Mit Inade und Troum kommen zwei Droneduos auf einer 10” zusammen, über die es in der Labelmitteilung heißt, sie würden sich schon „seit Jahrzehnten“ bewundern. Es gibt zahlreiche Verbindungen. So veröffentlichten etwa Drone Records schon 1995 mit „The Axxiarm Plains“, einer Hommage an den russischen Futuristen Wladimir Majakowski, die erste Inade-Single. Weiterlesen
PHLÅSS: Ketuk
Ein entrücktes Klimpern und Bimmeln liegt halb unter einer elektrifizierten Rauschhülle verborgen und entfaltet gerade durch diese subkutane Präsenz eine eigentümliche Eindringlichkeit. Zeitweise treten andere Geräusche hervor: ein Rasseln, ein schwer zuzuordnendes Hantieren, als würde im Hintergrund etwas verschoben oder justiert. Mitunter entsteht der Eindruck, das Geschehen flache ab, doch dieser Eindruck erweist sich als trügerisch – er ist ein Weiterlesen
GROWTHRINGS: Live at Vibra Berlin 2025
Mit “Live at Vibra Berlin 2025“ legt das Berliner Projekt Growthrings – hinter dem sich die Klangkünstlerin und Mitbegründern von Howling Mystics Oleksandra Kopelyan verbirgt – ein Dokument vor, das weniger wie eine konventionelle Konzertaufnahme wirkt als vielmehr wie das Protokoll einer Beschwörung. Was hier festgehalten wurde, entzieht sich der klaren Form: Ein fließender, instabiler Klangkörper organisiert sich zwischen Stimme, Elektronik und Geräusch fortwährend neu, als folge er eher Weiterlesen
Sofía Salvo, Li-Chin Li, Judith Hamann, Bryan Eubanks, Chris Heenan, Niloofar Asghary, Romain C. Bertheau: Neue Folge der Reihe Organ Sequences
Am 3. Mai beginnt in Berlin die aktuelle Ausgabe der Reihe Organ Sequences mit ihrem ersten Festtag. Die inzwischen zweiunddreißigste Folge der DIY-Serie versammelt erneut unterschiedliche Positionen experimenteller Musik, die sich im erweiterten Umfeld der Orgel und verwandter Sounds und ihrer Spielweisen bewegen. In insgesamt fünf Sets treten Sofía Salvo, Li-Chin Li und Judith Hamann auf, ebenso wie das Duo aus Bryan Eubanks und Chris Heenan sowie die Zusammenarbeit von Niloofar Asghary und Romain C. Bertheau.
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Taamir (Bahriyyeh): Digitale Single von Mayssa Jallad
Mit „Taamir (Bahriyyeh)“ veröffentlicht die libanesische Sängerin, Gitarristin, Architektin und Wissenschaftlerin Mayssa Jallad eine digitale Single, die musikalische Intimität mit historischer Tiefenschärfe verbindet. Der rund fünfminütige Track lebt von ihrem ausdrucksstarken arabischen Gesang, getragen von rhythmischem Gitarrenstrumming, perkussiven Elementen und durchzogen von maritim anmutenden Field Recordings, die eine kraftvolle und zugleich melancholische Atmosphäre erzeugen.
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David E. Williams: Neue Edition seiner Soundart-Anthologie
Mit „Non-Vocal Electronic Music, 1986–2022“ legte David E. Williams im vergangenen Herbst eine ungewöhnliche Werkschau vor, die sich bewusst von seinem meist songorientierten Œuvre absetzt und tief in seine kreative Vergangenheit zurückgreift. Die Sammlung, nach der kürzlich bereits wieder eine diesmal postpunkige Single erschienen ist, vereint Stücke von den Achtzigern bis in die Gegenwart und bewegt sich zwischen abstrakten Lärmwelten, dunklen Ambientflächen und überraschend melodischen Synthiepassagen.
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Ungern Khan: Gemeinsame Single von Ain Soph und L’Amara
Beim SPQR-Label erscheint mit “Ungern Khan” eine Split-Single von Ain Soph und L’Amara, die sich hier von den mitwirkenden Musikern her überschneiden und sich dem Mythos des Roman von Ungern-Sternberg (1886–1921) widmen. Der als verrückter Baron bekannte Warlord kämpfte im Russischen Bürgerkrieg auf Seiten der Weißen gegen die Bolschewiki, zog später durch die Mongolei und träumte von einem zentralasiatischen Reich unter eigener Direktion.
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Soundsphere: Wiederveröffentlichung des Klassikers von Akio Suzuki
Mit “Soundsphere” erscheint Anfang Mai bei Room40 eine Neuveröffentlichung eines zentralen Dokuments aus dem Werk von Akio Suzuki. Die Aufnahme entstand 1990 im niederländischen Eindhoven und zeigt Suzuki auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Praxis.
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Continuum: Gemeinsame Arbeit von Build Buildings und Molly Gochman
Mit “Continuum” erscheint Anfang Mai bei Unending Loop eine gemeinsame Veröffentlichung von Ben Tweel alias Build Buildings und Molly Gochman. Ausgangspunkt ist laut Label die Klangarbeit rund um die Skulptur “Monuments to Motherhood” im Brooklyn’s Prospect Park, in der Kontaktmikrofone die kaum hörbaren Vibrationen von Berührungen an der Bronzeinstallation aufzeichnen.
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Kosmische Kuriere: Gemeinsames Album von Tim Ra und Jens Strüver
In den kommenden Tagen erscheine unter dem Titel “Kosmische Kuriere” ein gemeinsamer digitaler Longplayer der beiden Klangbastler und Underground-Tausendsassas Tim Ra und Jens Strüver auf dem hauseigenen Label der Lovelab Gallery. Das Album entwirft eine musikalische Gegenwelt, die sich laut Label zwischen Jazz, Klassik, Exotica und cineastischer Avantgarde bewegt. Ausgangspunkt ist ein kosmisch-utopisches Narrativ, das elektronische Produktion, Sequencer-Arbeit und umfangreiches Klangarchiv-Material miteinander verbindet. Die Stücke entfalten sich in offenen, oft schwer greifbaren Klangbildern: leichte, schwebende Passagen mit klaren rhythmischen Bewegungen treffen auf breitere, orchestrale und teilweise dunkler gefärbte Abschnitte, die jedoch stets Erinenrungen an opulente Soundtracks aus den goldenen Jahren der Genrefilme wachrufen. Das Werk erscheint digital am 25. April und wird mit einer Vernissage im Lovelab Dreamspace in Berlin begleitet.
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İpek Odabaşı, Alexander Markvart, Eric Wong und Carina Khorkhordina im Petersburg Art Space
Für Kurzentschlossene empfehlen wir noch das heute Abend stattfindende Doppelkonzert mit zwei Duos aus verschiedenen Bereichen experimentierfreudiger und improvisierter Musik im Berliner Petersburg Art Space. Es spielen einmal İpek Odabaşı (Elektronik) und Alexander Markvart (Gitarre, Objekte, Feedback), als weiteres Duo sind dann Eric Wong (Elektronik, Bluetooth-Lautsprecher) und Carina Khorkhordina (Trompete) zu sehen. Der Zugang erfolgt über den Innenhof, Aufgang II, 1. Obergschoss.
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Everything is Fine: Gemeinsames Livealbum von İpek Odabaşı und Axel Dörner
Mit “Everything is Fine” veröffentlichen die in Berlin lebende Klangkünstlerin İpek Odabaşı und der Trompeter Axel Dörner erstmals ein gemeinsames Duett, festgehalten als Liveaufnahme im unabhängigen Berliner Veranstaltungsort Richten25. Das digitale Release dokumentiert eine intensive, sich permanent wandelnde Performance zwischen improvisierter Elektronik und erweiterten Spieltechniken auf der Trompete. Im Zentrum steht ein vielgestaltiger Klangfluss aus vibrierender, teils lärmender Elektronik, durchzogen von Rauschen, Rattern, fragmentierten Strukturen und bisweilen auch der flüchtigen Illusion von Stimmen.
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Bod Kin: Neues Album auf MFZ Records
Bod Kin veröffentlicht dieser Tage das selbstbetitelte Album “S/T” als Download auf MFZ Records. Hinter dem Projekt steht der in Mailand lebende Komponist Dario Gatto, der hier eine dichte Mischung aus Noise, Power Electronics, vom Kopf auf die Füße gestellter Club-Ästhetik, Grime-Fragmenten und einigem mehr vorlegt.
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Dietro La Porta Per Te Ho Nascosto: Intermediales Werk von Fabio Orsi
Mit “Dietro La Porta Per Te Ho Nascosto” liegt seit einigen Wochen eine besondere Veröffentlichung von Fabio Orsi vor, erschienen bei Backwards Records in Zusammenarbeit mit der sardischen Galerie Labo’ Bosa. Der Titel lässt sich sinngemäß mit “Hinter der Tür habe ich etwas für dich versteckt” übersetzen und verweist bereits auf die intime, beinahe verborgene Klangwelt dieser rund zwölfminütigen Arbeit. Entstanden ist das Minialbum im Rahmen einer künstlerischen Residenz im vergangenen Herbst im sardinischen Bosa, initiiert von der Künstlerin Ilaria Trogu (GeisterMachine). Orsi leitete vor Ort einen Workshop zu Field Recordings und Fotografie, unterstützt von Enya Idda entwickelte sich daraus eine Komposition, die auf während des Aufenthalts aufgenommenem und anschließend arrangiertem Material basiert. Die Veröffentlichung wird begleitet von einem Siebdruck von Marco Sebastianelli, der auf einer Fotografie Orsis aus dieser Zeit basiert.
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WATER IS THE SUN: Ritual Fever
Mit “Ritual Fever” legen Water Is The Sun – das gemeinsame Projekt von Mkl Anderson (Drekka) und Adam Parks (Timber Rattle, Lightning White Bison) – ein beeindruckendes Album vor, das sich am ehesten als zusammenhängendes, beinahe initiatisch fungierendes Ganzes begreifen lässt, das zwischen Soundtrack, meditativem Klangritual und imaginären Landschaftsgemälden im Dämmerlicht oszilliert. Weiterlesen
RLW: Minority Of The Dead
Auf „Minority Of The Dead“ stellt Ralf Wechowsky, der uns kürzlich noch mit dem Album “Fading Pictures” begeistert hatte, unter seinem RLW-Alias drei Stücke zusammen, deren Genese und Konzeption so wichtig sind, dass Informationen zu den einzelnen Stücken einen nicht unerheblichen Teil des CD-Artworks ausmachen: Weiterlesen
DEISON / MINGLE: Everything Collapse(d) – Piano Versions
Wiederentdeckungen in der Musik sind selten bloß archivierende Akte. Im Falle von Deisons und Mingles “Everything Collapse(d) – Piano Versions” läuft die Wiederentdeckung viel eher auf die nachträgliche Rekonstruktion eines künstlerischen Zusammenhangs hinaus, der im Moment seines Entstehens noch nicht vollständig sichtbar war. Die Aufnahmen entstanden bereits vor gut zehn Jahren beinahe Zeitgleich zur üppigeren Weiterlesen
Up North: Neuer Longplayer von Vasco Trilla
Mit “Up North” veröffentlicht der in Barcelona lebende Perkussionist Vasco Trilla am 24. April ein neues Album über Creative Sources. Die Aufnahme verbindet Solostücke mit kollaborativen Improvisationen mit Martin Küchen, Vilhelm Bromander und Alex Zethson. Im Zentrum steht laut Label ein Arbeiten mit Klang als offenem Material, das in Echtzeit geformt, verdichtet und wieder aufgelöst wird. Die Stücke bewegen sich zwischen konzentrierter klanglicher Erkundung und einem fein abgestimmten Zusammenspiel, das auf unmittelbare Reaktion und gegenseitige Wahrnehmung setzt.
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Terrain Vague II: Mesmer mit ihrem zweiten Album
Mit “Terrain Vague II” veröffentlicht das dänische Trio Mesmer am 24. April sein zweites Album über arbitrary. Ausgehend von Feldaufnahmen aus Læsø, Frederikshavn und Aalborg entwickelt die Gruppe eine elektroakustische Arbeit, in der Umweltklänge, wie es sinngemäß vom Label heißt, nicht als Hintergrund dienen, sondern die strukturelle Grundlage bilden. Geräusche von Küsten, Häfen und urbanen Randzonen werden aufgegriffen und durch Improvisation sowie kompositorische Verfahren weitergeführt. Zum Einsatz kommen unter anderem Synthesizer und Modularsysteme sowie Trompete und Perkussion.
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