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	<title>African Paper &#187; Da-Sein</title>
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		<title>V.A.: Kosmoloko 3</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2024 06:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1993 erschien auf dem kleinen deutschen Label Galakthorrö die erste Veröffentlichung. Nun gibt es mit leichter Verzögerung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums eine neue Labelcompilation. Dass sich das Label entwickelt und erweitert hat, wird schon rein quantitativ deutlich: Waren auf den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/06/v-a-kosmoloko-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/057_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40449" title="057_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/057_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>1993 erschien auf dem kleinen deutschen Label <a href="http://africanpaper.com/tag/galakthorro/">Galakthorrö </a>die erste Veröffentlichung. Nun gibt es mit leichter Verzögerung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums eine neue Labelcompilation. Dass sich das Label entwickelt und erweitert hat, wird schon rein quantitativ deutlich: Waren auf den ersten beiden &#8220;Kosmoloko&#8221;-Samplern noch fünf Künstler mit je zwei Stücken vertreten, so sind es jetzt zehn mit je einem. Was geblieben ist, dass es sich um ausschließlich unveröffentlichte Tracks handelt.<span id="more-40447"></span></p>
<p>Es ist natürlich mehr als angemessen, dass <a href="http://africanpaper.com/tag/haus-arafna/">Haus Arafna</a> diese Zusammenstellung eröffnen, schließlich begann mit der jetzt passend anlässlich des Jubiläums <a href="https://galakthorroe.de/g_001_a2.html">wiederveröffentlichten „Sex U-Mas“-7&#8221;</a> alles: Da waren vier rabiate Stücke Power Electronics voller analoger Dissonanzen, kaputter Rhythmen und dem später so von Labelseite betitelten „Schreigesang“. Auf der vor gut 20 Jahren veröffentlichten Singlezusammenstellung der Band firmierten die Tracks unter &#8220;Teen Spirit&#8221;. Im Laufe der Jahre differenzierten Haus Arafna ihren Sound aus, näherten sich dem in Anlehnung an SPK so betitelten „Angst Pop“ an. Nach etwas eher zurückhalterenden Alben erschien 2020 mit <a href="http://africanpaper.com/2020/09/05/haus-arafna-asche/">„Asche“</a> ein Longplayer, der wieder rabiater klang und dem wir attestierten: „Das Gefieder dieses Phönix ist pech- und <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.spiegel.de/auto/aktuell/vanta-schwarz-das-schwaerzeste-schwarz-der-welt-a-1287643.html">vantaschwarz</a></span></span>.“ Auch die 7&#8221; <a href="http://africanpaper.com/2023/06/10/haus-arafna-dunkelheit-bleibt/">„Dunkelheit Bleibt“</a> aus dem Jahr 2023 knüpfte an das Album an. Das auf „Kosmoloko 3“ enthaltene „The Other&#8217;s Joy“ ist dagegen musikalisch zurückhaltender mit reduzierten Melodiepassagen, aber textlich bleibt man – ganz realistisch – im wahrsten Wortsinne im Dunklen: „there&#8217;s no way out of the darkness/no solution/no escape“, heißt es fast resignativ. Ende 2021 erschien das <a href="http://africanpaper.com/2021/12/11/aska-ut-vid-sundin-gra/">Debütalbum</a> des isländischen Einmannprojekts Aska. Das hier vertretene Stück „Lófar“ ist ein ruhiges, von melancholischen Melodien und dem Pochen des Drumcomputers getragenes Stück. Die Stimme Kristófer Pálls klingt weiterhin „am Rande der Erschöpfung, der Depression“ – wie es hier schon bezüglich des Debüts hieß. <a href="africanpaper.com/tag/november-novelet/">November Növelet</a> sind schon seit langem mehr als nur ein Ableger Haus Arafnas, haben über die Jahre nach den eher noch dissonanten Momenten auf der <a href="http://africanpaper.com/2016/07/30/november-novelet-unintended-by-nature-the-singles-1994-2012/">„More Satanic Heroes“-7&#8221;</a> und dem jüngst im Rahmen der letzten Veröffentlichungen auf Vinyl wieder verfügbar gemachten Debütalbum &#8220;From Heaven On Earth&#8221;  ihren Klang zu einem zutiefst melancholischen Angstpop perfektioniert, der einen vorläufigen Höhepunkt auf dem Album<a href="http://africanpaper.com/2016/02/13/november-novelet-the-world-in-devotion/"> „The World In Devotion“ </a>fand. „Black Rain“ beginnt mit Gesang von Herrn Arafna: „black rain on my face [...] give your hand to a drowning man“, um am Ende Frau Arafna verkünden zu lassen: „you got soaked to the bone/drenched in black“. <a href="http://africanpaper.com/tag/hermann-kopp/">Hermann Kopp</a> erinnert mit dem Titel „The Hands Of Orlac“ natürlich an seine Soundtrackarbeiten (unvergessen seine Arbeit zu Jörg Buttgereits &#8220;Nekromantik&#8221;, zuletzt war auf Galakthorrö unter dem Titel <a href="https://galakthorroe.de/g_052_c.html">&#8220;Noirhollywood&#8221;</a> sein Soundtrack zu &#8220;The Queen Of Hollywoodboulevard&#8221; erschienen), Auch hier ist die immer an der Grenze zur Dissonanz klagende E-Geige, ein dunkles Schaben an der Grenze zur Auflösung. Sühne Mensch debütierte 2022 mit dem passend betitelten <a href="http://africanpaper.com/2022/10/22/suhne-mensch-schmerzportrait">„Schmerzportrait“</a>. Auf &#8220;Kosmoloko 3&#8243; ist das Stück einfach nur „Angst“ betitelt und könnte textlich sicher im expressionistischen Jahrzehnt beheimatet sein: „schwarzer nebel tanzt im kopf/zerrt erfroren am gemüt&#8221; oder &#8220;angst vermehrt sich ist erblüht“. Im Verlauf des Stücks werden die Beats schneller (Michael Belletz hat ursprünglich <a href="https://galakthorroe.de/g_suehnemensch.html">&#8220;anspruchsvolle[...] Tanzmusik gemacht&#8221;</a>), wobei das mögliche Tanzen hier aber nur als als letztes Aufbäumen dieses „welke[n] dasein[s]“ verstanden werden kann (&#8220;in den gliedern schlafen steine&#8221;). Das Einmannprojekt <a href="http://africanpaper.com/tag/tedis/">TE/DIS</a> hat auf bislang drei Alben die für das Label so typischen analogen Sounds mit Vocals kombiniert, die eher im Gothic zu situieren sind. Auf „Drops Of Dew“ kommt man zu dem Schluss: „we reach a dead end“. <a href="http://africanpaper.com/tag/herz-juhning/">Herz Jühning</a>, seit 2007 bei Galakthorrö, in den letzten Jahren aber weitgehend verstummt, steuert das rabiateste Stück auf dieser Zusammenstellung bei: „The Glory Age Of Pain“ kombiniert treibende Beats, schwere Schläge und eine brutal verzerrte Stimme, mit der der die Welt zerstörende Anthropofagus Mensch angeklagt wird. <a href="http://africanpaper.com/tag/mode-in-gliany/">Mode In Gliany</a> steuern „Ahediñ“ bei: todtraurige Melodien, bevor nach knapp zwei Minuten die Stimme einsetzt, flüsternd verkündet sie von dem Augenblick, der natürlich nur „douloureux“ sein kann. Dann kommt das von Heidegger beeinflusste Duo<a href="http://africanpaper.com/tag/da-sein/"> Da-Sein </a>mit &#8220;Brief Lives&#8221;, das im Rahmen dieser Zusammenstellung am ehesten noch einem straighten, treibenden Beat folgt, textlich aber ebenfalls die Last der Welt trägt: „life/is your weight“, heißt es da und: „you will never be missed“. Zum Abschluss des Albums kommt die Überraschung, fast möchte man von einer Sensation sprechen, ist mit &#8220;Rules&#8221; doch das erste neue Stück von Karl Runau seit Ewigkeiten zu hören. Runau war einer der ersten Künstler auf Galakthorrö, teilte sich eine frühe 7&#8221; mit Haus Arafna. Einige Tracks seines rabiaten Debüts „Osmose“, das Ende 2021 noch einmal <a href="https://galakthorroe.de/g_004_a2.html">neu aufgelegt </a>wurde, werden heute immer noch gerne auf Industrialabenden gespielt. Das Nachfolgeralbum &#8220;Beyond Frequencies&#8221; war insgesamt mit seiner verspielten Elektronik weniger industriell. Der auf „Kosmoloko 3“ zu findende Track „Rules“ knüpft an dieses Album an: Anfangs hört man Sounds, wie Signale aus den Tiefen des Alls, dafür klingen die Vocals dann aber wieder so, als kämen sie aus aus den Tiefsten einer verlassenen Fabrik und jemand trüge eine Staubmaske: „rules are set to be followed/so follow the rules“, tönt es da.</p>
<p>Zehn Künstler und zehn Stücke skizzieren mit analogem Equipment ihre (zutiefst) schwarze Sicht auf die Welt, etwas, das auf Galakthorrö seit gut 30 Jahren möglich ist.</p>
<p>(MG)</p>
<p>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
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		<title>DA-SEIN: Sore</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jul 2023 03:18:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das nach Martin Heidegger benannte in Madrid ansässige Duo hat auf den vorherigen Veröffentlichungen auf Galakthorrö &#8211; eine EP  und zwei Alben („Death Is The Most Certain Possibility“  und „Mirror Touch“) einen reduzierten, minimalistischen Angst Pop gespielt, der durchgängig eine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/15/da-sein-sore/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a3125427550_161.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36457" title="a3125427550_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a3125427550_161-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das nach Martin Heidegger benannte in Madrid ansässige Duo hat auf den vorherigen Veröffentlichungen auf Galakthorrö &#8211; eine <a href="http://africanpaper.com/2015/12/12/da-sein-tautology/">EP </a> und zwei Alben (<a href="http://africanpaper.com/2017/04/22/da-sein-death-is-the-most-certain-possibility/">„Death Is The Most Certain Possibility“</a>  und <a href="http://africanpaper.com/2019/06/22/da-sein-mirror-touch/">„Mirror Touch“</a>) einen reduzierten, minimalistischen Angst Pop gespielt, der durchgängig eine unheimlich-unangenehme Atmosphäre erzeugte. &#8220;Sore&#8221; knüpft in überzeugender Weise daran an.<span id="more-36454"></span></p>
<p>Das Album beginnt mit „Self-Analysis“: Analoges Surren, unheimliche Klangflächen, in denen eine weibliche Stimme erahnbar ist, dann Stimmen, die Unverständliches murmeln. „Hell Over You“, zu dem es auch ein stimmungsvolles<a href="https://www.youtube.com/watch?v=qzxaz60YqZc&amp;ab_channel=Da-Sein"> Schwarzweiß-Video</a> gibt, beginnt mit pochendem Rhythmus und dem weiblichen (Sprech-)Gesang: „The viewers they / long for demented plot“. Dann setzen diese melancholischen Soundflächen ein, die dem Track etwas (Be-)Drückendes geben. Da-Sein verweisen mit dem einzigen deutschen Titel auf Heideggers Hauptwerk. Hier thematisiert das Duo die Akzeptanz des Unvermeidlichen: „I take death into my life/I acknowledge it and face it“. Der Rhythmus klingt wie das Ticken einer Uhr. <iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/qzxaz60YqZc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe> „Master Of His Own“, mit leicht dissonanten Geräuschen, kaum wahrnehmbaren Sprechgesang, traurigen Melodien und repetetiven Rhythmus, sorgt für eine weitere Verdunkelung. Auf „Anatomy Of A Dead Man“ verschwindet der Song fast hinter den flächigen, leicht dissonanten Störgeräuschen und auch hier hört man wieder ein Geräusch wie Uhrenticken, das das unvermeidliche Verstreichen der Zeit zeigt. Dann heißt es: „Born Against Your Will/Fall faster/You grow older“, hört man dann (von einer „true destiny of&#8230;disintegration“, spricht Thomas Ligotti). Dazu passt dann der Titel des nächsten Stücks: „Mortify Your Flesh“. Vielleicht ist das so etwas wie existentieller BDSM: „Cat-O-nine sympathy/Hurt“. Foucs 27“ lässt an ein Echolot denken.  Auf zehn Stücken präsentieren Da-Sein ihre Sicht auf eine Welt, die durchgängig &#8220;sore&#8221; ist. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
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		<title>DA-SEIN: Mirror Touch</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jun 2019 06:27:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwei Jahre nach dem Langzeitdebüt erscheint das zweite Album des in Madrid ansässigen Duos Da-Sein. Auf &#8220;Death Is The Most Certain Possibility&#8221;  und der &#8220;Tautology&#8221;-7&#8221; von 2015 orientierte man sich an einem reduzierten analogen Klang und einer Ästhetik des Schmerzes &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/06/22/da-sein-mirror-touch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/Da-Sein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18042" title="Da-Sein" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/Da-Sein-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zwei Jahre nach dem Langzeitdebüt erscheint das zweite Album des in Madrid ansässigen Duos Da-Sein. Auf<a href="http://africanpaper.com/2017/04/22/da-sein-death-is-the-most-certain-possibility/"> &#8220;Death Is The Most Certain Possibility&#8221;</a>  und der <a href="http://africanpaper.com/2015/12/12/da-sein-tautology/">&#8220;Tautology&#8221;-7&#8221;</a> von 2015 orientierte man sich an einem reduzierten analogen Klang und einer Ästhetik des Schmerzes und Da-Sein ließen sich ganz klar im Galakthorrö-Kosmos situieren. Bzgl. von <span id="more-18040"></span>&#8220;Tautology&#8221;<a href="http://africanpaper.com/2015/12/12/da-sein-tautology/"> hieß</a> es hier: &#8220;Ich habe schon an anderen Stellen mehrfach darauf hingewiesen, dass es abseits von gestalterischen und klanglichen Ähnlichkeiten auch inhaltliche Parallelen im Galakthorrö-Kosmos gibt, denn alle Künstler scheinen die Existenz (oder bezogen auf diese Veröffentlichung das Dasein) als etwas zu sehen, das Leid bereitet, hier treten Künstler als Versehrte und Verstümmelte auf, aber auch als diejenigen, die Schmerz zufügen (können)&#8221;.</p>
<p>Da-Sein knüpfen auf ihrem zweiten Album an ihre bisherigen Veröffentlichungen an, sind Meister der Reduktion, die dennoch jedem der 11 Stücke eine eigene Note geben. Da gibt es das von Basssounds, dunklem Pulsieren und gesprchenen, kaum verständlichen Vocals durchzogene „Blood Moon“. Auf dem rhythmischen „Cut your Tongue“ lässt die im Hintergrund fiepende Elektronik an jammernde Stimmen denken, während der Klang bei „Inertia“ an ein Echolot erinnert. Auf &#8220;King Ov Pain&#8221; (mit TOPY-Orthographie) klingen die Vocals (be)trunken.</p>
<p>Zu „Marazm“ gibt es ein<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mYoyK04TUeA"> offizielles Schwarzweiß-Video</a>, in dem Spiegel, Kerzen und Schädel  das auf „Mirror Touch“ besungene Terrain abstecken: Die hier präsentierte Welt bzw. das Sein (wenn man sich der Heideggerschen Terminologie bedient, auf die Fernando O. Paino und Kas Visions sich explizit<a href="https://galakthorroe.de/g_dasein.html"> beziehen</a>) ist in der Tat fast durchgängig dunkel:  „We are torture of this universe“ und  „This cycle never ends“ heißt es auf „49 Days“, durchaus auch an gnostische oder antinatalistische Diskurse anknüpfend, „Demons, demons/they are real“ auf „Cut Your Tongue“.  „A is for angst“ wird lapidar auf „Inertia“ gesungen und auf dem Titelstück „I am your heart that bleeds“. Wem das alles zu düster ist, der kann wahrscheinlich auch nicht die „knots of anger“ und „knots of hate“, die auf „Hex“ besungen werden, verstehen oder fühlen. Alle anderen, denen eine klarere Sicht auf die Dinge gegeben ist, werden sich auf &#8220;Mirror Touch&#8221; angemessen widergespiegelt sehen. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/mYoyK04TUeA" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>DA-SEIN: Death Is The Most Certain Possibility</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Apr 2017 07:33:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Debütierte das in Madrid ansässige Duo auf Galakthorrö 2015 mit seiner „Tautology“-7‘, folgt nun das erste Album, das im Titel auf den Philosophen verweist, dem die Band ihren Namen verdankt und den Thomas Bernhard in Alte Meister in inzwischen notorisch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/04/22/da-sein-death-is-the-most-certain-possibility/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/Dasein044_l.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13642" title="Dasein044_l" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/04/Dasein044_l-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Debütierte das in Madrid ansässige Duo auf Galakthorrö 2015 mit seiner <a href="http://africanpaper.com/2015/12/12/da-sein-tautology/">„Tautology“-7‘</a>, folgt nun das erste Album, das im Titel auf den Philosophen verweist, dem die Band ihren Namen verdankt und den Thomas Bernhard in <em>Alte Meister</em> in inzwischen notorisch gewordenen Invektiven als „Pantoffel- und Schlafhaubenphilosoph der Deutschen“ bezeichnete. <span id="more-13640"></span>Da-Sein orientiert sich sowohl bei der Besetzung als auch bei der musikalisch-thematischen Ausrichtung zumindest partiell an November Növelet; will sagen: Auf „Death is the Most Certain Possibility“ übt das Duo Zurückhaltung. Der von Labelseite oft zur Einordnung seiner Künstler verwendete Begriff des Angst Pops ist für viele der Stücke sicher ganz treffend, denn weitgehend wird auf die Spielart analoger Elektronik verzichtet, die bei Galakthorrö zum Beispiel Subliminal spielen.</p>
<p>„Spiteful“ eröffnet das Album mit melancholischen analogen Melodiebögen und dem fast in der Musik verschwindenden flüsternden Sprechgesang von Kas Visions. „Jailbird“ wird von einem pochenden Beat und Basssequenzen durchzogen. „Dead Eyed Soul“ beginnt mit leicht dissonant-zischenden Momenten, auch hier geht der Gesang fast unter in der analogen Elektronik. Das von Sirenen eingeleitete kurze „Death Drive“ mit hochfrequenten Tönen und bar jedweden Rhythmus‘ ist das vielleicht atonalste Stück des Albums. „You Are Obsolete“ ist dagegen ein von Rhythmusschleifen durchzogenes, durchaus tanzbares Stück, auf dem der abgeklärte Gesang voll Stoik und Akzeptanz zu sein scheint. „Black Arts“ knüpft daran an, ist vielleicht eine Spur karger instrumentiert. „Cold Blooded Rush“ ist eine eher atmosphärische Klanglandschaft mit im Hintergrund klagenden anlogen Texturen, „Nosebleed“ reiht sich ein in den Reigen treibender Stücke, bevor auf „Evils“ das Tempo wieder zurückgefahren wird. „Ascension“ ist vielleicht das Stück, das prädestiniert für die Beschallung der Tanzflächen ist, bevor das Album mit dem ruhigen „Shake Your Heaven“ ausklingt.</p>
<p>Von Labelseite wird auf die „persönlich anmutenden Textzeilen“<a href="http://www.galakthorroe.de/g_044_b.html"> hingewiesen</a>; dabei sollte man (natürlich) nicht an eine allzu erbauliche Thematisierung menschlicher Beziehungen denken, denn hier geht es um die Narben, die selbige hinterlassen („It’s an embrace of scars in your kiss“ hört man auf „Dead Eyed Soul“). Das &#8220;private chaos&#8221; wird zu &#8220;schwarzen Künsten&#8221; („Black Arts“). Die „Geisterstadt“, die das besungene Pärchen auf „Nosebleed“ betritt, möchte man höchstens als Zuschauer, weniger als Besucher kennenlernen, denn wenn es im weiteren Verlauf des Stücks heißt „With the love like this/We can never be destroyed“, so denkt man unweigerlich eher an <em>Badlands</em> und <em>Wild at Heart</em> als an irgendeine Romcom. Man lebt “through nights that brought betrayal“ (“Evils”), hasst (“Ascension”) und teilt dem Gegenüber mit: “You were never anyone’s first choice“ („You are Obsolete“).</p>
<p>Die das Cover zierenden blutenden/blutbeschmierten Hände, die wie Stigmata aussehen, mögen vielleicht Resultate der erlebten und erlittenen Beziehungen sein und sind eine angemessene Illustration des Thematisierten. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></strong></p>
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		<title>DA-SEIN: Tautology</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/12/12/da-sein-tautology/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2015 00:27:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich und auch andere Kollegen haben im Laufe der Jahre immer wieder auf diesen typischen (analogen) Galakathorröklang hingewiesen, einen Sound, der –auch wenn der Grad der Drastik der einzelnen Projekte doch unterschiedlich war &#8211; zu einer gewissen Wiedererkennbarkeit führte und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/12/12/da-sein-tautology/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/R-7615809-1447535799-1292.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11369" title="R-7615809-1447535799-1292.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/R-7615809-1447535799-1292.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich und auch andere Kollegen haben im Laufe der Jahre immer wieder auf diesen typischen (analogen) Galakathorröklang hingewiesen, einen Sound, der –auch wenn der Grad der Drastik der einzelnen Projekte doch unterschiedlich war &#8211; zu einer gewissen Wiedererkennbarkeit führte und für den sich dann der von SPK entlehnte Begriff des Angst Pop einbürgerte. Gleichzeitig war dieser Klang ebenso wie die gewählte Gattungsbezeichnung offen genug und ließ deswegen (genug) Spielraum.<span id="more-11367"></span> Von Labelseite heißt es bezogen auf Da-Sein &#8211; ein in Madrid ansässiges und aus Kas Visions und Fernando O. Paino bestehendes Projekt  -, es sei dazu „berufen einen Platz im Galakthorrö-Kosmos einzunehmen.“ Klassischerweise debütieren neue Künstler auf dem kleinen Label mit einer 7‘-EP, so auch das Duo Da-Sein &#8211; in seinem Namen an einen deutschen Philosophen anspielend, der vor gar nicht allzu langer Zeit durch seine in schwarzen Heften versammelten Notate erneut in die Kritik geraten war und dem diese EP auch gewidmet ist.</p>
<p>Auf „Niebo“ hört man eine weibliche Stimme, die fast verschwimmt in dem analogen Pochen, ein Beat so regelmäßig wie ein Herzschlag. Die Stimme klingt abgeklärt, ganz so, als habe sie sich damit abgefunden, dass so etwas wie der Himmel (auf Polnisch „Niebo“) nicht zu erreichen ist. „No Return“ knüpft musikalisch daran an, hier allerdings klingt die Perkussion, mit der das Stück eingeleitet wird, metallischer. Wenn es „Come into my arms“ heißt, dann klingt diese Aufforderung im Kontext dieses Stückes mit seinen gezielt eingesetzten äußert unangenehmen Tönen nach mehr als nur einer latenten Drohung. Auf „Synthetic Blowjob“ ist die Stimme fast flüsternd, Satzfetzen lassen sich erahnen, während plötzlich im Hintergrund eine Melodie inmitten der analogen Klanglandschaft auftaucht, die dem Stück einen Moment des Melancholischen gibt. Der Abschlusstrack „Tonite“ scheint etwas ruppiger: Zischende Beats durchziehen das Stück, aber auch hier im Hintergrund Melodien – dann recht unvermittelt das Ende.</p>
<p>Ich habe schon an anderen Stellen mehrfach darauf hingewiesen, dass es abseits von gestalterischen und klanglichen Ähnlichkeiten auch inhaltliche Parallelen im Galakthorrö-Kosmos gibt, denn alle Künstler scheinen die Existenz (oder bezogen auf diese Veröffentlichung das <em>Dasein</em>) als etwas zu sehen, das Leid bereitet , hier treten Künstler als Versehrte und Verstümmelte auf, aber auch als diejenigen, die Schmerz zufügen (können) . „Tautology“ ist ein sehr starkes Debüt und ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich bei &#8220;starke Galakthorröveröffentlichung&#8221; um das sprachliche Mittel handelt, das der EP ihren Namen gibt.  (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></strong></p>
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