Le lac intérieur: Neue Kollaboration zwischen Lionel Marchetti und Decibel

Room40 bringen in Kürze die zweite Zusammenarbeit zwischen dem französischen Musique Concrète-Komponisten Lionel Marcheti und dem australischen Kammerensemble Decibel heraus. Die zwei 2019 und 2020 bei einem Australienbesuch des Komponisten entstandenen Stücke des Albums entstanden ohne Notation. Cat Hope, die Direktorin des Ensembles, beschreibt die Entstehnung folgendermaßen: “Inland Lake was devised with the ensemble when Lionel visited Australia in 2019. As he sometimes does, he came with an ‘partition concrète’ that was part score, part ensemble member, part fixed media. Weiterlesen

Envoûteuse haleine: Neues von Zane Trow

Der australische Synthie- und Field Recordings-Komponist Zane Trow, in dessen Werk reale und imaginäre Landschaften immer wieder eine Rolle spielen, bringt Anfang Februar ein neues Album bei Room40 heraus. Das kreieren musikalischer Topografien ist auch bei “Envoûteuse haleine” ein wesentlicher Hintergedanke Trows, der sagt: “Taking a defined and persistent set of tones and pitched motifs; sifted into uneasy motion; Weiterlesen

Simon Scott mit Klangstudie über die ostenglischen Fens

Der englische Soundartist Simon Scott, der neben seinen Soloarbeiten auch als Drummer von Slowdive bekannt ist, bringt in Kürze ein neues Album auf Room40 heraus. “Long Drove” ist eine intrikate Klangstudie über den titelgebenden Ort, eine Art Pfad, die zwischen zwei Naturschutzgebieten in den ostenglischen Sumpfgebieten nahe Cambridge entlangführt. “Long Drove is a site-specific sound study which shifts the Anthropocene discourse from spectatorship to musical participation, accountability, and creative engagement” heißt es seitens des Labels. “The near future of the Fens, with concerns of further subsidence and threat of flooding, remains a palpable concern. One can almost hear Scott’s thought processes within these five compositions, of what the Fens would sound like if submerged and flooded by water again, returning to its original marshland state as a result of climate change, as the field recordings dissipate and unfurl with melancholic washes of decaying tape loops and digitally processed textures of Fenland sonorities”. Scott erweist sich in diesen Arbeiten als ein konzentrierter Beobachter der räumlichen Gegebenheiten und überlässt kaum Schritte dem Zufall. Weiterlesen

Nya Sverige – Nothing But The Truth: Weiteres Material von Phauss alias Carl Michael von Hausswolff und Erik Pauser

Neben dem schon erwähnten “Audiodrome” bringen Room40 ein weiteres Dokument der als Phauss firmierenden Künstler Carl Michael von Hausswolff und Erik Pauser in einer CD- und Buch-Edition heraus. “Nya Sverige – Nothing But The Truth” dokumentiert eine Tour der beiden durch die USA zusammen mit Hafler Trio und Zbigniew Karkowski, das Material auf der CD besteht auf sorgsam kuratierten Auszügen der jeweiligen Konzerte. Die Eindrücke, die Phauss während ihrer Zeit im Tourbus und auf den Bühnen bekamen, flossen unweigerlich in ihre Performances mit ein, die – unter dem Motto “Extreme Swedish Industrial”, wenn man der Aufschrift auf einem Flyer Glauben schenken kann – Feuer auf der Bühne ebenso enthielt wie dystopische, lärmende Elektronik. Das begleitende Buch enthält neben Bildmaterial der Tour ein längeres Gespräch zwischen dem Duo und Lawrence English. Das Album ist auch als Download erhältlich und erscheint am 16. Dezember. Weiterlesen

Audiodrome: CD und Buch von Carl Michael von Hausswolff und Erik Pauser alias Phauss

Unter dem Titel “Audiodrome” bringen Room40 zwei längere Aufnahmen des in den 80ern und 90ern betriebenen Kunst-Projektes Phauss heraus, hinter dem sich die beiden schwedischen Sound-, Installations- und Performance-Künstler Carl Michael von Hausswolff und Erik Pauser verstecken. Die beiden ungefähr halbstündigen Tracks basieren über weite Strecken auf Feldaufnahmen und Zufallskompositionen und sich in Anlehnung an Techniken der Musque Concrète und der Cut-Ups von Brion Gysin und William S. Burroughs montiert. Eines der Stücke “Zürich – Zürich” basiert auf Aufnahmen aus Krisengebieten, die Phauss persönlich bereist haben und fungiert als Meditation über den damaligen Zustand der Welt. Radiosamples und mitgeschnittene Klänge des Verkehrs oder der Stimmen von Passanten dominieren das Klangbild, ähnliches gilt für das zweite Stück “Alger – Lagos”, bei dem Lärm, aber auch die Musik von Straßenmusikern einen größeren Stellenwert einnehmen. Zusammen mit der CD erscheint ein Buch, dass zahlreiche Fotos und andere Dokumente der entsprechenden Reisen zum Teil erstmals einem Publikum zugänglich machen. Das Album erscheint am 16. Dezember und ist auch als Download erhältlich. Weiterlesen

SENYAWA / LAWRENCE ENGLISH / AVIVA ENDEAN / PETER KNIGHT / HELEN SVOBODA / JOE TALIA: The Prey and The Rulers

Die Geschichte der kreativen Freundschaft von Lawrence English und dem Duo Senyawa bietet Stoff für eine umfangreiche Erzählung. Vor gut zehn Jahren trafen sich die Musiker zum ersten Mal auf dem MonaFoma-Festival im australischen Hobart, wo der aus Queensland stammende English die aus dem Nachbarland Indonesien stammende Band auf der Bühne sah und merklich beeindruckt war. Weiterlesen

Dark Over Light Earth: Score einer Ausstellung von Steve Roden

Anfang nächsten Monats erscheint unter dem Titel “Dark Over Light Earth” ein von dem Komponisten Steve Roden kreierter Soundtrack zur letztjährigen Mark Rothko-Ausstellung im Museum of Contemporary Art Los Angeles. Mittels Harmonium, Glockenspiel, einigen von Jacob Danziger beigesteuerten Violinparts, elektronischen Filtern und einer auf Cut-Ups und Layering basierenden Strukturierung entstand ein Score, der sich an den jeweiligen Farben der insgesamt acht monochromen Gemälde orientierte. Das Material wurde für das Release von Lawrence English gemastert, das Album erscheint digital bei Room40. Weiterlesen

Of Which One Knows: Neue Compilation von Natali Berdidze

Die aus Georgien stammende Musikerin und Lehrerin Natalie Beridze bringt dieser Tage eine neue LP heraus, auf der Aufnahmen aus den Jahren seit 2007 zusammengestellt sind. Trotz des kompilativen Charakters entsteht beim Hören von “Of Which One Knows” ein gewisses Album-Feeling, das sich Beridzes musikalischer und atmosphärischer Handschrift verdankt. Die meisten der neun Tracks basieren auf einerambienten Klangkunst, die mal eine sanfte, streckenweise fast etherische Intensität mit Gesangstupfern (“Ash Wednesday”) oder anrührenden Pianoparts (“X It”) annehmen kann, dann aber auch wieder einer forschen Kantigkeit Raum gibt (“Sio”, “Door Part II”) oder beides im Handumdrehen vermischt (“Freddy’s Cut” oder das spannungsgeladene “Forensic of the Thread”). Erinnerung an Vertrautes und z.T. Halbverblasstes spielt auch hier eine Rolle und knüpft in gewisser Weise an ihr vor etwasüber einem Jahr erschienenes Album “Mapping Debris” (Monika Enterprise) an, das aus halbvergessenen Sounddateien neu zusammengesetzt wurde. “Of Which One Knows” erscheint in verschiedenen Vinyl-editionen und digital bei Room40. Weiterlesen

Singles: Gemeinsame Arbeit von Vladislav Delay und Eivind Aarset

Vladislav Delay – finischer Produzent rhythmischer Elektronik – und Eivind Aarset – norwegischer Jazz-Gitarrist und Komponist und unseren Lesern als Mitglied der Dark Star Safari bekannt – bringen dieser Tage ein Album mit gemeinsamen Aufnahmen heraus. “Singles” erscheint als CD und Download bei Room40. Weiterlesen

Antti Tolvi: Raumspezifische Aufnahmen mit Orgel und Gong

Unter dem Titel “Spectral Organ/Feedback Gong” veröffentlicht der finnische Klanginstallationskünstler Antti Tolvi demnächst eine CD mit zwei jeweils eigenen raumspezifischen Aufnahmen. In beiden Stücken geht es um die Auslotung von Klang und den Mechanismen seiner Entfaltung in einer bestimmten Umgebung, im vorliegenden Fall einer Kirchenorgel, die zur Quelle einer die räumlichen Gegebenheiten aufgreifenden Klangskulptur wurde, sowie einem Gong im Kontext einer Licht- und Soundinstallation. Weiterlesen

Remix-Album von Robert Takahashi Crouch u.a. mit Faith Coloccia, Yann Novak und Lawrence English

Der Künstler und Soundperformer Robert Takahashi Crouch bringt Anfang Mai ein digitales Album mit acht Remixes seines Stücks “A Ritual” heraus. Der rund zwanzigminütige Originaltrack bildete den Auftakt seines im vorigen Jahr erschienenen Albums “Jubilee” (Touch Records) und basierte Takahashi Crouch zufolge auf einer bereits intensiv bearbeiteten und kondensierten Aufnahme mit einer Spieldauer von rund zwei Stunden, das Resultat nennt er “a profoundly personal acoustic memorandum”. Für “Ritual Variations” hat der Künstler nun sueben befreundete Musiker um eigene Überarbeitungen gebeten, die erwartungsgemäß recht unterschiedlich ausgefallen sind. Neben seinem Partner Yann Novak sind Byron Westbrook, Christina Giannone, Faith Coloccia, France Jobin, Lawrence English und Marcus Fischer beteiligt, auch eine neue Version von Takahashi Crouch selbst ist enthalten. Das Album erscheint zum Download bei Room40. Weiterlesen

Guitar Studies I​-​III: Lärm und andere Klänge von Zimoun

Der schweizer Klangkünstler Zimoun bringt in einigen Tagen ein neues Album bei Room40 heraus. Das drei in ihrer Beschaffenheit sehr unterschiedliche Stücke enthaltene “Guitar Studies” basiert auf (konventionellem und präpariertem) E-Gitarrenspiel, aufgenommen mit verschiedenen Mikros und Verstärkern und nachträglich in unterschiedlichen Graden bearbeitet. Die live und ohne Looptechnik eingespielten Tracks haben jeweils eine Spieldauer von zirka einer Stunde und sind in der Download-Version erhältlich. Die CD enthält Auszüge. Weiterlesen

CHIHEI HATAKEYAMA: Forgotten Hill

Wenn man sich ganz in der Musik auf „Forgotten Hill“ verliert, scheint man auch sein Gefühl für die Zeit und die Struktur der feinsinnigen Kompositionen zu verlieren – alles wird zu einem verträumten, impressionistischen Gemenge aus smoothen und gleichsam leicht aufgerauhten Klangschichten, die in molllastigen Melodiefragmenten immer wieder ineinander münden, verschmelzen und gelegentlich einzelne hohe Töne wie Reflexionen eines Sonnenstrahls auf einer vom Auge nur kurz gestreiften Weiterlesen

Zane Trow u.a. mit Field Recordings aus Australien

Der Australier Zane Trow bringt mit “Traces” ein neues Album bei Room40 heraus. Neben dem Einsatz von Synthesizern basieren die Tracks zum Großteil auf diversen Feldaufnahmen, die Trow an verschiedenen Orten Autsraliens – Minyon Falls (New South Wales), Christmas Creek und Manorina Melanophrys (beide Queensland) – gesamplet und anschließend mit Looptechnik, Delay und weiteren Effekten bearbeitet hat. Das Album erscheint Mitte Dezember und somit ein halbes Jahr nach dem Vorgänger “Why Echoes?” digital. Weiterlesen

Index: Aufnahmen und andere Dokumente von Marina Rosenfeld

Als CD- und Buch-Edition bringen Room40 Anfang November ein Kompendium heraus, das die Arbeit der in New York lebenden Turntable-Künstlerin Marina Rosenfeld in den Jahren von 2000-2012 dokumentiert. Rosenfeld arbeitet besonders mit Dubplates, von denen sie mittlerweile eine umfangreiche Sammlung besitzt. Die auf “Index” zusammengestellten Tracks sind in der Mehrzahl Live-Aufnahmen plus Material, das in deren Kontext entstanden ist, und dokumentieren Rosenfelds künstlerische Entwicklung. Das Buch enthält neben umfangreichem, meist fotografischem Archivmaterial eine längere Korrespondenz mit Verleger und Musikerkollege Lawrence English. Weiterlesen

Toshimaru Nakamura zum zehnten Mal am No Input-Mischpult

Der Tokioter Toshimaru Nakamura bringt nächsten Monat unter dem Titel “Culvert” ein neues Fullenght-Album heraus, für das er zum zehnten Mal mit seinem No Input-Michgerät alle Register einer scheinbar repetitiv-minimalistischen, in Wirklichkeit aber unberechenbaren post-technoiden Klangkunst zieht. Sein Label Room40, das bereits den Vorgänger herausbrachte, spricht von einer “incredibly dynamic and at times volcanic quality” und fasst die wesentlichen klanglichen und atmosphärischen Züge des Albums zusammen: “Each piece, moves between passages of deep rhythm and pulse which give way to caustic swaths of feedback, noise and at times a deep sense of harmony”. “Culvert” erscheint als CD und im Download. Weiterlesen

Kristof Hahn mit Soloalbum und digitaler Single

Kristof Hahn, seines Zeichens Pere Ubu-Veteran und Lap Steele-Gitarrist der Swans, kündigt für Anfang November ein Soloalbum an. Das lakonisch “Six Pieces” getaufte Werk entstand, was den Großteil der verwendeten sounds betrifft, im Rahmen der bislang letzten Swans-Tour, bei der Hahn immer wieder neue Skizzen mit seinem Instrument anfertige, Loops und andere Effekte kreierte und weitere Elemente hinzufügte. Das Album erscheint auf CD bei Room40, der Song “Cape Horn” ist bereits zu hören. Als weiterer Auftakt wird Anfang Oktober eine digitale EP namens “Prelude” erscheinen, die zwei Albumtracks und zwei Bonusstücke enthält – einer davon ist ebenfalls bereits veröffentlicht. Weiterlesen

Apsomeophone: Reissue von David Brown alias Candlesnuffer

Auf Room40 erscheint in Kürze und rund fünfzehn Jahre nach der Erstveröffentlichung eine digitale Edition von “Apsomeophone”, dem zweiten Album von David Browns Candlesnuffer-Projekt. David Michael Brown, der bereits seit den 70ern in diversen Bands spielt, zählt zum Kern der experimentellen Musikszene Melbournes und ist auch heute, rund zehn Jahre seit den letzten Candlesnuffer-Veröffentlichungen, in verschiedenen Projekten wie den Punkjazzern Bucketrider oder dem Duo Terminal Hz mit KK Null aktiv. “Apsomeophone” dankt im Hinblick auf seine Ausarbeitung einiges der freien Improvisation. Inspiriert wurde die Musik aber primär von ausgewählten Arbeiten der Musique Concréte, namentlich Béla Bartók, John Cage, Pierre Henry, György Ligeti, Tōru Takemitsu and Edgard Varése. Motive dieser Komponisten wurden mittels Gitarren, Stimme, ein paar Pedalen und wenigen Bearbeitungsschritten in einen neuen Zusammenhang transponiert. Eine Vinyl-Edition existiert ebenfalls. Weiterlesen

Neue Kollaboration mit David Toop, Akio Suzuki und Lawrence English

Auf Room40 erscheint in Kürze eine gemeinsame Arbeit von David Toop, Akio Suzuki und Lawrence English unter dem Titel “Breathing Spirit Forms”. Das auf dem Album verwendete Material entstand bereits 2013, als Toop und Suzuki den im australischen Queensland liegenden Tamborine Mountain – ein anglifizierter Ortsname basierend auf dem der Yugambeh-Sprache entstammenden Wort Jambreen – besuchten. Gemeinsam mit dem aus der Region stammenden Lawrence English wurde die plateauartige Umgebung mit Flöten, Radiowellen, elektronischen Instrumenten und allerlei umfunktionierten Objekten bespielt – der Ort selbst beteiligte sich mit dem Gesang der Vögel, dem Zirpen der Insekten, dem Rauschen der Gewässer und den klanglichen Gegebenheiten. jahre später wurde das Material von English neu gesichtet und in die Form des vorliegenden Albums gebracht. Es erscheint Anfang September als CD mit Buch. Weiterlesen