Ka Baird in Köln

Am 8. April tritt Ka Baird  im 674.fm Konzertraum in Köln auf. Baird hat in den letzten Jahren abseits von Spires That In The Sunset Rise zahlreiche Aufnahmen mit anderen oder auch als Solokünstlerin gemacht, auf denen sie sich noch weiter experimentell verortete. Als wir vor einigen Jahren ein Interview mit ihr führten, meinte sie: “I refused for so many years to be categorized in any kind of way. It has only been in the last 4 or 5 years that I have been able to label myself as an extremely queer person in every sense of the word.” Wer einen ihrer Auftritte in den letzten Jahren gesehen hat, weiß, wie extrem physisch diese sind.

Jüngst konnte man außerdem noch in ihrem anlässlich des demnächst erscheinenen Albums “Bearings: Soundtrack For The Bardos” veröffentlichten Video zu “Gate VIII” sehen, welche Rolle inzwischen das Mikrofon für ihre Musik spielt. Am gleichen Abend wird ebenfalls die in Köln lebende Cellistin Elisabeth Coudoux auftreten.

Montag, 08.04.2024
Beginn 20 Uhr
674.fm Konzertraum
Ubierring 13
50678 Köln

@ 674fm

V.A.: True Listening Is Love In Action

Compilations kann oft etwas Willkürliches anhaften, selbst (oder gerade wenn) sie scheinbar konzeptionell ausgerichtet sind, Zusammenstellungen, die den (Zu-)Stand eines Labels dokumentieren (und bewerben sollen), sind aber dann vielleicht ganz pragmatische Lösungen, um Hörern einen Überblick über Labelprogramme zu geben. Outsider Art aus England bewegen sich seit etwa vier Jahren im Bereich Industrial, Harsh Noise, Power Electronics Weiterlesen

DEAD BANDIT: Memory Thirteen

Das aus James Schimpel und Ellis Swan bestehende Duo Dead Bandit veröffentlicht nach dem 2021 erschienenen Debüt „From The Basement“ (ebenfalls auf Quindi Records) den Nachfolger „Memory Thirteen”. Ellis Swan konnte man zuletzt auf dem passend betitelten Soloalbum „3am“ mit (s)einer fragil-minimalistischen Americanaversion hören. Seine Stimme war ein entrücktes Flüstern und beschrieb nachtschattige Szenarien. Weiterlesen

DRIFTING: Dream Autopsy

Dan Johansson war auf diesen Seiten zuletzt im Rahmen von Organ Of Corti, einem Projekt mit Mattias Gustafsson und Joachim Nordwall, besprochen worden, Drifting ist ebenfalls eine Zusammenarbeit mit zwei weiteren Personen: Julia Bjernelind spielt mit Johansson bei Amateur Hour von Shoegaze und Ambient beeinflussten Pop, dem auch schon einmal eine gewisse „otherworldl[iness] “ attestiert wurde, Weiterlesen

HIMUKALT / SUBKLINIK: Seven Memories / Human Meat

Ester Kärkkäinen hat unter dem Namen Himukalt in den letzten Jahren auf zahlreichen Veröffentlichungen ihre eigenen (sexuellen) Obsessionen (dass ein Album „Third Fantasy“ heißt, passt sehr gut) auf einer Reihe von Labels (u.a. Tesco, Total Black, Malignant) thematisiert, zum Teil hatten die Aufnahmen fast schon dokumentarischen Charakter (wie auf der „Sex Worker“-Reihe). Chad Davis macht als Subklinik seit Jahrzehnten konsequent Death Industrial. Weiterlesen

Mine To Give: Neues Album von Tekla Peterson auf Feeding Tube Records

Taralie Peterson, eine Hälfte von Spires That In The Sunset Rise, hat in den letzten Jahren vermehrt als Solokünstlerin gearbeitet: Unter dem Namen Louise Bock hat sie Cello- und Saxophonmusik veröffentlicht, Tekla Peterson hingegen ist ihr so selbst bezeichnetes „pop music alter ego“.  2022 erschien mit „Heart Press“ das Debüt auf Geographic North, „Mine To Give“, der Nachfolger mit insgesamt 15 Stücken wird auf Feeding Tube Records veröffentlicht. Weiterlesen

ORGAN OF CORTI: Fanaticus

Organ Of Corti, benannt nach dem Ort des Gehörsinnes, ist – nachdem wir vergangene Woche hier mit La Porta Ermetica  eine Art Supergroup im Bereich ritueller Musik hatten – eine weitere aus drei auch in anderen Projekten aktiven Musikern bestehende Gruppe: Dan Johansson spielt als Sewer Election sowohl ultrabrutalen, rabiaten als auch zurückhalterenden, wenn auch nicht weniger dement klingenden Nosie. Weiterlesen

LA PORTA ERMETICA: Si Sedes Non Is

Rituelle, okkulturelle Musik im Bereich des (Post-)Industrials ist untrennbar verbunden mit (insbesondere den frühen) Aufnahmen Ain Sophs. Die ersten Alben der Italiener mit ihren verrauschten Klangflächen, in denen mysteriöse Stimmen meistens Unverständliches rezitierten, sind essentielle Veröffentlichungen. Weiterlesen

Bearings: Soundtracks for the Bardos: Neues Album von Ka Baird

Am 22. März erscheint auf RVNG Intl. das neue Album von Ka Baird. “Soundtracks for the Bardos, [is] an album that intertwines elements of the New York based vocalist, multi-instrumentalist, and composer’s ecstatic live performances within minimalistic, visceral compositions that expand in scope and sound through collaboration. The album’s eleven movements manifest as shapeshifting invocations defined by their own multiplicity; the emotional outcome of circumstance and grief, played against rigorous conceptualism and musical craft. Weiterlesen

Much Unseen Is Also Here: Neues Album von Lustmord

Am 15. März 2024 erscheint auf Pelagic Records das neue Album von Lustmord. „Much Unseen Is Also Here“ wird es als CD, Download und Doppel-LP in verschiedenen Farbvarianten geben. Williams selbst verortet das Album in der Tradition von seinem frühen Dark Ambient-Meisterwerk “Heresy”: ”‘Much Unseen Is Also Here’ continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc. Sequenced in three distinct parts; ‘Much Unseen Is Also Here’ is meant to be listened to in a single, uninterrupted sitting; transporting listeners away to an uncompromising parallel world that only exists within the music, before casting them back out at the end, forever changed.” Weiterlesen

JOTA SOLO: Nessuno

Letztes Jahr erschien das bisher unveröffentlichte Album Nový Světs “Desde Infiernos De Flores”, wurde nach vielen Jahren dem Limbus glücklicherweise entrissen. Das war ein Album der Zurückhaltung und Reduktion. Zwar wurden Nový Svět in ihrer Anfangsphase aufgrund ihres Labels primär in der (Post-)Industrial- und Neofolkszene rezipiert, aber das war von Anfang an nur sehr bedingt passend, zu sehr sprengte die Musik, vielleicht sollte man sogar eher von Musiken sprechen, von Jürgen Weber und Frl. Tost (Genre-)Grenzen – musikalisch wie thematisch. Weiterlesen

Zusammenstellung von frühen Singles von Xmal Deutschland und erstes Soloalbum von Anja Huwe

Fast zeitgleich bringen Sacred Bones Records im März eine Zusammenstellung mit frühen Singles von Xmal Deutschland und das erste Soloalbum von Sängerin Anja Huwe heraus. Schlicht „Early Singles 1981-1982 betitelt, versammelt das Album Xmal Deutschland-Stücke wie „Incubus Succubus“, das noch immer ein Standard auf vielen Batcaveparties ist, oder die erste Single mit dem bezeichnenden Titel „Schwarze Welt“.

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YÜRKE: Not Available

Stefan Jürke aus Düsseldorf, der unter dem Namen YürkE eine Reihe von EPs und Tapes herausgebracht hat, veröffentlicht auf Hauch Records mit dem schlicht betitelten „Not Available“ sein erstes Album auf Vinyl. Sich selbst beschreibt er mit den Worten „::Electronic Music:::LiveSets, Performances:::DJ:::Produktion:::Soundart:::Collage:::“. Das Cover des Albums ziert eine Collage von Norika Nienstedt mit einer Kontrastierung von brutalistischer Architektur und einer Pferdestatue, aus der ein seltsamer Hybrid entsteht. Weiterlesen

Stay A Moment More: Neue Single von Simon Finn

Simon Finn, der auf seiner Bandcampseite lapidar über sich schreibt „60s Psych-folk artist – still living“, hat gerade auf seinem kleinen Label 10 to 1 Records seine neue Single „Stay A Moment More“ als Download veröffentlicht. „Stay A Moment More“ enthält zwei Stücke: das melancholische und getragene „The Distance Between Stones“, auf dem Finn von Maja Elliott am Klavier und Joolie Wood an der Flöte unterstützt wird, und das spärlich instrumentierte und vom Ticken einer Uhr durchzogene „Counting“mit Wood am Xylophon. Weiterlesen

HÜGELMANN / COPPER BEACH: Splitter #1

Den Titel dieser auf Hauch Records erschienenen Splitveröffentlichung lässt sich sicherlich im doppelten Sinne lesen, denn neben dem wortspielerischen Hinweis auf die Aufteilung dieses Albums, könnte man das auch so verstehen, dass es sich bei den Beiträgen nur um Teile eines (umfangreicheren) Ganzen handelt, schließlich enthält „Splitter #1“ insgesamt nur drei Stücke, ein (langes) von Hügelmann, zwei von Copper Beach. Weiterlesen

HOLLYWOOD DREAM TRIP: Second Album

Stephen Meixner hat neben seiner Arbeit mit Contrastate und Soloaufnahmen auf seinem kleinen Label Black Rose Recordings in den letzten Jahren eine Reihe von Alben anderer Künstler aus dem weiten Feld der Geräuschmusik veröffentlicht – zuletzt wurden bei uns noch hervorragende Alben von rlw und Asmus Tietchens besprochen. Weiterlesen

Let My Heart Be Burned: Neues Material von Forest Beggars

Als Stone Breath nach einer längeren Pause 2009 „The Shepherdess And The Bone-White Bird“ veröffentlichten, lag dem Album eine CD mit dem Titel „Virgo, Mater, Domina“ bei, die dem scheinbar anonymen Projekt Forest Beggars zugeschrieben war. Beim Hören des Albums wurde einem dann schnell klar, dass es sich bei den Beteiligten um die Stone Breath-Besetzung (Timothy Renner, Prydwyn, Sarada) handeln musste. Weiterlesen

BACKWORLD: For The Life Of The World

Nach dem nach einer längeren Pause 2011 erschienenen Album „Come The Bells“, das in seiner kammermusikalischen Ausrichtung vom Tod von Joe Budenholzers Vaters beeinflusst war, und seiner „paraliturgischen Oper“ „The Hound Of Heaven“ (2016) erschien Mitte 2020 mit „Sacred And Profane Songs“ eine Zusammenstellung, auf der zwei neue Stücke enthalten waren, die darauf hindeuteten, dass es weiteres Material geben würde. Weiterlesen