OKKYUNG LEE: Cheol-Kkot-Sae (Steel.Flower.Bird)

Die Cellistin Okkyung Lee zog als Jugendliche von Südkorea in die USA, wo sie zunächst verschiedene westliche Musikarten studierte. Zugleich keimte in ihr dort erstmals, mit zunehmender Erfahrung in der klassischen Musik, im Jazz und in vielen experimentellen Richtungen, das Interesse an der traditionellen Musik ihres Landes, mit der sie während ihrer Kindheit nur wenig Berührung hatte. Es dauerte allerdings noch einige Jahre, bis sie sich in ihren eigenen Kompositionen an koreanische Musik heranwagte. Weiterlesen

OREN AMBARCHI / MASSIMO PUPILLO / STEFANO PILIA: Aithein

Es gibt in der etwas abstrakteren Musik ein paar Motive, die nie langweilig werden, vorausgesetzt sie gelingen. Eines davon ist die mit vielen kleinen Spannungsmomenten in der genau richtigen Unbestimmtheit gehaltene Steigerung von Intensität und Klangfülle, die sich – ausgehend von einem eher zaghaften Bündeln von Energie – an einem eruptiven Höhepunkt entlädt und ein ungewisses Nachspiel einleitet. Da denken manche an Aristoteles und die klassische Tragödie, fröhlichere Zeitgenossen vielleicht an Sex, wieder andere an Weiterlesen

WHEN: The Black Death

Im Jahr 1349 ereignete sich die vielleicht größte Katastrophe der norwegischen Geschichte, die die Bevölkerung des Landes auf einen Drittel ihrer vorherigen Größe schrumpfen ließ – eine Pestepedemie, von der sich der Schwede Ingmar Bergman zu seinem Film „Das siebte Zeichen“ inspirieren ließ, der aber v.a. der Maler Theodor Kittelsen in Jahr 1900 mit dem Bildband „Svartedauen“ ein düsteres Denkmal setzte. Der aus dem Progrock stammende Lars Pedersen, der unter dem lakonischen Pseudonym When schon eine Reihe experimenteller Alben herausbrachte, griff den Stoff Weiterlesen