James Rushford mit Federico Mompou-Interpretationen und eigenen Stücken

Unseen Worlds bringen ein Album mit Soloarbeiten für Klavier von James Rushford heraus, das aus zwei separaten Teilen besteht. Auf dem ersten, “Musica Callada” betitelten Teil interpretiert der Pianist und Improvisationsmusiker Rushford Kompositionen des französisch-katalanischen Komponisten Federico Mompou aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Die stark vom Impressionismus und von Komponisten wie Erik Satie beeinflussten Arbeiten inspirierten Rushford Weiterlesen

CARL STONE: Au Jus 7″

Das Samplen, Zerlegen und in eine neue, kollagenhafte Form bringen populärer Musik ist seit Jahren ein Steckenpferd von Komponist und Producer Carl Stone. Mit dem Ohr eines Ethnographen stellt er die Schönheit, aber auch die triviale, klischeehafte Seite der Popkultur vom Kopf auf die Füße und legt so, durch Verfremdungen aller Art, verborgene Kehrseiten frei, die einem gefallen mögen oder auch nicht. Weiterlesen

Philip Corner und Carles Santos bringen altes Material auf Unseen Worlds

Unseen Worlds bringen Ende des Monats eine seit den 80ern vergriffene Aufnahme von Philip Corner und Carles Santos heraus – die beiden Komponisten waren 1978 bei Charlemagne Palestine in New York zu Gast und spielten auf dessen Bösendorfer-Flügel vierhändig je eine Version von Corners Stücken “Chord” und “Gong!”, “…a long-flowing distillation of the source of Weiterlesen

Dichtung und Avantgarde-Folk: Neues Songalbum von Silvia Tarozzi

Die Komponistin, Geigerin und Autorin Silvia Tarozzi zählt Alda Merinis Dichtung seit langem zu ihren wichtigsten Inspirationsquellen, viele ihrer eher ausladenden Kompositionen zwischen Free Jazz und Neuer Musik sind an Texte der Lyrikerin angelehnt, doch blieb der Bezug bislang eher abstrakt, da Tarozzi die sprachliche Seite ihres Werks überwiegend mit eigenem Material füllte. Auf ihrem neuen Longplayer “Mi specchio e rifletto” vertont sie erstmals Texte Marinis und wählt dafür ein klassisches Songformat als Rahmen. Das Ergebnis ist ein vielgestaltiges Stück Progressive Folk mit zahlreichen Brücken in jazzige Gefilde und wird vom Label mit Künstlern einer früheren Ära – Franco Battiato, Maria Monti, Penguin Cafe Orchestra, Juana Molina, Brigitte Fontaine – verglichen. Es erscheint in den nächsten Tagen bei Unseen Worlds.
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Leo Takami mit neuer LP auf Unseen Worlds

Auf Unseen Worlds erscheint mit “Felis Catus & Silence” ein neues Album des japanischen Komponisten und Gitarristen Leo Takami, dessen auf Harmonie abzielende, bei genauerem Hören aber überraschend vielschichtige Überblendung von Ambient, klassischer Musik und Jazz-und Prog-Einflüssen an die Vorgänger “Children’s Song” (2012) and “Tree of Life” (2017) anknüpft. Weiterlesen

Black Sarabande: Neues Album von Robert Haigh auf Unseen Worlds

Robert Haigh, der in den 80ern mit Elektronik- und Noise-Arbeiten unter den Pseudonymen SEMA und Omni Trio bekannt wurde und im neuen Jahrzehnt ambientere Richtungen erkundete, überraschte vor zwei Jahren mit dem getragenen Piano-Album “Creatures of the Deep”. Mit “Black Sarabande”, bei dem die gerne gezogenen Vergleiche zu Harold Budd, Erik Satie oder Max Richter erneut gezogen werden können, setzt er diesen Weg fort. Die elf Stücke sind Erinnerungen an Haighs Kindheit in Yorkshire gewidmet, in denen die typischen Sounds der Kohlearbeiter allgegenwärtig waren.

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CARL STONE: Himalaya

Wie ein Schwamm saugt der leidenschaftliche Welt- und Zeitreisende Carl Stone immer wieder neues Input auf, um aus den unterschiedlichsten Zutaten mit Tape- und Computertechnik überraschend stimmige Musik zu komponieren. Die auf “Himalaya” versammelten Stücke nahm der Elektroakustiker und ehemalige Präsident des American Music Center in den letzten sechs Jahren mit Hilfe von Künstlern aus verschiedenen asiatischen Regionen und einem großen Sack an Field Recordings auf – das Resultat ist Weiterlesen

ROBERT HAIGH: Creatures of the Deep

Die letzten Jahre über hat sich der britische Komponist Robert Haigh immer mehr sein eigenes Terrain pianobasierter Ambientmusik erspielt, gleichwohl seine ersten Versuche in der Richtung, die beim Japanischen Siren-Label erschienen sind, von älteren Semestern noch als Abstecher abgetan wurden, denn die kannten noch seine harscheren Elektronik- und Noise-Arbeiten unter den Pseudonymen SEMA und Omni Trio, sowie natürlich seine Teilnahme an legendären Murray Fontana Orchestra. Mit „Creatures of the Deep“ legt Haigh sein Weiterlesen