HEART BEAT EAR DRUM. A Film About Z’ev. Directed by Ellen Zweig

Die Feststellung, dass eine Musik auf Platte oder im Livekontext ein ganz unterschiedliches Erlebnis bietet, ist je nach Beispiel von unterschiedlicher Relevanz. Von Stefan Joel Weiser alias Z’ev gibt es großartige Platten, und doch hat man von seiner Musik nur ein marginales Abbild rezipiert, wenn man sie nur in Zimmerlautstärke und ohne die räumlichen und visuellen Komponenten hört. Dass es dem Perkussionisten seit jeher nicht nur um den Klang seiner in der Mehrzahl metallenen Objekte geht, sondern auch um den Anblick der oft raumgreifenden Gegenstände selbst, ist eine der wesentlichen Aussagen, die der Amerikaner in “Heart Beat Ear Drum” macht, einer Weiterlesen

Z‘EV & SIMON BALESTRAZZI: Reverbalizations

Mit Z’ev und Simon Balestrazzi treffen zwei Urgesteine des Industrial aufeinander, die die Szene seit mehr als drei Jahrzehnten geprägt haben und doch immer recht untypische Pionierarbeit geleistet hatten. Stefan Joel Weissers Beitrag zur Musikgeschichte wirkt formal betrachtet nahezu minimal und lässt sich auf eine Metallperkussion beschränken, die ihren rituellen Wert erst offenbart, wenn man sich vollends darauf einlässt. Im dystopischen Lärm der Industrial Culture fand er einen Rahmen, bei dem er – u.a. in zahlreichen Kollaborationen – seinem Stil immer neue Facetten entlocken konnte. Von Balestrazzi und seiner früheren Weiterlesen

HATI & Z’EV: Collusion

Kollaborationen verlangen nicht nur dann besonderen kreativen Einsatz, wenn Musiker aus weit außeinanderliegenden Bereichen aufeinander treffen. Gerade im Bereich rituell angehauchter Perkussion gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass sich bestimmte Rhythmen recht einfach in die unterschiedlichsten Klangbilder integrieren lassen. Will sagen: Ethnogetrommel jedweder Art passt zu den meisten Musikarten von entweder flächiger oder eben sehr freier Struktur. Z’ev und Hati sind in der Vergangenheit schon die unterschiedlichsten Verbindugen eingegangen, meist mit Weiterlesen

CHARLEMAGNE PALESTINE + Z’EV: Rubhitbangklanghear Rubhitbangklangear

Unter den Minimalisten ist Charlemagne Palestine sicher derjenige, der im etablierten und institutionalisierten Musikbetrieb weniger als seine Kollegen wahrgenommen wird. Die Auftritte und Aufnahmen Palestines hatten bzw. haben – nicht nur wegen dem Moment des Repetetiven (der sich auch im Titel widerspiegelt) – (auch) immer einen gewissen rituellen Charakter, etwa wenn z. B. die Stofftiere aus der extensiven Sammlung Palestines auf der Bühne drappiert wurden (vgl. die Rückseite der CD) und er sich den obligatorischen Cognac (der hier das Cover ziert) einschüttete. Und auch Z’EV hat sich sowohl musikalisch Weiterlesen