Erst 2015 hat der ehemalige Coil-Mitstreiter Drew McDowall sein Solodebüt vorgelegt. „Collapse“ war ein Album , über das ich damals schrieb: „ Das ist dystopische Musik jenseits billiger Schockeffekte“. Über sein einige Zeit später veröffentlichtes Tape “Haecceity Deluge” hieß es auf diesen Seiten: „Bisweilen tastet sich der Fluss der Klänge fast schon erratisch voran, scheint auf der Stelle zu treten, doch bei McDowall hat das nichts mit Ereignislosigkeit zu tun, sondern mit Spannung“. Inzwischen ist McDowall nicht mehr aus der Geräuschmusik wegzudenken, arbeitet regelmäßig mit anderen Künstlern zusammen und hat nun mit „Unnatural Channel“ sein zweites Album veröffentlicht. Weiterlesen
Schlagwort-Archive: Coil
TÉLÉPLASMISTE: Frequency Is The New Ecstasy
Als Tele- oder Elektroplasma bezeichnen Parapsychologen einen hellen, gazeartigen Stoff, der bei einem Medium angeblich während einer spiritistischen Aktivität aus den Körperöffnungen hervortritt. Auf den Zusammenhang referieren wohl auch Mark O. Pilkington und Michael J. York, die mit ihrem Duo Téléplasmiste nach eigener Angabe Elektrizität, Natur und Magick musikalisch ausloten. Die bisherige Geschichte der Musiker – Pilkington ist neben seinen Projekten Raagnagrok und Urthona einer der Betreiber des Strange Attactor-Verlages, York kollaborierte mit Coil, Cyclobe, Guapo und jüngst Shirley Collins – macht neugierig. Weiterlesen
ELECTRIC SEWER AGE: Bad White Corpuscle
Eine dumpf dröhnende Sci Fi-Atmosphäre verbreitet sich im Raum, irgendwann beginnen kosmische Synthies das Dickicht zu durchleuchten, das sich nach und nach als fein ziseliertes klangliches Amalgam offenbart. Vocoder-Stimmen verschaffen sich Gehör und geben dem futurischtischen Narrativ schon bald einen nostalgischen, retrolastigen Anstrich, doch was am meisten beeindruckt ist die Vielzahl an kleinen klirrenden und glühenden Ereignissen, die fast versteckt hinter kontinuierlich kreisenden Sounds aufblitzen, um sich schnell wieder in ihre Verstecke zurückzuziehen. Denn dass die Weiterlesen
Meditation in Chaos: Bildband von Little Annie bei Timeless Ed.
Ein Buch wie dieses ist seit langem überfällig. Versucht man einen Überblick über die vielen Aktivitäten der jüngst von New York nach Miami gezogenen Künstlerin zu geben, dann fallen ihre Gemälde oft etwas unter den Tisch. Bekannter sind ihre musikalischen Werke, entweder solo, oder zusammen mit Musikern von Crass, Current 93 und Coil über Adrian Sherwood und DJ Khan bis zu Marc Almond, Larsen, Swans, Baby Dee, Paul Wallfisch und vielen mehr. Auch ihre beiden Bücher, die Autobiografie „You Can’t Sing The Blues While Drinking Milk“ und das ebenfalls autobiografische Erzählgedicht „Sing, Don’t Cry“ sorgten für Resonnanz. Little Annie a.k.a. Annie Bandez malt bereits seit den 90ern, dennoch gab es nur wengie Ausstellungen, und erst jetzt erscheint mit „Meditation in Chaos“ ihr erster Bildband, der neben zahlreichen Gemälden auch einige Fotoarbeiten enthält.
Weiterlesen
THE STARGAZER’S ASSISTANT: Remoteness of Light
Ging es auf dem letzte Woche hier besprochenen Lustmord-Album noch um die dunkle Materie, um das All, so thematisiert das neue Album des die Begeisterung für den Blick auf die Sterne im Bandnamen tragenden Projekts einen anderen Ort, der aber ebenso wenig erforscht ist wie der Kosmos – und zwar die Tiefsee. Im Booklet weist das Projekt aber darauf hin, dass es dort inmitten der „endlosen Schwärze“ Kreaturen gebe, die einen „carnival of light in this kingdom of darkness“ schaffen, nur um dann den Blick in den Himmel zu richten: Weiterlesen
CLIFF STAPLETON AND FRIENDS: The Tumbling of Creatures
Ihrem Ruf nach ist die Drehleier, die man im Englischen Hurdy-Gurdy nennt, ein eher altertümliches Instrument, doch in Wirklichkeit hat sie in vielen nicht nur traditionellen, sondern auch modernen Musikarten ihre Spuren hinterlassen. Seit dem Mittelalter war sie in höfischen und populären Kontexten verbreitet, und heute findet man ihren Einsatz in einer ganzen Palette von Musikrichtungen von Folk über Rock bis hin zur sogenannten Neuen Musik. Weiterlesen
Trails of Eyeliner: Monumentale 10-CD-Box von Marc Almond
Von den Musikern, die im Zuge des New Wave zu Stars wurden, zählt Marc Almond sicher zu denen, die ihren Weg am konsequentesten verfolgt haben, und im Zuge der vielen stilistischen Wandlungen konnte er seine persönliche Handschrift immer mehr verfeinern. Den frischen und leicht melancholisch gefärbten Synthie Pop aus Soft Cell-Tagen hat er nie ganz aufgegeben, auch wenn der von Chanson, Soul, Kabarett und folkigen Klängen geprägte Torch Song, der sich bereits bei seiner zweiten Band Marc & The Mambas abzeichnete, mit der Zeit immer wichtiger werden sollte. Seit jeher ist Almond an musikalischen Dialogen interessiert. Dies äußert sich zum einen in seiner Leidenschaft für Neuinterpratationen von Song, die von bekannten Klassikern von Brel oder Sinatra bis hin zu obskuren Geheimtipps reichen. Zum anderen ist Almond ein ebenso leidenschaftlicher Kollaborateur, in zahlreichen Gastbeiträgen und Duetten kreuzte sich sein Weg auch mit Musikern, die für Leser unserer Seite interessant sind: Psychic TV, Coil, Antony Hegarty, Current 93, Little Annie, Othon, Michael Cashmore, Baby Dee oder das Throbbing Gristle-Nachfolgeprojekt X-TG. Auf der zehn CDs umfassenden Box “Trails of Eyeliner: Anthology 1979-2016″, die Ende Oktober bei Universal erscheinen wird, sind neben vielen Singles, Album-Tracks, ausgewählten Raritäten und insgesamt achtzehn bisher unveröffentlichten Songs auch einige dieser Seitenpfade des Sängers vertreten.
Weiterlesen
LANIAKEA: A Pot Of Powdered Nettles
Es gibt Platten, die in musikalisch-textlicher Hinsicht eine solche Reichhaltigkeit und Tiefe aufweisen, dass ihr Charisma ganz ohne einen besonderen Hintergrund auskommt. Erfährt man dann doch etwas über die Raison d’Être eines solchen Albums, bekommt man eine Ahnung, woraus sich diese Fülle speist. Im Fall von „A Pot of Powdered Nettles“, dem Debüt des aus Daniel O’Sullivan und Massimo Pupillo bestehenden Duos Laniakea, ist dieser Hintergrund nicht etwa in theoretischen Überlegungen zu finden, sondern in der Vorgeschichte, die bis in die Spätphase von Coil zurück reicht Weiterlesen
BLACK SUN PRODUCTIONS: Dies Juvenalis
Auf „Dies Juvenalis“, das erstmals vor neun Jahren auf dem bandeigenen Label erschienen ist, zeigen sich Black Sun Productions von ihrer rituellen Seite, was nicht nur auf die Musik gemünzt ist, denn in der Hinsicht könnte man das mit etwas Wohlwollen von beinahe jeder Arbeit der Schweitzer sagen. Im inhaltlich stringenten Konzept nämlich dreht sich alles um eine rituelle Evokation von Jugend und unbeschwerter Lust. Weiterlesen
UNICAZÜRN: Omegapavilion
In musikalischer Hinsicht mag UnicaZürn, die Band, die David Knight und Stephen Thrower nach der Dichterin und Zeichnerin benannt haben, deren künstlerisches Charisma sie so beeindruckte, nicht ganz so weit entfernt sein von anderen Projekten der beiden wie Arkkon oder Cyclobe, zumindest insofern, dass in all den genannten Fällen dröhnende, „kosmische“ Klangflächen in feinsinniger Gestaltung vorkommen. Dass UnicaZürn oft noch um einiges freier und unvorhersehbarer klingt, hängt mit dem Unterschied zusammen, dass die beiden hier meist wesentlich spontaner und im besten Sinne planloser vorgehen und die Stücke in ergebnisoffenen Weiterlesen
BLACK SUN PRODUCTIONS: Toilet Chant
Vor rund vier Jahren gab die Schweizer Musik und Performance-Gruppe Black Sun Productions ihre Auflösung bekannt, um fortan in anderen Projekten aktiv zu sein, jüngst erfuhr man, dass die Mitglieder Massimo und Pierce wieder ihren alten Namen Anarcocks benutzen. Rückblickend muss man sagen, dass sie ein ungewöhnliches und bemerkenswertes Phänomen waren, denn ihre Nähe zu Coil war mit keinem anderen mir bekannten Fantum vergleichbar: Ihnen fehlte das Verdruckste, gewollt eigenständige, das Bemühen, jemand anderes zu sin und zugleich unter den Teppich zu kehren, dass es diesen anderen schon Weiterlesen
DREW MCDOWALL: Haecceity Deluge
Im Laufe seiner Karriere hat Drew McDowall recht unterschiedliche Musik gespielt, die – abgesehen vom punkigen Frühwerk – das im weitesten Sinne Experimentelle und Elektronische gemeinsam hat. In den letzten Jahren trat er hauptsächlich als eine Hälfte von Compound Eye in Erscheinung, und untermauerte dort seinen Ruf als exzellenter Dröhner fernab dessen, was heute Hipsterstandard ist. Daneben unterstützt er im Rahmen seiner Produzentenarbeit junge Bands und tritt mittlerweile auch verstärkt solo Weiterlesen
DREW MCDOWALL: Collapse
Hatte man sich in den letzten Jahren daran gewöhnt, dass aus der Unfähigkeit und/oder Unwilligkeit der Nachlassverwalter von Coil resultierend, kein Modus zur Wiederveröffentlichung der Alben gefunden wurde, wodurch den Bootleggern kampflos das Feld überlassen wurde, so waren die Coil-Veröffentlichungen der letzten Monate auf andere Weise wenig erquicklich: Da gab es die sowohl vom Design als auch von der Stückzahl her äußerst dürftigen acht Weiterlesen
THIGHPAULSANDRA: The Golden Communion
Etwas Monumentales haftet dem Werk Thighpaulsandras an, und das in Zusammenhängen, die gleich die wichtigsten Säulen seines Werks als Musiker, Sänger und Performer umfassen: Die epische Struktur seiner oft ausladenden Kompositionen, ferner die dem Eindruck nach allesumspannende Weite seiner thematischen und atmosphärischen Konzepte, für die Genrebegriffe wie Soundart, Rock, Jazz, Psychedelia oder Ambient kaum eine Rolle spielen. Dann nicht zu vergessen seine raumfüllende Stimme und die großen theatralischen Gesten, die niemals aufgesetzt wirken. Man würde sich auch nicht trauen, ihm den Weiterlesen
V.A.: Songs For A Child – A Tribute To Pier Paolo Pasolini
Dass der Regisseur und Autor Pasolini so unterschiedliche Fans hat und einen Rattenschwanz an verschiedensten Interpretationen und Vereinnahmungen hinter sich herzieht, ist sicher auch seiner eigenen schwer greifbaren Position geschuldet. Dass er zugleich Katholik, Kommunist und bekennender Schwuler war, ist meist das erste, was man über ihn hört, doch auch jede dieser drei Eigenschaften für sich verkörperte er auf jeweils untypische Art. So bekannte er sich auch nach seinem Parteiaustritt – er wurde wegen seiner Homosexualität geschasst – zu kommunistischen Ideen, gleichwohl seine konkreten Ansichten eher kommunitaristisch oder anarchistisch anmuteten, wenn sie nicht ohnehin eher der katholischen Soziallehre ähnelten. Sein Weiterlesen
When the borders become fuzzy: Interview mit Compound Eye
Die beiden Musiker, die sich hinter der Hommage an das Seltsame des Facettenauges verstecken, haben zusammen einen umfangreichen musikalischen Stammbaum: Tres Warren hat mit den Psychic Ills Psychrock eine neue Dimension gegeben und im Kopf der Zuhörenden „Hazed Dreams“ entstehen lassen, Drew McDowall hat mit seiner damaligen Frau Rose Anfang der 80er The Poems gegründet, als Captain Sons and Daughters mit Kara Bohnenstiel akustische und elektronische Instrumente dröhnen lassen und war eine Reihe von Jahren Mitglied von Coil. Als Compound Eye Weiterlesen
When the borders become fuzzy: Interview with Compound Eye
Maybe we can start with a rather tedious question but maybe you could say a few words about how you actually started Compound Eye?
D.: Tres and I were friends. We had met through mutual friends and from seeing Psychic Ills. I am a huge fan and it was one of those things: We were talking and we said we should collaborate on something and it was a slow process. I think the first record that we did, the Spring Press record, came out in 2010 [ actually 2012] and I think we started in 2007. You know we did these tentative steps just getting together and viewing each other and our different working methodologies and just took it from there. Even though we come from different types of music and maybe different backgrounds, there’s a similarity, an experimental similarity that was good common ground.
Talking about experimental music, I think your first record [„Origin of Silence“] fetches quite high prices.
We will try to encourage a repress but Jeffrey Burch likes these limited, these beautiful art editions, so he probably won’t repress and it will get more and more expensive. It wasn’t even available digitally either. No digital download, so the only way is if someone physically burns it when they are playing it.
When I got the last record ["Journey From Anywhere“] I thought of the bandname, and the associations I had were that it is about different perspectives, different approaches. Is that too far-fetched, or…?
No, you definitely nailed it. I mean just in a more fundamental level it was just really an appreciation of the compound eye, how fucking weird something like that is. The analogues and the metaphors built from there. First of all it was how strange is reality; nature is the strangest thing and it never ever stops being astonishingly weird, something like a compound eye, you know like an insect’s eye. And also to try and imagine what it’s like to perceive that’s truly other. I can’t remember who said that: I don’t want to imagine what it’s like to be a bat, I want to imagine what’s it like for a bat to be a bat.
When you mention these things, would you say that the type of music you do is something to alter perception, to cleanse the doors of perception to quote Blake.
I mean to me that should be your starting point for making music. I mean just for me personally. That should be step one. Starting off with a blank slate and then adding that. If music isn’t altering perception, for me as a creator it doesn’t interest me. You know “Journey from anywhere, journey to nowhere.“
Can titles guide the listeners?
When you say “guide the listener“, you don’t want something that just sounds good. That you slap on top of the piece of music. That’s the easiest thing in the world. It should really strongly identify with the music but also, if possible, enhance. Sometimes the title exists before the piece of music. The title should give you a little peek beetween the veil, cracking open a a little bit, getting some idea. You don’t wanna be literal about your intentions. It should be some kind of signpost. You know taking some randon word and the extracting from that. The Burroughs thing: How random is random? That was a bit of a touchstone.
Would you say that this idea of randomness also applies to some of your compositions? On your last album there’s a track which is called a “cut-up composition“.
Yeah, yeah, we do that. Th cut up-thing. When we do that, we don’t do that very much. That would be in the editing process, it may be fairly random, like taking cut ups and seeing what happens. But even in the composition process there’s a lot of randomness, a lot of instability, some of the processes that we use, with the modular synths, the modular synthesizer is hugely random. And the way that we use it there’s a lot of random and a lot of stochaistic processes. So randomness but constrained within certain parameters.
Did any random element enter tonight’s show because of your limitations because some instruments were missing?
(laughing) We had finally got all of the instruments, even at the last minute I was running around on stage but some of the cables that we had weren’t there so we just had to make do. And some of the patching didn’t happen. We were keeping our fingers crossed. There’s a fine line between disaster and whatever the opposite of disaster is. (laughing) That’s why I like doing it the way we are doing it. That there’s a bounce on that knife edge of chaos and instability. You walk that fine line and any moment you can just fall on your face. (laughing). It’s fun. It keeps your heart going. You don’t need coffee (laughing).
How do you you feel then about music that is in live sitauations mainly done with a laptop?
It depends who’s doing it. What’s his name again? Who was on before. [Sote] From speaking to him beforehand… The worst thing I think you can do is to go on stage and just hit play. That just is so boring. But he was clearly doing a lot of real-time manipulation. That’s by its nature interesting. Generally I’m not a huge fan of having a laptop on stage or partucarly watching anyone. I don’t know why it is, it just always, it’s probabaly it has been abused for so long and not in a good way, but basically people coming and doing playback.
A couple of years ago Ivan Pavlov [COH] played in Rankfurt and he projected what he was doing onto a screen so everybody could see what he was doing with his laptop. To make it more transparent. And we briefly talked about the Sleaford Mods [before the interview]. It seems to be an honest way of doing it, hitting the button and not pretending to do something else, just standing there and drinking beer.
Yeah, that’s part of the performance. I want to talk about both Ivan and Sleaford Mods. With Sleaford Mods, it’s Jason Williamson, and I forget the name of the other guy, that’s part of it, standing there, drinking beer, it’ just genius, they may not do it for very much longer, but that works because it’s so deliberate. It’s not like: Ok I wanna do it but I don’t know how to do it, so I just gonna bring a laptop. You know it’s really part of it. And with Ivan. Ivan is so belligerantly (laughing) pro laptop you can’t even touch it (laughing). I love him dearly. In New York he did a performance and a q & a afterwards. And someone (laughing), someone dared, I felt so bad for this person, to ask him what software he used and he was just like “that’s like asking a guitarist what kind of strings he uses. That’s the most boring question anyone could imagine.“ He can defend his position better than anyone. And I admire that and he doesn’t even pretend to have a performative aspect. He doesn’t look busy and is not trying as if he is wrestling with the laptop. There are very slow deliberate movemnets. But it’s not something I would want to do. But I like that you brought up these two people. And it turned into this kind of anti-laptop thing. (laughing). [To Tres] You’ve never used laptops.
T: No.
I think maybe with Captain Sons and Daughters the very first performance we did, I can’t remember. I think we used it for rehearsals.
Now that you’ve mentioned an earlier project of yours and that there are some similarities that led to Compound Eye. Would you say that these earlier projects are still relevant to you? Are there projects where you would say that they played a very importnt role in your musical development while others were more tentaive steps?
Well, obviously Coil was… You can never get away from that. It’s something that’s part of me. There’s something in working with them that gave birth to a certain methodology. Some process that just does never go away. So that’s something and then going back to the very first band that was The Poems, you know we used tape-manipulation and cut-up tapes. I was 16 and cutting up making tapeloops. I think with Tres and Pschic Ills you guys have gone through many iterations. A common thread. But at some point… I remember seeing Psychic Ills once and it was flowing into a dark lysergic hole, it was like falling into a black hole of trippiness. That’s reflected in Compound Eye. But also Captain Sons and Daughters stuff. It’s all connected.
I recently saw a video of a Captain Sons and Daughters-performance on youtube and I could hear some similarities.
I think I had a modular but I was playing guitar. I like it when the borders become fuzzy and it’s not so easy to delineate. This is a person’s project under this name. It’s nice when it blurs.
I started with the origin of the band so at the end I would like to talk about future plans, recordings, stuff like that.
We’re gonna continue. We gonna record another album. Tres is recording a Psychic Ills-album and I’m doing a soloalbum. But once we finish with those we start doing the next Compound Eye-album. It would be some elements of what we did tonight. The last album, every track is different but there’s some unifying themes. It will be the same thing. A variation..
The last track tonight had some rhythmic elements.
Yeah, that’s definitely something that we’re gonna explore.
(M.G.)
PETER CHRISTOPHERSON: Time Machines II
Auch wenn es profan sein mag, aber vor der Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Werk ein paar Worte über die Art und Weise, wie mit dem Nachlass von Coil umgegangen wird: Dass man sich (noch immer) nicht auf einen Modus zur Wiederveröffentlichung der regulären Alben hat einigen können, ist mehr als bedauerlich und nutzt letztlich auch nur einer Partei: nämlich den Bootleggern. Wer in den letzten Monaten Plattenläden in London durchstöberte (oder aber schlicht das Internet bemühte), der fand eine Reihe sich den Nimbus des Offiziellen gebenden Veröffentlichungen. Weiterlesen
Dark Earth Distillery. Interview mit UnicaZürn
Unica Zürn, Autorin, Dichterin, Verfasserin von Anagrammlyrik, Zeichnerin, Malerin, Lebensgefährtin Hans Bellmers– unter dem Namen der in Berlin geborenen Künstlerin, als Hommage an ihre kreative Kraft, wie es im folgenden Interview erläutert wird, sind mit Stephen Thrower und David Knight zwei Künstler kreativ tätig, deren eigene Stammbäume der randständigen, experimentellen Musik viele Verästelungen haben und weit zurückweisen: U. a. war/ist David Knight Mitglied von Shock Headed Peters, seine eigenen dunklen Klangflächen veröffentlicht er unter dem Projektnamen Arkkon, Stephen Thrower war lange Jahre Mitglied bei Coil, ist Filmjournalist und Weiterlesen