Stella Chiweshe auf der Zehnjahresfeier des Berliner Savvy Contemporary

Seit den frühen Siebzigern spielt die aus Simbabwe stammende Stella Chiweshe ein dem Xylophon verwandtes Instrument namens Mbire, das ursprünglich inr ein rituellen Zusammenhängen verwendet wurde und erst in Chiweshes Generation auch auf Konzerten gespielt wurde – in ihren Songs trifft das Instrument auf Rasseln und v.a. ihren beschwörenden und doch heiteren Gesang. Ihre frühen Singles wurden vor gut einem Jahr auf einer Compilation neu herausgebracht. Am 8. Dezember ist Stella Chiweshe neben vielen anderen Acts live auf dem Jubiläum des Artspace und Veranstaltungsortes SAVVY Contemporary in Berlin zu sehen.

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Yugen: Neue Zusammenarbeit zwischen Deison und KK Null

Zehn Jahre nach ihrer ersten Kollaboration “Intro” (Silentes 2009) haben der italienische Sound Artist und Field Recording-Sammler Deison und der Japanoise-Veteran KK Null erneut ihre Ideen zusammengetragen und mit “Yugen” ein neues Album zusammengestellt. Fragmentarische Kompositionen voll pulsierender Rhythmen treffen auf ambiente Texturen und rituellen Lärm. Das Album erscheint auf dem Silentes-Ableger St.An.Da. Records als CD und DL.

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Jim Jarmusch und Carter Logan veröffentlichen neues SQÜRL-Album

Nur wenige Monate nach der Veröffentlichung ihres Soundtracks zu “The Dead Don’t Die” kündigen Jim Jarmusch und Carter Logan alias SQÜRL ein neues Album an. “Some Music for Robby Müller” wurde als Score für Claire Pijmans Doku “Living the Light” komponiert, die sich mit dem niederländischen Kameramann Robby Müller (1040-2018) befasst. Müller wirkte bei bekannten Filmen von Wim Wenders, John Schlesinger, Lars von Trier und nicht zuletzt Jim Jarmusch mit. Die Platte erscheint Ende Januar bei Sacred Bones.

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Hildur Guðnadóttir präsentiert ihren Score zu Chernobyl live auf der CTM

An zwei Abenden Ende Januar wird die isländische Cellistin und Komponistin Hildur Guðnadóttir ihren Score zu Craig Mazins Serie Chernobyl, die sich mit der Reaktorkatastrophe von 1986 befasst, live im Rahmen der Berliner CTM 2020 aufführen. Der mit einem Emmy gekrönte Soundtrack, der als Tonträger in diesem Jahr über Deutsche Grammophon herauskam, basiert auf Instrumentalspuren und Feldaufnahmen, die teils am Ort des Geschehens, teils in einem anderen Kernkraftwerk gesammelt wurden. Die beiden Aufführungen, bei denen Guðnadóttir von Sam Slater und Chris Watson musikalisch und von Theresa Baumgartner visuell (Vorsicht Stroboskop!) begleitet wird, finden in der Betonhalle unterhalb des Silent Green statt.

29./30.01.2020
Beginn jeweils 19 Uhr
Silent Green
Gerichtstraße 35
13347 Berlin

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Angles 10.9: Zwei Konzertmitschnitte der Band um Martin Küchen

Angles ist ein offenes internationales Kollektiv von Instrumentalisten um den schwedischen Jazzmusiker und Komponisten Martin Küchen. Das Projekt mit Wurzeln in der Freejazz- und Improv-Szene begann vor rund zehn Jahren als Trio und erweiterte sein Line-up seitdem stetig. Unter dem Namen Angles 10.9 erscheint dieser Tage ein Doppelalbum, das zwei zwischen smooth und ekstatisch-entgrenzt changierende Konzertmitschnitte der Gruppe dokumentiert: einmal als zehnköpfiges Ensemble 2013 beim International Jazz Festival Saalfelden, wo Küchen selbst mit Alt-Saxophon an dem Auftritt teilnahm, einmal als Nonett 2918 im niederländischen Feerwerd. Das Live-Album erscheint auf Vinyl und in den gängigen digitalen Formaten bei Underflow.

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The Stargazer’s Assistant: Wiederveröffentlichung älterer Aufnahmen auf CD

Während Guapo-Gründer und UnicaZürn-Kollaborateur David J. Smith an einem Film zu den Stücken seines letzten Stargazer’s Assistant-Albums arbeitet, erscheint deren 2013er Doppel-10″ “Mirrors & Tides, Shivers & Voids” nun erstmals komplett auf CD. Das Werk war eine Weiterführung der bereits 2008 erschienenen “Shivers and Voids”-EP um drei in neuer Besetzung aufgenommene Stücke. Die neue CD erscheint in 300er Auflage bei Zoharum. Weiterlesen

The Stilling: Neues Drøne-Album auf Pomperipossa

Zum vierte mal gießen Mark Van Hoen und Mike Harding alias Drøne ihren verrauscht-pulsierenden Sound aus verfremdeten Stimmen, Feldaufnahmen und analoger Elektronik in die Form eines Albums. “The Stilling”, an dem zahlreiche Sänger und Instrumentalisten beteiligt sind, erscheint am 10. Januar auf Anna von Hausswolffs Pomperipossa-Label.

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Lee Ranaldo und Raül Refree veröffentlichen gemeisames Album

Die offensichtlicheste Gemeisamkeit zwischen Sonic Youth-Gründungsmitglied Lee Ranaldo und seinem Kollegen Raül Refree ist die Gitarre. Ranaldo hat zwischen Noise und Americana manche ihrer Feinheiten erforscht, Refree zuletzt ein Album mit Flamenco-Stücken herausgebracht. Schon auf Ranaldos letzten Album “Electric Trim” arbeiteten die beiden zusammen, anschließend ging die Kollaboration weiter und zugleich eigene Wege, denn das für Februar bei Mute / PIAS angekünigte “Names of North End Women”, das beide zu gleichen Teilen einspielten, wird vergleichsweise gitarrenfrei sein und neben einem Schwerpunkt auf Samples und Elektronik Instrumente wie Vibraphon und Marimba enthalten.

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Stille Kammer #8 mit Diamond Family Archive, Ruby Bilger, Agente Costura und Ben Brown

Zum achten Mal lädt die Konzertreihe Stille Kammer ins Neuköllner Donau115 in der gleichnamigen Adresse. Neben Laurence Collyer vom Diamond Family Archive wird Ruby Bilger mit Begleitung eine Sammlung an englischen Folksongs darbieten, die der Komponist Benjamin Britten seinerzeit für klassische Konzerte arrangiert hatte. Den Auftakt macht das Percussion-Duo Agente Costura und Ben Brown, das neben klassischen Drums auch Nähmaschinen und ähnlich ungewöhnliches zur Takterzeugung verwendet.

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Companion Rises: Ben Chasny kündigt neues Six Organs of Admittance-Album an

Drei Jahre nach “Burning the Threshold” und zwei Jahre nach dem von anderen Interpreten bestrittenen dritten Teil der “Hexadic”-Reihe hat Ben Chasny ein neues Six Organs of Admittance-Album aufgenommen. “Companion Rises” wurde von Chasny allein aufgenommen und ähnelt klanglich und kompositionell wieder stärker den frühen Lofi-Arbeiten des Musikers. Das Album erscheint im Februar 2020 bei Drag City, Stücke daraus werden auch bei seinem Auftritt im Vorprogramm von Current 93 in London zu hören sein.

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HyperSwim: Hyperdub feiern ihr 15jähriges Bestehen mit Download-Compilation

Burial, Laurel Halo, Doon Kanda, Kode9, Fatima al Qadiri, Angel-Ho, DJ Haram und zwölf weitere Künstler des Labels haben exklusive Tracks abgeliefert, um anderthalb Jahrzehnte Hyperdub mit einer umfangreichen Compilation zu feiern. “HyperSwim” entstand in Zusammenarbeit mit dem Portal Adult Swim, einem auf Serien spezialisierten Streaming-Netzwerk, und ist ab dem 22. November als Stream und Download erhältlich.

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Faka, Kablam, DJ Haram, Pininga beim CTM-Prequel in der Berliner Traumabar

Als Prequel zum kommenden CTM-Festival, das vom 24. Januar bis zum 20 Februar nächsten Jahres stattfinden wird, holen deren Betreiber am 7. November vier derzeit ungemein produktive Acts in die Berliner Traumabar unweit des Hauptbahnhofs. Auf dem Programm stehen als Live-Acts KABLAM und die Johennesburger Gender- und Genre-Crosser Fela Gucci und Desire Marea a.k.a. FEKA. An den Turntables sorgen Piringa aus São Paulo sowie DJ Haram, die viele von ihrem 700 Bliss-Duo mit Moor Mother kennen und die auf ihren eigens produzierten Tracks Noise und verschiedene vorderasiatische Musiktraditionen überblendet.

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Izquierdo, Dörner, Kalash, Hall, Asnan: Reflexionen im Berliner Loophole

Lorena Izquierdo Aparicio kuratiert am 27. November einen Konzertabend mit drei improvisierten Sound-Performances für Stimme, Elektronik, Bläser und Drums im Berliner Loophole. Zu sehen und zu hören sind neben Izquierdo und Axel Dörner, die ein auf Trompete, Stimme und Objekten basierendes Set spielen, der Soundartist Adam Asnan sowie Dirar Kalash und Samuel Hall, in deren Set Saxophon und Perkussion den Ton angeben.

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Dans Les Arbres veröffentlichen ihr erstes rein digitales Album auf Bandcamp

Nur kurz nach ihrem auf SOFA herausgekommenen Album “Volatile” eröffnet das Quartett Dans Les Arbres eine eigene Bandcamp-Seite und startet die dortigen Aktivitäten erneut mit einem Longplayer. “Mausoleum” wurde live in der Grabhalle des Künstlers Emanuel Vigeland in Oslo aufgenommen. Neben den spezifischen Halleffekten des Ortes unterscheiden sich die fünf Tracks auch durch eine erweiterte Instrumentierung, die neben Klarinette, Gitarre und Percussion auch einige elektronische Klangerzeuger enthält. Pianist Christian Wallumrød vertauscht den Flügel diesmal ganz mit einem Synthie. In Zukunft soll die Bandcamp-Seite neben einzelnen Veröffentlichungen aus dem Backcatalogue v.a. ein Ort für teilweise kürzere Aufnahmen außer der Reihe sein.

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Countless Branches: Neues Album von Bill Fay auf Dead Oceans

Zehn Jahre nach seinem Comback als Songwriter auf der zweiten Scheibe der Doppel-CD “Still Some Light” wird Bill Fay im Januar zum mittlerweile dritten Mal ein Album beim Secretly Canadian-Ableger Dead Oceans herausbringen. Das Werk, das neben den regulären Formaten auch in einer aufwendigeren 2LP-Edition erhältlich sein wird, heißt “Countless Branches” und enthält z.T. Songs, die auf jahrzehntealte Vorlagen zurückgehen.

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Lubomyr Melnyk im Berliner Silent Green

Unter den Musikern, die der Tradition amerikanischen Minimalisten wie Terry Riley, Steve Reich oder Philip Glass zugerechnet werden, ist der 1948 in der Ukraine geborene und in Kanada lebende Lubomyr Melnyk einer der aktivsten und bekanntesten. Sein Einfluss ist aber viel breiter gefächert und umspannt Tanztechniken ebenso wie indische Ragas und traditionelle ukrainische Musik, er selbst bezeichnet seine Arbeiten mit dem Begriff der Continuous Music, den er aber nicht als festen Terminus verstanden wissen will. Erweitert hat er sein Repertoire durch zahlreiche Zusammenarbeiten, u.a. mit dem englichen Gitarristen James Blackshaw. Am 8. Februar wird er aktuelle Arbeiten im Berliner Silent Green aufführen.

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16 Years of Audiophob: Anemone Tube, Darkrad, Mandelbrot und andere im Duisburger Djazz

Das deutsche Label Audiophob besteht nun bald seit sechzehn Jahren, und auch wenn das kein rundes Jubiläum ist, feiern die Betreiber den Termin an zwei Abenden im Duisburger Djäzz mit einem ausgewählten Line-up lärmender, experimenteller Elektronik. Neben Acts aus dem eigenen Haus, zu dem auch das Sublabel Krater zählt, sind auswärtige Projekte wie Anemone Tube zu sehen, deri DJ-Sets runden die Veranstaltung ab.

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