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	<title>African Paper &#187; Thighpaulsandra</title>
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		<title>THIGHPAULSANDRA: Acid &amp; Ecstasy</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 05:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2000 debütierte der Waliser Tim Lewis, der als Thighpaulsandra aufnimmt, auf Coils Label Eskaton mit der „Some Head“-EP als Solokünstler – davor hatte er u.a. schon mit Julian Cope und u.a. Spiritualized gespielt, er gab auch den maßgeblichen den Anstoß dafür, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/09/20/thighpaulsandra-acid-ecstasy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/s812906059621255142_p246_i10_w1219.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48206" title="s812906059621255142_p246_i10_w1219" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/09/s812906059621255142_p246_i10_w1219-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>2000 debütierte der Waliser Tim Lewis, der als Thighpaulsandra aufnimmt, auf <a href=" https://africanpaper.com/tag/coil/">Coils</a> Label Eskaton mit der „Some Head“-EP als Solokünstler – davor hatte er u.a. schon mit Julian Cope und u.a. Spiritualized gespielt, er gab auch den maßgeblichen den Anstoß dafür, dass Coil sich als Liveband neu (er)fanden. Sein kurz danach erschienenes Vollzeitalbum „I, Thighpaulsandra“ war eine Doppel-CD, die Gattungs- und Genresprengend war.<span id="more-48204"></span> Das war Musik, die nicht auf Minimalismus, sondern auf Maximalismus setzte, die expansiv wie exzessiv war. Passenderweise wurde <a href="https://africanpaper.com/2015/11/02/thighpaulsandra-the-golden-communion/">unsere Rezension</a> von Thighpaulsandras 2015 erschienenem Doppelalbum „The Golden Communion“ mit folgenden Worten eingeleitet:  „Etwas Monumentales haftet dem Werk Thighpaulsandras an, und das in Zusammenhängen, die gleich die wichtigsten Säulen seines Werks als Musiker, Sänger und Performer umfassen: Die epische Struktur seiner oft ausladenden Kompositionen, ferner die dem Eindruck nach allesumspannende Weite seiner thematischen und atmosphärischen Konzepte, für die Genrebegriffe wie Soundart, Rock, Jazz, Psychedelia oder Ambient kaum eine Rolle spielen.“</p>
<p>War das 2019 auf <a href="https://africanpaper.com/tag/editions-mego/">Editions Mego</a> erschienene Album &#8220;Practical Electronics With Thighpaulsandra&#8221; mit vier Stücken sowohl von der Instrumentierung als auch was Besetzung anbelangte, wesentlich reduzierter angelegt, so ist „Acid &amp; Ecstasy“ wieder eine Anknüpfung an, eine Weiterführung der auf „The Golden Communion“ in einem Bandkontext gemachten Aufnahmen. Das Album, das auf Thighpaulsandras eigenem Label Retractor erschienen ist, wird von einem von Sion Orgon gestalteten Cover geziert, das das Exzentrische und Idiosynkratische der Musik angemessen widerspiegelt – das Collagenhafte des Covers wird im Innern phallisch(er) weitergeführt und man muss daran denken, dass das Artwork seiner „Double Vulgar“-Alben damals einige zu Zartbesaitete irritierte.</p>
<p>Auf „Then Not Seaking“ hört man anfangs Sounds, die wie dröhnende Bläser klingen, es gibt elektronische, hektische Beats, Streichersamples, Gesang, der verkündet, man sei „disgusted by the digital narcisssism“, Dissonanzen, eine verfremdete verlangsamte Stimme, Klavier, Schlagzeug. Gerade wenn man meint, das Stück ge- und erfasst zu haben, ändert es seine (Aus-)Richtung erneut. Andere würden aus so einem Stück vielleicht gleich mehrere Alben machen. „The Rococo Fondler“ hat  leicht jazzige Klavierpassagen, Thighpaulsandra spricht: &#8220;I turn at once to my tower of silence and feel no shame“ &#8211; wobei auf &#8220;Acid and Ecstasy&#8221; (kurze) Momente der Stille nur die Ruhe vor dem Sturm, vor der titelgebenden &#8220;Ekstase&#8221; sind.  Bei &#8220;Vultures And Crows“ meint man zwischendurch einen semikonventionellen Rocksong zu hören. &#8220;The Curtain“ beginnt mit Brummen, mit Drones, die ganz kurz an <a href="https://africanpaper.com/2017/09/16/time-machines-time-machines/">Time Machines</a> denken lassen, ethnische Perkussion setzt ein, seltsame Chorpassagen, Glockenspiel (?) (und wir sind erst bei Minute 4 von 13), dann wunderschönes Fingerpicking und Gesang voller Pathos, als trete hier ein Scott Walker-Wiedergänger auf. „Princess Margaret&#8217;s Mellotron“ (auf „Double Vulgar“  gab es &#8220;His Royal Highness The Prince Of Wales Breaches Reality&#8221; und vielleicht sollte auf dem nächsten Album ein Stück den nicht schwitzenden Andrew zum Thema haben ): Knarzen, asiatisch klingende Flöte, dann Gesang von Sion Orgon, der fast schon Popqualitäten hat und man fragt sich, was passieren würde, wenn der Waliser ein ganzes Album voller Popsongs aufnehmen würde. Den Refrain „Winston Churchill shot his load on Princess Margaret&#8217;s Mellotron“ dürften dann allerdings nicht alle goutieren. „Cattle Truck“ beginnt mit getragenem, fast schon sakralem Gesang, irgendwann dann setzt eine verfremdete Stimme ein, die erzählt: „please respect my feelings, my needs.&#8221; Schließlich beendet das knapp 20-minütige „The Brown Hare Remains“ das Album: Passagen, die an den Soundtrack eines Krimis aus den 60ern den denken lassen, dann Sprechgesang in Englisch und Französisch und ein Ausklingen in ruhigen, flächigen Sounds.</p>
<p>Dieses Kaleidoskop aus Stilen und Sounds ist im positivsten Wortsinne erschöpfende Musik, die unglaublich aufregend ist. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.thighpaulsandra.co.uk/retractor.html">Retractor</a></p>
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		<title>COIL: Black Antlers</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2025 05:22:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tom Edwards]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man wieder in einem Anflug des Bedauerns die Liste der nicht realisierten Coil-Projekte betrachtet, dann wird wieder klar, dass Coil Meister des Ankündigens von Projekt(nam)en waren. Beim Durchschauen der hervorragend kuratierten und gestalteten bei Timeless erschienenen Bücher „The Cupboard &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/07/05/coil-black-antlers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/a0575392834_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-46974" title="a0575392834_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/a0575392834_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man wieder in einem Anflug des Bedauerns die<a href="https://brainwashed.com/coil/music_unr.php"> Liste der nicht realisierten Coil-Projekte</a> betrachtet, dann wird wieder klar, dass <a href="http://africanpaper.com/tag/coil/">Coil </a>Meister des Ankündigens von Projekt(nam)en waren. Beim Durchschauen der hervorragend kuratierten und gestalteten bei Timeless erschienenen Bücher <a href="http://africanpaper.com/2023/12/05/the-cupboard-under-the-stars-a-peek-into-the-john-balance-notebooks/">„The Cupboard Under The Stairs“ </a>und <a href="https://www.timeless-shop.com/product/the-universe-is-a-haunted-house-coil-through-their-art-archives/?v=5f02f0889301">„The Universe Is A Haunted House</a>“ (letzteres leider nicht mehr lieferbar) kann man sehen, wie Textzeilen, Titel, Ideen teils nach Jahren (wieder) aufgegriffen wurden.<span id="more-46973"></span></p>
<p>All dies spiegelt sich auch in der Coil&#8217;schen Discography wider, die ein manchmal schwer durchschaubares rhizomatisches Geflecht ist. „Coil historiography can often be complex and impenetrable, a confusing warren of CDRs, alternate versions, live recordings and so on“, hieß es jüngst noch in einer<a href="https://thequietus.com/quietus-reviews/reissue-of-the-week/coil-black-antlers-reissue-review-dais-records/"> Rezension</a> von „Black Antlers“. Man kann sich etwa fragen, was man zu den „regulären“, „offiziellen“ Alben zählt, gehören dazu (auch) die, die in den 90ern unter<a href="http://africanpaper.com/2017/09/16/time-machines-time-machines/"> verschiedenen Projektnamen</a> erschienen, was ist mit „Queens Of The Circulating Library“, das einzige ohne Sleazy entstandene Album?  Und was hat das alles mit „Black Antlers“ zu tun?</p>
<p>Nachdem sich Coil mit Hilfe Thighpaulsandras als Liveband neu (er-)fanden, hatte jede Tour eine andere Setlist, eine andere musikalische Ausrichtung: &#8220;From 1999 to 2003, Coil was &#8216;like a snake shedding its skin,&#8217; transforming every six months into something &#8216;completely different.&#8217;&#8221;, <a href="https://coilofficial.bandcamp.com/album/black-antlers">heißt </a>es von Labelseite. Auf diesen Touren verkauften Coil CD-Rs mit neuem Material, &#8220;The Remote Viewer&#8221; oder eben &#8220;Black Antlers&#8221;, das 2004 während der sogenannten „Even An Evil Fatigue“-Tour, die durch sechs Städte führte, erhältlich war. Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich noch, wie er im (ursprünglichen) Londoner Rough Trade-Shop am Nachmittag vor dem Auftritt Coils im Ocean Club, ein Exemplar des Albums fand und mit einem Freund das bis dahin unbekannte Material, das die Basis des Auftritts bilden sollte, hörte.</p>
<p>„Black Antlers“ ist verglichen mit Alben wie<a href="http://africanpaper.com/2020/11/28/coil-musick-to-play-in-the-dark/"> „Musick To Play In The Dark“</a> wesentlich weniger glatt produziert und dem Material haftet durchaus ein Moment des Unfertigen an. Jonathan Dean stellte damals auf<a href="https://brainwashed.com/common/htdocs/discog/coilcdr4.php?site=coil08"> Brainwashed</a> fest: „In fact, the barebones packaging and low-fidelity recording of Black Antlers leads me to suspect that it is nothing but a glorified concert rehearsal captured on record. According to various sources, Coil have plans to re-record and re-mix this material, and will eventually give it an official release. Therefore, I should probably withhold final judgment on these songs. However, it&#8217;s hard not to notice the under-produced, impromptu nature of the music and vocals.“  Auch nach der neu abgemischten und leicht veränderten Wiederveröffentlichung als reguläre (Doppel-)CD im Jahr 2006 betonte ein Rezensent den <a href="https://www.compulsiononline.com/coil_black_antlers.htm">„low key status“</a>.</p>
<p>Das Album beginnt mit „The Gimp (Sometimes)“, das eine Überarbeitung eines <a href="https://www.youtube.com/watch?v=icXhcrzmLdg&amp;ab_channel=JohnFare">Stücks </a>ist, das Coil ursprünglich zu einem<a href="https://www.discogs.com/release/224453-People-Like-Us-Hate-People-Like-Us?srsltid=AfmBOopKEBeXOEmH_Y4P9zrbpaPvggkry3-zwIFYEHlCoY2RZGCHupae"> People Like Us-</a>Album beigesteuert hatten. Zu an- und abschwellenden minimalistischen elektronischen Passagen spricht Balance Zeilen wie „Sometimes I hurt myself/Sometimes I hate myself“, die schon damals in all ihrer Offenheit beklemmend waren. Am Ende des Stücks hört man ihn eine leicht dissonante Melodie auf einem Eierschäler spielen. Überhaupt gelang es Coil in den letzten Jahren ihrer Existenz fast mühelos Elektronik und akustische Elemente zu verschmelzen. Das zentrale Stück des Albums ist sicherlich „Sex With Sun Ra (Part One-Saturnalia)“, eine Beschreibung einer (fiktiven) Begegnung mit dem großen Exzentriker: „Sun Ra was here in his element/He invited me back for a ride/I smiled, agreed, and we left for the place/That is full of the reasons for time and for space/He said he was leaving last tide“. Zu den reduzierten elektronischen Passagen kommt die von Tom Edwards gespielte Marimba hinzu. Die prophetische oder einfach nur sachlich korrekte Aussage „Most accidents occur at home“ lässt einen natürlich erschauern. Das an den <a href="https://www.youtube.com/watch?v=WWOGgiszelM">alten Freund Marc Almond anspielende</a>„Wraiths And Strays“ hieß ursprünglich „Radio Weston“ (wie auf der Ansage auf dem „Live In Porto“-Bootleg zu hören ist), weil Sleazy damals viele Sachen aus dem Radio aufnahm und verwendete. &#8220;Wraiths And Strays&#8221; basiert dann auch auf einem  Sample von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=63W2Hq4ivxw&amp;ab_channel=RileyELFuk">King Of Woolworths</a>. Dem weitgehend instrumentalen Stück, live in Paris aufgenommen (die CD-R enthielt eine Version aus Montreal), haftet etwas Mysteriöses, Unheimliches an und ist das vielleicht atmosphärischste Stück des Albums. Coils nur aus Gesang, Marimba und etwas dissonanter Elektronik am Ende bestehende Interpretation von „All The Pretty Little Horses“ ist verglichen mit<a href="http://africanpaper.com/tag/current-93/"> Current 93s</a> Version skelettierter und reduzierter. Die neue Version von „Teenage Lightning&#8221; setzt im Gegensatz zu der Ursprungsversion auf <a href="http://africanpaper.com/2021/11/27/coil-loves-secret-domain/">&#8220;Love&#8217;s Secret Domain&#8221;</a> weniger auf Rhythmus und hat fast schon einen Folkcharakter. Etwas aus dem Rahmen fällt das treibende Titelstück, eine Coverversion <a href="https://www.discogs.com/master/164267-Bam-Bam-Wheres-Your-Child">eines Stücks von Bam Bam</a>. Die drei Bonusstücke sind Remixe, Collagen, die Sleazy mit Danny Hyde abgemischt hat.</p>
<p>Trotz den angesprochenen Momenten des Unfertigen kann man vielleicht &#8220;Sex With Sun Ra&#8221; zitierend sagen: &#8220;I dream of colour music/And the intricacies of the machines that make it possible&#8221;. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.daisrecords.com/">Dais Records</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=353774843/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Acid &amp; Ecstasy: Neues Album von Thighpaulsandra</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jun 2025 03:34:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 8. August wird das neue, insgesamt neunte, Soloalbum von Thighpaulsandra auf seinem Label Retractor veröffentlicht und über Cargo vertrieben. „Acid &#38; Ecstasy“ folgt auf das 2019 erschienene „Practical Electronics“ und wird als Doppel-LP, CD und als Download erhältlich sein. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/06/10/acid-ecstasy-neues-album-von-thighpaulsandra/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 8. August wird das neue, insgesamt neunte, Soloalbum von <a href="http://africanpaper.com/tag/thighpaulsandra/">Thighpaulsandra </a>auf seinem Label Retractor veröffentlicht und über Cargo vertrieben. „Acid &amp; Ecstasy“ folgt auf das 2019 erschienene „Practical Electronics“ und wird als Doppel-LP, CD und als Download erhältlich sein. Bzgl. seines Albums „The Golden Communion“ konnte man<a href="http://africanpaper.com/2015/11/02/thighpaulsandra-the-golden-communion/"> hier </a>lesen: „Etwas Monumentales haftet dem Werk Thighpaulsandras an, und das in Zusammenhängen, die gleich die wichtigsten Säulen seines Werks als Musiker, Sänger und Performer umfassen: Die epische Struktur seiner oft ausladenden Kompositionen, ferner die dem Eindruck nach allesumspannende Weite seiner thematischen und atmosphärischen Konzepte, für die Genrebegriffe wie Soundart, Rock, Jazz, Psychedelia oder Ambient kaum eine Rolle spielen.“<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/209829-thighpaulsandra-acid-ecstasy.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-46601" title="209829-thighpaulsandra-acid-ecstasy" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/06/209829-thighpaulsandra-acid-ecstasy.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a><span id="more-46599"></span>Auch „Acid &amp; Ecstasy“ scheint dieses Aufbrechen von (allzu) engen Genregrenzen innezuwohnen: „Across seven extended tracks, <em>Acid &amp; Ecstasy</em> veers from dense, hallucinatory soundscapes to explosive rock theatrics and eerie, emotionally fraught ballads. The album blends the lush and grotesque with theatrical flair and sonic experimentation, delivering the kind of grand, genre-defying performance only Thighpaulsandra could conceive. Strange, seductive, and completely singular.“</p>
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		<title>The Great Central Sun: Neues Album von Uruk</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Oct 2023 06:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Uruk, das aus Thighpaulsandra  und Massimo Pupillo  bestehende Duo, veröffentlicht am 13. Oktober auf Mind Travel Series, einem Sublabel von Ici d&#8217;Ailleurs, das neue, inzwischen vierte, Album „The Great Central Sun“. Über das zweite Album „Mysterium Coniunctionis“ konnte man hier lesen: &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/10/07/the-great-central-sun-neues-album-von-uruk/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/tag/uruk/">Uruk</a>, das aus <a href="http://africanpaper.com/tag/thighpaulsandra/">Thighpaulsandra</a>  und <a href="http://africanpaper.com/tag/thighpaulsandra/">Massimo Pupillo</a>  bestehende Duo, veröffentlicht am 13. Oktober auf Mind Travel Series, einem Sublabel von <a href="http://africanpaper.com/tag/ici-dailleurs/">Ici d&#8217;Ailleurs</a>, das neue, inzwischen vierte, Album „The Great Central Sun“. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/a1858276140_16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37758" title="a1858276140_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/10/a1858276140_16.jpg" alt="" width="700" height="700" /></a><span id="more-37756"></span>Über das zweite Album „Mysterium Coniunctionis“ konnte man <a href="http://africanpaper.com/2018/09/01/uruk-mysterium-coniunctionis/">hier </a>lesen: „Musikalisch wird man entfernt an Alben wie Coils Time Machines erinnert, insgesamt aber sind die beiden 20-minütigen Tracks etwas unruhiger und weniger meditativ. Drones schwellen an und ab, Melodien tauchen kurz auf, bevor sie im Klangsud untergehen. Eine Gattungsbezeichnung wie Dark Ambient greift bei dieser enorm vielschichtigen Musik viel zu kurz. Dazu passiert zu viel und dazu ist die hier mit elektronisch wie auch akustischem Instrumentarium evozierte Düsternis bar jeden Klischees.“</p>
<p>&#8220;&#8216;The Great Central Sun&#8217; is an album of experimental music that contains only two long tracks with enigmatic names, suggesting an introspective or even mystical sound experience, where the listener seems to be called upon to explore hidden or mysterious aspects of himself and the universe: &#8216;Per speculum in aenigmates&#8217;: (Through a mirror, in a riddle) and &#8216;Radiating rainbows&#8217;. This choice to offer only two tracks is a prolongation of their previous compositions, where each album offers only two very long tracks, between 18 and 25 minutes.</p>
<p>&#8216;The Great Central Sun&#8217; is an album oscillating between drone and ambient, in a mysterious and hazy atmosphere, evoking images of interstellar travel or mental explorations. It should be perceived as a real sensory journey, immersing the listener in a dense and complex sound universe. These two long pieces seem eternal and take us from another space-time, the elaborate textures and hypnotic sounds of Thighpaulsandra on synthesizer, create a captivating atmosphere. This new URUK record (CD &amp; Digital) results in a work where every detail is worked out with remarkable precision, a transcendental experience, the vision of a world beyond reality. “</p>
<p>@<a href="https://mindtravels.bandcamp.com/album/the-great-central-sun"> Bandcamp</a></p>
<p>@ <a href="https://icidailleurs.fr/en/artist/uruk-en/">Ici d’ailleurs</a></p>
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		<title>Wiederveröffentlichung von Coils Album „Queens Of The Circulating Library“</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/10/27/wiederveroffentlichung-von-coils-album-%e2%80%9equeens-of-the-circulating-library%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2022 04:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitte Januar wird auf Dais Records ein weiteres Album von Coil wiederveröffentlicht: „Queens Of The Circulating Library“ erschien erstmalig im Jahr 2000 im pinken C-Shellcase und ist das einzige Coilalbum, an dem Peter Christopherson nicht beteiligt war. Eingespielt wurde der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/10/27/wiederveroffentlichung-von-coils-album-%e2%80%9equeens-of-the-circulating-library%e2%80%9c/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitte Januar wird auf Dais Records<a href="http://africanpaper.com/2017/09/16/time-machines-time-machines/"> ein </a><a href="http://africanpaper.com/2022/09/03/coil-constant-shallowness-leads-to-evil/">weiteres</a> <a href="http://africanpaper.com/2020/11/28/coil-musick-to-play-in-the-dark/">Album</a> <a href="http://africanpaper.com/2022/04/30/coil-musick-to-play-in-the-dark%c2%b2/">von Coil</a> wiederveröffentlicht: „Queens Of The Circulating Library“ erschien erstmalig im Jahr 2000 im pinken C-Shellcase und ist das einzige Coilalbum, an dem Peter Christopherson nicht beteiligt war. Eingespielt wurde der knapp 50-minütige Drone-Track von John Balance und Thighpaulsandra. Dorothy Lewis, die Mutter des Walisers, trägt den von Balance geschriebenen Text vor. Wie auch schon bei den letzten Wiederveröffentlichungen auf Dais erscheint das Album als Download, CD und in zahlreichen Vinylversionen.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/a1290093179_16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-31932" title="a1290093179_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/a1290093179_16.jpg" alt="" width="700" height="700" /></a><span id="more-31930"></span>„Queens Of The Circulating Library stands alongside Time Machines and Nurse With Wound’s Soliloquy For Lilith as a post-industrial pinnacle of sensory-warping long-form drone. Crafted by the distilled duo of Thighpaulsandra and John Balance, the 49-minute piece unfurls in swirling, cyclical waves, tidal as much as textural, channeling the spirit of levitational minimalism pioneered by La Monte Young. Touted as the first part in &#8216;a continually mutating series of circulating musickal compositions&#8217; upon its initial release in 2000, the album remains a compelling case study in Coil’s exceptional capacity for mutation and extremes.</p>
<p>The theatrical introductory monologue delivered by Thighpaulsandra’s mother – a career opera singer, in her 80’s at the time of recording – sets the stage for a grandiose ascension. Written by Balance, the text is declamatory but dreamlike, refracted through megaphone echo: &#8216;Return the book of knowledge / Return the marble index / File under &#8216;Paradox&#8217; / The forest is a college, each tree a university.&#8217; As her voice fades, the lulling synthetic infinity deepens, congealing into transient crests of volume and haze, like slow-motion surf misting in moonlight. Thighpaulsandra describes their aesthetic intention as a &#8216;bliss out,&#8217; static but shape-shifting, an amniotic drift towards an eternal vanishing point. A supreme sonic embodiment of the slogan on the sleeve of Time Machines, two years prior: &#8216;Persistence is all.&#8217;</p>
<p>Dais-exclusive Lenticular Limited Editions : Come in lenticular plastic jacket that animates when tilted, using frames of projections from Coil&#8217;s live performances during the era.&#8221;</p>
<p><strong>@ <a href="https://www.daisrecords.com/">Dais Records</a></strong></p>
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		<title>COIL: Constant Shallowness Leads To Evil</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2022 04:16:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dais Records versuchen seit einigen Jahren mit einer Reihe von Veröffentlichungen etwas Ordnung in das – vorsichtig formuliert – Veröffentlichungschaos Coils, das durch die ungeklärte Rechtesituation nach Balances und Sleazys Tod enstanden ist &#8211; eine wahre „chaostrophy“ &#8211; zu bringen. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/09/03/coil-constant-shallowness-leads-to-evil/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/a3491746681_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-31123" title="a3491746681_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/a3491746681_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dais Records versuchen seit einigen Jahren mit einer Reihe von Veröffentlichungen etwas Ordnung in das – vorsichtig formuliert – Veröffentlichungschaos<a href="http://africanpaper.com/tag/coil/"> Coils</a>, das durch die ungeklärte Rechtesituation nach Balances und Sleazys Tod enstanden ist &#8211; eine wahre<a href="https://www.youtube.com/watch?v=wQey6qyKVl8&amp;list=RDwQey6qyKVl8&amp;start_radio=1&amp;rv=wQey6qyKVl8&amp;t=4&amp;ab_channel=Coil-Topic"> „chaostrophy“</a> &#8211; zu bringen. <span id="more-31122"></span></p>
<p>„Constant Shallowness Leads To Evil“, ein etwas holpriger Titel, der aber – auch ohne allzu sehr das Rad des Kulturpessimismus&#8217; drehen zu wollen – heute wohl angesichts hypertropher Flachheit und Verflachung  noch wahrer als vor 20 Jahren ist.  Insofern ist das 2000 erstmalig veröffentlichte Album zumindest konzeptionell-thematisch noch aktuell. Damals hieß es von Bandseite „This new album by Coil deals with the threat of lavishness and responds with noise. It&#8217;s trial by musick.“ Balance meinte: „Everything feels really Karaoke now. It&#8217;s celebrity versus integrity and individuality“. Als Referenzen<a href="(http://brainwashed.com/common/htdocs/discog/eskaton24.php?site=coil08)"> listete</a> man „Lou Reed&#8217;s Metal Machine Music, Can, LaMonte Young, Flipper, Butthole Surfers, Supermarket Sweep“. “ Thighpualsandra <a href="https://coilofficial.bandcamp.com/album/constant-shallowness-leads-to-evil">spricht </a>von „an exercise in brutality”.</p>
<p>Ursprünglich im<a href="http://brainwashed.com/common/htdocs/discog/eskaton24.php?site=coil08"> gleichen pinken C-shell case</a> wie das ebenfalls 2000 herausgekommene „Queens Of The Circulating Library“ (das einzige ohne Peter Christopherson entstandene Coilalbum) veröffentlicht, knüpft es z.B. bei dem Opener „Higher Beings Command“ (vielleicht auf <a href=" http://artistsbooksandmultiples.blogspot.com/2020/07/sigmar-polke-higher-beings-command.html ">Sigmar Polke </a>verweisend) an dessen Dronecharakter an, arbeitet aber noch stärker mit Dissonanzen, mit – wie oben schon angesprochen – brachialeren Tönen. Der zweite Track „I Am The Green Child“ beginnt mit kurzem Synthgefiepe, bevor dann das ganze Stück durchziehende ethnoartige perkussive Elemente hinzukommen, zu denen Balance mit verfremdeter Stimme und mit irrem Gelächter u.a. vorträgt: „We&#8217;re swimming in a sea of occidental vomit“. Zeilen wie „Name and shame/Driven insane/By this game of shame“ ließen sich entweder anachronistisch oder visionär als Bescheibung zeitgenössischer Verirrungen lesen. Die nächsten Stücke „Beige“, „Lowest Common Abominator“ und „Free Base Chakra“ gehen nahtlos ineinander über und bereiten auf den Abschluss, das fast halbstündige „Tunnel Of Goats“ vor: eine wahre Kakophonie aus Fiepen, Synthgeblubber und zähflüssigen Drones. Weitgehend instrumental, hört man Balance auf dem urspünglich auf CD in 18 Sektionen unterteilten Track kurzzeitig recht melodisch in einem Stream of Consciousness singen: „I will step across an ocean, a lagoon of fish/Fly with suicidal birds/I&#8217;m so tired of the seasons and the breeze and the river/Wasps pollinating sores/In their Altered States of American Death/Want to go under&#8230; “ Die letzte Hälfte des Albums  formte die Basis für das Stück <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ulF3ivgtUHo&amp;ab_channel=TheCoilFan">„Constant Shallowness Leads To Evil“</a>, das auf der gleichnamigen Tour gespielt wurde und u.a. auf „Live Two“ auf Tonträger verewigt ist. Dieses Album, das exzessiv Gebrauch von Stereoeffekten macht und seinen Ausgang bei einem Patch von Thighpaulsandras modularem Serge Sytnthesizer nahm, klingt gut 20 Jahre nach Erscheinen auch musikalisch noch erstaunlich frisch.</p>
<p>&#8220;Constant Shallowness Leads To Evil&#8221; erschien zu einem Zeitpunkt, als Coil nach langen Jahren des Umherirrens, des Auslotens und Experimentierens, mit den <a href="http://africanpaper.com/2022/04/30/coil-musick-to-play-in-the-dark%c2%b2/">beiden Teilen </a>von <a href="http://africanpaper.com/2020/11/28/coil-musick-to-play-in-the-dark/">„Musick To Play In The Dark“</a> ihr stärkstes Studiomaterial seit Jahren herausbrachten und sich als Liveband neu fanden wie erfanden, was letztlich aber vor dem Hintergrund von Balances Alkoholismus vielleicht von Anfang an nicht unproblematisch war. Am Ende von „Tunnel Of Goats“ heißt es: „There is no wrong, so we go on“. Wir wissen leider, dass sich das nicht bewahrheiten sollte. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.daisrecords.com/">Dais Records</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3751431285/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>COIL: Musick To Play In The Dark²</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2022 04:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Drew McDowall]]></category>
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		<category><![CDATA[Rose McDowall]]></category>
		<category><![CDATA[Thighpaulsandra]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein gutes Jahr nachdem Dais Records „Musick To Play In The Dark“ wiederveröffentlicht haben, wird nun ein weiteres zentrales Album des imposanten Coil&#8217;schen Spätwerks wieder verfügbar gemacht. Die in „England&#8217;s Hidden Reverse“ nachzulesende Einschätzung David Keenans, der zweite Teil der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/04/30/coil-musick-to-play-in-the-dark%c2%b2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/a2258188040_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29563" title="a2258188040_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/a2258188040_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein gutes Jahr nachdem Dais Records <a href="http://africanpaper.com/2020/11/28/coil-musick-to-play-in-the-dark/">„Musick To Play In The Dark“</a> wiederveröffentlicht haben, wird nun ein weiteres zentrales Album des imposanten Coil&#8217;schen Spätwerks wieder verfügbar gemacht. Die in „England&#8217;s Hidden Reverse“ nachzulesende Einschätzung David Keenans, der zweite Teil der „Musick To Play In The Dark“-Serie „feels like an afterthought“ geht m. E. total an der Sache vorbei, <span id="more-29561"></span>denn natürlich verweist der Titel auf die Verwandtschaft mit dem Vorgänger und natürlich beziehen sich die Stücke &#8211; zumindest partiell &#8211; aufeinander (dazu später mehr), aber das ist nicht redundant oder derivativ zu verstehen. In der Rezension des ersten Teils konnte man <a href="http://africanpaper.com/2020/11/28/coil-musick-to-play-in-the-dark/">hier </a>lesen: „Im Jahr 2000 veröffentlichten Coil einen zweiten Teil, auf dem Ideen des Vorgängers wieder aufgegriffen wurden ohne auch nur einen Moment abgegriffen zu klingen“. Man möchte sich auch dem Rezensenten auf brainwashed anschließen, der beim Erscheinen des Albums im Jahr 2000 hoffte, es handele sich um eine <a href="https://brainwashed.com/common/htdocs/discog/graal004.php?site=coil08">„neverending series“</a>.</p>
<p>Eingeleitet wurde die Spätphase, in der Coil sich von ihrem solaren Fokus lösten, um die dann von ihnen als „moon musick“ bezeichnete Musik zu spielen, durch die vier „Equinox/Solstice“-EPs, auf denen endlich wieder John Balances Stimme/Texte in den Fokus rückten. Im Gegendsatz zum ersten Teil war Drew Mc Dowall nicht mehr dabei, der bzgl. der Aufnahmen zum Vorgänger schon <a href="https://www.thewire.co.uk/in-writing/interviews/drew-mcdowall-on-musick-magick-and-materiality">bemerkte</a>, dass die Zusammenarbeit dabei weniger kollaborativ als in den Jahren zuvor gewesen sei. Eingespielt wurde das Album vondem Trio  Balance, Christopherson und Thighpaulsandra.</p>
<p>„Something“, das das Album eröffnet, ist ein Stück, das man über Kopfhörer hören muss: Balances Stimme wechselt zwischen rechts und links, durchdringt den Kopf des Hörers, dann setzt wehender Wind ein, dunkle Drones kommen dazu, gegen Ende hört man Balances verfremdete Stimme, die kaum verstehebar „I know why the birdcage sings/It&#8217;s wrapped its song/Around everything“ intoniert. Bei diesem Stück hat man den Eindruck, man befinde sich auf einer winddurchzogenen Ebene und schaue hinauf zum Mond. Um auf anfangs angesprochene Verweise und Anknüpfungspunkte zurückzukommen: „Tiny Golden Books“ sieht Coil wieder ganz klar im Tangerine Dream-Modus. War das apokalyptisch betitelte „Red Birds Will Fly Out Of The East And Destroy Paris In A Night“ vom Vorgänger, das „Rubycon“ zitierte, aber weitgehend instrumental, so präsentiert der vokoderte Balance hier eine Vision, als er und Marc Almond unter dem Einfluss von MDMA eine Kreatur sahen, die ein Buch aufschlug. Auf Ray Bradbury anspielend, heißt es: „Dark they were, with golden eyes/Brought golden books from darkened skies/Every word from every world within was written down/They read it all aloud to us with silver tongues of fire“. Dagegen knüpft das von Klavier dominierte „Ether“ an „Red Queen“ an. Hier gibt es wieder die für Coil/Balance so typischen Wortspiele („It&#8217;s either ether or the other“), die Thematisierung des „responsible abuse of pleasure“ („I breathe out ether, a glass of ether“), die Anspielungen auf Frater Perdurabo („Betty May and Raoul Loveday“) und schließlich die Feststellung: „I&#8217;m going upstairs now/To turn my mind off “. Später sollte Sleazy den von Captain Beefheart entlehnten und von Balance zitierten Slogan „Please God Fuck My Mind For Good“ auf „The New Backwards“ als „Careful What You Wish For“ bezeichnen. An anderer Stelle <a href="https://threshold.greedbag.com/dept/~coil-albums-from-3/">bemerkte </a>er: „As with any Halcyon Days, over indulgence in the pleasures they offer can be dangerous.“ Auch auf dem sich dem Trip Hop annähernden „Paranoid Inlay“ thematisiert Balance seine Schwierigkeit, vom Alkohol loszukommen, auf das <a href="https://alcoholicsanonymous.com/aa-serenity-prayer/">Serenity Prayer </a>der Anonymen Alkoholiker anspielend: „Serenity is a problem/When you get this close to Heaven/But you really want to see/The wonders of the underworld “, um dann gegen Ende zu fragen: „What do I need to give up?/Crystalline ladders, shiny things, mirror-balls“. Auf dem Interludium „An Emergency“ singt Rose McDowall von Harmoniumdrones begleitet: „But I now find you here/In the darkness we share “ und man wird erinnert an das Stück „Rosa Decidua“ auf der „Autumn Equinox-EP“, auf dem Balance an Rose gerichtet sang/sprach: „Whichever stars we walk among/We both seek out the darkest red“. Eines der ergreifendsten Stücke auf dem Album ist das sehr reduzierte, primär auf einem Loop basierende „Where Are You?“, auf dem wieder das digitale Knistern eingesetzt wird und ab und zu Rose McDowalls gesamplete Vocals aus „An Emergency“ auftauchen und Balance fragt: „Is the cage you love the home you also hate?&#8221; Mit den schon <a href="https://www.timeless-shop.com/product/the-universe-is-a-haunted-house-coil-through-their-art-archives">1988 geschriebenen Worten </a>„I&#8217;ll wrap my last kiss in a bandage“ endet das Stück und als Hörer kann man (auch ohne die Kenntnis, was einige Jahre später passieren sollte) kaum unberührt davon bleiben. Das letzte, ebenfalls sehr reduzierte Stück „Batwings (A Limnal Hymn)“ lässt vor dem Wehen von Wind und minimalistischer Synthuntermalung Balance eine von  Sir Thomas Brownes <a href="http://penelope.uchicago.edu/misctracts/museum.html">&#8220;Musæum Clausum&#8221; </a>übernommene Liste mit Seltsamkeiten aufzählen. Nach etwa sieben Minuten fängt Balance an in einer Sprache zu singen, von der Sleazy <a href="https://brainwashed.com/common/htdocs/discog/graal004.php?site=coil08">sagte,</a> nur John kenne sie. Das Stück bekommt hier einen liturgisch-sakralen Charakter und beendet das Album angemessen.</p>
<p>Was lässt sich nach all den Jahre sagen? Um (zirkulär) auf den Anfang zurückzukommen: Der zweite Teil der Serie ist in der Tat weniger nachträglicher Gedanke als eine das Zyklische, Zirkuläre betonende Veröffentlichung. Wie hieß es schon im <a href="https://www.brainwashed.com/common/htdocs/publications/coil-1983-manifesto.php">Coil-Manifest</a> aus dem Jahre 1983 in einer Selbstbeschreibung: „A spell. A spiral. A serpents SHt round a female cycle. A whirlwind. A double helix&#8221;. Wenn man dieses Album wieder (und wieder) hört, dann kann man am Ende &#8211; „Tiny Golden Books“ zitierend &#8211; nur lapidar feststellen: „All space became a choir“. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.daisrecords.com/">Dais Records</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1995328423/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>COIL: Musick To Play In The Dark</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2020 07:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man stelle sich eine Philip K. Dicksche Alternativrealität vor, in der es kein Internet gibt. Der Einfachheit halber ignorieren wir alle anderen gesellschaftlichen Konsequenzen und konzentrieren uns auf einen Aspekt: Die Rezeption von Musik findet noch weiterhin so (analog) statt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/28/coil-musick-to-play-in-the-dark/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/a2599225838_164.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23245" title="a2599225838_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/a2599225838_164-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man stelle sich eine Philip K. Dicksche Alternativrealität vor, in der es kein Internet gibt. Der Einfachheit halber ignorieren wir alle anderen gesellschaftlichen Konsequenzen und konzentrieren uns auf einen Aspekt: Die Rezeption von Musik findet noch weiterhin so (analog) statt wie vor einigen Jahrzehnten. In dieser Welt gibt es jemanden, der schon mehrfach über diese enigmatische Band namens <a href="http://africanpaper.com/tag/coil/">Coil</a> gelesen hat, in deren Gründungsmanifest es hieß:<span id="more-23236"></span> „The price of existence is eternal warfare.“ Peter „Sleazy“ Christpherson und John Balance sind inzwischen tot, die Musik kennt unser Protagonist noch nicht, er hat bisher nur so faszinierende Titel gelesen wie „How To Destroy Angels“, „Horse Rotorvator“ oder „Astral Disaster“. Auf der letzten Plattenbörse hatte zwar ein Händler ein paar Tonträger der Band, doch diese waren so überteuert, dass er passen musste. Nun geht er eines Tages durch die Regale des Kölner Saturns und stellt fest, dass es inzwischen dort ein Fach für Coil gibt, in dem sich sogar einige Tonträger finden lassen, die zwar nicht billig, aber auch nicht so exorbitant teuer sind wie die letzten, die er gesehen hat. Er greift also zu und kauft sich auf einen Schlag das Doppelalbum „Sarah Dale&#8217;s Sensual Massage“, „The Gay Man&#8217;s Guide To Safer Sex“ und eine 12“ namens „A Prison Of Measured Time“. Zuhause angekommen zieht er den ersten Tonträger aus der Hülle, legt ihn auf den Plattenspieler und ist irritiert und enttäuscht, denn das, was er da hört, hat wenig mit dem zu tun, was er sich in seinem Kopf vorgestellt hat. Er kann auch nach dem Hören aller drei Veröffentlichungen nicht nachvollziehen, warum es sich bei Coil um solch eine Kultband handelt, denn die Musik gibt das nicht her.</p>
<p>Schwenk in unsere Realität: Tatsächlich hat man seit einigen Jahren den Eindruck, dass das Vermächtnis von Coil durch unautorisierte und nachbearbeitete Tonträger beschädigt ist. Verfügbar waren plötzlich mediokre und sekundäre und Aufnahmen, während die zentralen Alben nicht erhältlich waren. Das amerikanische Label Dais macht nun endlich ein Album aus Coils Spätphase wieder verfügbar, das sicher zu den zentralen Werken (nicht nur dieser Periode) gehört.</p>
<p>Nach dem 1991 erschienenen „Love&#8217;s Secret Domain“ arbeiteten Coil über die Jahre hinweg immer mal wieder an einem Album für Trent Reznors Label Nothing. Wie so oft bei Coil gab es eine Reihe von (Arbeits-)Titlen: u.a.<a href="http://brainwashed.com/coil/music_unr.php"> „God, Please Fuck My Mind For Good“, „International Dark Skies“ und „Backwards“</a>. Ganz glücklich waren Balance und Christopherson mit dem Material nicht und auch wenn Danny Hyde immer wieder behauptet hat, der Hauptgrund, warum das Material damals nicht veröffentlicht worden sei, sei Ärger mit und über „grey men“ der Plattenindustrie gewesen, so ist das doch eine Verdrehung der Tatsachen, denn tatsächlich wiesen Balance und Sleazy in Interviews darauf hin, dass ihnen das Material letztlich zu konventionell erschien. In den 90ern war dann auch die Zeit der Abzweigungen, der Nebenprojekte: Da war ElpH mit der „100% recycled music“, die langen Drones auf <a href="http://africanpaper.com/2017/09/16/time-machines-time-machines/">Time Machines</a>  und das atmosphärische Black Light District. Nach diesen weitgehend instrumentalen Veröffentlichungen gab es einen erneuten Fokus auf Balances Stimme und ein (natürlich auch immer wieder aufgebrochenes) Songformat mit  der im Frühjahr 1998 begonnenen Reihe der vier EPs, die anlässlich der Sonnenwenden und Tag- und Nachtgleichen veröffentlicht wurden (später als Doppel-CD als „Moon&#8217;s Milk In Four Phases“ mit Stapleton-Artwork zusammengefasst). Es folgte „Astral Disaster“, ursprünglich in einer Auflage von nur 99 Exemplaren auf Prescription veröffentlicht und ein Jahr später in erweiterter und überarbeiteter Form erneut herausgebracht.</p>
<p>In dieser extrem produktiven Zeit erschien 1999 ebenfalls „Musick To Play In The Dark“, ein Album, das genau 60 Minuten lang all diejenigen, die glauben, dass die wichtigsten Alben einer Band am Anfang ihrer Karriere entstehen, Lügen straft. In dem von bedrohlichen Synthtönen eingeleiteten „Are You Shivering“, „an old title finally realised“, wie es damals in den online nachgereichten Linernotes hieß, findet sich der programmatische Satz: „This is moon musick“. Coil wiesen in Interviews darauf hin, dass sie nun lunare Musik spielten, so sagte etwa Balance<a href="(https://reader.exacteditions.com/issues/35084/page/29"> im Gespräch in The Wire</a> damals: „[W]e&#8217;ve deliberately decided to go from solar to lunar aspect. We just decided to become completely open to whatever happens: make more reflective music.“ War „How To Destroy Angels“, die Debüt-EP von 1984, <a href="https://img.discogs.com/zf0SisT6sImrFD6G8iMDbN2n0NE=/fit-in/600x592/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/R-97399-1491878385-8530.jpeg.jpg">„ritual music for the accumulation of male sexual energy“</a> und stand im Zeichen von Mars (der Legende nach wurde Coil damals Misogynie vorgeworfen -  etwas, das man eher heutzutage von einigen jedweden Kontext bewusst ignorierenden Vertretern der Generation Woke erwarten würde), lag der Fokus nun auf dem Lunaren, Weiblichen, Wechselhaften (der Mond ist „inconstant“, wie es einem der berühmtesten Dramen Shakespeares heißt).</p>
<p>Dem Titel enstsprechend durchzieht das Album, das in der Besetzung, Balance, Sleazy, Thighpaulsandra (ohne den sich Coil wohl nie als Liveband entdeckt hätten) und Drew McDowall aufgenommen wurde, elektronisches Kinistern, das das Geräusch eines Lagerfeuers illustrieren soll. Die im oben zitierten Interview angesprochene Offenheit charakterisiert auch dieses Album, denn die Stücke unterscheiden sich von der Herangehensweise: Das ausufernde, apokalyptisch betitelte „Red Birds Will Fly Out In The East And Destroy Paris In A Night“, musikalisch “90 % Thighpaulsandra&#8217;s”, nähert sich, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=jd6XL_IOS3I">“Rubycon”</a>  zitierend, Tangerine Dream. Auf dem leicht jazzigen, von schleppenden Piano durchzogenen „Red Queen“ intoniert Balance: „And the people who perceive it/Repeat it, distort it, improve it, update it/Slightly change it/And these people believe it/And write it all up for you/And is it more real? “ Ein Text, über den Balance sagte: “This is about the phenomena that I see in media-based people that if you say something three times then, like the Red Queen in Lewis Carroll’s books, it becomes true (or perceived as true).” Noch immer also Musik zur Zeit. “Broccoli”, mit einem der seltenen Vocalauftritte Sleazys, handelt von „greens and ancestor worship“. Beim <a href="https://www.youtube.com/watch?v=rFluRPM-Je8">vorletzten Auftritt Coils im Londoner Oceanclub</a> thematisierte Balance damals den endlosen Kreislauf der Gewalt, der in Familien perpetuiert wird (und der sich pointiert im sprichwörtlich gewordenen Larkin’schen „They fuck you up, your mum and dad“ zusammenfassen lässt). Auf dem weitgehend instrumentalen „Strange Birds“ flüstert Balance inmitten des digitalem Knisterns, seltsamen Geräuschen und Vogelzwitschern,: „One day your eggs are going to hatch and some very strange birds are going to emerge“, und das klingt fast wie eine Drohung. Abgeschlossen wird das Album von einem der schönsten Stücke Coils, dem melodischen „The Dreamer Is Still Asleep“ mit der für Coil so typischen Ablehnung des Rationalen mit dem (William Blake zitierenden) Aufruf „May the goddess keep us from single vision/And Newton&#8217;s sleep“. Eine erweiterte Version spielten Coil mit dem Untertitel <a href="https://www.youtube.com/watch?v=BkpUzDXKf5s">„The Somnambulist In An Ambulance“</a> während ihres ATP-Auftritts (dokumentiert auf der CD „And The Ambulance Died In His Arms“). Im Jahr 2000 veröffentlichten Coil einen zweiten Teil, auf dem Ideen des Vorgängers wieder aufgegriffen wurden ohne auch nur einen Moment abgegriffen zu klingen (es heißt, dass im nächsten Jahr Dais auch dieses Album neu veröffentlichen werden).</p>
<p>Dieses Album führt einem auf jeder dieser 60 Minuten noch einmal vor Augen und Ohren, wie sehr Coil fehlen, denn um den titelgebenden Träumer des letzten Stücks zu paraphrasieren: Coil were inventing landscapes. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.daisrecords.com">Dais Records</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>URUK: Mysterium Coniunctionis</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Sep 2018 07:20:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Thighpaulsandra hat neben seinen umfangreichen, expansiven Arbeiten &#8211; wie etwa „I, Thighpaulsandra“, dem auf Eskaton veröffentlichten Doppelalbum, mit dem er als Solokünstler debüttierte -, auf denen Genres permanent gewechselt wurden und Stücke von „Cosmic Beauty “ entstanden (wie es ihm &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/09/01/uruk-mysterium-coniunctionis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/08/Uruk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16210" title="Uruk" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/08/Uruk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Thighpaulsandra hat neben seinen umfangreichen, expansiven Arbeiten &#8211; wie etwa „I, Thighpaulsandra“, dem auf Eskaton veröffentlichten Doppelalbum, mit dem er als Solokünstler debüttierte -, auf denen Genres permanent gewechselt wurden und Stücke von „Cosmic Beauty “ entstanden (wie es ihm auf Julian Copes Head Heritage-Seite<a href="https://www.headheritage.co.uk/unsung/review/57/"> attestiert</a> wurde), auch reduzierte, auf Drones basierende Arbeiten aufgenommen, wie z.B. das jüngst auf Klanggalerie wiederveröffentlichte Album <a href="http://www.klanggalerie.com/gg273">„The Lepore Extrusion“</a>.<span id="more-16209"></span></p>
<p>Nach einer längeren Periode des Schweigens kehrte der Waliser 2015 mit einem wieder einmal kaum zu kategorisierenden Doppelalbum namens <a href="http://africanpaper.com/2015/11/02/thighpaulsandra-the-golden-communion/">“The Golden Communion“ </a>zurück und knüpfte damit an sein Debüt an und auch das vergangenes Jahr veröffentlichte Album von<a href="http://africanpaper.com/2017/12/09/uuuu-st/"> UUUU</a> (u.a. mit Wires Graham Lewis und Matthew Simms) war ein Tonträger voller<a href="http://africanpaper.com/2017/12/09/uuuu-st/"> &#8220;unerwartete[r] Wechsel[...] und Soundideen&#8221;</a>, wie es auf diesen Seiten hieß. Im Gegensatz (oder als Ergänzung) dazu nimmt Thighpaulsandra seit 2016 zusammen mit Massimo Pupillo (u.a. ZU) als Uruk auf. Der auf die Stadt im Zweistromland verweisende Name des Projekts lässt an etwas Archaisches, Ursprüngliches denken und ist vielleicht programmatisch zu lesen, ist vielleicht der Versuch den Drone als ursprüngliche Musik, als Ur-Musik zu definieren.</p>
<p>Der Titel des nach <a href="http://africanpaper.com/2017/12/30/uruk-i-leave-a-silver-trail-through-blackness/">„I Leave A Slver Trail Through Blackness“</a> zweiten Albums spielt an C.G.Jungs <a href="https://books.google.de/books/about/Mysterium_coniunctionis.html?id=HSIIAQAAMAAJ&amp;redir_esc=y">gleichnamiges Werk</a> an, in dem es um die &#8220;Untersuchung über die Trennung und Zusammensetzung der seelischen Gegensätze in der Alchemie&#8221; geht. Das erste Stück, „Spagyria“, verweist auf Paracelsus. Musikalisch wird man entfernt an Alben wie Coils Time Machines erinnert, insgesamt aber sind die beiden 20-minütigen Tracks etwas unruhiger und weniger meditativ. Drones schwellen an und ab, Melodien tauchen kurz auf, bevor sie im Klangsud untergehen. Eine Gattungsbezeichnung wie Dark Ambient greift bei dieser enorm vielschichtigen Musik viel zu kurz. Dazu passiert zu viel und dazu ist die hier mit elektronisch wie auch akustischem Instrumentarium evozierte Düsternis bar jeden Klischees.</p>
<p>Über die Arbeit(en) Francis Meslet, aus dessen Mind Travels-Serie die das Cover und Inlay zierenden Fotos eines verfallenen und verlassenen Gebäudes stammen,<a href=" https://mindtravelsseries.com/about"> heißt</a> es: „In these deserted places, no more than the rustling of the wind can be heard through a broken window or the sound of water dripping from a dilapidated ceiling. These silences nonetheless invite the spectator to slip into these well-guarded and mysterious places captured by the photographer and attempt to bring to life that which has been forgotten. “ Das sind Sätze, die auch die Musik auf „Mysterium Coniunctionis“ sehr gut beschreiben könnten. (MG)</p>
<p><strong>Label:<a href="http://www.icidailleurs.com/"> Ici d&#8217;ailleurs</a> / <a href="https://mindtravelsseries.com/">Mind Travels</a></strong></p>
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		<title>URUK: I Leave a Silver Trail Through Blackness</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Dec 2017 08:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe nicht den Anspruch, dass Plattencover die Atmosphäre einer Musik perfekt illustrieren und ein ähnliches ästhetisches Erlebnis im anderen Medium inszenieren. Umso mehr freue ich mich, wenn es trotzdem passiert, wie z.B. beim Debüt von Uruk. Der Blick fällt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/12/30/uruk-i-leave-a-silver-trail-through-blackness/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/uruk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14691" title="uruk" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/uruk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich habe nicht den Anspruch, dass Plattencover die Atmosphäre einer Musik perfekt illustrieren und ein ähnliches ästhetisches Erlebnis im anderen Medium inszenieren. Umso mehr freue ich mich, wenn es trotzdem passiert, wie z.B. beim Debüt von Uruk. Der Blick fällt auf etwas, das mit etwas Fantasie wie eine Flucht von hintereinander liegenden dunklen Räumen aussieht, die aufgrund der Perspektive wie ineinander verschachtelt wirken. So einfach das Setting auf den ersten Blick anmutet, enthält es doch eine Menge an kleinen Details, bunten Punkten, die wie ein an die Wände gemaltes<span id="more-14690"></span> Publikum erscheinen. Am Ende der Flucht, in die man wie von einem unerklärlichen Sog gezogen wird, prangt ein Symbol an der Wand, das an eine Schlange oder ein unfertiges Fragezeichen erinnert. Ob man es noch entziffern wird? In der Momentaufnahme ist das Bild so unbestimmt wie der gut vierzigminütige, vielschichtige Track, der das Album ausfüllt.</p>
<p>Doch zunächst von vorn, denn Uruk hat insofern eine Vorgeschichte, dass es sich hier nicht um ein Duo unbedarfter Ambientdröhner handelt. Hinter dem Namen der wohl ältesten Stadt der Menschheitsgeschichte verbergen sich keine geringeren als Massimo Pupillio (Zu, Laniakea, Triple Sun) und Tim Lewis a.k.a. Thighpaulsandra (solo, Spiritualized, Coil, UUUU), die gerade in jüngster Zeit immer wieder in neuen Konstellationen auftreten, und fast meint man, den noch warmen, immer wieder aktualisierten Erfahrungsschatz der beiden hier mit Händen greifen zu können.</p>
<p>Dabei beginnt alles erst einmal recht sanft und übersichtlich: Flächige, angenehm vibrierende Klänge von leicht angerauhter Beschaffenheit breiten sich wolkengleich in einem großen, leeren Raum aus, scheinen langsam dessen Wände auszumalen. Streckenweise gerät der Sound so dünn und filigran, dass er an kleine Geräusche gemahnt, die sich in vermeintlicher Stille Gehör verschaffen. Genau dies intensiviert sich nach einigen Minuten, zusammen mit der stärker werdenden Vibration, und irgendwann bemerkt man, dass in der ganzen Gemächlichkeit von Beginn an etwas Unaufhaltsames steckte, das sich alsbald entlädt: in Bassknarren und Saitengekratze, in rumpelnden Objekten, die durch den Raum fliegen, in dunkles, coiliges Rumoren. Immer konkreter werden die Details, kantige, klirrende Ereignisse entpuppen sich als rotierende Propeller und Peitschenknallen, nicht zuletzt als trashige Gewehrsalven aus einem Computerspiel. Aus all dem ein klares Setting oder ein griffiges Narrativ herauszudeuten, bleibt unmöglich, zumal all die zahlreichen Details immer wieder vom Fluss der flächigen Klangbewegung mitgerissen und veredelt werden. Bei all dem sind Uruk keine Freunde der Monotonie, denn auch wenn sich hier und da kurze repetitive Muster ergeben, löste sich doch alles schnell wieder im Unbestimmten und Unberechenbaren auf.</p>
<p>Wenn das Debüt von UUUU wie ein wilder, ungestümer Wechselbald von Thighpaulsandras letztem Album klingt, dann ist Uruk so etwas wie sein dunkler, mysteriöser Wiedergänger, der einen des Nachts heimsucht und auf eine magische Klangreise mitnimmt. Auch Pupillios Handschrift ist deutlich zu erkennen, wenn man die ungewohnt rituelle und ambiente „Jhator“ von Zu bedenkt oder sein droniges Zusammenspiel mit Oren Ambarchi. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://consouling.be/">Consouling Sounds</a></strong></p>
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