MICK HARVEY: Four (Acts Of Love)

Mick Harvey gehört nicht zu denen, die sich übermäßig viel Zeit lassen für ihre Alben, und wenn man bedenkt, was in der jüngeren Vergangenheit alles auf dem Plan stand – u.a. Touren mit den Neubauten, die Produktion des letzten PJ Harvey-Albums, die Arbeit an einer umfangreichen Serge Gainsbourg-Hommage – dann wundert man sich fast, dass zwischen „Sketches From the Book of the Dead“ und dem jüngst erschienenen „Four (Acts of Love)“ nur knapp zwei Jahre vergangen sind. Aber das passt umso besser, denn in dieser doch sehr australisch geprägten Saison darf neben Simon Bonney, Nick Cave und Hugo Race natürlich auch ein Lebenszeichen des ehemaligen Crime- und Bad Seeds-Mitstreiters Harvey nicht fehlen. Weiterlesen

NICK CAVE AND THE BAD SEEDS: Push The Sky Away

Der erste Gedanke, der mir beim Hören der neuen Bad Seeds-Platte kam, lief auf die Frage hinaus, wie es wohl für die einzelnen Bandmitglieder sein mag, „nur“ Teil einer längst zur Institution gereiften Gruppe zu sein, von der hauptsächlich Frontmann und Chefcharismatiker Nick Cave öffentliche Wahrnehmung genießt. Freilich, die Frage kommt von jemandem, dessen musikalische Sozialisation in Biotopen stattfand, in denen Musiker meist egozentrische „Projekte“ betreiben, sich untereinander zwar aushelfen, aber nur selten feste Bands mit klaren Hierarchien bilden. Darüber hinaus ist die Frage als Kompliment zu verstehen, denn wenn es etwas gibt, das auf „Push The Sky Away“ besonders überzeugt, dann ist es die Weiterlesen