Companion Rises: Ben Chasny kündigt neues Six Organs of Admittance-Album an

Drei Jahre nach “Burning the Threshold” und zwei Jahre nach dem von anderen Interpreten bestrittenen dritten Teil der “Hexadic”-Reihe hat Ben Chasny ein neues Six Organs of Admittance-Album aufgenommen. “Companion Rises” wurde von Chasny allein aufgenommen und ähnelt klanglich und kompositionell wieder stärker den frühen Lofi-Arbeiten des Musikers. Das Album erscheint im Februar 2020 bei Drag City, Stücke daraus werden auch bei seinem Auftritt im Vorprogramm von Current 93 in London zu hören sein.

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OM veröffentlichen Aufnahme ihres BBC-Radio-Auftritts

Im Frühjahr spielten OM ein aus vier Stücken bestehendes Live-Set für BBC Radio 1, das faktisch jeweils die Hälfte der Alben “Good is Good” und “Advaitic Songs” umfasste. Die Aufzeichnung der klanglich rauen und zugleich mit melodischen Variationen versehenen Tracks ist nun bei Drag City als Doppel-10″ und in diversen digitalen Formaten erschienen. Weiterlesen

OM touren im Juli und August in Europa

Die aus der Formation Sleep hervorgegangenen OM werden meist dem Doom- und Stoner-Metal zugeordnet, und doch gibt es in ihrer Musik einen der Instrumentierung und der Repetition geschuldeten Minimalismus, der diese seit jeher aus allen Genrestandards heraushebt und auch für ein szeneübergreifendes Publikum interessant macht. Auch die meist aus dem vorderasiatischen Raum stammenden Folkinstrumente, die auf den letzten Alben “Good is Good” (2009) und “Advaitic Songs” (2012) einen immer größeren Raum einnahmen, und das Interesse an spirituellen Aspekten verschiedener Weltreligionen bilden einen Kosmos für sich. Seit ihrer letzten Studioarbeit sind Al Cismeros, Emil Amos und Mitstreiter wie Tyler Trotter oder Robert “Lichens” Lowe mehrfach getourt, und auch 2019 stehen Konzerte ins Haus. Weiterlesen

WILL OLDHAM: Songs of Love and Horror

In einer früheren Rezension schrieb ich einmal, dass Will Oldham alias Bonnie Prince Billy ein solch starkes emotionales Charisma hat, dass er auch einen simplen Satz wie “I Love You” singen könnte, ohne dabei abgedroschen zu wirken, und mit “I Gave You” schrieb er einen der erschütterndsten Songs über das Scheitern in der Liebe überhaupt. Schon an diesem Beispiel lässt sich aufzeigen, wie plötzlich sich in seinen Liedern bisweilen der Abgrund auftut. Dass er sein gerade erschienenes Zwischenresümee Weiterlesen

Rebajas: Drag City veröffentlicht 7CD-Box von Bitchin Bajas

Ende Oktober wird auf Drag City eine Box erscheinen, die das Frühwerk des psychedelischen Synthie-Trios Bitchin Bajas auf sieben CDs dokumentiert. Aufgrund der Zeitspanne, die von 2009 bis 2016 reicht, wird die Box wohl einmal unter dem Alternativtitel “The Obama Years” in die Annalen der elektronischen Musik eingehen – so zumindest suggerierte es eine Rundmail des Labels. Weiterlesen

JOHN RENBOURN: Live In Kyoto 1978

John Renbourn zählte in den 60er- und 70er Jahren nicht nur mit seiner Band Pentangle zu den großen Erneuerern des Folk, denn schon parallel zu den oft leicht jazzig angehauchten Arbeiten der Gruppe nahm er Soloalben mit Gitarre auf, mit denen er u.a. seinem Interesse an Alter Musik aus Mittelalter, Renaissance und Barock nachging. Sicher stellte das Ende der Band 1973 für ihn eine wichtige Zäsur dar – im Hinblick auf sein kreatives Output jedoch war es das definitiv nicht, denn ähnlich wie sein Kollege Bert Jansch stürzte er sich nun noch mehr in seine Soloabenteuer. Weiterlesen

BITCHIN BAJAS: Bajas Fresh

Greifbar sind sie eher weniger, die Ende des letzten Jahrzehnts im Großraum Chicago gegründeten Bitchin Bajas mit ihrem spacigen Sound, der trotz allem in erdigen Naturfarben tönt und alle möglichen musikalischen Beigaben von Folk über Exotica bis hin zu analogen Sythies zu integrieren weiß. Mit diesem Gebräu eignen sie sich perfekt als Kulisse unterschiedlicher Stimmen wie z.B. der von Will Oldham, mit der vor knapp zwei Jahren ein hierzulande wenig beachtetes Album namens Weiterlesen

Neues Video zu Six Organs of Admittance’ “Things As They Are”

Relativ zeitgleich zu “Hexadic III”, einer Tribute-Compilation mit gecoverten Songs von Six Organs of Admittance, veröffentlicht das Projekt um Ben Chasny ein neues Video zu einem Song des letztjährigen Albums “Burning The Threshold”. Regie führte Elisa Ambrogio, die auch als Musikerin in mehreren Bands aktiv ist und in den letzten Jahren mehrfach mit Six Organs gearbeitet hatte.

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A passage into an altered state: Interview mit Ka Baird

Ka Baird hat mit den vor einigen Jahren zum Duo geschrumpften Spires That In The Sunset Rise eine ganze Reihe von Alben veröffentlicht, die in ihrer Originalität, Experimentierfreude und Wucht in der zeitgenössischen Folkmusik ihresgleichen suchen und man könnte vielleicht so weit gehen, die nach einer Zeile aus einem Gedicht von Baudelaire benannte Band als legitime Erben von Comus zu bezeichnen. Gleichzeitig hat Weiterlesen

A passage into an altered state: Interview with Ka Baird

With Spires That In The Sunset Rise, which shrank to a duo a couple of years ago, Ka Baird has released a number of albums that are unique in contemporary folk music with regard to originality, eagerness to experiment and force. One could go as far as to claim that the band that took its name from a line in a Baudelaire poem is the legitimate heir to Comus. But Ka Baird has also frequently expressed her creativity outside the band context: In the first half of the noughties two albums with folk miniatures were released under the name Traveling Bell. Weiterlesen

KA BAIRD: Sapropelic Pycnic

Kathleen alias Ka Baird wurde zunächst als eines der Gründungsmitglieder der mittlerweile zum Duo geschrumpften Avantgarde-Folkband Spires That In The Sunset Rise bekannt, bei denen sie sang und neben der Flöte noch eine ganze Reihe weiterer Instrumente spielte. Seit ihrem Umzug von Chicago nach New York und ihrer Entscheidung, primär als Solomusikerin zu arbeiten, lotet sie verschiedene instrumentelle und kompositorische Möglichkeiten aus, so dass ihre nunmehr drei Veröffentlichungen in jeweils ganz unterschiedliche Richtungen gehen: Auf die Weiterlesen

A new novella for the whole family! Mayo Thompsons neuer Kurzroman “Art, Mystery”

Im Januar nächsten Jahres erscheint unter dem Titel “Art Mystery”das erste literarische Werk Mayo Thompsons seit seiner Studentenzeit in den 60ern. Thompson ist v.a. als Gründer und Frontmann der experimentelle Rockband The Red Krayola bekannt, die von Psychedelia über Proto- und Post Punk bis Noiserock seit 1968 einen weiten Weg hinter sich gebracht haben.

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MARK FOSSON: Solo Guitar

Anders als im Fall von John Fahey oder Robbie Basho ist Mark Fossons Name außerhalb seiner amerikanischen Heimat weniger bekannt, gleichwohl er auf eine ereignisreiche Karriere von fast fünfzig Jahren zurückblickt. Der besagte Fahey war es auch, der als einer der ersten den Wert von Fossons einfachen, aber gefühlvollen Fingerstyle-Ornamenten erkannte und seine Aufnahmen eigentlich auf seinem Takoma-Label herausbringen wollte, was aber aufgrund einer Insolvenz ins Wasser fiel. Fosson, der wegen dieses Plans von Kentucky nach Weiterlesen

SIX ORGANS OF ADMITTANCE: Burning the Threshold

In den Jahren kurz nach der Jahrtausendwende, als viele junge Musiker die Klampfe und traditionelle Songstrukturen für sich entdeckt hatten, stecke man auch Ben Chasny und sein Projekt Six Organs of Admittance vorschnell in die Folkecke. Auf eine manchmal provisorisch klingende Art ist Chasny ein Meister an der akustischen Gitarre, und die mystische Ausrichtung seiner Alben passte ebenso in den neohippiesken Geist dieser Zeit, doch abgesehen davon, dass Chasnys Musik nicht viel echt Folkloristisches enthält, lässt sie sich auch kaum auf stromlose Sanfheit reduzieren. Vieles von seinen obskureren Weiterlesen

ALASDAIR ROBERTS: Pangs

Alasdair Roberts ist ein Mann des Zusammenführens, trotz allem hat sein Werk ein klar erkennbares Zentrum in der vielfältigen Folktradition seiner schottischen Heimat. Ausgehend von einem großen regionalen Repertoire hat er in den letzten fünfzehn Jahren immer wieder Motive und Spielweisen aus anderen Teilen der englischsprachigen Welt in seine Musik eingebaut, die überliefertes, zum Teil anonymes Songmaterial und eigene Stücke verbindet. Weiterlesen

FAUN FABLES: Born of the Sun

Folk wird gerne nachgesagt, regressiv und rückwärtsgewandt zu sein und eine eskapistische Sehnsucht auf eine idealisierte Vergangenheit zu projizieren, in der ein einfacheres Leben im Einklang mit den Zyklen der Natur und eine unverdorbene Spiritualität möglich waren. In Wirklichkeit hat Folk nur in seinen trivialeren Ausprägungen mit solchen Utopien zu tun. Fraglos geht es immer wieder um Natur und Spiritualität, und als Vehikel für Traditionen und somit als der Zeit verpflichtetes Phänomen hat Folk natürlich auch mit Weiterlesen

RANGDA: The Heretic’s Bargain

Rangda sind eine sogenannte Supergroup, d.h. sie bestehen aus altgedienten Musikern, die z.T. in bekannten Bands spielen, bzw. zahlreiche Soloarbeiten und Kollaborationen zu verzeichnen haben. Da wären an den beiden Gitarren Sir Richard Bishop, der seit dem Ende der Sun City Girls primär solo unterwegs ist und zuletzt ein fantastisches Akustikalbum im Stil arabischer und nordafrikanischer Musik herausbrachte, und Ben Chasny, dessen Hauptprojekt Six Organs of Admittance Weiterlesen

JOANNA NEWSOM: Divers

Über Joanna Newsom konnte man sich in der Zeit ihres großen Durchbruchs vortrefflich streiten. Da gab es die mit starker Folkidentifikation, die nicht einmal Puristen sein mussten, aber Fräulein Newsom ihre Popularität unter den Spexlesern übelnahmen. Jedes hybride Stilelement kam ihnen zu gefällig vor und hatte für sie den Beigeschmack von Ausverkauf und Hipstertum. Dann waren da aber auch jene Spexleser selbst sowie ihre schreibenden Stichwortgeber, die in Joanna schon deshalb ein Wunderkind sehen wollten, weil sie ihre folkig grundierten Songs mit allerlei stilfremden alten und neuen Weiterlesen

DAWN MCCARTHY: Traveller Returning

Man muss das Wort “Nabelschau” nicht mögen, aber ein Blick zurück auf die eigenen Anfänge ist für viele Musiker interessant. Welche Unsicherheiten konnte man mit der Zeit überwinden, welche ganz persönlichen Elemente gingen andererseits mit zunehmender Erfahrung verloren? Wie lassen sie sich wiederfinden? Wann und wie entstand eine eigene Handschrift, eine eigene Stimme, die von einem bestimmten Moment an untrennbar mit einem musikalischen Werk verbunden bleiben sollte? Dawn McCarthy, die seit ihrem Album mit Weiterlesen