Am 15. April erscheint auf Dirter Promotions das neue Album von Philip Bests Projekt Consumer Electronics. „Surge“ wird knapp fünf Jahre nach „Airless Space“ veröffentlicht. Über die musikalische Entwicklung Consumer Electronics der letzten Jahre konnte man hier lesen: „Schon auf dem 2014 veröffentlichten Album ‘Estuary English’ gab es vereinzelt Momente, auf denen deutlich wurde, dass Rhythmus (in was für einer fragmentierten Form auch immer) zu einem Bestandteil des Klangbilds geworden war und auch der Klang insgesamt transparenter, minimalistischer wurde, man auf die brachialen Verzerrungen, die z.B. auf ‘Crowd Pleaser‘ noch dominierten, weitgehend verzichtete.“ In der Besetzung Best und Russell Haswell eingespielt und mit einem Gastauftritt von Rahmlehs Gary Mundy, soll das neue Album laut Labelinfo allerdings „Noticeably noisier and more aggressive than previous releases “ sein. Weiterlesen
Archiv des Autors: Michael
LA PORTA ERMETICA: La Bugia
Wie aus dem Nichts erschien kürzlich mit „Si Sedes Non Is“ die Debütveröffentlichung der Gruppe La Porta Ermetica, einer – salopp formuliert – Supergroup für okkulturelle, rituelle Musik (mit (ehemaligen) Mitgliedern von Ain Soph, Teatro Satanico und Macelleria Mobile Di Mezzanotte). Weiterlesen
Ka Baird in Köln
Am 8. April tritt Ka Baird im 674.fm Konzertraum in Köln auf. Baird hat in den letzten Jahren abseits von Spires That In The Sunset Rise zahlreiche Aufnahmen mit anderen oder auch als Solokünstlerin gemacht, auf denen sie sich noch weiter experimentell verortete. Als wir vor einigen Jahren ein Interview mit ihr führten, meinte sie: “I refused for so many years to be categorized in any kind of way. It has only been in the last 4 or 5 years that I have been able to label myself as an extremely queer person in every sense of the word.” Wer einen ihrer Auftritte in den letzten Jahren gesehen hat, weiß, wie extrem physisch diese sind.
V.A.: True Listening Is Love In Action
Compilations kann oft etwas Willkürliches anhaften, selbst (oder gerade wenn) sie scheinbar konzeptionell ausgerichtet sind, Zusammenstellungen, die den (Zu-)Stand eines Labels dokumentieren (und bewerben sollen), sind aber dann vielleicht ganz pragmatische Lösungen, um Hörern einen Überblick über Labelprogramme zu geben. Outsider Art aus England bewegen sich seit etwa vier Jahren im Bereich Industrial, Harsh Noise, Power Electronics Weiterlesen
DEAD BANDIT: Memory Thirteen
Das aus James Schimpel und Ellis Swan bestehende Duo Dead Bandit veröffentlicht nach dem 2021 erschienenen Debüt „From The Basement“ (ebenfalls auf Quindi Records) den Nachfolger „Memory Thirteen”. Ellis Swan konnte man zuletzt auf dem passend betitelten Soloalbum „3am“ mit (s)einer fragil-minimalistischen Americanaversion hören. Seine Stimme war ein entrücktes Flüstern und beschrieb nachtschattige Szenarien. Weiterlesen
DRIFTING: Dream Autopsy
Dan Johansson war auf diesen Seiten zuletzt im Rahmen von Organ Of Corti, einem Projekt mit Mattias Gustafsson und Joachim Nordwall, besprochen worden, Drifting ist ebenfalls eine Zusammenarbeit mit zwei weiteren Personen: Julia Bjernelind spielt mit Johansson bei Amateur Hour von Shoegaze und Ambient beeinflussten Pop, dem auch schon einmal eine gewisse „otherworldl[iness] “ attestiert wurde, Weiterlesen
HIMUKALT / SUBKLINIK: Seven Memories / Human Meat
Ester Kärkkäinen hat unter dem Namen Himukalt in den letzten Jahren auf zahlreichen Veröffentlichungen ihre eigenen (sexuellen) Obsessionen (dass ein Album „Third Fantasy“ heißt, passt sehr gut) auf einer Reihe von Labels (u.a. Tesco, Total Black, Malignant) thematisiert, zum Teil hatten die Aufnahmen fast schon dokumentarischen Charakter (wie auf der „Sex Worker“-Reihe). Chad Davis macht als Subklinik seit Jahrzehnten konsequent Death Industrial. Weiterlesen
Mine To Give: Neues Album von Tekla Peterson auf Feeding Tube Records
Taralie Peterson, eine Hälfte von Spires That In The Sunset Rise, hat in den letzten Jahren vermehrt als Solokünstlerin gearbeitet: Unter dem Namen Louise Bock hat sie Cello- und Saxophonmusik veröffentlicht, Tekla Peterson hingegen ist ihr so selbst bezeichnetes „pop music alter ego“. 2022 erschien mit „Heart Press“ das Debüt auf Geographic North, „Mine To Give“, der Nachfolger mit insgesamt 15 Stücken wird auf Feeding Tube Records veröffentlicht. Weiterlesen
ORGAN OF CORTI: Fanaticus
Organ Of Corti, benannt nach dem Ort des Gehörsinnes, ist – nachdem wir vergangene Woche hier mit La Porta Ermetica eine Art Supergroup im Bereich ritueller Musik hatten – eine weitere aus drei auch in anderen Projekten aktiven Musikern bestehende Gruppe: Dan Johansson spielt als Sewer Election sowohl ultrabrutalen, rabiaten als auch zurückhalterenden, wenn auch nicht weniger dement klingenden Nosie. Weiterlesen
LA PORTA ERMETICA: Si Sedes Non Is
Rituelle, okkulturelle Musik im Bereich des (Post-)Industrials ist untrennbar verbunden mit (insbesondere den frühen) Aufnahmen Ain Sophs. Die ersten Alben der Italiener mit ihren verrauschten Klangflächen, in denen mysteriöse Stimmen meistens Unverständliches rezitierten, sind essentielle Veröffentlichungen. Weiterlesen
Bearings: Soundtracks for the Bardos: Neues Album von Ka Baird
Am 22. März erscheint auf RVNG Intl. das neue Album von Ka Baird. “Soundtracks for the Bardos, [is] an album that intertwines elements of the New York based vocalist, multi-instrumentalist, and composer’s ecstatic live performances within minimalistic, visceral compositions that expand in scope and sound through collaboration. The album’s eleven movements manifest as shapeshifting invocations defined by their own multiplicity; the emotional outcome of circumstance and grief, played against rigorous conceptualism and musical craft. Weiterlesen
Much Unseen Is Also Here: Neues Album von Lustmord
Am 15. März 2024 erscheint auf Pelagic Records das neue Album von Lustmord. „Much Unseen Is Also Here“ wird es als CD, Download und Doppel-LP in verschiedenen Farbvarianten geben. Williams selbst verortet das Album in der Tradition von seinem frühen Dark Ambient-Meisterwerk “Heresy”: ”‘Much Unseen Is Also Here’ continues the legacy established by ‘Heresy’ and echoes its enthralling narrative arc. Sequenced in three distinct parts; ‘Much Unseen Is Also Here’ is meant to be listened to in a single, uninterrupted sitting; transporting listeners away to an uncompromising parallel world that only exists within the music, before casting them back out at the end, forever changed.” Weiterlesen
JOTA SOLO: Nessuno
Letztes Jahr erschien das bisher unveröffentlichte Album Nový Světs “Desde Infiernos De Flores”, wurde nach vielen Jahren dem Limbus glücklicherweise entrissen. Das war ein Album der Zurückhaltung und Reduktion. Zwar wurden Nový Svět in ihrer Anfangsphase aufgrund ihres Labels primär in der (Post-)Industrial- und Neofolkszene rezipiert, aber das war von Anfang an nur sehr bedingt passend, zu sehr sprengte die Musik, vielleicht sollte man sogar eher von Musiken sprechen, von Jürgen Weber und Frl. Tost (Genre-)Grenzen – musikalisch wie thematisch. Weiterlesen
Zusammenstellung von frühen Singles von Xmal Deutschland und erstes Soloalbum von Anja Huwe
Fast zeitgleich bringen Sacred Bones Records im März eine Zusammenstellung mit frühen Singles von Xmal Deutschland und das erste Soloalbum von Sängerin Anja Huwe heraus. Schlicht „Early Singles 1981-1982 betitelt, versammelt das Album Xmal Deutschland-Stücke wie „Incubus Succubus“, das noch immer ein Standard auf vielen Batcaveparties ist, oder die erste Single mit dem bezeichnenden Titel „Schwarze Welt“.
YÜRKE: Not Available
Stefan Jürke aus Düsseldorf, der unter dem Namen YürkE eine Reihe von EPs und Tapes herausgebracht hat, veröffentlicht auf Hauch Records mit dem schlicht betitelten „Not Available“ sein erstes Album auf Vinyl. Sich selbst beschreibt er mit den Worten „::Electronic Music:::LiveSets, Performances:::DJ:::Produktion:::Soundart:::Collage:::“. Das Cover des Albums ziert eine Collage von Norika Nienstedt mit einer Kontrastierung von brutalistischer Architektur und einer Pferdestatue, aus der ein seltsamer Hybrid entsteht. Weiterlesen
Stay A Moment More: Neue Single von Simon Finn
Simon Finn, der auf seiner Bandcampseite lapidar über sich schreibt „60s Psych-folk artist – still living“, hat gerade auf seinem kleinen Label 10 to 1 Records seine neue Single „Stay A Moment More“ als Download veröffentlicht. „Stay A Moment More“ enthält zwei Stücke: das melancholische und getragene „The Distance Between Stones“, auf dem Finn von Maja Elliott am Klavier und Joolie Wood an der Flöte unterstützt wird, und das spärlich instrumentierte und vom Ticken einer Uhr durchzogene „Counting“mit Wood am Xylophon. Weiterlesen
HÜGELMANN / COPPER BEACH: Splitter #1
Den Titel dieser auf Hauch Records erschienenen Splitveröffentlichung lässt sich sicherlich im doppelten Sinne lesen, denn neben dem wortspielerischen Hinweis auf die Aufteilung dieses Albums, könnte man das auch so verstehen, dass es sich bei den Beiträgen nur um Teile eines (umfangreicheren) Ganzen handelt, schließlich enthält „Splitter #1“ insgesamt nur drei Stücke, ein (langes) von Hügelmann, zwei von Copper Beach. Weiterlesen
HOLLYWOOD DREAM TRIP: Second Album
Stephen Meixner hat neben seiner Arbeit mit Contrastate und Soloaufnahmen auf seinem kleinen Label Black Rose Recordings in den letzten Jahren eine Reihe von Alben anderer Künstler aus dem weiten Feld der Geräuschmusik veröffentlicht – zuletzt wurden bei uns noch hervorragende Alben von rlw und Asmus Tietchens besprochen. Weiterlesen
Let My Heart Be Burned: Neues Material von Forest Beggars
Als Stone Breath nach einer längeren Pause 2009 „The Shepherdess And The Bone-White Bird“ veröffentlichten, lag dem Album eine CD mit dem Titel „Virgo, Mater, Domina“ bei, die dem scheinbar anonymen Projekt Forest Beggars zugeschrieben war. Beim Hören des Albums wurde einem dann schnell klar, dass es sich bei den Beteiligten um die Stone Breath-Besetzung (Timothy Renner, Prydwyn, Sarada) handeln musste. Weiterlesen