Wat Dong Moon Lek: Neues von Carl Stone

Unseen Worlds bringen ein neues Album des zwischen Tokyo und LA pendelnden Elektroakustikers, Komponisten und Carl Stone heraus, der sich einmal mehr als Meister der Pop-Dekonstruktion auf der Basis der Programmiersprache MAX erweist. Neben klassischen Studioaufnahmen enthält “Wat Dong Moon Lek” zudem Aufnahmen aus dem japanischen Radio und einen Live-Mitschnitt vom Berliner Kiezsalon. CD und Download erscheinen am 20. Mai, eine Vinyl-Edition ist für Anfang nächsten Jahres geplant. Weiterlesen

Human Remains: Robert Haigh noch einmal bei Unseen Worlds

Unseen Worlds veröffentlichen in wenigen Tagen ein neues und das vermutlich finale reguläre Album des Komponisten Robert Haigh. “Human Remains”, das wie die beiden Vorgänger Creatures of the Deep” und “Black Sarabande” auf Piano und dezenter Elektronik basiert, wurde vom Künstler als letzte Musikproduktion im engeren Sinne konzipiert, allenfalls multimediale Arbeiten und Veröffentlichungen aus dem Archiv könnten in Zukunft noch das Licht der Welt erblicken. Als Grund nennt Haigh seine Hinwendung zur bildenden Kunst. Das Album erscheint am 18. März auf CD, eine LP folgt in einigen Wochen. Weiterlesen

The Plains at Gordium: Talujon interpretieren Petr Kotik

Das aus den Drummern Ian Antonio, David Cossin, Michael Lipsey, Matt Ward, Matthew Gold und Tom Kolor bestehende Talujon-Enselmble interpretiert die aus den frühen 70ern stammende Komposition “The Plains at Gordium” von Petr Kotik. Kotik gründete um diese Zeit das S.E.M. Ensemble, das zu den Zentren der New Yorker Avantgarde zählte und Arbeiten von Julius Eastman und Morton Feldman umsetzte. Heute ist er am Center of the Creative and Performing Arts, SUNY/Buffalo, tätig. “The Plains of Gordium” verweist auf einen legendären Stoff aus der Geschichte um Alexander den Großen, der an diesem Ort den sprichwörtlich gewordenen Gordischen Knoten zerschlug. Das Album erscheint bei Unseen Worlds und enthält auf CD und im Download einen knapp einstündigen Track, der auf der Vinyl-Edition gewaltfrei in zwei Teile separiert ist. Weiterlesen

Degrees of Freedom Found: 6CD-Box von Blue Gene Tyranny

Unseen Worlds bringen eine sechs CDs umfassende Box heraus mit Material, das der in der Neuen Musik ebenso wie im (Avant) Jazz beheimatete Komponist, Produzent und Pianist “Blue” Gene Tyranny (1. Januar 1945 in San Antonio – 12. Dezember 2020 in New York) seit den 60ern aufgenommen hat und das bislang z.T. nur in Archiven und auf obskuren Live-Aufnahmen zu finden war. Mehr als ein Bonus sind neue und bislang unveröffentlichte Tracks, die der Künstler, den man hier auch als Gesellschaftskritiker kennen lernt, in seinen späten Jahren aufgenommen hatte. Ein 24seitiges Booklet u.a. mit ausführlichen Liner Notes ist auch in der digitalen Version enthalten. Die Box erscheint am 11. Juni. Weiterlesen

James Rushford mit Federico Mompou-Interpretationen und eigenen Stücken

Unseen Worlds bringen ein Album mit Soloarbeiten für Klavier von James Rushford heraus, das aus zwei separaten Teilen besteht. Auf dem ersten, “Musica Callada” betitelten Teil interpretiert der Pianist und Improvisationsmusiker Rushford Kompositionen des französisch-katalanischen Komponisten Federico Mompou aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die stark vom Impressionismus und von Komponisten wie Erik Satie beeinflussten Arbeiten inspirierten Rushford Weiterlesen

CARL STONE: Au Jus 7″

Das Samplen, Zerlegen und in eine neue, kollagenhafte Form bringen populärer Musik ist seit Jahren ein Steckenpferd von Komponist und Producer Carl Stone. Mit dem Ohr eines Ethnographen stellt er die Schönheit, aber auch die triviale, klischeehafte Seite der Popkultur vom Kopf auf die Füße und legt so, durch Verfremdungen aller Art, verborgene Kehrseiten frei, die einem gefallen mögen oder auch nicht. Weiterlesen

Philip Corner und Carles Santos bringen altes Material auf Unseen Worlds

Unseen Worlds bringen Ende des Monats eine seit den 80ern vergriffene Aufnahme von Philip Corner und Carles Santos heraus – die beiden Komponisten waren 1978 bei Charlemagne Palestine in New York zu Gast und spielten auf dessen Bösendorfer-Flügel vierhändig je eine Version von Corners Stücken “Chord” und “Gong!”, “…a long-flowing distillation of the source of Weiterlesen

Dichtung und Avantgarde-Folk: Neues Songalbum von Silvia Tarozzi

Die Komponistin, Geigerin und Autorin Silvia Tarozzi zählt Alda Merinis Dichtung seit langem zu ihren wichtigsten Inspirationsquellen, viele ihrer eher ausladenden Kompositionen zwischen Free Jazz und Neuer Musik sind an Texte der Lyrikerin angelehnt, doch blieb der Bezug bislang eher abstrakt, da Tarozzi die sprachliche Seite ihres Werks überwiegend mit eigenem Material füllte. Auf ihrem neuen Longplayer “Mi specchio e rifletto” vertont sie erstmals Texte Marinis und wählt dafür ein klassisches Songformat als Rahmen. Das Ergebnis ist ein vielgestaltiges Stück Progressive Folk mit zahlreichen Brücken in jazzige Gefilde und wird vom Label mit Künstlern einer früheren Ära – Franco Battiato, Maria Monti, Penguin Cafe Orchestra, Juana Molina, Brigitte Fontaine – verglichen. Es erscheint in den nächsten Tagen bei Unseen Worlds.
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Leo Takami mit neuer LP auf Unseen Worlds

Auf Unseen Worlds erscheint mit “Felis Catus & Silence” ein neues Album des japanischen Komponisten und Gitarristen Leo Takami, dessen auf Harmonie abzielende, bei genauerem Hören aber überraschend vielschichtige Überblendung von Ambient, klassischer Musik und Jazz-und Prog-Einflüssen an die Vorgänger “Children’s Song” (2012) and “Tree of Life” (2017) anknüpft. Weiterlesen

Black Sarabande: Neues Album von Robert Haigh auf Unseen Worlds

Robert Haigh, der in den 80ern mit Elektronik- und Noise-Arbeiten unter den Pseudonymen SEMA und Omni Trio bekannt wurde und im neuen Jahrzehnt ambientere Richtungen erkundete, überraschte vor zwei Jahren mit dem getragenen Piano-Album “Creatures of the Deep”. Mit “Black Sarabande”, bei dem die gerne gezogenen Vergleiche zu Harold Budd, Erik Satie oder Max Richter erneut gezogen werden können, setzt er diesen Weg fort. Die elf Stücke sind Erinnerungen an Haighs Kindheit in Yorkshire gewidmet, in denen die typischen Sounds der Kohlearbeiter allgegenwärtig waren.

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CARL STONE: Himalaya

Wie ein Schwamm saugt der leidenschaftliche Welt- und Zeitreisende Carl Stone immer wieder neues Input auf, um aus den unterschiedlichsten Zutaten mit Tape- und Computertechnik überraschend stimmige Musik zu komponieren. Die auf “Himalaya” versammelten Stücke nahm der Elektroakustiker und ehemalige Präsident des American Music Center in den letzten sechs Jahren mit Hilfe von Künstlern aus verschiedenen asiatischen Regionen und einem großen Sack an Field Recordings auf – das Resultat ist Weiterlesen

ROBERT HAIGH: Creatures of the Deep

Die letzten Jahre über hat sich der britische Komponist Robert Haigh immer mehr sein eigenes Terrain pianobasierter Ambientmusik erspielt, gleichwohl seine ersten Versuche in der Richtung, die beim Japanischen Siren-Label erschienen sind, von älteren Semestern noch als Abstecher abgetan wurden, denn die kannten noch seine harscheren Elektronik- und Noise-Arbeiten unter den Pseudonymen SEMA und Omni Trio, sowie natürlich seine Teilnahme an legendären Murray Fontana Orchestra. Mit „Creatures of the Deep“ legt Haigh sein Weiterlesen