Celestial Birds: Elektronische Arbeiten von Muhal Richard Abrams auf neuer Compilation

Muhal Richard Abrams, eine zentrale Figur der Chicagoer Jazz-Szene und Mitbegründer der Association for the Advancement of Creative Musicians (AACM) interessierte sich schon in frühen Jahren für elektronische Musik und nahm zahlreiche Stücke mir Synthesizer auf. Im damals weitgehend “akustischen” Jazz war dies eine Ausnahme, zum einen wegen der nur schwer zugänglichen elektronischen Musikstudios, zum anderen auch wegen Vorbehalten der eigenen Community und Fangemeinde. Weiterlesen

Signals: Neues Album von Daniel Davies auf Sacred Bones

Der Komponist Daniel Davies ist eng mit John Carpenter verbunden und assistierte – quasi als zweiter Komponist – auch beim berühmten Helloween-Soundtrack, bei anderen Arbeiten wirkte er im Doppelpack mit seinem Vater, The Kinks-Gitarrist Dave Davies, mit. Auf seinem neuen Album “Signals”, dessen cinematische Klänge ebenfalls einem Filmscore der frühen 80er entsprungen sein könnten, wurden die Rollen vertauscht, denn hier stammt das Gros der Kompositionen von Davies, während Carpenter ein paar einzelne Passagen beigesteuert hat. Das Album erscheint bei Sacred Bones.

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Strom: Festival für elektronische Musik in der Philharmonie Berlin

Am Wochenende des 7. und 8. Februar steht die Philharmonie Berlin unter Strom. Das gleichnamige von Stefan Goldmann kuratierte Festival für elektronische Musik verbindet die besondere Architektur des Konzerthauses mit der Musik und den Performances von Künstlern wie Kruder & Dorfmeister, Ryoji Ikeda, Goldmann selbst, Cristian Vogel Deena Abdelwahed und einigen mehr. Abgerundet wird das ohnehin sehr raumspezifische Konzertptogramm durch eine Installation von Robert Henke.

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Bruital Nights Vol. X: Munsha, Ask Thor, Dr. Nexus, Utku Tavil und andere im Berliner Loophole

In Vorbereitung auf das kommende Festival auf der MS Stubnitz bringen die Macher von Fraction.Bruit am 1. Februar einmal mehr rund zwei Handvoll Musiker zwischen Imrpovisation, Lärm, Dröhnung und weiteren experimentierfreudigen Klängen ins Neuköllner Loophole. Bis jetzt stehen sechs Kollaborationen und Soloacts auf dem Programm, u.a. ein neues Duett der Cellistin Munsha, das neue Duo Ask Thor um den von My Beloved und Of the Wand and the Moon her bekannten Iver Ask Overgaard und ein aus Dr. Nexus, Utku Tavil, Marcello Busato und einigen mehr bestehendes Allstar-Projekt.

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Quantum Entanglement: Best-of-Compilation der Royal Trux

Fat Possum Records bringt eine vierzehn Tracks umfassende Compilation mit ausgewählten Stücken des von 1987-2000 bestehenden Duos heraus. Die im Kern aus Jennifer Herema und Neil Hagerty bestehende Band spielte eine eigenwillige, mit Psychedelic und Blues-elementen angereicherte Form des (Noise-)Rock und fand nach ihrer Auflösung vor rund zwanzig Jahren ihr Nachleben in den Projekten The Howling Hex und RTX.

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Espers bringen ihre ersten beiden Alben neu heraus

Die im Nordosten der USA gegründeten Espers um Meg Baird und Greg Weeks zählten zu den wichtigsten Vertretern der neuen Folkgeneration in den Jahren nach 2000. Ihre beiden ersten Alben, das selbstbetitelte Debüt und das aus neuinterpretierten Traditionals und Coverversionen bestehende “The Weed Tree” waren lange vergriffen und werden Mitte März von Drag City in allen gängigen Formaten neu herausgebracht.
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Laurisilva: Neues Album von Saxophonistin und Elektroakustikerin Laura Agnusdei

Unter dem Namen „Laurisilva“ bringt die in Bologna lebende Saxophonistin und Elektroakustikerin Laura Agnusdei ein neues Album heraus, auf dem neben ihrem wichtigsten Instrument und jeder Menge Effekte noch unterschiedliche Percussion und weitere Blaßinstrumente wie Trompete, Flöte und Klarinette zu hören sind. Der Zusatz „Silva“ passt ganz gut zur Urwaldatmosphäre der leicht weltmusikalisch eingefärbte Klänge, der Holzbläser, der Rasseln und der kunstvoll bearbeiteten Sounds, die bisweilen an Froschkonzerte erinnern. „Laurisilva“ vereint eine Mischung aus Homrecordings und Aufnahmen, die letztes Jahr im Den Haager Institute for Sonology aufgenommen wurden, wo die klassisch ausgebildete Musikerin ihren Master in zeitgenösischer Elektronik absolvierte. Das Album erscheint auf dreihundert Vinylscheiben beim Tapeworm-Ableger the Wormhole.

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Valerie Renay im Berliner Eschloraque

Nach mehreren Konzerten auf internationalen Bühnen ist die ehemalige Noblesse Oblige-Sängerin Valerie Renay Ende Januar wieder in Berlin zu sehen: Im Eschloraque wird sie mit ihren Begleitern, zu denen diesmal auch ein Cellist zählt, eine neu arrangierte Version ihres postpunkigen Chanson-Stils spielen. Weiterlesen

Bushfire Relief: Konzert zur Unterstützung der australischen Feuerwehr und anderer Hilfsorganisationen im Berliner Marie Antoinette

Ein Line-up experimentierfreudiger Rock-, Drone- und Songwriter-Acts spielt am 25. Januar im Berliner Marie Antoinette – das Konzert dient dem Fundraising für die australische Feuerwehr und weiterer Hilforganisationen im Kampf gegen die nach wie vor anhaltenden Buschfeuer. Zu sehen sind u.a. TAU and the Drones of Praise, Ghost Pony, Dead Sentries, Eilis Frawley und Drama, deren Mitglieder z.T. selbst aus Australien stammen. Im Anschluss legt Jimmy Trash Platten auf. Weiterlesen

Purple Pilgrims und Fausto Majistral beim Vorspiel zur CTM 2020

Als Auftakt zur diesjährigen CTM veranstalten Swamp Bookings und das Label Kitchen Leg ein Konzert der beiden Duos Purple Pilgrims und Fausto Majistral im Berliner West Germany. Purple Pilgrims aus dem Hause Flying Nun Records spielen einen leicht folkig angehauchten Dream Pop, Fauso Majistral, die jüngst ein Album bei Encore herausgebracht haben, stehen für subtil verarbeitete Feldaufnahmen, verfremdete Instrumentalparts und Dröhnung. Beide Acts stammen partiell aus Neuseeland. Weiterlesen

Occulto 6: Neue Ausgabe des Magazins zum Thema Leben inkl. Musik-Compilation

Einmal mehr widmet sich das in Berlin herausgegebene englischsprachige Magazin Occulto den Schnittstellen von Wissenschaft und Künsten sowie deren Möglichkeiten, sich gegenseitig zu erhellen. Die vor kurzem erschienene sechste Ausgabe steht ganz im Zeichen der Idee, den Menschen als Variable zu sehen. Fokussiert wird in fünf längeren Artikel u.a. eine Evolution vor, nach und ohne das Horstmann’sche Untier, der zugleich die reale Dystopie des Anthropozäns gegenübergestellt wird. Abgerundet werden die mal sachlich-nüchternen, mal humorvoll-verspielten und niemals moralingesäuerten Beiträge der Autoren Alice Cannavà, Amanda Crompton, Giulia Liberti, Stefano Spataro und Stephano Stephanowic zum einen durch Bildstrecken mit Kunstprojekten von Ana Botezatu, Catalin Ilie und der Gruppe POT, zum anderen durch eine als DL-Code beiliegende Musik-Compilation. Das Label Boring Machines hat eine ausgewogene Mischung aus psychedelischer Dröhnung, rituellem Lärm und analoger Elektronik zusammengestellt, vertreten sind Newcomer wie Vivien Le Fay und renommierte Künstler wie Hermetic Brotherhood of Lux-Or, Marta de Pascalis und DIVUS mit dem Saxophonisten von ZU.OCCULTO6

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Agata Melnikova alias Sign Libra veröffentlicht neues Album auf RVNG Intl.

Die lettische Komponistin und Musikerin Agata Melnikova, die mit ihrer dem tropischen Regenwald gewidmeten Ballettstück “Closer to the Equator” internationale Beachtung fand, veröffentlicht Mitte Februar ein Album mit neun mystisch angehauchten Stücken zwischen elektronischer Avantgarde und etwas, das man mit einer Brise Pathos als außerirdische Weltmusik bezeichnen könnte. Jedes Stück auf “Sea to Sea”, die verspielte Rhythmen, verfremdeten Gesang, mitreisende Bläser und nostalische Synthies aufeinandertreffen lassen, ist einer der großen Talmulden auf der Oberfläche des Mondes gewidmet, die von frühen Astronomen für Seen gehalten wurden und deshalb noch heute unter dem Begriff Lunar Maria subsumiert werden.

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StereoAkuma: Neues Merzbow-Album zum Fundraising für australisches Naturschutzprojekt

Ende Februar bringt das im nordaustralischen Brisbane beheimatete Label Room40 mit “StereoAkuma” ein neues Merzbow-Album heraus, auf dem der bekannte Japanoise-Dauerproduzent Masami Akita Material seiner letztjährigen Auftritte in Melbourne und Sydney zusammengestellt hat. Der Erlös des Albums geht an die Organisation Wildlife Rescue (WIRES), die sich dem Schutz und der Versorgung der durch die verheerenden und nach wie vor unberechenbaren Wald- und Buschbrände betroffenen Fauna des Landes widmet. Weiterlesen

Syrphe Night #15: Cedrik Fermont, Elisabetta Lanfredini, Roberta Maddalena, Laure Boer, Wissam Sander, Conure

Die erste Syrphe-Nacht der Zwanziger Jahre und die fünfzehnte überhaupt findet am 16. Januar in der Berliner Villa Kuriosum statt. Geboten wird experimentelle, oft improvisierte, bisweilen lärmende Elektronik mit und ohne Stimmeinsatz.

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A Year In Retrospective: Rückschau auf das vergangene Jahr bei Midira Records

Mit einer umfangreichen Compilation, die zum freien Download erhältlich ist, resümmieren die Betreiber von Midira Records ihre Veröffentlichungen des Jahres 2019. Zu den vertretenen Acts zählen Aidan Baker, thisquietarmy, øjeRum, Gareth Davies Open to the Sea und Transtilla, die meisten der 18 Tracks stammen aus den letztjährigen Releases. Um der Sammlung einen zusätzlichen Reiz zu geben, hat das Essener Label eine Handvoll unveröffentlichter Stücke hinzugepackt.

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Stille Kammer #9: Lin Siedler, Marcel Siegel, Matching Outfits, Michael Bleach

Am 10. Januar startet auch die Berliner Konzertreihe Stille Kammer ins neue Jahrzehnt. Am gewohnten Ort im Neuköllner Donau115 treten spielen Lin Siedler und Marcel siegel ein Duett aus Double Bass und verschiedenen chinesischen und jazanischen Instrumenten. ebenfalls zu sehen ist das internationale Songwriter-Trio Matching Outfits mit einem folkig balladesken Set sowie der schottische Producer Michael Bleach.

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Reflexionen: Opera Maleta im Berliner Loophole

Im neuen Jahr geht die von Lorena Izquierdo organisierte Konzert- und Performance-Reihe Reflexionen weiter. Am 8. Januar tritt in diesem Rahmen die Gruppe Opera Maleta auf, die ein Set aus Dichtung, Movement und experimenteller Musik auf der Basis von Bratsche, Synthie, Objekten und Drums darbietet. Neben der Band, zu der neben Izquierdo selbst Marie Takahashi, Eric Bauer und Marcello S. Busato gehören, gibt es an dem Abend zwei Duette: Cedrik Fermont trifft mit seiner Elektronik auf den Tubaspieler Jack Adler-McKean, Rinus Van Aleveek lässt seine Tapes und Objekte auf die Celloklänge Aziz Lewandowskis treffen.

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Riki veröffentlicht Debütalbum auf Dais Records

Zweieinhalb Jahre nach der noch viel postpunkigeren EP “Hot City” erscheint im Februar das selbstbetitelte Albumdebüt des aus Los Angeles stammenden Projektes Riki um die dem Death Rock-Dunstkreis entwachsenen Künstlerin und Musikerin Niff Nawor. Mit “Napoleon” und “Böse Lügen” sind bereits zwei Tracks zu hören, die den musikalischen Ort des Albums zwischen eingängigem Synthpop und einem dunklerem NDW-Sound umreißen.

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Zoom In 13: Neue Kunstmusik aus Litauen

Zusätzlich zu ihrer Compilation experimenteller Elektronik haben die Betreiber des Music Information Centre Lithuania eine weitere Sammlung zeitgenössischer Kunstmusik herausgebracht. Die vertretenen Komponistinnen und Musiker sind allesamt international renommiert, ein Bezug zum romantischen Konzept des erhabenen zieht sich als roter Faden durch die sechs längeren Stücke.

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