HASSAN WARGUI: Tiddukla

Wahrscheinlich sind in unseren Breiten nur wenigen mit der Sprache namens Taschelhit vertraut, die im bergigen Süden Marokkos verbreitet ist. Sie ist eine überlieferte Sprache verschiedener Ethnien, die unter dem Begriff Amazigh gefasst werden, obwohl die heute weitgehen abgelehnte Fremdbezeichnung Berber, die vermutlich vom griechischen bárbaros abstammt, immer noch bekannter ist. In den Weiterlesen

Between Two Worlds: King Champion Sounds sind zurück

Gut drei Jahre nach “For a Lark” bringen die als Post Punk Free Jazz-Combo nur unzureichend klassifizierten King Champion Sounds mit “Between Two Worlds” einen neuen Longplayer heraus. Neben der sechsköpfigen Kernbesetzung aus Ajay Saggar (The Bent Moustache), Oli Heffernan (University Challenged), GW Sok (The Ex), Mees Siderius, Holly Habstritt Gaal und Elsa Van Der Linden tragen einige Gäste v.a. am Mikrofon zu dem Mix aus ambienten, folkigen, krautigen und nouserockigen Zutaten bei, namentlich Gerry Love (ex Teenage Fanclub), Mia Doi Todd, Sally Timms (The Mekons), Janet Beveridge Bean (Eleventh Dream Day) sowie die Autorin Marieke McKenna, die Auszüge aus einem Tagebuch rezitiert. “Between Two Worlds” erscheint auf CD bei Hive Mind Records. Weiterlesen

NICOLAS GAUNIN: Noa Noa Noa

Sollte irgendjemand, dessen Herz für alte Mondo- und Kannibalen-Schinken schlägt und der in seiner Lieblings-Tikibar gerne zu einem Mai Tai von imaginären Südsee-Abenteuern träumt, behaupten, ohne Nicolas Gaunins LP “Noa Noa Noa” auszukommen, dann gäbe es dafür allenfalls eine Rechtfertigung – dass er schon im Besitz des Debüttapes “Noa Noa” und der digital veröffentlichten EP “Danse de l’Oiseau” ist, die vor zwei Jahren Jahr über Artetetra das Licht der Welt erblickt hatten. Weiterlesen

Mix auf Hive Mind für indisches Corona-Hilfsprojekt

Hive Mind Records haben eine Compilation alter, religiöser Musik aus dem indischen Bundesstaat Gurajat zusammengestellt, dessen Erlös der Plattform Best Foot Music zukommt. Derzeit betreibt die Organisation ein Projekt zur medizinischen Versorgung während der seit Wochen besonders stark grassierenden Covid-Pandemie in Indien. Der 60minütige Mix wurde von älteren Kassetten digitalisiert, der Titel “Dream the Dreams so far Denied” entstammt einem Gedicht zu Ehren der Göttin Durga. Weiterlesen

University Challenged auf Hive Mind Records

Die im vorigen Jahr formierten Soundkosmiker von University Challenged bringen Ende Januar ein neues Album mit dem Titel “Oh Temple!” heraus. Das in Holland zunächst als Multimedia-Liveband gegründete Trio ist eine Art Supergroup aus Mitgliedern von Bhajan Bhoy, Year of Birds, Bo Ningen und anderen Bands. Ihre Musik, die meist mit obskurer Hintergrund-Footage aus dem 20. Jahrhundert daherkommt, rangiert von ambienter Psychedelic bis hinzu kraftvollen, eruptiven Klangwelten im Geiste eines zum Teil weltmusikalisch eingefärbten Krautrock. Die Temple Music- und Black Lesbian Fishermen-Fans unter unseren Lesern sollten sich den Namen dick notieren. Das neue Album erscheint bei Hive Mind und wird über Honest Jon’s vertrieben. Weiterlesen

Wiederveröffentlichung eines Tapes von Maalem Mahmoud Gania

Hive Mind Records bringen eine Aufnahme des marokkanischen Gnawa-Virtuosen Maalem Mahmoud Gania aus dem Jahr 1990 auf Vinyl und als Download heraus. “Aicha”, das eine aufs Wesentliche – Stimme, Guimbri, Oud und wenige begleitende Perkussions-Instrumente – reduzierte Form dieser spituellen Musik enthält, erschien kurz nach der Aufnahme auf Tape und war nur in Marokko oder als Import erhältlich. Der Musiker ist Lesern unserer Seiten von seiner von Bill Lasswell produzierten Arbeit mit dem Saxophonisten Pharoah Sanders her bekannt. Weiterlesen

The Uncanny Times: Sampler von Hive Mind Records

Das im englischen Brighton ansässige Label Hive Mind Records hat bereits zur Beginn der Corona-Pandemie eine Compilation mit verschiedenen Acts des Hauses herausgebracht. Dem Portfolio entsprechend rangiert die stilistische Bandbreite von Traditioneller Musik aus Nordafrika und Vorderasien über ambiente, “kosmische” Elektronik bis hin zu launiger Exotica und eigenwilligem Lofi-Pop. Im Unterschied zu den üblichen Charity-Samplern ist “The Uncanny Times” frei als Download erhältlich, die beteiligten Musiker schlagen aber eine freiwillige Spende an diverse Organisationen vor, die sich an bestimmten Orten u.a. um medizinische Versorgung, Nahrungsmittel und Hilfe für Opfer häuslicher Gewalt kümmern. Die Adressen finden sich auf der Bandcamp-Seite. Weiterlesen