottland aus operierende Trio Deep Fade sein Pulver längst nicht verschossen hat und noch mehr von sich hören lassen wird – und das nicht nur, wenn man aus ihren bisherigen Karrieren weiß, dass Amanda Votta, Neddal Ayad und Grey Malkin alles andere als Eintagsfliegen sind. Gerade mal ein gutes halbes Jahr nach dem Erstling liegt nun <span id="more-42873"></span>der Nachfolger &#8220;Further&#8221; als Tape und digitales Release vor, und es steht in Sachen Derbheit dem Vorgänger in nichts nach. Es gibt aber auch, recht passend zum Titel, merkliche Unterschiede. Deep Fade treten also keineswegs auf der Stelle.</p>
<p>War &#8220;Line of Flight&#8221; einem deutlich kommunizierten Konzept um den Niedergang von Orten am Beispiel von Vottas Heimatstadt Detroit und das Phänomen der Paramnesie, einer Veränderung des Ortsgefühls verpflichtet, so scheint &#8220;Further&#8221; in der Hinsicht offener gestaltet, gleichwohl Stürme und der Witterung besonders ausgesetzte Orte wie Leuchttürme in verschiedener Hinsicht einen feinen roten Faden bilden, u.a. als Aufnahmeorte an beiden Seiten des nördlichen Atlantik. Stürme tosen auch immer wieder durch verschiedene Songs des Albums.</p>
<p>Doch der Reihe nach: Der Opener &#8220;Tidal&#8221; beginnt ohne Umschweife mit einer rauen, grobkörnigen E-Gitarre und lässt auf kratzig-verrauschte Lofi-Art eine bodenständige Melodie entstehen, die aufgrund verschiedener Brüche skizzenhaft wirkt. Der Sound scheint direkt aus einer stürmischen Umgebung zu kommen, und tatsächlich wurde die Gitarre von Ayad während eines heftigen Nordoststurms an der amerikanischen Atlantikküste aufgenommen, und dieser Eindruck von verwehter Naturgewalt zieht sich durch das gesamte Stück. Amandas Stimme, fast gehaucht und leicht heiser, kämpft nach einer kurzen, etwas zurückgenommeneren Phase gegen die zermürbenden Klangmassen an, die sie beinahe zu begraben drohen, behauptet sich jedoch am Ende auf eindrucksvolle Weise. Das Titelstück beginnt mit einer Slide-Gitarre (oder zumindest mit etwas so ähnlich klingendem) und erinnert dadurch an verschwommene, bluesig eingefärbte Americana. Doch bald übernehmen stürmische Field Recordings das Klangbild, während die Gitarren und Amandas sanfte Vocals langsam wieder den vorderen Bühnenrand einnehmen. Es entsteht eine spannende Auseinandersetzung zwischen der vulnerablen Stimme mit einer ganzen Witterung an Rauheit, mit der sie sich mit der Zeit aber zu verbünden versteht.</p>
<p>Schon nach diesen ersten beiden Stücken fallen einige wesentliche Unterschiede zum Vorgänger-Album auf. &#8220;Further&#8221; kommt in seinem authentischen Sound derber, uriger, bodenständiger daher und wirkt auf seine wie auch immer zerfledderte Weise songorientierter als die abstrakteren Stücke auf &#8220;Line of Flight&#8221;, deren Lärm weniger Reminiszenzen an Momente von Rock und Folk zugelassen haben. Dass die Einstürzende Neubauten auf dem neuen Album ebenso inspirierend waren wie Neil Young ergibt durchaus Sinn, gleichwohl die Nennung der beiden Acts in einem Satz auf den ersten Eindruck willkürlich und absurd anmuten mag.</p>
<p>&#8220;Surge&#8221; startet etwas verhaltener, schüchterner, und erinnert an ein Hörspiel, dessen Stimmung von geflüsterten Wortfetzen und undefinierbarem Dröhnen bestimmt wird. Klappernde Geräusche, ein öfters auf diesem Album einsetzendes schwindeliges Tremolieren und wieder einmal das Rauschen des Windes lassen auch hier kein wirkliches Idyll entstehen, etwas Unheilvolles scheint unter der Oberfläche zu lauern. &#8220;Little Bird&#8221;, das mit seinem verhallten akustischen Strumming und dem summenden Gesang am zugänglichsten erscheint, ist eine kurze Atempause nach Antifolkmanier – zumindest auf den oberflächlichen Eindruck, doch auch hier bricht das Schöne immer wieder auf, bis das ganze Szenario sich gegen Ende fast schon überraschend in einer beinahe himmlischen Entrücktheit auflöst. &#8220;Wake Me&#8221; kommt mit seinen disparaten Elementen und Richtungswechseln wie ein Album en miniature daher, kontrastiert unterschwelliges Kratzen, Fragmente eines folkigen Gesangs und in gewissen Intervallen auftauchende orchestral-elektronische Hochtöner, die deutlich die Signatur Malkins tragen, und lassen doch so etwas wie eine wundersame Kohärenz entstehen, bis griffig raue Loops elektrifizierter Saiten in eine komplett andere Richtung überleiten, in der der Track einen Nachleben als minimales &#8220;Folk&#8221;-Stück mit einer stetig wiederholten Tonfolge feiert. Nach dem langen, abstrahierten &#8220;Heartword&#8221;, in dem sich ein schöner Song mit einfach gestrickten Gitarrensoli versteckt, schließt das kernig schöne &#8220;Fixed and Faded&#8221; das Album in luftig vorauschter Klanggestalt ab, durch die sich, wie um zu zeigen, dass alles seine Kehrseite(n) hat, ein geheimnisvolles Bimmeln zieht.</p>
<p>Der Bonustrack &#8220;Hawk&#8221;, der nur digital verfügbar ist, beschließt das Album mit einer melancholischen, aber pathosfreien Geste. Amandas Stimme summt über dem trockenen Gitarrenpicking, bis das Stück in der zweiten Hälfte noch einmal zu einem doomigen Noiserock-Kraftakt anwächst, wie er nur unter dem Einfluss eines windgepeitschten Ozeans entstehen kann. Fernab jeder Genre Zugehörigkeit haben die Pfade hier also eine Feier der Wucht der Naturgewalten geschaffen, die immer wieder auch Raum für feinsinniges, vulnerables lässt. Man darf freudig gespannt sein was für Ideen die drei als nächstes aushecken werden dass sie neben ihren zahlreichen anderen Projekten wieder Zeit für deep fade finden werden ist sehr wahrscheinlich. (U.S.)</p>
<p>Label: Cruel Nature Records<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_241001_193354_442.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1757206443/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND / GREY MALKIN: The Squall of Christina 7&#8243;</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 00:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass der emsige Adam Geoffrey Cole bereits seit einiger Zeit an einem neuen Album seines vor kurzem wiederbelebten Projektes Trappist Afterland arbeitet, hat sich in interessierten Kreisen längst herumgesprochen, und wer seinen Social Media-Profilen folgt, konnte bereits einige Skizzen davon &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/24/trappist-afterland-grey-malkin-the-squall-of-christina-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/thesquallofchristina.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42034" title="thesquallofchristina" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/thesquallofchristina-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass der emsige Adam Geoffrey Cole bereits seit einiger Zeit an einem neuen Album seines vor kurzem wiederbelebten Projektes Trappist Afterland arbeitet, hat sich in interessierten Kreisen längst herumgesprochen, und wer seinen Social Media-Profilen folgt, konnte bereits einige Skizzen davon hören: kurze, nur mit Gitarre oder Oud begleitete Exzerpte seines melancholisch eingefärbten Gnostic Folk, der von persönlichen Freuden und Leiderfahrungen der <span id="more-42032"></span>vergangenen Jahre neuen Auftrieb bekommen hatte, und der – ob in üppiger Instrumentierung oder in zurückgenommene Gewandung – niemals an Charisma und Esprit verliert. Man kann dies eigentlich nur auf die Ehrlichkeit seiner künstlerischen Vision zurückführen.</p>
<p>An dem kommenden Album, das den Titel &#8220;Evergreen – Walk to Paradise Garden&#8221; tragen soll, werden eine ganze Reihe an musikalischen Gästen mitwirken, so die britische Sängerin und Multiinstrumentalistin Angeline Morrison, desweiteren Tali Trow, Tom Warren und einmal mehr Anthony Cornish an verschiedenen Instrumenten, ferner Gitarrist und Sänger Henry Parker, der bereits öfter, z.B. beim Current 93-Auftakt in der Londoner Union Chapel, mit Cole live aufgetreten ist, und nicht zuletzt Landsmann Matt Malone und David Tibet als Gesangspartner. Gerade erscheint als eine Art Auftakt eine zwei Tracks enthaltende Single, bei der dagegen Coles altbekannter Weggefährte, der schottische Klangkünstler und Forscher Grey Malkin, maßgeblich an der Musik beteiligt ist und als zweiter Interpret genannt wird.</p>
<p>Der erste der beiden Songs  &#8211; &#8220;The Squall&#8221; &#8211; wird in einer anderen Version auch auf dem Album vertreten sein. Die entrückten Gitarrenfiguren und die leisen Töne des leicht nach hinten gemischten Gesangs lassen, vielleicht aufgrund der Tonart und der repetitiven Melodie, eine aufwühlende Stimmung entstehen. In den poetischen Bildern des Textes erzählt Cole von einem Sturm, der ganz überraschend über ein sich verloren fühlendes lyrisches Ich hereinbricht und überall in der Umgebung seine Spuren, seine Abdrücke hinterlässt. In all dem scheint aber auch eine Portion Hoffnung oder gar Zuversicht zu stecken – nicht nur in einem Vers wie &#8220;God would not desert me&#8221;, denn der merkwürdige, unberechenbare Wind scheint in seinem Bluesgesang auch etwas Befreiendes zu haben. Auch musikalisch hat dieser Song durchaus seine doppelten Böden, enthält bei genauerem Hinhören mit Xylophon, Zither, Bass, Squeezebox und anderen Instrumenten deutlich mehr Klangquellen, als es auf den oberflächlichen Eindruck, der das beschwörende Strumming klar ins Zentrum stellt, scheint, auch die kurz anklingende Kinderstimme scheint dem Ganzen etwas Versönliches zu geben. Das die zweite Seite füllende &#8220;Eventide&#8221;, das nicht auf dem Album vertreten sein wird und einmal mehr auch die Stimme von Angeline Morrison anklingen lässt, repräsentiert zum einen die mehr entspannte als aufgewühlte Seite von Trappist Afterland, doch es fällt auch weitaus melancholischer aus. Zu den pastoralen Gitarrenfiguren von Cole und Parker und den beruhigenden Klängen von Malkins Piano und Fender Rhodes wird hier eine Elegie auf Vergangenes und verpasste Chancen gesungen, eine Atmosphäre der Verlorenheit der Selbstzweifel entsteht. Am Abend, auf den alles hinsteuert, wartet der von dichteren und lebhafteren Klängen begleitete Moment der reinigenden Entleerung, und vielleicht ist dies ein Abschnitt, der auf der Suche, um die es bei Cole immer wieder geht, durchwandert werden muss.</p>
<p>Im Unterschied zu den zahlreichen früheren Kollaborationen der beiden, die dank Grey Malkins Teilnahme oft elektronischer und von den Kompositionen her abstrahierter ausgefallen sind, ist die Musik auf der vorliegenden Single weit näher am typischen Trappist Afterland-Kosmos, in dem der Schotte im Mix und in dezenten Instrumentalbeiträgen an Piano, Orgel, Xylophon, Percussion und anderem Gerät seine Spuren hinterlassen hat wie der besungene Wind in den Blättern und Wellen. Auch er hat gerade ein neues Album seiner Band The Floating Words herausgebracht, über das auf unseren Seiten ebenso wie über &#8220;Evergreen&#8221; in Kürze mehr zu erfahren sein wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/future-grave">Reverb Worship / Future Grave</a></strong></p>
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		<title>GREY MALKIN / FOGROOM: Shoreline Ritual</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jun 2024 04:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wäre &#8220;Shoreline Ritual&#8221;, das erste gemeinsam aufgenommene Album das Schotten Grey Malkin und des Deutschen Fogroom, ein Film, so wäre es wahrscheinlich einer dieser Streifen, die einen mit ihren geheimnisvollen atmosphärischen Bildwelten ungemein in den Bann zu ziehen vermögen, auch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/06/22/grey-malkin-fogroom-shoreline-ritual/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/shorelineritual.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41421" title="shorelineritual" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/shorelineritual-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wäre &#8220;Shoreline Ritual&#8221;, das erste gemeinsam aufgenommene Album das Schotten Grey Malkin und des Deutschen Fogroom, ein Film, so wäre es wahrscheinlich einer dieser Streifen, die einen mit ihren geheimnisvollen atmosphärischen Bildwelten ungemein in den Bann zu ziehen vermögen, auch wenn man wahrscheinlich nur sehr bedingt sagen könnte, was sich in dem Film und seinen von diffusen Andeutungen lebenden Szenenfolgen eigentlich ereignet.<span id="more-41416"></span></p>
<p>Die beiden Musiker – man mag sie Komponisten, Klangkünstler oder in einem Fall auch Multiinstrumentalisten nennen – bewunderten schon länger das Werk des jeweils anderen, vielleicht weil das Hauntologische, das Aufspüren verhuschter Geister in den Nischen musikalischer Settings und anderer nicht immer imaginärer Orte, ein gemeinsames Element im Werk der beiden ist, das gleichzeitig auch genügend Unterschiede aufweist, wenn man die folkige Seite Malkins mit den Wurzeln Fogrooms in der elektronischen Musik vergleicht.</p>
<p>Nach <a title="FOGROOM: The Browning Vortex" href="http://africanpaper.com/2023/09/23/fogroom-the-browning-vortex/">Fogrooms Tape &#8220;The Browning Vortex&#8221;</a>, das wir als spannende Geisterarbeit in einer merkwürdigen Heterotopie beschrieben, kam es zu einer persönlichen Korrespondenz, und schon bald stand die Idee zu einer gemeinsamen Arbeit. Bedenkt man die Vorliebe der beiden für alles verhuscht-gespenstische, dann wundert es nicht, dass sie recht vage Ideen zum Ausgangspunkt nahmen, statt sich ein elaboriertes Konzept an den Haaren herbeizuziehen. Beide teilen eine gewisse Liebe für das Wasser, für das Meer und seine Küsten, die sie folglich als groben Schauplatz für ihre noch im Entstehen begriffene Geschichte auswählten, und wie von selbst passierte es, dass dieser Schauplatz, der in den Vorstellungen der beiden eigentlich eher etwas Heilsames hatte, zum Ort seltsamer, dunkel melancholischer, vielleicht sogar unheilsamer Vorkommnisse und Herausforderungen wurde. Geschichten von Verlust und halb vergessenen Träumen, von Begegnungen im Nebel der Dämmerung an irgendeiner verlassenen Küste tauchen auf und verschwinden wieder vor dem Auge des Betrachters, sobald dieser nach ihnen zu greifen versucht.</p>
<p>Vielleicht ist es die verfremdete und wahrscheinlich gesamplete männliche Stimme im einstimmenden Auftakt &#8220;As it Began&#8221;, die mich auf den Filmvergleich brachte &#8211; in den ersten Minuten des Albums jedenfalls ereignet sich einiges: ein subtiles Rauschen, das sich bald als Brandung entpuppt, eine Melodie auf einem einsamen Piano, Glöckchen und allerhand klingelndes dazu, dass eventuell von einen Saiteninstrument stammt, eine eher raue Keyboardfläche und die Ansage, dass irgendwo an einer Küstenlinie jemand vermisst wird. Wie viel kann man daraus ziehen?</p>
<p>Auch in den folgenden Stücken wird stets eine intensive Spannung gewahrt, die nicht nur, aber durchaus auch durch ein stets variiertes Klangmaterial gewinnt – ein Aspekt der umso mehr beeindruckt, da auf diesem Album wohl keine akustischen Instrumente verwendet wurden, bzw nur in gesampleter Form zu hören sind. &#8220;The Coast&#8221; lässt scheinbar akustisches und Vintage-Synthes, die Erinnerungen an späte Coil aufkommen, helle Klänge und sehnsuchtsvoll melancholische Melodien entstehen, bei denen einem bewusst wird, das auf der anderen Seite des Meeres wieder eine andere ferne Küste liegt, die ein Sehnsuchtsort sein kann. &#8220;Ghosts in our transmissions, a distress signal &#8221; heißt es in den Liner Notes, und natürlich muss man in der von allerhand Störgeräuschen begleiteten Radioübertragung daran denken. &#8220;A Certain Sense&#8221; lässt sein geheimnisvolles Soundmaterial tremolieren und zittern, doch dann bringt ein dezenter Takt Bewegung in die eher sanfte Szenerie, und eine angenehme Melodie (eine Stimme? Eine Gitarre?) setzt dem Ganzen die Krone auf. Vor diesem Hintergrund erscheint die wiedereinsetzende knarrige Rezitation wie von einer geisterhaften Aufnahme zu stammen, die jemand irgendwo an einem verlassenen Künstenstreifen gefunden hat.</p>
<p>Metallophonische Soundtupfer, vibrierende Synthies, wellenförmig wiederkehrende Avantgardetitate aus besseren Zeiten, später so etwas wie die ausladend gestrichenen Saiten eines Cellos oder Kontrabasses – all dies macht aus &#8220;The Old Dream&#8221; einen verträumten Tanz in Zeitlupe. Das Stück wirkt wie ein retardierendes Moment in einer klassischen Tragödie, bevor sich all die aufgeladene Spannung im Titeltrack zuspitzt und entlädt: Aggressiver grollt hier die Brandung, stürmisch erscheinen die durchaus gefühlvollen Streichersounds, die bedrohlich näher kommen, während es aus allen Richtungen zittert und flirrt. Dass Aufruhr im Anmarsch ist, merkt man immer mehr, es paukt lauter, bis das Stück in etwas beinahe Monumentales kulminiert. Allerlei Stimmen, zum Teil im Chor, meint man zu halluzinieren, doch dann geht alles ganz schnell, die Fata Morgana löst sich auf und nur die Violine und die Brandung bleiben.</p>
<p>Wenn sich im abschließenden kurzen &#8220;The Change&#8221; noch einmal alle Elemente kurz aufzubäumen scheinen, wird klar, dass die Situation nun eine veränderte ist und vor einem anderen Hintergrund stattfindet: Die Schwelle des Shoreline-Ritual ist überschritten und eine neue Zeit beginnt. P.S.: Das Album ist bisher digital erhältlich, gut informierten Quellen zufolge ist aber die Idee eines physischen Tonträgers noch nicht vom Tisch. (U.S.)<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_240610_161554_084.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3444373699/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>GREY MALKIN / KITCHEN CYNICS: We Are All Ghosts</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Feb 2024 06:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine der zuverlässigen musikalischen Konstanten der alles in allem nicht gerade von Stabilität geprägten zurückliegenden Jahre waren die gemeinsamen Singles, auf denen die beiden Schotten Grey Malkin, ehemals The Hare And The Moon, und Alan Davidson alias Kitchen Cynics in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/02/24/grey-malkin-kitchen-cynics-we-are-all-ghosts/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/02/cover.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39730" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/02/cover-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine der zuverlässigen musikalischen Konstanten der alles in allem nicht gerade von Stabilität geprägten zurückliegenden Jahre waren die gemeinsamen Singles, auf denen die beiden Schotten Grey Malkin, ehemals The Hare And The Moon, und Alan Davidson alias Kitchen Cynics in verlässlicher Regelmäßigkeit ihrem Faible für spukhafte Folkballaden nachgehen &#8211; Liedern über verwunschene Orte und  <span id="more-39727"></span>mysteriöse Geistererscheinungen, die oft einen historischen Kern, manchmal aber auch einen literarischen Hintergrund haben. Dass die alten Stoffe dabei ihren Weg in neue sprachliche und musikalische Gewandungen finden, ist nur einer der vielen Faktoren, mit denen Malkin und der Küchenzyniker Traditionen dieser Art wirklich am Leben zu erhalten versuchen, anstatt ihnen ein nur museales Nachleben zu bescheren. Ihre bisweilen experimentelle Herangehensweise, die die Resultate auch z.B. für Freunde dunkler Ambientmusik interessant macht, und die völlige Abwesenheit von jedwedem nostalgischen Kitsch fällt dabei ebenso stark ins Gewicht.</p>
<p>Das Projekt nahm vor knapp vier Jahren seinen Anfang in der Single mit den beiden Songs &#8220;Babby&#8217;s Ghost&#8221; und &#8220;An Encounter by Moonlight&#8221;, zwei eigens verfasste Stücke, bei denen einmal ein historisch verbriefter Stoff über ein gemeinsam verunglücktes Ehepaar &#8211; hier begegnen sich Motive des Liebestodes und des Widergängers &#8211; umgesetzt wurde, während auf der zweiten Seite eine stark vom Sound Grey Malkins geprägte songhaft entrückte Interpretation einer Geschichte von Arthur Machen entstand.</p>
<p>Mit Davidsons fragiler und immer etwas spröde wirkender Stimme und einer ganzen Reihe an Blas-, Saiten- und anderen Instrumenten kam im darauffolgenden Jahr eine weitere 7&#8243; heraus, einer der Songs transformierte den Stoff von Algernon Blackwoods vielleicht bekannteste Novelle &#8220;The Willows&#8221; in ein von zittrig tremolierendem Dröhnen geprägtes surreales Märchen voll lieblich ornamentaler Saitenklänge. Über den anderen Song &#8220;The Melancholy Ghost of Powis House&#8221; <a title="KITCHEN CYNICS / GREY MALKIN: s/t 7″" href="http://africanpaper.com/2021/06/05/kitchen-cynics-grey-malkin-st-7/">hieß es auf unseren Seiten</a>: &#8220;Der Song [...] ist der Inbegriff des Verwunschenen – entspanntes Gitarrenpicking mit einer nur leicht wehmütigen Schlagseite und brüchig fragiler Gesang werden von cinematischen Synthies scheinbar in eine Dimension mit anderen Gesetzmäßigkeiten gerückt, die das passende Setting darstellt für die melancholische Reflexion über das Verblassen einer Erinnerung, die den umherirrenden Geist am Leben hält&#8221;. 2022 nahmen sich die beiden wieder einen historischen Stoff, wieder einen mysteriösen Unfall zum Thema, es geht um einen jungen Royal Flying Corps-Offizier, der (und dessen Maschine) nach seinem Absturz nahe des schottischen Dundee von vielen gesehen worden sein soll. Mit verhuschte Glöckchen und einigem mehr versetzen die beiden den Stoff &#8220;in eine surreale Parallelwelt, in der verwaschene Formen eiernde Bewegungen vollziehen und wieder in der sepiafarbenen Kulisse verschwinden, in der keine auch nur halbwegs scharfen Konturen Orientierung geben&#8221;, hieß es dazu <a title="KITCHEN CYNICS / GREY MALKIN: The Montrose Air Station Ghost / What Shall I Say 7″" href="http://africanpaper.com/2022/06/25/kitchen-cynics-grey-malkin-the-montrose-air-station-ghost-what-shall-i-say-7/">in unserer Besprechung</a>. Das in seiner lieblichen Verträumtheit keineswegs betuliche &#8220;What Shall I Say&#8221; auf der gleichen Single &#8220;referiert auf Szenen eines Filmklassikers, nämlich Jack Claytons auf Motiven von Henry James basierenden <em>The Innocents</em> von 1961, bei dem das Wiedergänger-Motiv mit dem der Besessenheit zu einem schaurigen Psychodrama verquickt wurde&#8221;. Im vorigen Jahr dann brachten die beiden <a title="KITCHEN CYNICS / GREY MALKIN: New Ghost in Town 7″" href="http://africanpaper.com/2023/09/16/kitchen-cynics-grey-malkin-new-ghost-in-town-7/">zwei ebenso schaurige Graveyard Poetry-Balladen </a>heraus, eine davon ist eine von Malkin textlich stark modifizierte Version des bekannten &#8220;Sweet William&#8221;-Stoffes auf einem Teppich hypnotisch geschrammelter Gitarren und spukhaftem Glockengebimmel.</p>
<p>Mein im Rahmen der Besprechung dazu geäußerter Wunsch, dass irgendwann ein umfangreiches Songbook vorliegen mag, um noch mehr Facetten dieses Motivkomplexes Rechnung zu tragen, ist vor kurzem wahr geworden, denn unter dem Titel &#8220;We Are All Ghosts&#8221; haben die beiden nun erstmals ein Album bzw. eine Compilation zu diesem Thema herausgebracht. Zwar fand ich es ein bisschen schade, dass neben den Stücken der Singles nur zwei neue Tracks vorliegen, doch &#8211; abgesehen von der Freude derer, die die bisherigen Veröffentlichungen verpasst haben &#8211; kommt die atmosphärische Vielgestaltigkeit ebenso wie der rote Faden der Veröffentlichung(en) auf Albumlänge besonders gut zur Geltung. Und ganz nebenbei lohnen auch die beiden neuen Songs selbst.</p>
<p>Das an den Anfang gesetzte &#8220;Mess John&#8221; ist mit seiner zwiespältig einlullenden Melodie und dem pastoralen Picking, durch dessen Gewebe die anrührenden Klänge von Flöten und Keyboard dringen, eines der eingängigsten Stücke des Duos. In diesem besingt Donaldson die Geschichte eines Priesters, eines alten Eiferers und Stänkerers, dessen Geist mit der gleichen Verbittertheit seinem Spuk nachgeht, mit der sein früheres Selbst auf alle irdischen Enttäuschungen reagierte. Durch einen interviewartigen Vortrag, bei dem die Gastmusikerin Margery Daw Erinenrungen an die fiktionale Figur wiedergibt, werden beide Sphären verknüpft. Ob es sich dabei um einen historischen Stoff handelt und inwiefern ein Bezug zu einem gleichnamigen, aber motivisch anders gearteten Gedicht von James Hogg besteht, ist mir nicht bekannt. Den Abschluss macht der Titelsong &#8220;We Are All Ghosts&#8221;, in dem beängstigendes Wolfsgeheul wie vom Wind verwehte Sirenen den Raum für angeregte Streicher öffnet &#8211; den sublimen Hintergrund für einen ergriffenen, hochtönend-klagenden Gesang, der abgeklärte Worte über den Tod, die einzige wirkliche Verpflichtung der Wesen und zugleich der konsequenteste Agent der Gleichbehandlung. Dass wir Geister sind, ist kein Privileg und auch kein Fehlen eines solchen, es ist universell. Schicksalsschwere Detonationen setzen zum Abschluss markante Ausrufezeichen hinter den Song und das ganze Album.</p>
<p>Derart finale musikalische und textliche Statements am Schluss eines Albums könnten auch den Abschluss eines Projektes implizieren, aber natürlich müssen sie das nicht. Die vorliegende Sammlung jedenfalls zeigt, wie viele kreative Möglichkeiten in derartigen Stoffen liegt, und das Malkin und Donaldson eine gute Hand dafür haben, die Geister sowohl in den Texten als auch in der Musik erscheinen zu lassen<span style="font-weight: 300;">. Vielleicht hat sich auch schon herumgesprochen, dass die beiden mit besagter Margery Daw ein weiteres Album aufgenommen haben, doch dazu mehr in nicht allzu ferner Zukunft. (U.S.)</span></p>
<p><strong>Label: Fenny Compton</strong></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/vWj-iAMVw9E?si=4chGrTW9Mgf7JHg3" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>WIDOW&#8217;S WEEDS: The Corn Queen</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jun 2023 06:32:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit ihrer &#8220;music from beyond the grave&#8221; die vielleicht nicht beim ersten Hören sofort an Zombies erinnert, sind die aus Grey Malkin und den Daughters of Grief bestehenden Experimentalfolker Widow&#8217;s Weeds ein gutes Beispiel für das, was Alan Trench einmal &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/10/widows-weeds-the-corn-queen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/widowsweedsfennycompton.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35955" title="widowsweedsfennycompton" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/widowsweedsfennycompton-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit ihrer &#8220;music from beyond the grave&#8221; die vielleicht nicht beim ersten Hören sofort an Zombies erinnert, sind die aus Grey Malkin und den Daughters of Grief bestehenden Experimentalfolker Widow&#8217;s Weeds ein gutes Beispiel für das, was Alan Trench einmal &#8220;To fuck up tradition&#8221; genannt hat – eine durchaus positiv gemeinte Formulierung für Ansätze, musikalische Traditionen eben nicht museal zu verstehen, sondern ihnen durch unerhörte und unerwartete Interpretationen eine neue <span id="more-35953"></span>Vitalität jenseits eines nur noch nostalgischen Grabes zu geben.</p>
<p>Widow&#8217;s Weeds, die immer offen für Gastbeiträge sind und zuletzt noch Hidden Velvet als weiteres Mitglied anführten, verknüpfen traditionell überliefertes wie auch daran angelehntes eigenes Songmaterial mit einer Elektronik, die durchaus &#8220;groovig&#8221; trippelnde Züge annehmen kann und in ihren abstrahierteren Momenten das Songformat immer wieder sprengen. Ein interessantes Merkmal dabei ist, dass all dies nie auf Kosten einer durchaus lieblichen Sanftheit geht.</p>
<p>Eigens geschriebene Songs und <a title="WIDOW’S WEEDS: Long Lankin" href="http://africanpaper.com/2021/08/20/widows-weeds-long-lankin/">Traditionals wie &#8220;Long Lankin&#8221; oder &#8220;Barbara Allen&#8221; </a>scheinen bei Widow&#8217;s Weeds einen ähnlichen Stellenwert zu haben, und so ist auf ihrer neuen Single (deren limitierte Hardcover-Edition natürlich längst restlos ausverkauft ist) beides zu finden. &#8220;The Corn Queen&#8221;, dessen Titel schon auf den Kontext eines kalendarischen Zyklus, an dessen Endpunkt die Ernte steht, anzuspielen scheint, ist ein ritueller Ambientfolksong von hauchfeiner Schöngeistigkeit: Feierliches Pulsieren bringt strömemde, glitzernde Ambientwelten in Bewegung, eine sanfte weibliche Stimme schwebt trunken im Raum und ist keineswegs verlegen um die passende Melodramatik. Ratternde Perkussion (laut der Credits von Michael Warren) mischt die von entrücktem Bimmeln erfüllte Szenerie für kurze Momente auf, doch am Lauf der Dinge ändert sie nichts, die Besonderheiten des Stücks bewegen sich innerhalb eins paganen Weltverständnisses. Ganz zum Schluss weitet sich die an ein Jugendstilgemälde erinnernde Momentaufnahme des Textes ins Existenzielle und lässt die Bildwelt von Korn und Ernte für wenige Sekunden wie eine Allegorie auf den Weg allen Fleisches erscheinen.</p>
<p>Mit &#8220;Lyke Wake Dirge&#8221; ist auf der zweiten Seite ein sehr alter Folksong vertreten, der in der Vergangenheit immer wieder Musiker inspirierte: Pentangle, Steeleye Span, Alasdair Roberts und viele andere interpretierten ihn bereits und das italienische <a href="http://africanpaper.com/tag/lyke-wake/">New Wave-Projekt Lyke Wake</a> verdankt ihm seinen Namen. Sein Titel bedeutet Totenwache, und inhaltlich geht es &#8211; in einer Weise, die überraschend an das tibetische Bardo Tödrol erinnert &#8211; um den Weg, den ein Verstorbener auf dem Weg zum Purgatorium zurücklegt. Widow&#8217;s Weeds&#8217; Version sprudelt geradezu über an Details: Verrauschtes Glissando bahnt den Weg für surrende Saiten, schrille Hochtöner und dunkles Rumoren, Streicher schwingen sich empor, und hoch oben im Wind schwebt auch wieder die Stimme. Es ist ihre berührende und gleichzeitig hypnotisierende Gesangsmelodie, die im Zentrum steht, wenn nach etwa einer Minute der &#8220;eigentliche&#8221; Song beginnt, der wie ein fantastischer Wiedergänger seiner selbst scheint.</p>
<p>Die Musik von Widow&#8217;s Weeds ist selbst so ein fantastischer Wiedergänger einer Tradition, die dabei ist, sich immer wieder zu transformieren, und hier tut sie es in einer sehr vitalen Art. Welche Entwicklungen daraus noch entstehen können, mag in den Sternen stehen, aber es bleibt zu hoffen, dass die Band babei noch lange ein Wort mitzureden hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="Fenny Compton">Fenny Compton</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2212881775/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>THE BLACK SWAN TRIAD: Maelstrom</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jun 2023 03:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[The Black Swan Triad, die gemeinsame Band von Grey Malkin, Peter Verwimp und mittlerweile fast einer Handvoll weiterer Musiker, ist wahrscheinlich eine der vielgestaltigsten und reichhaltigsten Gruppen, die den derzeitige Folk- und Ritualkosmos beschallen und schon daher in ihrem Wesen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/03/the-black-swan-triad-maelstrom/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/maelstrom.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35979" title="maelstrom" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/maelstrom-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>The Black Swan Triad, die gemeinsame Band von Grey Malkin, Peter Verwimp und mittlerweile fast einer Handvoll weiterer Musiker, ist wahrscheinlich eine der vielgestaltigsten und reichhaltigsten Gruppen, die den derzeitige Folk- und Ritualkosmos beschallen und schon daher in ihrem Wesen nur bedingt zu begreifen. Ganz allgemein könnte man sagen, dass die Band, <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Symbiosis" href="http://africanpaper.com/2021/10/02/the-black-swan-triad-symbiosis/">deren Debüt ich als &#8220;eine furiose Feier der Elemente und der Sinnlichkeit&#8221; bezeichnet habe</a> und <span id="more-35977"></span>deren Musik zwischen dunkler, leicht abstrahierter Folksmusik, neoklassisch angehauchten Ambientklängen und tribaler Ekstatik changiert, immer an Formen der Veränderung und Transformation, am Verknüfen von unterschiedlichen Dingen und am Aufbrechen des vermeintlich Homogenen interessiert ist.</p>
<p>Ihr erstes Album trug den Titel &#8220;Symbiosis&#8221;, für dieses Jahr sind zwei neue namens &#8220;Maelstrom&#8221; und &#8220;Metamorphosis&#8221; geplant, ihre Titel verweisen darauf, das nichts bleibt, wie es ist, was man durchaus auch in der Musik der Gruppe wiederfinden kann, denn ihre Formen sind &#8211; trotz einer deutlichen Ästhetik des Schönen, die sich u.a. in den Gesangspassagen Menaleahs zeigt &#8211; so veränderlich wie Landschaften aus Treibsand. &#8220;Maelstrom&#8221; ist gerade erschienen, das Album wurde vor einigen Monaten bereits <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Sunrise / Enchantment 7″" href="http://africanpaper.com/2022/10/29/the-black-swan-triad-sunrise-enchantment-7/">durch eine Single</a> angekündigt, der darauf enthaltene Track &#8220;Sunrise&#8221; eröffnet in einer anderen Version auch hier den schwindelerregenden Reigen &#8211; eine Version, deren sanfter Folksopran und deren glitzernde Schwebekosmik einen aber ebensosehr auf einem fliegenden Teppich durch den Raum tragen.</p>
<p>Das darauf folgende &#8220;Eiris&#8221; bricht krachend los, transportiert den Wohlklang des Openers aber konstant weiter &#8211; allerdings um ihn in einen Strudel aus intensiven Emotionen und Motiven zu schmeißen: Vom Wind verwehter Gesang dessen folkige Ausrichtung (zumindest mich) immer ein wenig an Strawberry Switchblade erinnert, dringt aus verschiedenen Richtungen ins Zentrum des Geschehens, es klingelt und rauscht und alles scheint wie aus einer anderen Dimension zu uns zu dringen, eine röhrende Gitarre kündigt schon etwas an, das über den sanften Wohlklang hinausgeht, leicht krachendes Klirren pflichtet dem bei, doch zunächst bleibt alles – die Vocals, das mediterran anmutende Gitarrenpicking– im sanften Schwebezustand. Dann wird man durch perkussives Pochen aufgeschreckt, doch schon bald wird dies durch Stimmsamples, die seltsames Lachen enthalten, abgelöst, später erschallt Regen und ein bellender Hund feixt um die Ecke. Wo ist man hier, und wo geht die Reise hin? Kommt man aus diesem bisweilen an elektronische Avantgarde und Popol Vuh erinnernden Labyrinth je heraus? Man bleibt da lange im Ungewissen, doch eines ist sicher, nämlich dass man hier an diesem unbestimmten Ort intensive Erfahrungen macht. Das folgende &#8220;Gaia&#8221; ist ähnlich gestrickt, aber offenbart ein krasseres, furchteinflößenderes Setting und Szenario. Animalisches Geträller, prasselnder Regen, Rumpeln und Zisseln überall und eine ethnolastige Atmosphäre, deren Rauschen und Rasseln und Growlen und an indigene Tänze erinnernde Arrangements auch auf ein Album von <a title="LILI REFRAIN: Mana" href="http://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/">Lili Refrain</a> gepasst hätte (vielleicht wäre eine Kollaboration tatsächlich eine interessante Idee?). Sunset beendet das Album mit mehrstimmigem Gesang, der eine tröstende Feierlichkeit offenbart, und die Zyklik von Sonnenaufgang und -untergang passt ganz gut zur Vielfalt des Albums, denn dieses ist tatsächlich so ereignisreich wie ein ganzer Tag.</p>
<p>Viele Projekte mit Grey Malkin haben einen vorchristlich-paganen Grundtenor, der sich &#8211; soviel nebenbei &#8211; erfreulich von der biederbräßigen Betulichkeit so mancher Neofolker abhebt. Das kann dann aber immer noch vieles bedeuten. Bei Widow&#8217;s Weeds steht m. E. der Zyklus der Natur im Zentrum, der hier lediglich den Rahmen bildet, in welchem die Entgrenzung stattfindet, wie sie in der griechischen Tragödie angestrebt wurde (und die hatte, wie es ein walrossbärtiger Pastorensohn lehrte, ja auch ihre Geburt im Geiste der Musik). Vielleicht sind es ja tatsächlich Dionysos und Apoll, die sich hier zusammen in den Maelstrom stürzen und dort ihren immerwährenden Kampf ausfechten. (U.S.)<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230602_145621_413.sdocx--></p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/">Reverb Worship</a></strong></p>
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