Cabaret Voltaire sind zurück mit neuem Studioalbum

an Wiederveröffentlichungen bringt Cabaret Voltaire mit “Shadow Of Fear” ein neues Album heraus. Es wurde von Richard H. Kirk im Alleingang aufgenommen, der in den letzten Jahren bereits mehrfach unter dem früher zusammen mit Chris Watson und Richard Mallinder verwendeten Namen aufgetreten ist – erstmals beim Atonal-Festival 2014 in Berlin. Weiterlesen

Swans mit Neuauflage von Children of God

Dieses Wochenende erscheint die remasterte Wiederveröffentlichung des Swans-Klassikers “Children of God”, der 1987 auf Caroline Records und Product Inc. herauskam. Das Album markierte damals den Übergang vom rauen No-Wave- und Noiserock-Sound der frühen Jahre hin zu feineren klanglichen Strukturen, die Raum für klassische Instrumentierung und Songwriteransätze mit folkigen Elementen bot. Als Bonus ist das Live-Album “Feel Good Now” enthalten, das im gleichen Jahr während einer Europatour mitgeschnitten wurde – es ist als zweite Disc in der CD-Version und als DL in der LP enthalten. Die Wiederveröffentlichung erscheint bei Mute und in Nordamerika beim hauseigenen Young God-Label. Weiterlesen

Fading: Neues Studioalbum von Pole

Stefan Betke alias Pole bringt fünf Jahre nach dem letzten Longplayer “Wald” ein neues Studioalbum heraus. “Fading” entstand unter dem Eindruck des Gedächtnisverlustes von Betkes an Demenz erkrankter Mutter und ist somit ein von sehr persönlichen Erfahrungen geprägtes Album. Kompositorisch und von den musikalischen Motiven her knüpft es dennoch stark an die vor einigen Monaten wiederveröffentlichte Trilogie “1 2 3″ an. Das Album erscheint auf Vinyl, CD und digital bei Mute/[PIAS]. Weiterlesen

Songzyklus von Daniel Blumberg erscheint bei Mute

Ende Juli bringen Mute / PIAS ein neues Album des Londoner Künstlers und Musikers Daniel Blumberg heraus. “On&On” ist ein Zyklus aus neun Stücken zwischen akustischer Kammermusik, Rockansätzen und Momenten schräger Intensität, die durchaus etwas derber ausfallen können, und stellt den Singer-Songwriter in eine Reihe mit Künstlern wie Antony and the Johnsons und Rufus Wainwright. Dem als Vinyl, CD und digital erscheinende Album liegt ein Essay von David Toop und ein Porträt der Fotografin Brigitte Lacombe bei.
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Erasure kündigen neues Album an

Ende August erscheint das 18. Studioalbum der englischen Pop-Legende Erasure. Das zehn Tracks umfassende “The Neon” hat die sofort wiedererkennbare Erasure-DNA und wurde vor einigen Monaten in Atlanta, Georgia, aufgenommen. Zum finalen Mix kam es dann kurz darauf in London. Vince Clark und der mittlerweile zwischen England und den USA pendelnde Andy Bell haben seit dem 2017 erschienenen “Would be Gone” separat an vielen Projekten – Kollaborationen, Remixe, Theaterproduktionen und eine Radioshow – gearbeitet, und wie bei früheren Arbeiten haben all diese Aktivitäten mit zum Indeenfundus von “The Neon” beigetragen. Begleitet wird das in allen gängigen Formaten erscheinende Album von einer Fotoserie von Phil Sharp, das eine Sammlung alter Neonröhren in einer Londoner Galerie zeigt.
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Pole – 123: Stefan Betke bringt drei frühe Pole-Alben als Box-Set heraus

Der Düsseldorfer Musiker und Produzent Stefan Betke alias Pole bringt Ende April seine aus den separat erschienenen Alben “Pole 1″ (1998), “Pole 2″ (1999) und “Pole 3″ (2000) bestehende Triolgie inklusive Bonus-Material in einer Vinyl-Box neu heraus. Die damals bei Kiff SM erschienenen Longplayer enthalten eine dublastige Elektronik zwischen Pop und Experiment und trugen aufgrund der Verwendung eines defekten Waldorf 4-Pole-Analogfilters, der dem Projekt auch den Namen gab, dazu bei, dass das leitmotivische Knacken und Knistern, das den Hintergrund der Tracks bildet, bis heute als Handschrift Poles gilt. Weiterlesen

Zwei Soundtracks von Mick Harvey erscheinen Mitte April

Nach einer mehr als zehnjährigen Pause hat Mick Harvey in den letzten Monaten wieder zwei Filmscores komponiert, arrangiert und produziert, die vornehmlich auf Streicher-Arrangements basieren. Eine der Soundtrack-Arbeiten begleitet die unter der Regie von Kriv Stenders entstandene Dokumentation Waves of ANZAC zur Familiengeschichte des Schauspielers Sam Neill (u.a. Das Piano, Event Horizon, Jurassic Park, Bis and Ende der Welt), die von der Zeit des Ersten Weltkriegs bis in den Gegenwart reicht. Die zweite Arbeit entstand als Score zu dem Vierteiler The Journey, die sich mit minderjährigen Geflüchteten und Asylsuchenden in Australien befasst und die Kampagne #KidsOffNauru unterstützt. Die beiden Arbeiten erscheinen am 17. April auf einer LP/CD/DL bei Mute Records. Weiterlesen

Simon Fisher Turner und Edmund de Waal veröffentlichen gemeinsames Album

Simon Fisher Turner komponierte 2018 eine komplementäre Klangarbeit für eine Architekturinstallation des Künstlers Edmund de Waal. Nachdem die gemeinsame Arbeit unter dem titel “- one way or other – ” im Haus Schindler in Los Angeles gezeigt wurde, entwickelte sich die Musik zu einem eigenständigen Album, das Ende März unter dem Titel “A Quiet Corner In Time” bei Mute/[PIAS] erscheinen wird.
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Lee Ranaldo und Raül Refree veröffentlichen gemeisames Album

Die offensichtlicheste Gemeisamkeit zwischen Sonic Youth-Gründungsmitglied Lee Ranaldo und seinem Kollegen Raül Refree ist die Gitarre. Ranaldo hat zwischen Noise und Americana manche ihrer Feinheiten erforscht, Refree zuletzt ein Album mit Flamenco-Stücken herausgebracht. Schon auf Ranaldos letzten Album “Electric Trim” arbeiteten die beiden zusammen, anschließend ging die Kollaboration weiter und zugleich eigene Wege, denn das für Februar bei Mute / PIAS angekünigte “Names of North End Women”, das beide zu gleichen Teilen einspielten, wird vergleichsweise gitarrenfrei sein und neben einem Schwerpunkt auf Samples und Elektronik Instrumente wie Vibraphon und Marimba enthalten.

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Catastrophic Deliquescence: Ben Frost veröffentlicht Musik zur Fortitute-Serie

Neben seinen im Alleigang produzierten, quasi “rein musikalischen” Arbeiten hat der australische Komponist Ben Frost immer wieder Musik für Film, Fernsehen, Theater und diverse Kunstinstallationen geschrieben. Unter dem Titel “Catastrophic Delequescence” bringt er nun eine auf Vinyl erhältliche Sammlung von Aufnahmen heraus, die er von 2015-2018 für die von Sky Atlantic produzierte Thriller-Serie Fortitude geschrieben hat. Für den Longplayer, der am 22. November bei Mute/[PIAS] erscheinen wird, hat Frost die Beiträge so ausgewählt und angeordnet, dass ein kohärentes Album zustandekam.

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SWANS: Leaving Meaning

Wer ursprünglich glaubte, Michael Giras Insistieren, dass es sich bei der Wiederbelebung der Swans vor knapp zehn Jahren nicht um eine Reunion, sondern um eine „reconstitution“ handele, sei bloß eine semantische Spitzfindigkeit, den sollten die in den letzten Jahren entstandenen Alben und insbesondere die Auftritte eines Besseren belehrt haben: Das erste Album der neuen Weiterlesen

The Pop Group: Reissue ihres Debütalbums “Y” mit teils exklusivem Bonusmaterial

Im November wird über Mute und Pias eine in den Abby Road Studios gemasterte Neuauflage von The Pop Groups wegweisemdem Debütalbum “Y” (1979) erscheinen. Das üppig instrumentierte Album der Band um Sänger Mark Stewart vereinte damals eine Vielzahl vom musikalischen Einflüssen von Punk über Chanson bis Jazz und erhielt durch die Produktion des an Reggae und Dub geschulten Dennis “Blackbeard” Bovell einen ganz charakteristischen Sound. Das reguläre Box-Set des Post Punk-Klassikers wird neben dem Album die Debütsingle “She is Beyond Good & Evil” sowie die (ebenfalls aus dieser Zeit stammende und zehn Tracks umfassende) Zusammenstellung von Outtakes und Vorabversionen “Alien Blood” und den Konzertmitschnitt “Y Live” enthalten, zudem ein üppiges Booklet mit Kunstdrucken. Es wird eine luxuriösere Box mit aufwendigeren Pressungen und signierten Drucken geben. Weiterlesen

THROBBING GRISTLE: Journey Through a Body

Nach „The Second Annual Report“, „20 Jazz Funk Greats“ und der Best of „The Taste of TG“ erscheinen nun drei weitere Alben Throbbing Gristles im Rahmen der Wiederveröffentlichungsoffensive von Mute Records: “Heathen Earth”: 1980 vor einem Publikum – das viele versammelte, die die Industrial Culture geprägt hatten -live im Studio aufgenommen. „Mission of Dead Souls“- die Dokumentation des letzten Auftritts der Band in San Francisco 1981, auf der Stücke wie „Thee Process“ und „Looking for the OTO“ schon auf die Themenfelder hinweisen sollten, die Psychic TV über lange Jahre beschäftigen würden. Weiterlesen

ERASURE / ECHO COLLECTIVE: World Beyond

Im letzten Frühjahr brachten Erasure mit “World be Gone” ihr mittlerweile siebzehntes Studioalbum heraus, und nach über dreißig Jahren und ohne längere Pausen oder abrupte Stilwechsel ist aus ihrem eingängigen Synthiepop, mit dem Andy Bell und Vince Clarke Mitte der 80er auch ein bisschen die erste Inkarnation von Depeche Mode beerbten, ein feinsinniger Producer-Pop mit leicht angesoulten Untertönen geworden. Bells immer noch androgyne Stimme ist um eine kleine Note herber geworden, die Texte mit der einen oder anderen Weiterlesen

LEE RANALDO: Electric Trim

In ihrer großen Zeit wurden Sonic Youth von vielen zu Unrecht als eine Art Duo mit Begleitband gehandelt, bei dem sich eine wechselnde Zahl an Instrumentalisten um das damalige Paar Gordon und Moor gruppierte. Diejenigen aus der „zweiten Reihe“, die sich dennoch einen größeren Namen erspielen wollten, mussten das über Veröffentlichungen außer der Reihe, wie Soloaktivitäten, tun, und niemandem ist das besser gelungen als Lee Ranaldo, der über die Jahrzehnte einige Weiterlesen

SWANS: The Great Annihilator (inkl. MICHAEL GIRA: Drainland)

In einer Hinsicht kann man die Phase der Swans Mitte der 90er mit der heutigen Zeit vergleichen: Ein Abschnitt ihres Schaffens hatte so langsam seinen Zenit überschritten und neigte sich seinem Ende zu, das eine Auszeit und einen wie auch immer gearteten Neuanfang nach sich ziehen musste. „The Great Annihilator“ war das letzte typische Album dieser Werkphase, die seit Ende der 80er andauerte und im Unterschied zum düster-atonalen Frühwerk – ohne dessen Hang zu repetitiver Monotonie völlig aufzugeben – melodische Elemente integrierte. Ähnlich einer ganze Zahl an lärmenden Weiterlesen

GOLDFRAPP: Silver Eye

Der gängigste Gemeinplatz über Goldfrapp definiert den Stil des Duos als stets im Wandel, dem selbst der Gesang Alisons unterliegt, von der Handschrift Will Gregorys als Producer ganz zu schweigen. Da ist freilich etwas dran, und die beiden selbst betonen häufig, dass viele ihrer Alben in direkter Reaktion auf zuvor Geschaffenes entstanden sind. Dabei haben sich mit der Zeit, neben subtilen textlichen und visuellen Gemeinsamkeiten, zwei grundsätzliche Richtungen verselbständigt, eine dunkle, entrückte, latent Weiterlesen

THE MINISTRY OF WOLVES: Happily Ever After

Für viele ist das Wort „märchenhaft“ ein Attribut des Schönen, obwohl Märchen seit jeher umstritten sind. Der Hang vieler Märchenstoffe zu Gewalt und Grausamkeit war schon immer ein Stein des Anstoßes, ebenso die allegorischen Weltdeutungen, die bewusst den Weg des Vorrationalen gehen und die Fantasie der instrumentellen Vernunft vorziehen. Wenn selbst ein so ausgewiesener Experte wie Richard Dawkins – Spezialist für Religion, Biologie und Sozialethik und angeblich der drittwichtigste Intellektuelle unserer Zeit – ihren pädagogisch fragwürdigen Einfluss moniert, scheinen die Barometer heute eher eine märchenfeidliche Stimmung anzuzeigen. Dem steht entgegen, dass Weiterlesen

MICK HARVEY: Intoxicated Man / Pink Elephants

Wenn englischsprachige Popmusik die am meisten exportierte ist, dann ist ihr französischsprachiges Pendant vielleicht die am meisten übersetzte. Der immer etwas ambivalente Versuch v.a. anglophoner Sänger, französischen Songs die Ehre zu erbieten und sie sich zugleich sprachlich anzueignen, brachte Resultate zustande, die auch als Cover längst zu Klassikern geworden sind, wobei interessant ist, dass immer ein Interesse an etwas älteren Aufnahmen bestand. Jeder kennt die Jacques Brel-Interpretationen von Scott Walker und Marc Almond, und Mick Harveys Versionen von Serge Gainsbourg-Songs stehen ihnen in nichts nach. Die Wiederveröffentlichung seiner beiden Weiterlesen