<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Howling Larsens</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/howling-larsens/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 13 Apr 2026 02:34:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>mmPop: Neue Single von The Gray Field Recordings</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/05/29/mmpop-neue-single-von-the-gray-field-recordings/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2025/05/29/mmpop-neue-single-von-the-gray-field-recordings/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 03:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Black Lesbian Fishermen]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[R. Loftiss]]></category>
		<category><![CDATA[Sombre Soniks]]></category>
		<category><![CDATA[The Gray Field Recordings]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=46373</guid>
		<description><![CDATA[Mit der Single &#8220;mmPop&#8221; meldet sich das Projekt The Gray Field Recordings der in Griechenland lebenden Musikerin R.Loftiss erneut zu Wort. Die amerikanische Künstlerin, bekannt auch durch ihre Mitwirkung bei Formationen wie Howling Larsens und den Black Lesbian Fishermen, lässt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/05/29/mmpop-neue-single-von-the-gray-field-recordings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Single &#8220;mmPop&#8221; meldet sich das Projekt The Gray Field Recordings der in Griechenland lebenden Musikerin R.Loftiss erneut zu Wort. Die amerikanische Künstlerin, bekannt auch durch ihre Mitwirkung bei Formationen wie Howling Larsens und den Black Lesbian Fishermen, lässt hier ein Stück hören, das in ruhigem, aber eindringlichem Aufbau ein subtiles Spannungsfeld entfaltet. &#8220;mmPop&#8221; ist ein langsames, warm tönendes Stück, dessen dröhnende, aber melodische Grundierung an Orgel- und Harmoniumklänge oder auch an Schiffssirenen erinnert. Dahinter arbeitet eine kaum merkliche Unruhe wie ein inneres Brodeln, das sich nicht in den Vordergrund drängt, aber das Gesamtbild prägt. Inmitten dieser schwebenden Klänge steht Loftiss’ klare Stimme: ein Folksopran, ungekünstelt und direkt, der dem Stück Erdung und eine sehr persönliche Note verleiht.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/mmpop.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-46374" title="mmpop" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/mmpop.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-46373"></span></p>
<p>Der Text kreist in schlichter, kindlicher Sprache um Verlust, Endlichkeit und die Frage, was von unseren Gesten bleibt – vielleicht ein Baum, vielleicht eine Rose, vielleicht nichts. Die titelgebende &#8220;pop&#8221;-artige Auslöschung durch Platzen zieht sich als Bild durch das Lied und wird zum Symbol für eine plötzliche Abwesenheit, wobei relativ offen bleibt, ob sich der Song gegen Ende tröstlich oder eher schmerzhaft entlädt. &#8220;mmPop&#8221; wurde, wie es von der Musikerin selbst heißt, ursprünglich in einer anderen Fassung unter dem Namen &#8220;Doommmpop&#8221; für eine Compilation auf Sombre Soniks geschrieben. Dieser Verweis auf eine Art Vorsehung legt dann vielleicht auch eine eher fatalistische Deutung nahe. Nun erscheint das Stück in veränderter Form, der neue Titel soll, so Loftiss augenzwinkernd, die Verwechslung mit Doom als Genre vermeiden. Weitere Stücke seien geplant, möglicherweise entstehe daraus ein Album, aber das wird die Zukunft zeigen. Von The Gray Field Recordings erschienen zuletzt das Album <a title="THE GRAY FIELD RECORDINGS: She Sleeps to the Sound of Knifes" href="http://africanpaper.com/2023/06/17/the-gray-field-recordings-she-sleeps-to-the-sound-of-knifes/">&#8220;She Sleeps to the Sound of Knifes&#8221; </a>(2023) und dessen <a title="THE GRAY FIELD RECORDINGS: The 9 of Knifes" href="http://africanpaper.com/2024/07/13/the-gray-field-recordings-the-9-of-knifes/">Remixalbum &#8220;The 9 of Knifes&#8221; </a>(2024), zur Jahreswende gab es mit <a title="BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Twelve Kalikantzari of Yule" href="http://africanpaper.com/2025/02/15/black-lesbian-fishermen-the-twelve-kalikantzari-of-yule/">&#8220;The Twelve Kalikantzari of Yule&#8221;</a> ein opulentes Album der Black Lesbian Fishermen in erweiterter Besetzung.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=1661421670/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2025/05/29/mmpop-neue-single-von-the-gray-field-recordings/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nature Desires Nature: Neu aufbereitete Wiederveröffentlichung von The Gray Field Recordings</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/06/05/nature-desires-nature-neu-aufbereitete-wiederveroffentlichung-von-the-gray-field-recordings/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/06/05/nature-desires-nature-neu-aufbereitete-wiederveroffentlichung-von-the-gray-field-recordings/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Jun 2023 04:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Black Lesbian Fishermen]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Suchomel]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[Inalonelyplace]]></category>
		<category><![CDATA[Justin Jones]]></category>
		<category><![CDATA[Mike Seed]]></category>
		<category><![CDATA[R. Loftiss]]></category>
		<category><![CDATA[Reverb Worship]]></category>
		<category><![CDATA[The Gray Field Recordings]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36003</guid>
		<description><![CDATA[R. Loftiss bringt &#8211; im Rahmen einer ganzen Reihe von Reissues &#8211; den vor elf Jahren bei Reverb Worship als CDr erschienenen und längst als Rarität gehandelten Klassiker ihres Projektes The Gray Field Recordings erstmals zum Download neu heraus. Neu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/05/nature-desires-nature-neu-aufbereitete-wiederveroffentlichung-von-the-gray-field-recordings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>R. Loftiss bringt &#8211; im Rahmen einer ganzen Reihe von Reissues &#8211; den vor elf Jahren bei Reverb Worship als CDr erschienenen und längst als Rarität gehandelten Klassiker ihres Projektes The Gray Field Recordings erstmals zum Download neu heraus. Neu heißt in dem Fall auch, dass die Aufnahmen aufgrund verlorener Originalbänder noch einmal komplett neu abgemischt und gemastert wurden. Der Stil des Projektes, der in all seinen Ausprägungen immer wieder zwischen folkigen Songstrukturen und oftmals von Textrezitationen dominierten hörspielartigen Soundscapes wechselt, findet sich hier in seiner klassischen Ausprägung. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/naturedesiresnature.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-36006" title="naturedesiresnature" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/naturedesiresnature.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-36003"></span>Eine verwunschene Atmosphäre durchzieht das Werk, die nicht nur in den lieblicheren Momenten wie in der verführerischen Version des berühmten &#8220;Willow Waly&#8221; oder der Interpretation des Bigband-Gassenhauers &#8220;A Little World&#8221;, sondern auch in bedrohlicher erscheinenden Szenarien wie dem hypnotischen Minimalismus des aus Edmund Spencers Faerie Queene zitierenden &#8220;The Maple Seldom Inward Sound&#8221; oder dem im Duett mit Alan Trench vorgetragenen &#8220;Scared of Wolves&#8221; eine starke Anziehungskraft entfaltet. Neben Trench, mit dem Loftiss einige weitere Projekte (GFR-Fans sei neben den Black Lesbian Fishermen v.a. Howling Larsens empfohlen) betreibt, sind eine ganze Reihe weiterer Gäste beteiligt, so z.B. Frank Suchomel (Inalonelyplace), Mike Seed und Justin Jones (Techix), Loftiss spielt wie gewohnt eine ganze Reihe an Instrumenten. Indirekt kann das Werk auch als Teaser für das neue Album &#8220;She Sleeps to the Sound of Knifes&#8221; fungieren, dass in Kürze erscheint.<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230603_114450_880.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1099721376/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/06/05/nature-desires-nature-neu-aufbereitete-wiederveroffentlichung-von-the-gray-field-recordings/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TEMPLE MUSIC: Primitive Mercenaries</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/12/17/temple-music-primitive-mercenaries-2/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/12/17/temple-music-primitive-mercenaries-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 17 Dec 2022 00:34:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Black Lesbian Fishermen]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[Kyria Koula]]></category>
		<category><![CDATA[Nikos Papanagiotou]]></category>
		<category><![CDATA[Orchis]]></category>
		<category><![CDATA[Politissa]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Robeinson]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Robinson]]></category>
		<category><![CDATA[Temple Music]]></category>
		<category><![CDATA[Twelve Thousand Days]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=32750</guid>
		<description><![CDATA[Wahrscheinlich sind die beiden Betreiber von Temple Music so weit von jeder Diskussion über wiedererkennbare Stile oder gar Genrezugehörigkeiten entfernt, dass sie über jegliche Verwunderung über ihre stilistische Wechselhaftigkeit nur ebenfalls mit Verwunderung reagieren würden. In der Vergangenheit haben Alan &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/12/17/temple-music-primitive-mercenaries-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/tmpm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32754" title="tmpm" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/tmpm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wahrscheinlich sind die beiden Betreiber von Temple Music so weit von jeder Diskussion über wiedererkennbare Stile oder gar Genrezugehörigkeiten entfernt, dass sie über jegliche Verwunderung über ihre stilistische Wechselhaftigkeit nur ebenfalls mit Verwunderung reagieren würden. <span id="more-32750"></span></p>
<p>In der Vergangenheit haben Alan Trench und Steve Robinson immer wieder spontane Wandlungen vollzogen, brachten <a href="http://africanpaper.com/2018/02/17/temple-music-further-faster-closer-slower/">deftige Space Rock-Alben</a> heraus, <a href="http://africanpaper.com/2011/12/24/temple-music-soon-you-will-all-die-and-your-lives-will-have-been-as-nothing/">Werke von beinahe hörspielartiger Abstraktion</a>, <a href="http://africanpaper.com/2019/02/02/temple-music-%ce%b5%cf%80%ce%bf%cf%87%ce%ad%cf%82-vol-li/">rituelle Dröhnung</a>, <a href="http://africanpaper.com/2012/05/05/temple-music-children-of-the-sun/">rumpeligen Postpunk</a> und verdrehte <a href="http://africanpaper.com/2022/02/26/temple-music-the-cockatrice-and-the-storm-cock/">Psychedelic-Alben</a>, die vielleicht am ehesten zwischen all diesen Extremen verortbar sind. Dass einem mit der Zeit auch Verbindendes auffällt, seien es ein immer wieder rituell-esoterischer Schwerpunkt, eine mal deutlichere, mal weniger manifeste folkige Schlagseite oder letztlich Alans unverkennbare, auch von <a href="http://africanpaper.com/tag/orchis/">Orchis</a> und anderen Projekten her bekannte elektrifizierte Gitarrensounds, steht freilich auf einem anderen Blatt.</p>
<p>All diese Wechselseitigkeit verdankt sich sicher auch den vielfachen Interessen der beiden, was man besonders an den Hintergründen des bereits vor einigen Monaten herausgekommen und nach wie vor aktuellen Albums &#8220;Primitive Mercenaries&#8221; sehen kann. Hier waren laut eigener Angabe weibliche Rembetika-Sängerinnen aus Alans griechischer Wahlheimat, die Ideen des Vortizismus und ein Gemälde des diesem einmal nachegestandenden Duncan Grant sowie Robinsons ebenfalls vortizistisch inspirierter Lieblingsplatte &#8220;Hex Enduction Hour&#8221; von The Fall einflussgebend &#8211; ein für Uneingeweihte wahrscheinlich eher diffuser Mix, der aber zumindest durch eine kämpferische Protesthaltung verbunden ist.</p>
<p>Recht diffus und offen wirkt auch der Auftakt des Openers &#8220;Politissa&#8221;, in dessen dumpf-verrauschter Textur Gitarren und eine säuselnde Frauenstimme zu hören sind. Bei dieser handelt es sich vermutlich um ein Sample der <a href="https://www.youtube.com/channel/UC_fsZHh3QaUaRYWcs4NL3Vg">titelgebenden Sängerin</a>, die im Athen der zwanziger und dreißiger Jahre als Protestsängerin berühmt war und bürgerlich Marika Frantzeskopoulou hieß. In diesem Track passiert einiges, das man zunächst nur verschwommen wahrnimmt, doch irgendwann scheint sich eine Tür zu einem Raum zu öffnen, in dem man klarer sieht: Lautes, beschwörendes Geflüster erscheint auf der Bildfläche und eine ekstatische Perkussion. Der Track gibt sich mehr und mehr kraftvoll und tageslichttauglich, und bleibt doch so unkalkulierbar wie zu Beginn.</p>
<p>Im Verlauf des Albums setzt sich eine mitunter einfach gestrickte akustische &#8220;Folk&#8221;-Struktur durch. In &#8220;Yellow Eye&#8221; interagiert eine sanfte Akustikgitarre mit einem strömenden Harmonium, einer trillenden Flöte und der typisch langgezogenen E-Gitarre Alan Trenchs. Die Entrücktheit, die hier entsteht, lässt immer auch Raum für Chaos und Entgrenzung. Alans kräftiger Gesang, der in vielen seiner Releases eher im Hintergrund bleibt, verwandelt das anfangs eher rituelle und leicht asiatisch angehauchte &#8220;Bitter Bud&#8221; mit seinen filigranen Metallsounds in eine Art soliden Neofolksong – das wäre ähnlich wie der ausladende Titelsong eine Art proglastiger Dark Folk mit verrauschten Sounds, der in den späten 80ern vielleicht ein paar räudigere Pfade eingeschlagen und somit eine etwas sprödere, unverkitschtere Richtung durchgesetzt hätte.</p>
<p>Natürlich ist die Musik viel zu unberechenbar für solche klaren stilistischen Strukturen, und der Song &#8220;Nets&#8221; bringt all diese Überlegungen endgültig an ihre Grenzen &#8211; mit rauen Noiserockgitarren, die sich über das freundliche Picking layern und hektischen Beats aus der Asservatenkammer eines hybriden Crossovers. Alans vom Wind herangewehter Gesang bleibt in seiner melancholisch eingefärbten Space Rock-Attitüde von all dem unberührt. Noch mehr aufgelöst in Winden hoch am Firmament ist das abschließende &#8220;Dialogue in a Harem&#8221;, das all die melodischen und rhythmischen Strukturen des Albums, seine revoltierenden Stimmungen und seinen Hauch von Mystizismus in ein großes, mehrfarbiges Dröhnen auflöst, in welchem auch die Stimme einer weiteren klassischen Rembetissa - Kyria Koula &#8211; zu hören ist.</p>
<p>&#8220;Primitive Mercenaries&#8221; ist ein Album, das auf verschiedenen Ebenen rezipiert werden kann. Es ist reich an historischen Bezügen, die weit über das rein Musikalische hinausgehen. Dass die meisten dieser Referenzen aber eher andeutungshaft in der Luft hängen und für viele wahrscheinlich nur vage erkennbar sind, tut dem ganzen keinen Abbruch, denn die Songs funktionieren alle auch aufgrund ihrer unmittelbaren Attraktivität. Zudem zeigt &#8220;Primitive Mercenaries&#8221; erneut, dass man bei Temple Music immer wieder auf Überraschungen gespannt sein darf. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4134965055/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/12/17/temple-music-primitive-mercenaries-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TWELVE THOUSAND DAYS: The Birds Sing As Bells</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/01/15/twelve-thousand-days-the-birds-sing-as-bells/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/01/15/twelve-thousand-days-the-birds-sing-as-bells/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Jan 2022 07:23:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Black Lesbian Fishermen]]></category>
		<category><![CDATA[Eyeless in Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Final Muzik]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[Kodax Strophes]]></category>
		<category><![CDATA[Martyn Bates]]></category>
		<category><![CDATA[Orchis]]></category>
		<category><![CDATA[Temple Music]]></category>
		<category><![CDATA[Twelve Thousand Days]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=28206</guid>
		<description><![CDATA[Bedenkt man, wieviel Zeit und Energie Martyn Bates und Alan Trench allein in den vergangenen Jahren in ihre zahlreichen Projekte (siehe Tags am Ende der Besprechung) investiert haben, wundert es, dass sie immer noch in relativ kurzen Intervallen längere Aufnahmen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/01/15/twelve-thousand-days-the-birds-sing-as-bells/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/thebirdssingasbells.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28208" title="thebirdssingasbells" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/thebirdssingasbells-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bedenkt man, wieviel Zeit und Energie Martyn Bates und Alan Trench allein in den vergangenen Jahren in ihre zahlreichen Projekte (siehe Tags am Ende der Besprechung) investiert haben, wundert es, dass sie immer noch in relativ kurzen Intervallen längere Aufnahmen ihres Duos Twelve Thousand Days zustande bekommen. &#8220;The Birds Sing As Bells&#8221; ist ihr neuester, aber auch älteres Material enthaltender Streich und enthält <span id="more-28206"></span>alle Komponenten, die für den ornamentalen, verwunschen wirkenden und trotz aller traditionellen Referenzen experimentierfreudigen Dark Folk des Duos typisch sind.</p>
<p>Was zu Beginn wie ein stoisch gestimmter Vorspann heraufdämmert, ist die traditionelle schottische Murder Ballad &#8220;The Cruel Brother&#8221;, die die Geschichte eines tödlich endenden Familienzwistes erzählt &#8211; wobei sie genau genommen erst mit den Auswirkungen eines Fluchs endet. Vor einer Kulisse hypnotisierender Gitarren beschwört Bates&#8217; strahlende Kopfstimme den grausamen Stoff als fast biblisch anmutendes Narrativ und lässt die Ornamente seines sanft exaltierten Gesangs wie die Gesten einer Pantomime ihre Akzente setzen.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2691268399/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=752726618/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Rückgriffe auf Vergangenes bilden einen zentralen Schwerpunkt des Albums, und nicht immer muss es sich dabei um Traditionals handeln. &#8220;The Fair Of St. Botolph&#8221; beschwört mit seinem galoppierenden Strumming und der von einer Winböe durch den Raum gewehten Stimme die besseren Tage der englischen Kleinstadt Boston und ihres legendären Hawk Fair. Der aufgeweckte Esprit im Zusammenhang mit der surrealen Entrücktheit gibt dem Song eine besondere Exzentrik und macht ihn zu einem Höhepunkt des Albums. Das im Duett gesungene &#8220;Taile Of A Charme&#8221; huldigt einer archaischen Volksmagie und klingt wie aus einem geheimnisvollen Fantasieland herübergeweht, und am Ende fragt man sich, ob die märchenhafte Stimmung lediglich einem Traum entsprungen sind.</p>
<p>Ähnliches gilt für urige, von entrückten Flöten begleitete Folksongs wie &#8220;The Hare&#8221; und natürlich für &#8220;Two Ravens&#8221;, ein schottisches, auch unter dem Titel &#8220;Twa Corbies&#8221; bekanntes Traditional, bei dem die Erkenntnis, dass des einen Tod des anderen Brot ist, in eine derbe Fabel transponiert wird. Die seltsame, &#8220;weirde&#8221; Fremdheit in solchen Songs trägt viel zum nicht-nur-schönen, z.T. avantgardistisch anmutenden Unterton von Twelve Thousand Days bei, hier findet diese sich weniger im Duett der hellen und dunklen Stimmen wieder, sondern im wahnhaft trillernden Spiel der Flöte.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2691268399/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1304782220/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Es finden sich aber auch getragenere Momente auf &#8220;The Birds Sing As Bells&#8221;, ansatzweise in dem auf Ben Jonson referierenden, ihn aber nicht zitierenden &#8220;Drink, Drink To Me, Only With Thine Eye&#8221;, in dem zaghaft um ein Glas Wasser geschmachtet wird, und nicht zuletzt in der abschließenden &#8220;Winter Suite&#8221;, in der das Land, in dem die Vögel wie Glocken singen, in einem epischen Gegenzoom in ein die Unwirklichkeit verschwindet.</p>
<p>Twelve Thousand Days müssen keine klar definierten Konzeptalben produzieren um ein musikalisches Statement zu setzen. Ihre Musik selbst ist Statement genug, ein vielleicht diffuses, doch wem auffällt, wie oft Begriffe wie ornamental, verweht, entrückt und andere in (nicht nur) dieser Besprechung fallen, kann sich darunter schon etwas ausreichendes vorstellen.</p>
<p><strong>Label: Final Muzik<br />
</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2691268399/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/01/15/twelve-thousand-days-the-birds-sing-as-bells/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>HOWLING LARSENS / NICK LYMPEROPOULOS: Poemandres</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/02/27/howling-larsens-nick-lymperopoulos-poemandres/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2021/02/27/howling-larsens-nick-lymperopoulos-poemandres/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2021 07:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaos Lymperopoulous]]></category>
		<category><![CDATA[Rebecca Loftiss]]></category>
		<category><![CDATA[Sombre Soniks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=24159</guid>
		<description><![CDATA[Vor knapp fünf Jahren brachten die aus R. Loftiss und Alan Trench bestehenden Howling Larsens erstmals eine gemeisame Arbeit mit dem griechischen Okkultisten Nick Lymperopoulos heraus, eine elektroakustisch unterdröhnte Lesung des ersten Teils von Parmenides&#8217; Traktat &#8220;Über die Natur&#8221;. Es &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/02/27/howling-larsens-nick-lymperopoulos-poemandres/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/poemandres1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-24415" title="poemandres" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/poemandres1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor knapp fünf Jahren brachten die aus R. Loftiss und Alan Trench bestehenden Howling Larsens erstmals eine gemeisame Arbeit mit dem griechischen Okkultisten Nick Lymperopoulos heraus, eine elektroakustisch unterdröhnte Lesung des ersten Teils von Parmenides&#8217; Traktat &#8220;Über die Natur&#8221;. Es war damals die Rede von einer geplanten Vertonung der restlichen Teile, die bislang nicht realisiert wurde. Die gute<span id="more-24159"></span> Neuigkeit ist aber, dass die Zusammenarbeit nach wie vor besteht, und das neue Lebenszeichen geht in eine ganz ähnliche Richtung, denn hier interpretieren die drei das erste, &#8220;Poemandres&#8221; genannte, Traktat des Corpus Hermeticum.</p>
<p>Die bekannte Sammlung an z.T. in Dialogform verfassten Abhandlungen, als deren Verfasser lange Hermes Trismegistos angenommen wurde, ist die wahrscheinlich wirkmächtigste Quelle okkulten Wissens der Antike und ein wichtiges Fundament hermetischer Geheimlehren. In den Ausführungen über Mystik, Reinkarnation und Opferpraktiken klingt das Echo damals einflussreicher Denkschulen des Platonismus, Neoplatonismus und des Stoizismus an, aber auch Spuren jüdischer, persischer und (in der Eigendarstellung besonders wesentlich) ägyptischer Traditionen finden sich. Zum ersten Traktat Poemandres berichtet ein Erzähler von einer offenbarungsgleichen Vision, in welcher ihm eine Gottheit die Ursprünge alles Seienden und dessen Bestimmung erklärt.</p>
<p>In der knapp einstündigen Umsetzung bildet ein melierter, kreisender, niemals nur mäandernder Dronesound das Fundament eines bedächtig beginnenden Vortrags im ungeschliffenen Ton des Altgriechischen, der zu melodisch ist für reine Spoken Words und doch zu rezitativ für klassischen Gesang. Schon zu Beginn finden sich kleine Details wie leises Bimmeln in den Wellen der Dröhnung, leichte Veränderungen deuten Szenisches an. Auch die Stimmarbeit, die sich immer wieder einem liturgischen Charakter annähert, ist keineswegs so monoton wie es vordergründig scheinen mag. Mir ist die Sprache fremd und der Originaltext somit unbekannt, doch die gelegentlichen Sprechpausen und manche Einwürfe, die wie Fußnoten und Regieanweisungen erscheinen, wie kurze Erklärungen, bevor der Sprachfluss weitergeht, scheinen der Eigenart des Textes zu entsprechen.</p>
<p>Veränderungen in der Dynamik des Gesangs sowie der Fülle der Musik, bei denen das hypnotische Kreisen deutlicher zutage tritt und Obertöne und weitere Details &#8211; Rasseln und deutlichere Perkussion, Knistern und Knacken wie Feuer, etwas, das wie Vogelstimmen klingt &#8211; hinzukommen, scheinen immer subtil aufeinander abgestimmt. Doch ebenso sehr verändert sich auch das Hören, wenn man sich in die Musik hinenziehen lässt und so etwas wie eine Innenperspektive einnimmt. Es ist die knarrende Stimme, die gegen Ende auffallend emotional wird und fast zu brechen scheint, die einen aus dem semihypnotischen Zustand holt. Dass all dies auch ohne Sprachkenntnisse funktionieren kann, spricht nur für die Umsetzung.</p>
<p><strong>Label: Sombre Soniks</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2344380484/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://sombresoniks.bandcamp.com/album/poemandres">Poemandres by Howling Larsons &amp; N Lymperopoulos</a></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2021/02/27/howling-larsens-nick-lymperopoulos-poemandres/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TWELVE THOUSAND DAYS: Field&#8217;s End</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/11/07/twelve-thousand-days-fields-end/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2020/11/07/twelve-thousand-days-fields-end/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2020 04:46:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Black Lesbian Fishermen]]></category>
		<category><![CDATA[Eyeless in Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[Martyn Bates]]></category>
		<category><![CDATA[Orchis]]></category>
		<category><![CDATA[Temple Music]]></category>
		<category><![CDATA[Twelve Thousand Days]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=22932</guid>
		<description><![CDATA[Man erkennt eine Twelve Thousand Days-Platte in der Regel sobald sich der hochstürmende, ornamentale und immer jung wirkende Gesang Martyn Bates&#8217; über den fließenden, doch nie zu lieblichen Gitarrenmustern von Alan Trench ausbreitet. Auf ihrem jüngst erschienenen neuen Album &#8220;Field&#8217;s &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/07/twelve-thousand-days-fields-end/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/twelvethousanddaysfieldsend.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-22933" title="twelvethousanddaysfieldsend" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/twelvethousanddaysfieldsend-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man erkennt eine Twelve Thousand Days-Platte in der Regel sobald sich der hochstürmende, ornamentale und immer jung wirkende Gesang Martyn Bates&#8217; über den fließenden, doch nie zu lieblichen Gitarrenmustern von Alan Trench ausbreitet. Auf ihrem jüngst erschienenen neuen Album &#8220;Field&#8217;s End&#8221; erkennt man aber auch, wie vielgestaltig das Konzept des Eyless in Gaza-Gründers und des von Orchis, Temple Music und den<span id="more-22932"></span> Black Lesbian Fishermen her bekannten Instrumentalisten immer wieder gerät.</p>
<p>Eingängige, pastorale Folkballaden, für die der Stil des Duos eigentlich wie geschaffen scheint, machen nur einen Teil der Tracks aus, und selbst diese liefern zuverlässig Brechungen des nur Schönen mit: Im stimmungsvoll geschrammelten &#8220;Coral&#8221; schwimmt Bates&#8217; Gesang durch einen tiefen See und taucht in gemächlichen Intervallen an die Oberfläche, und stets herrscht der Eindruck, hier werde Unerhörtes auf besonders sanfte Weise besungen, so dass es sich durch die versteckten Hintereingänge ins Bewusstsein der Hörer schleichen kann. In manchen Tracks wie &#8220;Drakestones&#8221; zeigt sich die Stimmarbeit weniger existiert und vor allem tiefer als gewohnt, lässt dasSetting weniger &#8220;präraffaelitisch anmuten, doch es sind die abstrakt wirkenden Samples, die das Stück nicht allzu leicht runterspülen. Gerade die weniger zugänglichen Momente dieser Musik setzen einen Anker in der Erinnerung und erschaffen das, was man gerne Wiedererkennungswert nennt. Ähnlich zwiespältig im besten Sinne sind Folknummern wie das von Alan gesungene und mit einer lieblichen Spieluhr begleitete &#8220;Black Mountain Side&#8221; und das wie ein Showdown anmutende Titelstück.</p>
<p>Oft ist es ein mysteriöses Rumoren im Hintergrund, dass den Songs eine gewisse raue Erdung verpasst und sie so quasi zur Kenntlichkeit entstellt. Die rauschende Dröhnung unter sanften Saitenanschlägen in &#8220;Wistman&#8217;s Wood&#8221; wirkt da ähnlich wie das mysteriöse Schaben in den untersten Schichten von &#8220;Adam and the Beasts&#8221;. Das Alasdair Clayre-Cover (es wurden außerdem Vashti Bunyan und Bob Pegg von Mr. Fox interpretiert!) kommt weitaus schwermütiger daher <a href="https://www.youtube.com/watch?v=MVQ454i9mqg">als das beinahe kämpferische Original</a>. Zu dem Text über die ersten Menschen, die nach ihrem Platz in der Schöpfung fragen und von den weniger harmlosen Seiten ihrer Spezies erfahren, mag beides passen. Andere Tracks wie &#8220;More&#8221; steigern sich in lupenreinen Lärm.</p>
<p>Ich habe den Opener, das Black Sabbath-Cover &#8220;Planet Carava&#8221;, schon deshalb nicht als erstes genannt, um den viel strapazierten Begriff Psychedelic etwas zurück zu halten, aber er bietet sich natürlich an, und das Stück ist gleich eines der Highlights von &#8220;Field&#8217;s End&#8221;: Das gemächliche Tempo des entspannt ethnolastigen Originals beibehaltend wurde, sicher z.T. durch die hauchdünn hämmernden Takte, ein drängendes Moment hinzu gebracht, dass die im Text angedeutete Reise zu einem weitaus dringlicheren Unterfangen macht. Eine mehrstündige Version, wie sie ein passionierter Fan vom Original erstellte, wäre hier eine echte Herausforderung, und genau die stellt &#8220;Field&#8217;s End&#8221; auch im Ganzen dar, so sanft seine Klänge, mit denen es sich einschmeichelt, auf den ersten Blick auch sind. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.finalmuzik.com/">Final Muzik</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1162003133/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2020/11/07/twelve-thousand-days-fields-end/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Basically I make music that I like to listen to. Interview mit Alan Trench</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-interview-mit-alan-trench/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-interview-mit-alan-trench/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Feb 2020 07:19:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Black Lesbian Fishermen]]></category>
		<category><![CDATA[Cryptanthus]]></category>
		<category><![CDATA[Cunnan]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[Orchis]]></category>
		<category><![CDATA[Temple Music]]></category>
		<category><![CDATA[The Gray Field Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Twelve Thousand Days]]></category>
		<category><![CDATA[Underflow Records]]></category>
		<category><![CDATA[World Serpent]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=20142</guid>
		<description><![CDATA[Als der heuten in Griechenland lebende Alan Trench noch zusammen mit zwei Kollegen den bekannten World Serpent-Vertrieb leitete, bekamen viele erst nach und nach mit, dass er auch Musiker war. Um seine Folkband Orchis, von der 1994 der erste Longplayer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-interview-mit-alan-trench/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20251" title="alantrench2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als der heuten in Griechenland lebende Alan Trench noch zusammen mit zwei Kollegen den bekannten World Serpent-Vertrieb leitete, bekamen viele erst nach und nach mit, dass er auch Musiker war. Um seine Folkband Orchis, von der 1994 der erste Longplayer herauskam, machte er wenig Wind, und so avancierte das geheimnisvolle Trio zu einem Geheimtipp, der halbherzigen Musikkonsumenten meist entging. Als diese Ära um die Jahrtausendwende zuende ging, hätten wahrscheinlich wenige damit gerechnet, dass<span id="more-20142"></span> der Musiker, der eine Vielzahl von Saiteninstrumenten und einiges mehr beherrscht, ein paar Jahre später so etwas wie einen zweiten Frühling mit einem enormen Output erleben wird. Mit den Black Lesbian Fishermen, die er mit befreundeten Musikern in seiner Wahlheimat gründete, spielt er eine betörende rituelle Psychedelik, deren genreübergreifende Kompositionen von großem musikalischen Feinsinn zeugen, wogegen Temple Music für eine rauere, spontane, oft in Spacerock-Gefilde ausschlagende Musik steht. Mit seiner Frau <a href="http://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-mit-der-musikerin-und-kuratorin-r-loftiss/">Rebecca Loftiss alias The Grey Field Recordings</a>, die ebenfalls an den Fishermen beteiligt ist, betreibt er das wechselhafte, bisweilen hörspielhafte Duo Howling Larsens. Und dann wäre da noch Twelve Thousand Days, das Folk-Duo mit Martyn Bates, das noch in seine englische Zeit zurückreicht und nach wie vor besteht. Man darf durchaus über Trench reden, ohne in Namedropping zu verfallen, aber zum Glück muss man das nicht, denn das vielschichtige Mosaik seiner Musik kann durchaus ein paar Wegweiser gebrauchen. Im folgenden Interview, in dem wir über all dies sprechen, wird v.a. deutlich, wie sehr sich der Kosmos der Undergroundmusik seit den frühen 90ern verändert hat.</strong></p>
<p><a title="Basically I make music that I like to listen to. An Interview with Alan Trench" href="http://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-an-interview-with-alan-trench/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Seit <a href="http://africanpaper.com/2012/03/03/to-fuck-up-tradition-interview-mit-dem-folkmusiker-und-verleger-alan-trench/">unserem letzten Interview</a> hast du Musik mit einer ganze Reihe an Bands und Projekten herausgebracht, zuletzt mit den Black Lesbian Fishermen. Was war die Idee hinter diesem <a href="http://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/">Album über die Metaphysik des Natrons</a>? Hat dieses Salz eine symbolische Verbindung zur Musik??</strong></em></p>
<p>Natron ist der hermetische Begriff für Salz, aber im metaphysischen Sinn (d.h. als erstes Prinzip) verwendet, stellt es den physischen Körper dar, der nach der Verbrennung bleibt&#8230; hermetisch ausgedrückt bezieht sich dies auf die physischen Überreste, die nach dem Tod überleben, um neues Leben zu beginnen&#8230; in dem Sinne, in dem wir es verwenden, sind mit der Verbrennung die Ideen, die Kreativität, das Schreiben gemeint. Was zurückbleibt, ist das fertige Werk. Rebecca hatte die PGM, die altgriechischen Magischen Papyri (PGM I &amp; II sind übrigens in einem Berliner Museum) studiert und war davon stark inspiriert worden; Nikos Fokas ist sehr tief in verschiedene Aspekte des Okkulten in Athen involviert, und dann träumte ich auf einmal, dass dies der Titel des neuen Albums war – es wirkte schicksalhaft, vor allem, als wir die erste Sequenz des ungeborenen Albums durchspielten. Es war genau richtig.</p>
<p><em><strong>Alle Mitglieder der Fishermen spielen in anderen Gruppen, einige schon seit geraumer Zeit. Wie funktioniert das Songwriting und das Aufnehmen in dieser Band? Gibt es eine Hauptantriebskraft oder waltet bei euch mehr eine Art kreatives Chaos?</strong></em></p>
<p>Ich denke, dass alle unsere persönlichen Projekte an erster Stelle stehen, aber es ist nicht so, dass wir Platz in unseren Stundenplänenn für die BLF-Aufnahmen schaffen müssten. Rebecca und ich wohnen ca. 2 Stunden von Athen entfernt, und wir haben ein Kind von 5 Jahren; die anderen Fishermen arbeiten in Athen, haben Kinder, und von außen sieht zeitlich gesehen es unmöglich aus. Aber wir (das heist Rebecca &amp; ich) haben uns ein etwas griechischeres Verhalten dazu angewöhnt&#8230; Wenn also jemand von uns eine Idee hat, ergreifen wir die Gelegenheit und beginnen sofort mit dem Aufnehmen. Man muss im modernen Griechenland spontan sein, eine Planung kann nicht stattfinden. Dann schicken wir es an die anderen, die entweder Teile hinzufügen oder Teile schreiben, die aufgenommen werden, wenn wir zusammen sind, und auf diese Weise sammeln wir mit ziemlich viel neues Material an. Wenn wir uns alle zum Proben treffen, werden wir das fragmentarische Zeug ausprobieren, das sich meistens noch mal komplett ändert, auch fällt uns dann i.d.R. mindestens noch ein weiteres Stück ein. Das Problem bei der griechischen Experimentalszene ist, dass es kaum Möglichkeiten zu spielen, aufzunehmen, aufzutreten gibt – es sei denn in sehr kurzlebiger Form: Ein Projekt kommt zusammen, macht fabelhafte Sachen, dann zerstreuen sich alle, und das war&#8217;s. Bei den BLF sind wir beiden Nicht-Griechen so etwas wie die treibende Kraft, die Ordnung in das kreative Chaos bringt, Rebecca und ich wählen Material aus, arbeiten daran und bringen den Rest des Aufnahmeprozesses in Gang. Bei &#8220;Metaphysics&#8221; muss ich sagen, dass das Album hauptsächlich von Rebecca geprägt wurde&#8230; sobald wir uns über die Richtung einig waren, prügelte sie uns voran, bis die endgültigen Versionen fertig waren. So war es zum Beispiel mit &#8220;Third Rubric&#8221;, das ursprünglich etwa 30 Minuten lang war&#8230; Die &#8216;Surf&#8217;-Sektion war etwa doppelt so lang wie jetzt und war rein instrumental – persönlich mochte ich den langen dröhnenden ersten Teil, der einige große verrückte Bassspuren &amp; Keyboards hatte – aber Nikos ließ mich schneiden und schneiden, bis es eher ein Intro zum Hauptsong war, bei dem Rebecca singen sollte&#8230; was sie tat, aber auch sie wollte das Stück kürzen. Und beide hatten Recht. Als ich also den Track für fertig hielt, konnte sie ihn mastern, und es klang großartig. &#8220;Pigs Before Strawberries&#8221; war zunächst etwa 40 Minuten lang und durchlief den gleichen Prozess; dagegen ist &#8220;You Find The Noise&#8221; ziemlich genau so, wie wir es beim ersten Versuch aufgenommen haben.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=716068008/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Seht ihr euch dann eher als eine Art Supergroup, oder doch als etwas festeres?</strong></em></p>
<p>Wir sind alle wirklich gute Freunde, und ich denke, das kommt an erster Stelle. Es gibt definitiv so etwas wie einen Black Lesbian-Vibe, wenn wir alle spielen – ich meine, es gibt einen bestimmten Sound, also hat die BLF eine eigenständige Existenz – und auch einen ziemlich respektablen Katalog von Songs, also denke ich, dass wir es alle als eine Entität für sich betrachten, obwohl wir andere Projekte haben, an denen wir beteiligt sind. Irgendwann stehen diese an erster Stelle; manchmal tun sie es nicht, je nachdem, was wir gerade tun, was mir ziemlich gesund erscheint – also denke ich, dass es die BLF noch eine Weile geben wird!</p>
<p><em><strong>Von all deinen Projekten scheint Temple Music das offenste hinsichtlich der stilistischen Herangehensweise zu sein. Wenn man sich durch die verschiedenen Alben hört, findet man Musik von Space Rock über introvertierte ambiente Soundscapes bis hin zu rituellen Stücken. Was ist deiner Ansicht nach der Rahmen, der die unterschiedlichen Elemente zusammenhält?</strong></em></p>
<p>Bevor ich mich mit Steve zusammengetan hatte, war TM mein Soloproject, und der Ausgangspunkt für die meisten Stücke damals war etwas, das immer noch eine wichtige Rolle in meinen Forschungen und Obsessionen spielt. Steve ist sehr mit seinem Old Tme/Bluegrass-Projekt beschäftigt – die spielen gerade eine Menge Konzerte und er kümmert sich um das ganze Material und die Arrangements; Dan betrebt sein neues Duty-Projekt und macht viele Remixarbeiten, weshalb die ersten Schritte bei fast allen TM-Aufnahmen von mir abhängen. Manchmal machen die Tracks schon von Anfang an einen vollständigen Eindruck, weswegen es dann mit nur minimaler oder auch gar keiner Unterstützung anderer weitergeht; manchmal steht aber auch nur das Skelett und ich hab keine Ahnung, wo das Fleisch herkommen soll. Diese Stücke gehen dann zu Steve. Ideal ist, wenn er mit mir im Studio ist,  aber die Entfernung ist ein wesentlicher Faktor! Steve hat schon immer einen gewissen Pop-Twist in all seine Arbeiten gebracht, und wenn er nicht mit dabei ist, fehlt das. So bin ich letztlich derjenige, der alles zusammenfügt, im guten wie im schlechten. Ich  mag eine Menge unterschiedlicher Musik und habe vielfältige Interessen. Manchmal entsteht ein Song wie von selbst, doch wenn ich spiele, entwickelt erstilistisch erst seinen Charakter. Die längeren, introspektiveren Stücke basieren oft auf Ideen, ich schreibe die Musik auf, bevor ich sie spiele. Und da ich keine klassische Ausbildung habe, geht es oft auf etwas zurück , von dem ich nicht einmal weiß , wie man es umsetzt und es trotzdem einfach mache. Grundsätzlich mache ich einfach Musik, die ich gerne höre.</p>
<p><em><strong>Ist <a href="http://africanpaper.com/2019/09/26/v-a-dark-ambient-vol-18/">&#8220;Io&#8221;, der Track auf der letzten Dark Ambient Compilation</a>, ein singuläres Stück, oder gehört es in einen größeren Rahmen? Der mythologische Inhalt impliziert zumindest einen breiteren Kontext..</strong></em></p>
<p>Nun, als es aufgenommen wurde… oder eher bevor es soweit war, stand es ganz für sich als ein Stück für die &#8220;Dark Ambient&#8221;-Compilation. Ich fragte den Dichter Giorgos Kariotis, mit dem ich schon mal gearbeitet hatte, nach der lokalen Version des Io-Mythos auf Euböa, und ob er ein kurzes Stück darüber verfassen könnte, und zu meiner Überraschung kannte er die Version gar nicht. Auch ich fand keinen Beleg dafür und fragte mich, wo ich eigentlich davon gehört hatte, und ich denke fast, dass er mir nicht glaubte. Er kam aber mit anderen Aspekten des Stoffes zu mir, die ich wiederum nicht kannte, und schieb dieses Stück – ein lyrisches Gedicht &#8211; auf der Bootsfahrt nach Euböa und nahm die Rezitation auf. Erst vor zwei Wochen kam das gedicht in seiner vierten Gedichtsammlung heraus und wir werden es demnächst auf der Buchpräsentation spielen; wir werden es wohl live spielen, wobei das etwas problematisch ist, weil da viele Instrumentalmotive vorkommen… man könnte es mit dem Laptop spielen, aber mit einem Ensembe wäre es wesentlich besser, nur ist wenig Zeit dafür da. Sicher wird es einige Bearbeitungen von Giorgos&#8217; neuen Arbeiten geben &#8211; Temple Music haben das schon die letzten beiden mal gemacht &#8211; aber erst weiter hinten in diesem Jahr. Alles in allem sehe ich keinen Grund, warum es nicht eine Art &#8220;mythologische Sammlung&#8221; in der Zukunft geben sollte, bei der wir verschiedene Titel zusammenstellen und noch ein paar neue aufnehmen, aber das wird nicht so bald sein!</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2605575039/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1030159898/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Die beiden Stücke der letzten <a href="http://africanpaper.com/2020/02/15/akoustik-timbre-frekuency-temple-music-split-frequencies-vol-ii/">&#8220;Split Frequencies&#8221;-Veröffentlichung</a> scheinen stark aufeinander bezogen zu sein. Gab es ein gemeinsames Konzept zwischen dir und Akoustik Timbre Frekuency?</strong></em></p>
<p>Es gab keine Zusammenarbeit als solche &#8211; ich hatte mein Stück fertig, bevor P23 etwas davon hörte, aber er arbeitete dann an seinem Stück mit meinem im Hinterkopf.</p>
<p><em><strong>An einigen der jüngeren Temple Music-Veröffentlichungen hat Stephen Robinson nicht mitgewirkt. Ist er grundsätzlich immer noch ein Teil der Band?</strong></em></p>
<p>Steve ist immer präsent! Manchmal nur im Geiste, aber er ist immer ein Teil von TM!</p>
<p><em><strong>Das jüngste <a href="http://africanpaper.com/2019/06/29/temple-music-the-unquiet-mind/">Temple Music-Album &#8220;The Unquiet Mind&#8221;</a>, das du  solo aufgenommen hattest, scheint ein sehr persönliches Werk zu sein und es wirkt auch in jeder Hinsicht sehr spontan. Was kannst du uns über seine Entstehung erzählen?</strong></em></p>
<p>Es ist beides… das ganze Ding wurde geschrieben, aufgenommen, abgemischt und gemastert in weniger als einer Woche –ein Track pro Tag, und es ist ein Album, über das ich wirklich glücklich bin – und eins, das wohl einen Nerv getroffen hat und an verschiedenen Orten im radio gespielt wurde. Ich hatte einen ganze Sack voller Ideen, mit denen ich seit einer Weile herumgespielt hatte, es war noch nichts feststehendes, aber ich hatte den Titel – ich wusste seit einiger Zeit, dass das Album so heißen würde. Ich hatte einige Bücher über Psychologie gelesen – allerdings nicht Kay Redfield Jamison, die, wie ich später erfuhr, ein Buch mit dem selben Titel verfasst hatte &#8211; und ich wusste, dass der &#8220;Sound&#8221; sehr innerlich klingen sollte… Ich meine eine thematische Reise, aber alles, was das Album enthalten sollte, war schon in meinem Kopf verknüpft. Es ist die Geschichte eines Opfers, eine Reise ohne bestimmtes Ziel… wenn ich es jetzt beschreibe, ist es sehr schwer in Worte zu fasse, aber ich wusste ebenso sehr, was es war. &#8220;Jungle In The Night With Tigers&#8221; ist der Track, der das Album ausgelöst hatte… meine junge Tochter hatte in ihrer Schule eine Aufführung, über die wir nicht viel wussten, aber ihr Teil beinhaltete den Massensuizid der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Soulioten">Soulioten-Frauen</a> unter Ali Pasha. Das steht im Zusammenhang mit dem gliechischen Unabhängigkeitskrieg, und das von einer Gruppe Fünfjähriger als Tanz aufgeführt zu sehen – das ist hier akzeptiert, als Tatsache und Teil der Kultur &#8211; war ziemlich berührend. Ich fragte sie später, worum es bei all dem ging, und sie antwortete &#8220;Jungle in the night with tigers&#8221;… nun, sie war 5, und wer weiß, auf welche Frage sie geantwortet hat, aber das war nur der Anfang… die Vorstellung, dass du in der Dunkelheit bist, du siehst nichts, bist von Hindernissen umgeben, und überall lauern Gefahren. Mit all dem im Hinterkopf nahm ich mir vor, einen Song pro Tag für 5 konstruktive Tage aufzunehmen, zu mixen und zu mastern, und zu schauen, was dabei herauskommt. Die Tracks auf dem Album folgen der Reihenfolge ihrer Aufnahme, so hoffe und glaube ich, dass die Reise von Nicht-Sein (im Sinne des nur lebendigseins, ohne wirkliche Bewusstheit) zu einer Art inneren Frieden zu erkennen ist. Stylistisch gint es da einen Sinn für Einheit, aber s ist recht weit entfernt von dem, was Sombre Soliks normalerweise herausbringen, weswegen ich mich sehr gefreut hatte, dass sie es so mochten und veröffentlicht hatten. Sie haben usn immer sehr unterstützt.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench3.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-20252" title="alantrench3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench3.jpg" alt="" width="960" height="640" /></a></p>
<p><em><strong>Alle Tracks auf dem Album scheinen sich deiner neuen Heimat in Griechenland zu widmen, wo du nun schon seit einigen Jahren lebst. Wie kam es dazu?</strong></em></p>
<p>Das tun sie definitiv. Bevor ich hierherzog, fiel es mir sehr leicht, Songs zu schreiben, die vom antiken Griechenland inspiriert waren. Als ihc hierher zog, lief das mit den Melodien und der Musik sehr gut, aber mit den Texten war es anders. Als ich Songs für das neue Twelve Thousand Days-Album schrieb, war es sehr schwer, irgendwas auf die Beine zu bringen, das mit mir resonnierte. Klar war ich in Griechenland, aber ich bin kein Grieche, und ich musste mich mental wieder mit der englischen Tradition oder meiner englischen Tradition verbinden, und so schrieb ich &#8220;Maid on the Moor&#8221;, eines der besten Dinge, die ich jemals geschrieben habe. Es passte überhaupt nicht zu TTD, aber es fügte sich perfekt in <a href="http://africanpaper.com/2018/02/17/temple-music-further-faster-closer-slower/">&#8220;Further, Faster, Closer, Slower&#8221;</a>, an dem ich zu der Zeit auch gerade arbeitete. Jedenfalls wurde mir klar, dass meine Inspiration von innen und nicht von außen kam. Für &#8220;The Unquiet Mind&#8221; konnte ich mich aber auf den Ort woe wir leben und wie Art wie wir leben beziehen und all das mit dem inneren Prozess in Einklang bringen. Ich denke, dass ich jetzt ganz angekommen bin. Nicht, dass Lyrics auf dem Album wären, aber das war, weil sie nicht norwendig waren!</p>
<p><em><strong>Du hattest erähnt, dass sich &#8220;Jungle in the Night with Tigers&#8221; auf ein historisches Ereignis bezieht. Was ist der genaue Hintergrund?</strong></em></p>
<p>Das spezifische Ereignis ist heute als &#8216;The Dance Of The Souliote Women&#8217; oder &#8216;The Dance Of Zalongo&#8217; bekannt. Ich wusste nichts über Ali Pascha, außer dem Namen, bis vor ein paar Jahren, als wir nach Ioannina im Norden Griechenlands fuhren, und dann rüber nach Gyrokaster in Albanien, und es war fast so, als ob wir auf den Spuren von Ali Pascha unterwegs wären. Er war ein besonders brutaler osmanischer Herrscher war – am Ende trieb er es zu weit und wurde auf Befehl des Sultans ermordet. Die Sulioten hatten fast uneinnehmbare Bergverteidigungen und kämpften viele Jahre gegen Ali, bis sie sich schließlich ergeben mussten; die Bedingungen ihrer Kapitulation wurden nicht eingehalten, und sie wurden abgeschlachtet. Die spezifische Geschichte des Tanzes, den die Kinder aufführten, ist, dass die ausgelieferten Männer unter der Bedingung eines Waffenstillstandes in ein Gefangenenlager eskortiert wurden; einmal drinnen, wurden die Türen geschlossen, und die Männer des Pascha eröffneten das Feuer. Die Frauen der Ermordeten sollen dies aus sicherer Entfernung auf einem Felsen beobachtet haben; Als sie es sahen, begannen sie den Tanz, und nacheinander warfen sie sich über den Rand, einige hielten sogar ihre Kinder im Arm. Als dieses Ereignis bekannt wurde, war es der Katalysator für die europäische Unterstützung des griechischen Unabhängigkeitskrieges, so die Geschichte.</p>
<p>‘Farewell poor world; farewell sweet life</p>
<p>And you, my wretched country, farewell forever</p>
<p>Farewell springs, valleys, mountains and hills</p>
<p>Farewell springs and you, women of Souli</p>
<p>The fish cannot live on the land, nor the flower in the sand</p>
<p>And the women of Souli cannot live without freedom’</p>
<p>So heißt es in dem Song.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3855793201/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2089557943/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Du bist wie es scheint sehr involviert in die Musikszene im Raum Athen, auch über die Black Lesbian Fishermen hinaus. Was kannst du uns über die Szene um <a href="http://africanpaper.com/tag/underflow-records/">Underflow Records </a>erzählen?</strong></em></p>
<p>Das ist alles der Verdienst von Vassilios Filippakopoulos, dem Underflow gehört. Eine Sache, die ich immer bedauerlich fand, ist dass es in Athen sehr viele wirklich talentierte Menschen gibt, die experimentelle Musik machen; sie kommen zusammen, um zu proben oder Shows zu machen, aber es gibt kaum wirklich konkrete Ergebnisse – oder zumindest nicht viele; es gibt zum Beispiel MMD und die großartigen Leute, die daran beteiligt sind. Die Griechen lebt und atmet Musik – sie ist wirklich überall, und während das meiste moderne Popzeug genauso klingt wie überall sonst, gibt es wirklich eine riesige Menge an Nicht-Mainstream. So etwas wie die Villagers Of Ionnina City ist hier unglaublich beliebt, und ich denke, dass sie in diesem Jahr international durchstarten werden – das neue Album wird, obwohl es auf Griechisch ist, überall hineinpassen. Es gibt auch ein Verständnis für das Spektrum der Musik; Menschen aus dem klassischen Bereich spielen auch in experimentellen Ensembles, und das Publikum ist sehr offen dafür. Es ist großartig. Aber, wie gesagt, frustrierend, weil das alles undokumentiert bleibt. Vassili ist ein DJ und großer Musik-Fan – er kennt seine Sachen wirklich, und er liebt Vinyl&#8230; und er hat einen Performance-Raum unter dem Underflow Shop&#8230; es war also ein kleiner Schritt, um Musik zu veröffentlichen. Jeder machte ohnehin Shows mit ihm, und er holt seit jeher großartige Künstler aus der ganzen Welt hierher. Er ist also keineswegs nur der richtige Typ am richtigen Ort zur richtigen Zeit, sondern anscheinend der einzige, der all das als Chance sah. Einige großartige Platten sind bereits aus Underflow herausgekommen, und es ist eine ganze Menge geplant – und die griechische Musikpresse nimmt es sehr ernst.</p>
<p><em><strong>Ich denke oft, dass griechische Underground- oder experimentelle Musik international viel bekannter sein könnte. Denkst du, dass grischische Musik irgendwann die verdiente Aufmerksamkeit bekommen wird? Immerhin passiert ja bei euch sehr viel&#8230;</strong></em></p>
<p>Hmm, schwierig.  Ich würde es gerne hoffen, aber ich vermute, dass das allgemeine Verständnis von Griechenland gegen sie wirkt.  Obwohl Xenakis, Jani Christou, Theodorakis – und sogar Vangelis – in ihren Bereichen herausragend und bekannt sind, kennt die breite Öffentlichkeit nur Leute wie Nana Mouskouri &amp; Demis Roussos.  Nicht, dass ich etwas gegen sie hätte, aber die Vorstellung von ihnen außerhalb Griechenlands hat sehr zu einem verzerrten Bild beigetragen. Ich vermute, dass es an der beträchtlichen Sprachbarriere liegt.  Hoffentlich sind die Leute im experimentellen Underground weniger vorurteilsbehaftet, aber ich denke, es ist auch da ein Problem.  Aber wie dem sei, hoffen wir das beste!</p>
<p><em><strong>Als du damals nach Griechenland gezogen bist, wie sehr hatten sich deine Erwartungen an das Land erfüllt? Was war die größte Überraschung für dich?</strong></em></p>
<p>Überraschenderweise übertrifft es tatsächlich meine Erwartungen.  Obwohl ich nie Griechisch sein werde, gibt es eine unglaublich viel in der griechischen Mentalität, das ich mag, aber als Engländer kann da ich nicht vollständig mirmachen &#8230; vor allem gibt es hier so eine &#8220;Fickt euch, in meinem Land bin ich der Prinz&#8221;-Haltung gegenüber jeder Autorität, und da dies die Haltung eines unterdrückten Volkes gegenüber der Autorität ist – und es gibt nur wenige Völker, die mehr unterdrückt wurden als die Griechen – finde ich das ziemlich ansprechend; obwohl es auch irritieren kann.  Jede Irritation wird jedoch von &#8220;kefi&#8221; (κέφι) übertroffen, was nicht leicht übersetzt werden kann. Die Griechen als Volk sind von Natur aus zynisch und etwas fatalistisch und sich der lächerlichen juristischen Hürden, die sie für sich selbst errichtet haben, und der Verrenkungen, die sie durchmachen müssen, um sie zu vermeiden, sehr bewusst.  &#8220;Kefi&#8221; ähnelt dem &#8220;Verrückten&#8221; unter den Iren, was wahrscheinlich nicht als Erklärung hilft, aber es ist so etwas wie das Gefühl der Freude am &#8220;nur Sein&#8221; trotz endloser Trübsal. Es kann vom Kaffeetrinken im Kafeneio oder von einem Treffen mit Freunden in einer Fischtaverne oder dem Besitz einer perfekten Orange oder dem Blau des Himmels und des Blaus des Meeres kommen.  Also, ich denke, meine größte Überraschung ist kefi zu erleben, obwohl ich ein ξένος (Ausländer, nicht griechisch) bin.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2785163770/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>In welcher Hinsicht hat dein Leben dort deine Beziehung zu Großbritannien und zur &#8220;Englishness&#8221; generell verändert oder beeinflusst?</strong></em></p>
<p>Es ist seltsam&#8230; Ich bin Engländer und werde es immer sein; die Geschichte Englands, die Landschaft, die Mythologie &#8211; all das ist tief in meiner Psyche verwurzelt, aber ich bin fertig mit dem Ort als solchen.  Ich ging vor ein paar Jahren kurz für den Abschluss meiner ältesten Tochter zurück, und wenngleich es toll war, alte Freunde wiederzusehen, und obwohl die verlorenen und verborgenen Teile Lincolnshires so wunderbar wie eh und je waren, muss ich echt nicht wieder zurückkehren.  Die Menschen im Allgemeinen – und ich hatte noch nie viel Geduld mit ihnen – haben mich einfach deprimiert.  Da ich ja bereits eine Weile außerhalb Englands gelebt habe, ist mir die engstirnige, kleine Engländer-Haltung schon immer ziemlich auf die Nerven gegangen; aber heute sieht man überall komplette Idioten, die Anerkennung für große Dinge der Vergangenheit beanspruchen.  Alle großartigen Errungenschaften von Menschen, die die englische Kultur geprägt haben, werden jetzt von Leuten als die ihren beansprucht, die nie etwas damit am Hut hatten und es auch nie haben werden. Im Großen und Ganzen ist das moderne Leben in jedem Land ein Ärgernis, voll heimtückischer und bedeutungsloser Ablenkungen&#8230; aber weil ich nie ein griechischer Muttersprachler sein werde, kann ich das hier gründlich ignorieren.  Meine persönliche Englishness ist also in Stein gemeißelt, aber das &#8220;echte&#8221; Land – das hat sich im Unterschied zu mir weiterentwickelt; und ich hab nicht vor, das mitzumachen.  Vielleicht ist es nur eine Alterssache, die in meinem Fall durch das Leben hier verschärft wird, weil die meisten Leute, die ich kenne, mehr oder weniger das Gleiche denken.</p>
<p><em><strong>Ohne zu tief in die Politik einzusteigen &#8211; denkst du, dass sich die jüngeren Entwicklungen in Großbritannien negativ auf dein Leben und deine Arbeit aufwirken könnten?</strong></em></p>
<p>Bringt ihr ausgerechnet den B****t auf den Tisch!?  Was, um es kurz zu machen, das Dummste ist, das ein einzelnes Land seit ich denken kann, gemacht hat.  Ich glaube nicht, dass es für mich persönlich einen großen Unterschied machen wird&#8230; Ich bin offiziell griechischer Staatsbürger, Rebecca ebenso, und wir haben ein Kind, das hier und im griechischen System geboren wurde.  Aber man weiß nie, was um die Ecke stattfindet&#8230; der griechische Staat will uns hier (gut, er will unser Geld) und hat seine Position vor etwa zwei Jahren deutlich gemacht.  Das Vereinigte Königreich scheint es darauf anzulegen, in einen Ozean aus flammender Scheiße zu tauchen, aber natürlich hoffe ich, dass es sich irgendwann zum Guten wendet – ich habe ja immer noch Familie und Freunde dort.  Ich wage die Vermutung, dass das Vereinigte Königreich irgendwann wieder der EU beitreten wird, aber nicht innerhalb des nächsten Jahrzehnts.  In der Zwischenzeit werde ich einfach mit meinem eigenen Leben weitermachen!</p>
<p><em><strong>Als <a href="http://africanpaper.com/2016/07/23/howling-larsens-nicolaos-lymperopoulous-parmenides-proem/">Howling Larsens haben du und Rebecca zusammen mit dem griechischen Forscher Nikolaos Lymperopoulous </a>ein Album aufgenommen, das auf dem  &#8220;Proem&#8221; aus Parmenides&#8217; Text Über die Natur basiert. Ist die Vertonung der anderen beiden Teile des Textes immer noch geplant?</strong></em></p>
<p>Das liegt an Nik, ernsthaft&#8230; er will, aber er will auch eine Menge anderer Sachen tun, und jedes dieser Dinge braucht eine ziemlich große Menge an Vorbereitung auf seinerseits.  Da er byzantinischen Gesang praktiziert, ist jeder Ton musikalisches etwas Absolutes, und jede Silbe ist ein Ton.  Sobald er sich also auf einen Text festgelegt hat, geben uns die ersten Töne den musikalischen Umriss&#8230; dann planen wir, wohin es nach strenger Musiktheorie gehen wird, und entwerfen es dann entsprechend, wie sich der Text ändert.  Das ist erst einmal ziemlich einfach.  Dann können wir dazu übergehen, das eigentliche Stück einzuspielen, denn Nik hält nicht viel davon, es &#8216;kalt&#8217; im Studio aufzunehmen; so können wir, mit falschen Anfängen etc., etwa 2 Stunden damit zubringen, um die Bässe zu bearbeiten, so dass das Stück richtig klingt&#8230; dann erst beginnt die eigentliche Arbeit.  Das aktuelle Projekt ist also &#8220;Poimandres&#8221; aus dem <em>Corpus Hermeticum</em>, das mit &#8216;Geist&#8217; oder vielleicht &#8216;universalen Geist&#8217; übersetzt werden kann &#8230; das hat bisher rund 8 Monate gedauert&#8230; wenn er also zum Parmenides zurückkehren will, werden wir es tun!  Wir tun auch gerade etwas aus dem griechischen Magischen Papyrus mit ihm, woraus ein zukünftiges BLF-Stück entstehen wird.</p>
<p><em><strong>Sind Twelve Thousand Days oder auch Orchis, die ja beide vor einigen Jahren ein Album aufgenommen hatten, immer noch aktiv?</strong></em></p>
<p>Orchis haben alles erreicht, was sie vor hatten; es sollte vier &#8220;richtige&#8221; Alben geben, eines für jede Jahreszeit, und das letzte war wirklich schwer zu machen, da jeder mit anderen Dingen beschäftigt war.  Wir haben ein paar Live-Shows gespielt, und das gab uns den Anstoß, wenigstens die Aufnahmen für <a href="http://africanpaper.com/2014/01/11/orchis-a-dream/">&#8220;A Dream&#8221;</a> zu beenden, aber es dauerte immer noch endlos lang&#8230; wir hatten so viele Gerätewechsel während der Aufnahme, dass wir bei jeder Session fast immer bei Null anfangen mussten, aber wir haben es letztlich hinbekommen, und ich bin wirklich zufrieden damit.  Es gab auch technische Probleme beim letzten <a href="http://africanpaper.com/2018/08/25/twelve-thousand-days-insect-silence/">TTD-Album &#8220;Insect Silence&#8221;</a>, aus den gleichen Gründen sogar, aber zumindest wurden alle Teile aufgenommen, wenn auch über einen Zeitraum von fast zehn Jahren. Ich produzierte weitere Alben für Martyn, so hatten wir die Möglichkeit, das TTD-Material in Augenschein zu nehmen, alle Overdubs zu machen, und es feritgzubekommen.  Dann lag es erst mal in der Schublade; das Label, das es veröffentlichen wollte, ging pleite&#8230; Final Muzik hörten es und liebte es, und so kam es heraus und wurde unglaublich gut aufgenommen.  Martyn und ich hatten bereits damit begonnen, Songs für das nächste Album &#8220;Field&#8217;s End&#8221; zu schreiben, und Final Muzik hat sich schon bereiterklärt, es zu veröffentlichen – es wird 2020 erscheinen.  Alle Songs sind fertig – es waren ein paar intensive, wirklich produktive Sessions in unseren Bridge House-Studios hier in Euböa, wirklich viel Spaß; es floss einfach.  Es ist fast alles gemischt und abgeschlossen&#8230;  Ich muss ein paar Overdubs machen, aber Martyn hat bereits mit dem Sequenzing begonnen – wir haben vielleicht doppelt so viel Material, wie wir gebraucht hätten, und es ist alles wirklich gut – also ja, TTD sind sehr aktiv!</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1470334404/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>In den frühen 90ern, bevor Orchis &#8220;The Dancing Sun&#8221; herausbrachten, kannte man dich v.a. als einer der Betreiber des World Serpent-Vertriebs. Hast du immer noch einen starken Bezug zu dieser Zeit?</strong></em></p>
<p>Oh ja.  Das war eine großartige Zeit.  Es ist eine Zeit, die vorbei ist und mit der ich fertig ist, aber ich bin unglaublich stolz auf das, was wir über einen Zeitraum von ungefähr sieben Jahren erreicht haben.  Wir haben viele wirklich großartige, sehr einflussreiche Alben veröffentlicht, die eine ganze Subkultur definiert und dauerhafte Karrieren für alle Beteiligten möglich gemacht haben – nicht, dass die meisten Leute nicht schon vorher Dinge gemacht hätten, natürlich hatten sie das, aber WSD hat alle auf eine andere Ebene gebracht – sowohl was die Anerkennung betrifft als auch finanziell.  Und was auch immer jetzt irgendjemand sagen mag, alle waren damals sehr zugänglich, sehr kooperativ.  Es hat auch viel Spaß gemacht.  Ich denke immer noch, dass WSD es nicht wirklich die verdiente Anerkennung bekommt; aber klar, das ich das sage!</p>
<p><em><strong>Für viele war WSD weit mehr als nur ein Unternehmen und stand fast schon für so etwas wie eine eigene Subkultur. Auf der anderen Seite wurde der Name im Buch England&#8217;s Hidden Reverse oder auch im Zusammenhang mit Antony and the Johnsons, die ja auch ihre ersten Sachen bei euch herausgebracht hatten, nur wenig genannt. Wo würdest du WSD rückblickend verorten? Denkst du, dass einige Missverständnisse schon wieder ein eigenes Buch rechtfertigen würden?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-20250" title="alantrench1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Also Antony war ja ziemlich offen mit dem, was er wollte, das wäre ein traditioneller Plattenfirmen-Deal gewesen, und wir haben so etwas einfach nicht gemacht.  Er war in dieser Hinsicht komplett in Ordnung, und er hatte ja auch recht – er hätte es definitiv nie so gut mit uns machen können wie nach seinem Weggang.  Sicher, wir haben ihm auf seinem Weg geholfen, und die Beweiseliegen auf der Hand&#8230; und ich denke, das Album, das wir von ihm herausgebracht haben, ist in vielerlei Hinsicht besser als das, welches ihm den Durchbruch verschaffte; aber ich wünsche ihm nur alles Gute!  Das Buch ist jedoch eine andere Sache; das geschriebene Wort neigt dazu, alles in Stein zu meiseln, ob es stimmt oder nicht, und <em>England&#8217;s Hidden Reverse</em> stimmt definitiv nicht; obwohl es auch Wahrheiten enthält.  Ich sagte damals, dass es eine verpasste Gelegenheit war, und wenn ich zurückblicke, ist es wirklich traurig, wie viel Papierverschwendung da drin steckt.  Keenan stellte es dem SAF-Verlag ursprünglich als Coil-Buch vor; und das hätte es eigentlich bleiben sollen.  Keenan ist letztlich ein professioneller Journalist; er muss seine Arbeit verkaufen, also gebe ich ihm nicht die Schuld dafür, dass er den Fokus verschoben hat, als er eng mit Dave Tibet zusammenarbeitete, aber in der gleichen Weise, wie Coil Coil förderten, förderte Tibet C93, und so wurde es am Ende ein Buch über die Szene aus der Current 93-Perspektive, was schade war, da es wirklich viele Auslassungen und Beschönigungen gab, so dass dass es nie das werden konnte, was es zu sein vorgab.  Keenan war mit Gibby befreundet – nun, Keenan war mit allen befreundet, solange es ihm passte, ich nehme an, das bedeutet nicht wirklich etwas, aber er hat uns alle interviewt, er hatte alle Informationen, die er brauchte, und trotzdem kam es so , wie es kam.  Es war auch die Zeit, als sich Doug &amp; Tibet überworfen hatten, also kamen Doug &amp; DI6 überhaupt nicht drin vor – er wurde gefragt, trotz dessen, was er sagt, aber er hatte abgelehnt – trotzdem hätte Keenan das umgehen können.  Er tat es einfach nicht.  Das Buch war nicht über WSD, so mag es irgendwie auch legitim sein, dass wir nicht so sehr drin vorkamen; aber auch hier hätten wir wesentlich mehr Erwähnung finden müssen – und ist keine schmutzige Wäsche, es ist nur wie es ist.  Es gab eine Reihe von Vorschlägen für ein WSD-Buch, aber ich nehme nicht an, dass es jemals passieren wird&#8230; und eine wahre Geschichte – naja, eine wahre Geschichte aus meiner Sicht, die würde wahrscheinlich niemandem gefallen!</p>
<p><em><strong>Bist du mit der Erfahrung von heute froh, dass World Serpent in einer Zeit existiert hat, als die Leute &#8211; verglichen mit dem allgegenwärtigen Streaming heutzutage &#8211; noch physische Tonträger gekauft und gewürdigt haben?</strong></em></p>
<p>Ja, absolut! Ohne das hätten wir es auch nie geschafft!  CDs sind gerade aufgekommen, und sie kosteten sehr wenig in der Pressung und verkauften sich in Großbritannien für etwa zwölf Pfund.  Sie kosten etwa 50 Pence in de Herstellung, so dass wir sie an den Großhandel in Großbritannien für sieben Pfund und an den Einzelhandel über Versand zu zehn Pfund verkaufen.  Wir gaben eine gewisse Menge an Rabatt auf den Export-Großhandel, aber nicht viel – die Leute sagten oft, dass unsere Titel teuer gewesen wären; aber das lag an der Schifffahrt, plus Gewinnmargen am anderen Ende.  Jeder, der direkt bei uns einkaufte, hat einen guten Preis bekommen.  Und WSD operierte über den Gewinnanteil, so dass alle Bands bezahlt wurden und einen anständigen Lebensunterhalt verdienen konnten.  Streaming – nun, es ist toll, dass man alles finden kann; und Scheiße, dass sich keiner mehr etwas anhört.  In gewisser Weise mache ich tatsächlich lange Tracks aus purem Eigensinn&#8230; versuchen, die Menschen zu zwingen, über einen längeren Zeitraum zuzuhören.  Funktioniert natürlich nicht&#8230; Sombre Soniks machen eine wöchentliche Radioshow, die zeigt, was mit Streaming erreicht werden kann, aber meistens ist das Zeug, das produziert wird, nur nur Müll.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1037199356/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2629091663/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Ich erinnere mich, dass ich einmal bei WSD vorbeikam (es muss so um 1995 gewesen sein, denn ich hatte mir die limitierte CD-Edition von ElpHs “Worship The Glitch”-CD besorgt) und es sehr angenehm fand. Hattet ihr viel persönliche Interaktion mit Kunden, die vorbeikamen?</strong></em></p>
<p>Ja, wenn es tatsächlich jemand geschaft hatte, unseren Verschlag im tiefsten und dunkelsten Süd-London ausfindig zu machen, haben wir uns immer gefreut! Uns war immer klar, wer unsere Rechnungen bezahlt hatte, und neben jeder anderen Überlegung ist direktes Feedback immer das beste, was man bekommen kann!</p>
<p><em><strong>Hattest du dich damals als typischen World Serpent-Musiker betrachtet, oder waren dir solche Stereotypen eher egal?</strong></em></p>
<p>Ich denke, es gab musikalisch keine Stereotypen.  Für mich lagen die Ähnlichkeiten eher in den Denksätzen; die Leute, mit denen wir arbeiteten, waren &#8220;real&#8221;, insofern dass das, was sie taten, ein teil von ihren war.  Ich denke, es gab eine recht große Gemeinsamkeit an Interessen, die wir alle hatten, aber sie waren auch ziemlich breit, und jeder im unterschiedlichen Grad damit zu tun.  Ich denke, wir waren im Grunde unseres Herzens alle ziemlich Punk, die DIY-Ethik und all das, auch wenn das nicht so sehr in der Musik zu finden war&#8230; So kannte Tibs z.B. Maldoror von vorn bis hinten auswendig, aber die meisten, die wir kannten, hatten es ebenfalls gelesen.  Wir alle mochten kosmische Musik, aber Steve Stapleton war derjenige, der herumpilgerte und die entsprechenden Leute traf, und so weiter.  Ich mochte nie den strummy Gitarrenstil, der Neofolk verkörperte – oder auch den Namen Neofolk, aber jeder war offen für Experimente, auf der Suche nach dem besten Weg, uns auszudrücken – und natürlich unsere arme, angstgeplagte Psyche.  Und es wurde alles sehr &#8220;po-faced&#8221;, wie wir in England sagen – aber jeder hatte damals einen großen Sinn für Humor. Während die Leute es ernst meinten mit ihrer Arbeit, nahmen sie sich selbst nicht so ernst.  Doug Pearce war ein witziger Kerl und imemr eine großartige Gesellschaft; jeder war das.  Ich denke, damals hatten auch alle ihre Weltanschauungen perfekt formuliert und konnten sie ausdrücken, also gab es auch da eine Einigkeit.  Aber die Stereotype – und ich weiß, was ihr – waren sicherlich nicht unsere Herstellung.  Als die Szene als Ganzes größer wurde, schien das nicht mehr der Fall zu sein.  Es gab damals auch ein gewisses heidnisches Element bei uns allen, das darf man ebenfalls nicht vergessen.</p>
<p><em><strong>Gibt es für dich dieses eine zu Unrecht übersehene Projekt oder Album auf WSD, das du empfehlen würdest?</strong></em></p>
<p>Vielleicht Reptilicus. Ihre Sachen waren großartig und haben sich nicht verkauft. Honourable Mentions gehen an The Rainfall Years und Zone. Zone hätten wirklich groß sein sollen, und ich verstehe ehrlich nicht, warum sie es nicht waren.</p>
<p><em><strong>Ich erinnere mich, dass es in den frühen Jahren von World Serpent (zumindest in Deutschland) keine Anzeigen gab und viele Informationen bekam man nur vom Hörensagen mit. Hattet ihr das bewusst so gehalten? </strong></em></p>
<p>Auf jeden Fall. Es ist nicht so, dass wir es nicht versucht hätten; in den ersten Jahren haben wir versucht, Werbung zu machen; wir wollten einen PR-Typen einstellen; über die Jahre gab es Aktionen mit preiswerten Compilations, aber all das hat keinen Unterschied gemacht – wir verkauften, was wir verkauften. Wenn es ein gutes Album war, verkaufte es sich; wenn es beliebig war, dann nicht. Wenn ein Vertrieb – z.B. Discordia in Deutschland &#8211; eine Kampagne machen wollte, hätten wir einen besseren Preis vereinbaren können, aber sie haben deshalb nicht mehr verkauft. In England haben wir von Anfang an mit Magazinen wie Music From The Empty Quarter, Fractured, Judas Kiss zusammengearbeitet… und in Deutschland immer wieder mit dem Black, als Thomas Wacker da war. Wir haben uns nie viel aus The Wire, Zillo, Orkus u.s.w. gemacht. Sie haben Sachen sowieso besprochen, also warum Werbung machen? Hauptsächlich war es wie gesagt so, dass es jedesmal keinen Unterschied gemacht hat, wenn wir es versuchten. Mund zu Mund-Kommunikation funktionierte viel besser!</p>
<p><em><strong>Das hat vielleicht mit der letzten Frage zu tun: Ihr hattet immer betont, dass World Serpent kein Label, sondern ein Vertrieb ist. Würdest du das heute immer noch sagen oder denkst du, dass ihr am Ende – trotz der kleinen Labels der jeweiligen Künstler – zu einer Art Mutterlabel (in Ermangelung eines besseren Begriffs) geworden seid? </strong></em></p>
<p>Nun, natürlich waren wir ein Label in allem außer dem Namen, soweit es öffentlich wahrgenommen wurde. Oder zumindest ein Rahmen – oder, wie ihr sagt, ein Mutterlabel. Wir waren jedoch kein Label, da wir die Aufnahmen im Allgemeinen nicht finanzierten, so dass alle Rechte bei den Künstlern blieben; Wir vereinbarten die gesamte Produktion – alles von dem Moment an, wenn wir die fertige Aufnahme bekamen, um die wir uns kümmerten, wir kümmerten uns um alle Verkäufe, und wir kassierten das Geld und verrechneten das mit den Künstlern und bazahlten sie. Ich habe mit der Verlegerei experimentiert, aber es hat nicht geklappt, also habe ich mir das aus den Kopf geschlagen. Wir waren also mehr ein Distributor und nicht wirklich ein Label. Wenn es am besten funktionierte, war es ein kooperatives System; und es war ein starkes, weil wir in der Lage waren, Skaleneffekte in der Produktion zu erzielen, und weil wir im Großen und Ganzen wählerisch waren, was die Titel angeht, die wir herausbringen wollten, unterstützte automatisch jeder den anderen; eine &#8220;World Serpent Band&#8221; zu sein garanierte so ein paar Verkäufe. Was gut für die neueren, noch unbekannten Bands war, aber manchmal den großen Acts nicht recht war.</p>
<p><em><strong>Sind die beiden anderen Eigentümer heute auch noch in irgendeiner Weise in die Musikszene involviert?</strong></em></p>
<p>Alison Webster hat sich zur Ärztin ausbilden lassen und ihren Abschluss gemacht und arbeitet nun, wie ihre Freunde sagten, in einem Krankenhaus. Das letzte, was ich über David Gibson hörte, war über Tibet; jemand versuchte, sich mit ihm zu treffen, und Tibet hatte den Kontakt und übermittelte die Nachricht, dass Gibby niemanden sehen wollte. Also, soweit ich weiß, haben sie nichts mit Musik zu tun!</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=558999842/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2694711532/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Denkst du, dass es eine Möglichkeit gegeben hätte, die Sache noch weiter am Leben zu erhalten, oder denkst du, dass es irgendwann auch einfach Zeit war, aufzuhören?</strong></em></p>
<p>Nun, WSD endete aus zwei Arten von Gründen, persönliche und finanzielle.  Auf der persönlichen Ebene kann so ein Dreiergestirn zwar eine stabile Struktur bilden, aber wenn es darum geht, ein Unternehmen zu führen, saugt es mehr oder weniger die Kraft aus allem.  Gibby &amp; Alison waren auf jeden Fall miteinander befreundet – ich meine, sie trafen sich privat, hatten aber beide schon vorher für mich gearbeitet und waren zutiefst misstrauisch, dass ich hinter den Kulissen in irgendeiner Weise agierte, um The Boss zu sein – und natürlich so viel Zeit wie möglich in der Kneipe zu verbringen (was ich sicherlich in der Vergangenheit getan habe, ha ha).  Außerdem hatte ich die Gründung von WSD mit einem Darlehen von einem Onkel finanziert, und obwohl wir es nicht ohne das hätten tun können, denke ich, dass es aus irgendwelchen Gründen einige Ressentiments gab.  Englischer Klassenkram, nehme ich an.  Es gab auch eine gewisse Uneinigkeit im Zusammenhang mit Orchis; Ich hatte anfangs nicht vor, &#8220;The Dancing Sun&#8221; über WSD herauszubringen, aber Gibby bestand darauf, dass ich es tun sollte – es lag schon bei den Herstellern, und ich musste WSD-Details zu dem Album hinzufügen&#8230; aber dann verkaufte es sich tatsächlich, was bedeutete, dass sie mich bezahlen mussten, was bedeutete, dass ich mehr Geld bekam als sie.  Wenn ihr sie fragen würdet, würdet ich bestimmt eine andere Geschichte zu hören bekommen; aber auf jeden Fall gab es eine Menge 2 gegen 1-Geschichten, was bedeutete, dass wir viel vorsichtiger agierten, als ich es mir gewünscht hätte, was wahrscheinlich eine gute Sache war, aber das hat mich mächtig abgepisst, so dass ich wegging, sobald ich konnte.  Die finanziellen Probleme waren meist die gleichen, die die gesamte Branche hatte – rückläufige physische Verkäufe aufgrund des Aufkommens des Online-Marktes, was bedeutete, dass es einfach weniger Einkommen und damit weniger Geld für die Künstler gab.</p>
<p>Wir mussten unsere Gewinnbeteiligungsvereinbarungen neu verhandeln – sonst hätten wir gar nicht weitermachen können – und darüber war niemand glücklich, und das lag dann auch auf der Hand.  Ihr habt erwähnt, dass ihr bei uns wart, und dann wisst ihr ja, dass wir alles andere als eine luxuriöse Runde waren; und die Miete dort war niedrig genug, dass wir uns die Fläche leisten konnten, die von den Lagerbeständen eingenommen wurde, wenn wir denn gut verkauften, aber als der Umsatz sank und die Miete stieg – Seager Buildings ist heutzutage eine ganz neue, glänzende Welt – mussten wir umziehen. und, realistischgesehen, weg aus London.  Alison ging nirgendwo hin; es gab eine Zeit, in der Gibby &amp; ich davon sprachen, nach Norden zu ziehen – nicht unbedingt Glasgow, wo seine Familie war, und nicht unbedingt Lincolnshire, wo meine war, eher eine Art Kompromiss, aber am Ende kaufte er einen neuen Ort in Glasgow, also dachte ich &#8216;fuck it&#8217; und gab mein Zuhause in London auf und zog mich zurück.  Es war völlig richtig so, und ich hätte es schon früher tun sollen, aber ich musste zuerst das ganze juristische Durcheinander mit Doug Pearce klären – das ist eine andere Geschichte, und eine, die ich immer noch ziemlich lustig finde, wenn ich darüber nachdenke.  Also, ich denke, wir haben ein bisschen länger weitergemacht, als wir hätten tun sollen, was am Ende niemandem wirklich zugute kam – aber, es ist, was es ist, und je ne regrette rien!  Ich nehme an, es wäre auch möglich gewesen, dass wir uns digital hätten einrichten können, wie es State 51 tat, aber es war absolut nicht das, was wir konnten; das war es also.</p>
<p>(M. Göttert, U. Schneider, N. Seckel)</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/groups/1482851371926368/">Black Lesbian Fishermen</a>, <a href="https://www.facebook.com/howlinglarsons/">Howling Larsons</a> und <a href="https://www.facebook.com/Temple-Music-256212474409378/">Temple Music</a> @ Facebook</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2411878790/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-interview-mit-alan-trench/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Basically I make music that I like to listen to. An Interview with Alan Trench</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-an-interview-with-alan-trench/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-an-interview-with-alan-trench/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Feb 2020 07:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Black Lesbian Fishermen]]></category>
		<category><![CDATA[Cryptanthus]]></category>
		<category><![CDATA[Cunnan]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[Orchis]]></category>
		<category><![CDATA[Temple Music]]></category>
		<category><![CDATA[The Gray Field Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Twelve Thousand Days]]></category>
		<category><![CDATA[Underflow Records]]></category>
		<category><![CDATA[World Serpent]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=20140</guid>
		<description><![CDATA[When Alan Trench, who currently lives in Greece, co-headed the well-known record distributor World Serpent, many people only gradually realized that he was also a musician. He made little fuss about his folk group Orchis, whose first CD came out &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-an-interview-with-alan-trench/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20251" title="alantrench2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>When Alan Trench, who currently lives in Greece, co-headed the well-known record distributor World Serpent, many people only gradually realized that he was also a musician. He made little fuss about his folk group Orchis, whose first CD came out in 1994, and so the mysterious trio became an insider tip, mostly missed by casual music consumers. When this era ended at the turn of the millennium, only few would have expected that<span id="more-20140"></span> the musician, who masters a variety of (not only) stringed instruments, would experience a second spring with enormous output only a few years later. With the Black Lesbian Fishermen, whom he founded with friends in his adopted home country, he plays a beguiling ritual psychedelic whose cross-genre compositions show a great musical subtlety, whereas Temple Music stands for a rougher, spontaneous music, which often leans toward spacerock realms. With his wife <a href="http://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-with-musician-and-curator-r-loftiss/">Rebecca Loftiss aka the Gray Field Recordings</a>, who also participates in the Fishermen, he runs the changeable duo Howling Larsons. And then there is Twelve Thousand Days, the folk duo with Martyn Bates that goes back to his English days and still exists. You can talk about Trench without falling into name dropping, but luckily you don&#8217;t have to, because the multi-layered mosaic of his music can use a few signposts. In the following interview, we address all the above and it becomes clear how much the cosmos of underground music has changed since the early 90s.</strong></p>
<p><strong><a title="Basically I make music that I like to listen to. Interview mit Alan Trench" href="http://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-interview-mit-alan-trench/">German Version </a></strong></p>
<p><em><strong>Since <a href="http://africanpaper.com/2012/03/03/to-fuck-up-tradition-interview-with-folk-musician-and-publisher-alan-trench/">our last interview</a> you released music with quite a number of groups, most recently with Black Lesbian Fishermen. What was the idea behind this album about the metaphysics of natron? Does this salt have a symbolic connection to the music?</strong></em></p>
<p>Natron is the hermetic term for salt, but used in the metaphysical (that is, as a first principle) sense it represents the physical body that remains after combustion… in hermetic terms, this refers to the physical remains which survives after death in order to instigate new life… so in the sense we are using it, the ideas, the creativity, the writing are the combustion, and what is left behind is the finished work. Rebecca had been studying the PGM, the Ancient Greek Magical Papyri (PGM I &amp; II are in the Berlin Museum, btw) and had been inspired by that; Nikos Fokas is very deeply involved in various aspects of the occult in Athens, and then I had a dream that this was the title of the new album – so it seemed fated to be – especially when we played through the first sequence of the unborn album – it was exactly right.</p>
<p><em><strong>All members of the Fishermen play in other groups, some for quite a while already. How does writing and recording work in this band? Is there a main driving force or rather some sort of creative chaos?</strong></em></p>
<p>I think all our personal projects come first, but it isn’t like we have to leave spaces in our diaries for BLF recording. Rebecca and I are about 2 hours away from Athens, and we have a 5 year old; the rest of the Fishermen work in Athens, have kids, and from the outside it looks impossible, timewise. But we (that is Rebecca &amp; myself) have learned to be somewhat Greek about this… so, when any of us come up with something, we seize it and record it in some way immediately – you have to be immediate in modern Greece. No planning can take place. Then it’s sent to the others, who will either add parts, or write parts to be recorded when we are together, and this way we end up with quite a lot of new material. When we do all get together to rehearse, we’ll try the fragmentary stuff, which usually changes completely, and also come up with at least one new piece. The problem, as I see it, with the Greek experimental scene isn’t that there aren’t opportunities to play, to record, to perform – it’s that everything is very ephemeral – a project comes together, does some fabulous stuff, then everyone disperses, and that’s that. With the BLF we have two non-Greeks, and we are the driving force that makes sense of the creative chaos, as Rebecca and I will individually select material and work on it, then get the rest of the recording process underway. With Metaphysics, I have to say it’s an album mostly shaped by Rebecca… once we had broad agreement on the tracks, she dragged us kicking and screaming to the final versions. For instance, with ‘Third Rubric’ that was originally about 30 minutes long… the ‘surf’ section was about twice as long as it is now, and was purely instrumental – personally, I really liked the long droney first part, which had some great mad bass &amp; keyboards &#8211; but Nikos had me cut it and cut it until it was more an intro to the main song, which he said Rebecca should sing on… which she did; but said that part had to be cut down as well. And they were both right. So when I considered that track finished, I gave it to her, and she mastered it; and it sounded great. ‘Pigs Before Strawberries’ was about 40 minutes initially, and went through much the same process; on the other hand, ‘You Find The Noise’ is pretty much as it was first recorded.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=716068008/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Do you see yourselves as some kind of supergroup or as something more firm?</strong></em></p>
<p>We’re all really good friends, and I think that comes first. There’s definitely a Black Lesbian vibe when we’re all playing – I mean there’s a definite sound, so the BLF has a discrete existence of it’s own &#8211; and also a pretty respectable catalogue of songs, so I think we all view it as an entity in it’s own right, despite having other projects we’re involved in. Sometime those come first; sometimes they don’t, depending on what we’re all doing, which seems pretty healthy to me – so I think the BLF will be around for a while!</p>
<p><em><strong>Of all your music groups, Temple Music seems to be the most open one when it comes to any stylistic approach. If you compare several albums, you find a wide range of styles from space rock to ambient or ritualistic pieces of an introverted nature. What would you say is the frame that holds them together?</strong></em></p>
<p>Before I met up with Steve, TM was my solo project, and the starting point of most pieces is still usually something I’ve come up with, or am currently researching / obsessing over. Steve plays a lot with his old time/bluegrass project – they do a lot of live dates; and he comes up with the material and arrangements for that; Dan has his new Duty project, and is doing a lot of remix work, so the first steps in any TM recording project are always down to me. Sometimes, these tracks have an air of completeness about them early on, so they proceed with minimal or no involvement from others; sometimes the skeleton is just that and I have no real idea where the flesh will come from, and those are the ones that head off to Steve. Ideally he’d be in the studio with me; but distance has intervened! Steve has always brought a pop twist to anything he’s involved in, so if he’s not there TM is certainly lacking that. So what connects everything is me, for better or worse. I like a whole range of music and have a pretty wide range of interests; sometimes a song presents itself, and when I start playing it, it takes on a certain character, stylistically. The longer, more introspective pieces tend to be idea based, and the music is written down before I play it; and, as I’m not classically trained, that’s very based on what I don’t know how to do but go ahead with anyway. Basically I make music that I like to listen to.</p>
<p><em><strong>Is &#8220;Io&#8221;, the track in the latest Dark Ambient compilation, a singular piece, or does it belong to some bigger framework? It&#8217;s mythological content at least implies a wider context..</strong></em></p>
<p>Well, when it was recorded… or actually, before it was recorded – it wasn’t; it was a standalone piece for the Dark Ambient compilation. I approached the poet Giorgos Kariotis, with whom I’d worked previously, and asked him if he knew of the local Evian version of the Io myth, and if he could write a short piece based on it, and to my surprise he didn’t know it; and then to my surprise I could find no reference to it, so I don’t know quite where I got it from, and I don’t think Giorgos quite believed me. He ended up bringing in other aspects that I, in turn, wasn’t aware of, and wrote the piece – a lyric poem -on the boat over to Evia, then recorded the words. Around two weeks ago the poem was published in his fourth collection of poems, and will be played at the book launch at the beginning of February; we might do it live, but that’s a bit problematic as there are a number of instrumental themes… it could be done via laptop, but would be rather better as an ensemble piece, but I can’t see there’s time for that. Certainly, though, there will be a selection of treatments of Giorgos’ new works – Temple Music did this for the last two – but not til much later in 2020. As well as this, I see no reason why there shouldn’t be a ‘mythological collection’ of some sort in the future, pulling together various tracks, plus new ones, but it won’t be any time soon!</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2605575039/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1030159898/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>The two pieces on the latest &#8220;Split Frequencies&#8221; release seem to correspond each other in their narratives. Was there a common concept between you and Akoustik Timbre Frekuency, who recorded the other track?</strong></em></p>
<p>There wasn&#8217;t a collaboration as such &#8211; I had my piece completed before P23 heard any of it, but he then worked on his piece with mine in mind.</p>
<p><em>I<strong>n some of the recent Temple Music releases, Stephen Robinson was not involved. Is he basically still part of the group?</strong></em></p>
<p>Steve is always present! Sometimes in spirit only, but he’s always part of TM!</p>
<p><em><strong>The last Temple Music album &#8220;The Unquiet Mind&#8221;, which you recorded solo, seems to be quite a personal work, and it also appears like a spontaneous eruption. What can you tell us about it&#8217;s formation?</strong></em></p>
<p>It’s both… the whole thing was written, recorded, mixed and mastered in less than a week – a track a day, and it’s an album I’m really happy with – and one that has struck a chord, getting radio play in quite different places from previous works. I had a bunch of ideas I’d been playing around with for a while, and there was nothing very firm about any of them, but I had the title – I’d known that the album would be called that for a while. I’d been reading some psychology books – although not Kay Redfield Jamison, who I later found had a book of the same title &#8211; and I knew I wanted the ‘sound’ to be very internal… I mean very much a thematic journey, but everything that became the album was linked already in my mind. It’s a story of sacrifice, a journey with a specific but unknown goal… now I write it down, it’s very hard to put into words, but I knew what it was on some level. ‘Jungle In The Night With Tigers’ is what triggered the recording… my young daughter was doing a class performance at school, and we had no idea what it was about, but her part included the mass suicide of the Souliote women under Ali Pasha, which was tied in to the Greek War of Independence, and to see a bunch of five year olds re-enacting this as a dance – it’s accepted as fact here, and just part of the culture – was quite affecting. I asked her later what it was all about, and she replied ‘Jungle in the night with tigers’… well, she was 5, and who knows what question she was answering, but that was the beginning… the idea that you are in the dark, you see nothing, you are surrounded by obstacles, and danger is all around. So with that in mind I decided to record a song a day for 5 consecutive days, mix and master them, and see what the result was. The tracks on the album are in the order I recorded them, so I hope, and believe, that the journey from non being (in the sense of just being alive, but not really aware) to some sort of introspective peace is apparent. Stylistically, there’s a sense of unity, I think, but it’s a little far from what Sombre Soniks usually release, so I was pleased that they did, and liked it so much. They’ve always been very supportive of us.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench3.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-20252" title="alantrench3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench3.jpg" alt="" width="960" height="640" /></a></p>
<p><em><strong>All of these pieces seem to deal with your home in Greece, where you live now for some years. What brought you to dedicating an album to your chosen place at this moment?</strong></em></p>
<p>They definitely do. Before I moved here I found it very easy to write songs inspired by ancient Greece, and when I did move here melodies and music were fine, but lyrics were a different matter. When I came to writing songs for the new Twelve Thousand Days album I found it incredibly difficult to come up with anything that resonated with me; and nothing seemed to work until I worked out that well, of course I’m in Greece, but I’m not Greek, and I had to mentally place myself back into the English tradition or my English tradition anyway, and I immediately wrote ‘Maid On the Moor’, which is one of the favourite things of mine that I’ve written. It wasn’t suitable for TTD at all, but it fitted right in with ‘Further, Faster, Closer, Slower’ which I was working on at the time. Anyway, it made me realize that my inspiration comes from within, not without; duh. But with ‘The Unquiet Mind’ I was able to use where we live, and how we live, put it through that internal process, and be at peace with it. It meant, I think, that I’d fully arrived. Not that there are lyrics on that album, but that was because they were unnecessary rather than because I couldn’t come up with any!</p>
<p><em><strong>Can you explain the historic background of &#8220;Jungle in the Night with Tigers&#8221;, that you&#8217;ve mentioned before?</strong></em></p>
<p>The specific event is now known as ‘The Dance Of The Souliote Women’, or ‘The Dance Of Zalongo’. I didn’t know anything about Ali Pasha other than the name until a couple of years ago when we drove up to Ioannina in the North of Greece, and then across to Gyrokaster in Albania, and it was almost as if we were in the footsteps of Ali Pasha, who was a particularly brutal Ottoman ruler – although in the end, he over-reached himself and was assassinated by order of the Sultan. The Suliotes had almost impregnable mountain defences, and fought against Ali for many years, until they finally had to surrender; the conditions of their surrender were not observed, and they were slaughtered. The specific story of the dance is that surrendered men were escorted into a compound under a flag of truce; once inside, the doors were closed, and the Pasha’s men opened fire. The wives of the slaughtered were said to be watching this from a safe distance atop a crag; on seeing it they started the dance, and, one by one, threw themselves over the edge, some still holding children. When this event became known, it was the catalyst for European support of the Greek War of Independence, or so the story goes.</p>
<p>‘Farewell poor world; farewell sweet life</p>
<p>And you, my wretched country, farewell forever</p>
<p>Farewell springs, valleys, mountains and hills</p>
<p>Farewell springs and you, women of Souli</p>
<p>The fish cannot live on the land, nor the flower in the sand</p>
<p>And the women of Souli cannot live without freedom’</p>
<p>Is how the the song goes.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3855793201/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2089557943/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>It seems you&#8217;re also very much involved in the music scene of the greater Athens area, and of cause Black Lesbian Fishermen is the most obvious result. What can you tell us about the scene around Underflow Records?</strong></em></p>
<p>It’s all down to Vassilios Filippakopoulos, who owns Underflow. One of the things I always found… regrettable, I suppose, was that there are a huge amount of really talented people involved in experimental music in Athens; they would come together to rehearse or do shows, but there were never really any concrete results – or not many; there are MMD and the excellent people involved in them, for instance. The Greek people live and breathe music – it really is everywhere, and whilst a lot of the modern pop stuff is essentially indistinguishable from that of anywhere else, there is a really huge amount of non-mainstream. Something like Villagers Of Ionnina City are incredibly popular here, and I think will go global this year – the new album, whilst Greek, fits in anywhere. There’s also an understanding of the spectrum of music; people from the classical sphere will also be playing in experimental ensembles, and the audience is very open to that. It’s great. But, like I said, frustrating, because it was all going undocumented. Vassili is a dj and huge music fan – he really knows his stuff, and he loves vinyl… and he has a performance space below the Underflow shop… so it was a small step to releasing music. Everybody was doing shows with him anyway, and he was (and is) getting incredible artistes from all over the world to play there, so he was absolutely not only the guy in the right place at the right time, but, seemingly, the only one to see it as an opportunity. Some great records have come out of Underflow already, and there’s a whole lot lined up – and the Greek music press are taking it very seriously.</p>
<p><em><strong>I often think that Greek underground or experimental music could be more well known in other places. As there&#8217;s a lot going on, do you think that Greek musicians get more of the deserved attention in the future?</strong></em></p>
<p>Hmm, difficult. I’d like to hope so, but I suspect the knowledge and/or understanding of Greece works against them. Despite Xenakis, Jani Christou, Theodorakis – and even Vangelis – being outstanding and well known in their fields, the general public know only the likes of Nana Mouskouri &amp; Demis Roussos. Not that I’ve anything against them, but the idea of them outside Greece contributes to the sort of maudlin / plate smashing image. I suppose there is the language barrier – which is considerable. Hopefully people who are into experimental / underground are less blinkered, but I think it’s still a problem. Eventually! Let’s hope so!</p>
<p><em><strong>As you first moved to Greece, how much did your expectations fit with how it became? What was the greatest surprise over the years?</strong></em></p>
<p>Surprisingly, it actually surpasses my expectations. Although I’ll never be Greek, there is a huge amount in the Greek mentality that I like, but, being English, cannot fully embrace … most of all is the general ‘fuck you, I am the prince in my own country’ attitude towards authority, and as this sits atop the attitude of an oppressed people – and there are few peoples who have been more oppressed than the Greek – towards authority that leads to a general lawlessness that I find rather appealing; although it can be irritating too. However, any irritation is surpassed by ‘kefi’ (κέφι), which doesn’t easily translate. The Greeks as a people are by nature, cynical and somewhat fatalistic, and very aware of the ridiculous legal hoops they have erected for themselves and the contortions they have to go through to to avoid them. ‘Kefi’ is akin to ‘the craic’ amongst the Irish, which probably doesn’t help as an explanation, but it’s something like the feeling of joy in ‘just being’ despite endless tribulation. It can come from drinking coffee in the kafeneio, or being with friends in a fish taverna, or possession of a perfect orange, or the blue of the sky and the blue of the sea. So, I guess my biggest surprise is experiencing kefi, despite being a ξένος (foreigner, non Greek).</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2785163770/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>In which way did your life abroad change or influence your personal link to the UK or Englishness in general?</strong></em></p>
<p>It’s strange… I’m English, and always will be; the history of England, the landscape, the mythology, is deeply ingrained in my psyche, but I’m done with it as a place. I went back a couple of years ago for my eldest daughter’s graduation, and whilst it was great seeing old friends, and the lost and hidden parts of Lincolnshire were as wonderful as ever, I never need to go back again. The people at large – and I’ve never had much time for them – just depressed me. Because I’ve lived outside England a fair bit, the parochial, little Englander attitude has always rather annoyed me; but now it encompasses complete idiots taking credit for great things of the past. All the great achievements of individuals that make up English culture are now claimed as theirs by people who’ve never read them, and never will. Mainly, modern life in any country is just annoying, full of insidious and meaningless distractions… and because I’ll never be a native Greek speaker, or anything like it, I can thoroughly ignore it here. So my personal Englishness is set in stone, but the ‘real’ country – that has moved on, and I haven’t; and don’t intend to. Maybe it’s just an age thing, exacerbated in my case by being here, because most of the people I know think more or less the same.</p>
<p><em><strong>Without intending to go too deep into politics, do you think that the new developments in the UK will have a negative impact on your life and work?</strong></em></p>
<p>Are you bringing up B****t by any chance!? Which, for the record, is the most stupid thing any single country has done in my lifetime. I don’t think it’ll make much difference to me personally… I’m an official Greek resident, as is Rebecca, and we have a child born here and in the Greek system. But you never know what’s around the corner… the Greek state wants us here (well wants our money) and made their position clear about two years back. The UK seems bent on diving into an ocean of flaming shit, but obviously I hope it actually does work out – I still have family and friends there, after all. I daresay the UK will rejoin the EU at some point, but not for at least a decade. Meanwhile, I’ll just get on with my own life!</p>
<p><em><strong>Together with Greek scholar Nikolaos Lymperopoulous, you and your wife as Howling Larsons recorded an album based on the Proem of Parmenides&#8217; text On Nature. Do you still plan to set the other two parts of the text to music too?</strong></em></p>
<p>That’s up to Nik, really… he wants to, but he also wants to do a lot of other stuff, and any one of the things takes a pretty huge amount of preparation on his part. Because he does Byzantine chanting, each tone is a musical absolute, and each syllable is a tone. So once he’s settled on a text, the initial tones give us the musical outline… then we plan where it will go according to strict musical theory, then map it out according to how the text changes. That bit is pretty straightforward. Then, the only way we can proceed is to perform the actual piece, because Nik isn’t comfortable doing it ‘cold’ in the studio; so we might have, with false starts etc, 2 hours or so to edit downs so that the piece is correct… then the actual work starts. So the current project is Poimandres from the Corpus Hermeticum, which can be translated as ‘mind’, or, perhaps, ‘universal mind’ … which has taken around 8 months so far&#8230; then, if he wants to return to Parmenides we will! We’re also doing currently doing something from the Greek Magical Papyrus with him which will be a future BLF piece.</p>
<p><em><strong>As Twelve Thousand Days and even Orchis had albums not so long ago, are these groups still active?</strong></em></p>
<p>Orchis has accomplished everything we planned for it; there were to be four ‘proper’ albums, one for each season, and the final one was really hard to do, as everyone was busy with other things. We did a few live shows, and that gave us the impetus for finishing at least the recordings for ‘A Dream’, but it still took what seemed forever… we had so many equipment changes during the recording that it was almost like starting from scratch each session, but we got there in the end, and I’m really happy with it. There were also tech problems with the last TTD, ‘Insect Silence’, for the same reasons, but at least all the parts had been recorded, albeit over a nearly ten year period. I was producing and engineering solo albums for Martyn, so we had the opportunity to revisit the TTD material, do any overdubs, and finish it. Then it sat around; the company that were going to release it went bust… the Final Muzik heard it, loved it, and it came out, and was incredibly well received. Martyn and I had already started writing songs for the next one, ‘Field’s End’, and Final Muzik are already down to release it – it’ll be out in 2020. All the songs are done – it was a few intense, really productive sessions at our Bridge House studios here in Evia, really good fun; it just flowed. Maaan. It’s very nearly all mixed and completed&#8230; I have to do a few overdubs, but Martyn has already started sequencing it – we actually have maybe double the amount of material we needed, and it’s all really good – so yes, TTD are very much active!</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1470334404/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Back in the early nineties, before Orchis released &#8220;The Dancing Sun&#8221;, people mostly knew you as one of the owners of World Serpent. Do you still feel a strong connection to these times?</strong></em></p>
<p>Oh, yes. That was a great time. It’s a time that’s over and done with, but I’m incredibly proud of what we achieved over a period of, probably, seven years. We released a lot of really great, very influential albums that defined a whole subculture and made lasting careers for all involved – not that most people weren’t already doing things, of course they were, but WSD took everyone to another level – both in recognition and financially. And whatever anyone may say now, everybody was very close in those days, very collaborative. It was a lot of fun, as well. I still think WSD doesn’t really get it’s due; but then I would say that, wouldn’t I!</p>
<p><em><strong>For a lot of people, WSD was more than a company and stood for something almost like a subculture of its own. On the other hand, the company&#8217;s name was hardly mentioned in the book England&#8217;s Hidden Reverse or also in the context of Antony and the Johnsons, who put out their first stuff there. Where would you localize the company&#8217;s place, seen from the distance of almost two decades? Do you think that the misconceptions about the whole endeavor were worth a book of its own?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-20250" title="alantrench1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/alantrench1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Well, Antony was quite open about what he wanted, which was a traditional record company type deal, and we just didn’t do that sort of thing. He was fine in that respect, and also right – he would definitely never have done as well with us as he subsequently has. Sure, we helped him on his way, and the evidence is out there… and I think the album we did is, in many ways, better than the one that broke big; but I wish him nothing but well! The book, though, is a different matter; the written word tends to set everything in stone, whether it’s true or not, and England’s Hidden Reverse is most definitely not true; although it contains truth. I said at the time that it was a missed opportunity, and looking back, it’s really sad how much a waste of paper it is. Keenan originally pitched it to SAF as a Coil book; and that, really, is what it should have stayed. Keenan is, after all, a jobbing journalist; he has to sell his work, so I don’t blame him for shifting the focus when he became tight with Dave Tibet, but, in the same way that Coil promoted Coil, Tibet promoted C93, so it really became a book about the scene as viewed though the Current lens, which was a shame, because there was so much omission, so much glossed over, so much ignored, that it could never be what it ultimately purported to be. Keenan was mates with Gibby – well, Keenan was mates with everybody for as long as it suited him, I suppose, so that doesn’t really mean anything, but he did interview us all, he had all the access he needed, and still it came out as it did. It was at the time that Doug &amp; Tibet had fallen out badly, so Doug &amp; DI6 wasn’t in it at all – he was asked, despite what he says, but declined – still, Keenan should have been able to work around that. He just didn’t. The book wasn’t about WSD, so sort of fair enough that we weren’t in it much; but, again, we should have been mentioned a hell of a lot more than we were – and that’s not sour grapes, it’s just fact. There have been a number of suggestions about a WSD book, but I don’t suppose it will ever happen… and a true story – well, a true story from my point of view, anyway, probably wouldn’t please anyone!</p>
<p><em><strong>With the benefit of hindsight, are you happy that World Serpent existed at a time when people still bought and appreciated physical releases compared to the ubiquitous streaming nowadays?</strong></em></p>
<p>Oh absolutely! We could never have done it without that! CDs had just started, and they cost very little to press, and retailed, in the UK, at around twelve pounds. They cost around 50 pence to make, so we could wholesale in the UK at seven pounds and retail retail via mail order at ten. We gave a certain amount of discount on export wholesale, but not much – people often said our titles were expensive to buy; but that was down to shipping, plus profit margins at the other end. Anyone buying directly from us got a good price. And WSD operated as a profit share, so all the bands got paid, and could make a decent living. Streaming – well, it’s great in that you can find anything; and shit in that no one actually listens to anything any more. In a way, I actually do long form tracks out of bloody-mindedness… to try and force people to listen for an extended period. Doesn’t work of course… Sombre Soniks do a weekly radio show which shows what can be achieved with streaming, but mostly the stuff that’s being produced is just toss.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1037199356/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2629091663/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>I remember visiting WSD once (must have been about 1995 as I bought the limited edition of ElpH&#8217;s “Worship The Glitch”-CD) and enjoyed my brief stay very much. Did you have a lot of personal interaction with customers dropping by?</strong></em></p>
<p>Oh, yes, if anyone managed to find our den in deepest darkest South London we were always pleased to see them! We were always very much aware who paid our bills, and apart from any other consideration, direct feedback is the best thing you can get!</p>
<p><em><strong>Did you see yourself as a typical World Serpent musician at that time, or were you indifferent to such stereotypes?</strong></em></p>
<p>Oh, there weren’t any stereotypes musically, I don’t think. To me, the similarities were in mindsets; the people we dealt with were ‘real’ in that what they did was part of who they were. I think there was a fairly common set of interests that we all had, but they were pretty broad, and everyone took from those sources to differing degrees. I think we were all pretty punk at heart, the diy ethic and all that as well, though that might not be in the music… so, for instance, Tibs knew Maldoror back to front, but most everyone we knew had read it. We all liked kosmische music, but Steve Stapleton was the one who travelled over and met people, and so forth. I never much liked the strummy strum guitar style that came to epitomize neofolk – or indeed, the name neofolk, but everyone was open to experimentation, to finding the best way to express ourselves – and our poor, angst-ridden psyches, of course. And it did all become very po-faced, as we say in England – but everyone at that time had a great sense of humour, and whilst they were serious about their work, they didn’t take themselves all that seriously. Doug Pearce was a great laugh, great company; everyone was. I think at that time, as well, everyone had formulated their world views, and were able to express them perfectly, so there was a unity about that as well. But the stereotypes – and I know what you mean – certainly weren’t any of our making. When the scene as a whole got bigger that didn’t seem to be the case any more. There was also a certain pagan element to everyone at that time, lest we forget.</p>
<p><em><strong>Is there something like this one underrated WSD related artist or album you would like to recommend?</strong></em></p>
<p>Probably Reptilicus. Their stuff was great, and really didn’t sell. Honourable mentions go to The Rainfall Years and Zone. Zone should have been huge, and I honestly don’t know why they weren’t.</p>
<p><em><strong>I remember that in the early days of World Serpent there weren&#8217;t any ads (at least in Germany) and a lot of information was just spread by word of mouth. Was it a conscious decision to do that? </strong></em></p>
<p>Definitely. It wasn’t as if we didn’t try. In the early days we tried advertising; we tried employing a publicity guy; over the years we ran campaigns around cheap compilations, and nothing made any difference – we sold what we sold. If it was good album, it sold well; if it was run of the mill, it didn’t. If a distributor – say, Discordia in Germany &#8211; wanted to run a campaign we might give them a better price, but they didn’t sell any more. In England from the very beginning we supported magazines like Music From The Empty Quarter, Fractured, Judas Kiss… and in Germany we always ran stuff in Black while Thomas Wacker was there. We never bothered much with the likes of The Wire, Zillo, Orkus and so on. They reviewed things anyway, so why advertise? Mainly, as I said, the thing was that every time we tried it, it made no difference. Word of mouth worked much better!</p>
<p><em><strong>That is maybe related to the last question. You always stressed that World Serpent was not a label but a distribution. Would you still say that that is true or that in the end – despite the small labels of the respective artists – you became some kind of mother label (for want of a better term)? </strong></em></p>
<p>Well, of course we were a label in all but name, as far as the public could see, or at the very least, an umbrella – or as you say, mother label. However, we weren’t a label in that we didn’t generally finance recording, so all rights remained with the artiste; we negotiated all the manufacturing – everything from the moment we were given the finished audio we took care of, we took care of all the sales, and we collected all the cash and accounted to the artistes, and then actually paid them. I did experiment with publishing, but it didn’t pan out, so I knocked that on the head. So we were more than a distributor, and not quite a label. When it was working at it’s best, it was a co-operative system; and it was strong because we were able to get economies of scale on the manufacturing, and, because we were, on the whole, picky about the titles we picked up, each reinforced the other; so being a ‘World Serpent Band’ guaranteed a few sales. Which was good for the newer, unheard bands, but did sometimes lead to bad feeling from the major acts.</p>
<p><em><strong>Are your two co-owners also still involved in the music scene in some way?</strong></em></p>
<p>Alison Webster trained to be a doctor and is now, I believe, qualified and working in a hospital, according to mutual friends. The last I heard about David Gibson was via Tibet; someone was trying to meet up with him, and Tibet was in contact and conveyed the message that Gibby didn&#8217;t want to see anyone, so, as far as I know, nothing to do with music!</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=558999842/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2694711532/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><em><strong>Do you think that there would have been a way to keep the whole thing together much longer, or would you rather say that it had to end at a certain point for good?</strong></em></p>
<p>Well, WSD finished for two types of reasons, personal and financial. On the personal level, the tripod may well be a stable structure geometrically, but as a way of running a company it more or less sucks. Gibby &amp; Alison were friends with each other in any case – I mean they saw each other socially, but had both previously worked for me and were deeply suspicious that I was acting behind the scenes in some way in order to be The Boss – and of course to spend as much time as possible down the pub (which I’d certainly done in the past, ha ha). Also, I’d financed the start-up of WSD with the <a href="https://joywallet.com/article/best-emergency-loans/">best emergency loans</a> I could get from an uncle, and though we couldn’t have done it without that I think there was some resentment there for some reason. English class stuff, I suppose. There was also a certain amount of needle to do with Orchis; I initially had no intention of putting ‘The Dancing Sun’ through WSD, but Gibby insisted I should – it was actually at the manufacturers at the time, and I had to add WSD details to the artwork… but then it actually sold, which meant they had to pay me, which meant I got more money than they did. If you were to ask them, I’m sure you’d get a different story; but in any case there was a lot of 2 against 1 stuff, which meant that we acted a lot more cautiously than I would have liked, which was probably a good thing, but which pissed me off mightily, which meant that as soon as I was able, I left. The financial problems were mostly the same that affected the whole industry – declining physical sales due to the advent of online music sharing/sales, which meant there was simply less income, and therefore less money for the artistes. We had to renegotiate our profit share arrangements – otherwise we couldn’t have continued at all – and nobody was happy about that, so the writing was on the wall from that point. You mentioned visiting us, so you know we were hardly in the lap of luxury; and the rent there was low enough that we could justify the space taken up by stock when it was selling consistently, but when the sales dropped and the rent started going up – Seager Buildings is a whole new shiny world these days – we needed to move, and, realistically, move out of London. Alison wasn’t going anywhere; so there was a period of time when Gibby &amp; I spoke of moving North – not necessarily Glasgow, where his family were, and not necessarily Lincolnshire where mine were, but some sort of compromise, but in the end he bought a new place in Glasgow, so I thought ‘fuck it’ and sold my place in London and resigned. It was completely the right thing to do, and I should really have done it earlier, but I had to sort out the whole legal mess with Doug Pearce first – which is another story, and one I still find pretty funny when I think about it. So actually, I think we went on a bit longer than we should have done, which didn’t really end up benefiting anyone – but, it is what it is, and je ne regrette rien! I suppose it’s just possible that we could have set up digitally, like State 51 did, but it absolutely wasn’t part of our skill set; so, that was that.</p>
<p>(M. Göttert, U. Schneider, N. Seckel)</p>
<p>Fotos by R. Loftiss and Dimitris Eliadis</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/groups/1482851371926368/">Black Lesbian Fishermen</a> , <a href="https://www.facebook.com/howlinglarsons/">Howling Larsons</a> and <a href="https://www.facebook.com/Temple-Music-256212474409378/">Temple Music</a> @ Facebook</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2411878790/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2020/02/29/basically-i-make-music-that-i-like-to-listen-to-an-interview-with-alan-trench/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Metaphysics of Natron</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 Nov 2019 03:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Black Lesbian Fishermen]]></category>
		<category><![CDATA[Grey Field Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[Lüüp]]></category>
		<category><![CDATA[Nikos Fokas]]></category>
		<category><![CDATA[Orchis]]></category>
		<category><![CDATA[R. Loftiss]]></category>
		<category><![CDATA[Stelios Romaliadis]]></category>
		<category><![CDATA[Stratis Sgourellis]]></category>
		<category><![CDATA[Temple Music]]></category>
		<category><![CDATA[Underflow]]></category>
		<category><![CDATA[Vault of Blossomed Ropes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=19425</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt Musik, deren geheimnisvolles, mitunter okkultes Charisma daher rührt, dass sie wenig von sich preisgibt und sich ausgesprochen kryptisch und reduziert zeigt. Ohne den vielen gelungenen Beispielen dafür unrecht tun zu wollen, muss man sagen, dass diese Masche mittlerweile &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19427" title="blftmon" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt Musik, deren geheimnisvolles, mitunter okkultes Charisma daher rührt, dass sie wenig von sich preisgibt und sich ausgesprochen kryptisch und reduziert zeigt. Ohne den vielen gelungenen Beispielen dafür unrecht tun zu wollen, muss man sagen, dass diese Masche mittlerweile schon etwas zu gängig ist und außerdem leicht umzusetzen, wenn die Ansprüche dabei nicht allzu hoch sind. Die in Athen und auf der benachtbarten Insel Euböa ansässigen Black Lesbian Fishermen, trotz des Ortes im Namen eine<span id="more-19425"></span> internationale Truppe, machen genau das Gegenteil: Ohne übermäßig opulent zu sein bringt ihre ritualistische, immer leicht folkig eingefärbte Psychedelik die unterschiedlichesten Elemente unter einen Hut, Elemente die eigentlich heterogen und sperrig wirken müssten, doch auf wundersame Weise immer harmonieren.</p>
<p>Dass ihr neuer Longplayer &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; an das vor vier Jahren erschienene Debüt &#8220;Etopic Apiary&#8221; anknüpft, ist keinesfalls schlimm. Wieder wird hier gekommt zwischen fast anheimelnden Folkarrangements und dröhnender Elektronik, zwischen dezenten Songansätzen und surrealen Soundscapes changiert. Die Antwort, in welche Richtung die Reise nun gehen soll, deutet sich immer mal vage an, wird aber nie wirklich gewährt. Mit &#8220;To Sic a Goddess&#8221; beginnt das Album recht besinnlich mit dem klaren Gesang R. Loftiss&#8217;, dessen sanfte Melodramatik in ein Folkmusical der 70er passen würde. Durch das eruptive Herausstoßen der Worte und einen ambienten Hintergrund, an dem wahrscheinlich Soundbastler Nikos Fokas und Querflötist Stelios Romaliadis einen wesentlichen Anteil haben, bekommt das Stück jedoch den Charme eines verdrehten Krautrock-Klassikers. Auf mystische Anspielungen im Text folgt immer dichteres Bimmeln und Dröhnen, bis der Song fast lärmend ausklingt.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/DPW-7xvoTB0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Alle Stücke des Albums sind von einer feinsinnigen Detailverliebtheit, was in einigen Momenten deutlich im Vordergrund steht &#8211; so z.B. im verhuscht vor sich hinschnippenden und rumpelnden &#8220;Lox on Krax&#8221;, bevor es zu einer shoegazigen Dröhnlandschaft wird, oder im bimmelnden Sirup von &#8220;You Find the Noise&#8221; dessen Titel fast paradoxerweise von einer fragilen Kinderstimme angesagt wird, bevor es sich in ein raues Spacerock-Brett verwandelt. Andere Stücke wie das progressiv-angejazzte &#8220;Third Rubic&#8221; mit der deutlichen Handschrift von Stratis Sgourellis fallen treibender aus und hätten durch den harmonischen Frauengesang veritable Popsongs werden können, wenn so etwas denn in der surrealen Parallelwelt der Fishermen möglich wäre. Diese Welt offenbart sich vielleicht am besten dort, wo Gesang und melodisches Gitarrenspiel nur noch wie exotische Blätter und Blüten aus einem Gemisch bizarrer Sounds ragen. Solche Momente wären den Kollagen von Nurse With Wound, bei denen Gitarrist Alan Trench bereits mitwirkte, würdig. Höhepunkt dessen ist &#8220;Pigs Before Strawberries&#8221; mit seiner elektrifizierten, vom quakenden Fröschen durchtönten Sumpflandschaft aus schillernder Vorzeit.</p>
<p>Als die Black Lesbian Fishermen erstmals von sich reden machten, hielten manche sie für ein Projekt befreundeter Musiker, die in der Hauptsache bei Temple Music, Grey Field Recordings, Lüüp, Howling Larsens oder Vault of Blossomed Ropes spielen. Dass sie in eher größeren Abständen auftraten, schien das zu bestätigen. Dass &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; den roten Faden aber so gekonnt fortführt und in ähnlicher Weise die unterschiedlichsten Möglichkeiten anzapft, sollte Grund genug sein, in ihnen eine feste Band zu sehen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://underflow.gr/">Underflow</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=716068008/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TEMPLE MUSIC: The Unquiet Mind</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/06/29/temple-music-the-unquiet-mind/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2019/06/29/temple-music-the-unquiet-mind/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Jun 2019 07:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Black Lesbian Fishermen]]></category>
		<category><![CDATA[Howling Larsens]]></category>
		<category><![CDATA[Orchis]]></category>
		<category><![CDATA[Sombre Soniks]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Robinson]]></category>
		<category><![CDATA[Temple Music]]></category>
		<category><![CDATA[The Gray Field Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Twelve Thousand Days]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=17899</guid>
		<description><![CDATA[Evia &#8211; oder wie man auf deutsch sagt: Euböa &#8211; ist die zweitgrößte Insel der griechischen Ägäis unweit der Provinz Attika und dem mittelgriechischen Festland. Es ist somit Teil einer unruhigen Region, in der sich seit Jahrtausenden die Wege vieler &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/06/29/temple-music-the-unquiet-mind/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/templemusictheunquietmind.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17900" title="templemusictheunquietmind" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/templemusictheunquietmind-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Evia &#8211; oder wie man auf deutsch sagt: Euböa &#8211; ist die zweitgrößte Insel der griechischen Ägäis unweit der Provinz Attika und dem mittelgriechischen Festland. Es ist somit Teil einer unruhigen Region, in der sich seit Jahrtausenden die Wege vieler Kulturen und Machtfaktoren kreuzten. Evia ist auch die Wahlheimat des englischen Folk- und Psych Rock-Musikers Alan Trench, der seit Jahren mit Gruppen wie den <a href="http://africanpaper.com/2015/12/12/black-lesbian-fishermen-ectopic-apiari/">Black Lesbian Fishermen</a>, <a href="http://africanpaper.com/2016/07/23/howling-larsens-nicolaos-lymperopoulous-parmenides-proem/">Howling Larsens</a> und noch einigen anderen (siehe Tags) seine bis dato produktivste Phase ausfüllt.<span id="more-17899"></span></p>
<p>Unter den Veröffentlichungen seines zwischen Rock un Ritualismus changierenden Projektes Temple Music mag das von Trench diesmal im Alleingang aufgenommene &#8220;The Unquiet Mind&#8221; zwar zu den abstrakteren zählen, dennoch scheint es eines der persönlichsten zu sein, und Geschichte und Gegenwart seines Entstehungsortes erweisen sich als vielfältiges Leitmotiv, das zwar vage bleibt, bei entsprechenden Hintergrundinformationen jedoch deutlich ins Auge fällt.</p>
<p>Da wären zunächst Einflüsse regionaler Musikarten, die im passend betitelten Opener &#8220;An Unquiet Moment&#8221; mit den rhythmischen Mustern klassischer indischer Musik zu einer über zwölfminütigen Noiserock-Abstraktion voller Kratzen, Rauschen und Jaulen gerät. Weniger nah am psychedelischen Hardrock und seiner Dekonstruktion, dafür ungemein hypnotisch mit seinen Handdrums und Orgelsounds, gestaltet sich das unaufgeräumte &#8220;Jungle in the Night with Tigers&#8221;. Sein Titel geht wohl auf eine Erzählung von Alans Tochter über eine Schultheater-Aufführung zum Widerstand griechischer Regionalbewegungen während der osmanischen Besatzung zurück. Durch all dies zieht sich eine unruhige Stimmung, die soweit vage bleibt, dass man nur bedingt sagen könnte, ob sie etwas Gutes oder Ungutes impliziert.</p>
<p>Während &#8220;Art in the 21st Century&#8221; mit weltentrückten Klangornamenten und wie aufgeklebt wirkenden Takten eine diffuse Magie evoziert, scheint &#8220;Hatching Broods&#8221; mit dem repetitiven Trillern elektrifizierter Vögel und jeder Menge weiterer Sounds über dröhnenden Fundamenten das Erwachen der Inselfauna sinnlich erfahrbar zu machen &#8211; bis dass das finale &#8220;Skyros Comes Out of the Clouds&#8221; die gleichnamige Nachbarinsel, auf einst der Held Theseus das Zeitliche segnete, aus dem Nebel auftaucht und begleitet von entspanntem Fingerstyle und dezentem Regen dem &#8220;unruhigen Geist&#8221; die ersten Momente ohne Aufruhr bereitet.</p>
<p>&#8220;The Unquiet Mind&#8221; ist eine noch relativ songorientierte Platte im Vergleich mit den beiden &#8220;<a href="http://africanpaper.com/2017/03/04/temple-music-%ce%b5%cf%80%ce%bf%cf%87%ce%ad%cf%82-vol-l/">Εποχές</a>&#8220;-Teilen, die viele in den letzten Jahren über Sombre Soniks kennen gelernt haben, und somit etwas näher an der opulenten &#8220;<a href="http://africanpaper.com/2018/02/17/temple-music-further-faster-closer-slower/">Further, Faster, Closer, Slower</a>&#8220;, dessen enzyklpoädischer Charakter hier jedoch einer für Soloarbeiten typischen Konzentriertheit Raum gibt. So ist ein weiteres Steinchen in dem experimentierfreudigen und oft nur schwer berechenbaren Kosmos von Temple Music, der sich stets neu erfindet. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://sombresoniks.bandcamp.com/">Sombre Soniks</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2019/06/29/temple-music-the-unquiet-mind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
