Your veins will be bathed in light. Interview mit Jack November

Das Besondere an der Musik, die Daniela Moos unter dem Namen Jack November spielt, lässt sich nur schwer an oberflächlichen Merkmalen festmachen, und wenn man es versucht, landet man schnell bei der Aufzählung all dessen, was Jack November nicht oder nicht nur ist: Ein melancholisches Fräuleinwunder, ein weiteres Drone-Projekt, ein neues Gewächs aus dem Dunstkreis von Soap&Skin oder der Einstürzenden Neubauten. Auch mit Vergleichen kommt man nicht wirklich weiter. Weiterlesen

JACK NOVEMBER: s/t

Das Harmonium ist eines der Instrumente, denen zu Unrecht nachgesagt wird, stets ähnlich zu klingen und nur ein begrenztes Repertoire an Stimmungen zu erzeugen. Die Gründe dafür, denke ich, sind zweierlei – zum einen ist sein Klang im Gedächtnis der Popkultur längst nicht so stark verankert wie andere Sounds, die herkömmliche Band- oder Elektronica-Konzepte erweitern. Zum anderen wird es auch oft nur punktuell eingesetzt, um passagenweise ein bestimmtes Kolorit zu erzeugen. Jack November, ein deutsches Newcomer-Projekt, hinter dem sich Weiterlesen

SOAP&SKIN: Narrow

Soap&Skin polarisiert. Die einen stecken ihre Songs gar zu schnell in die Ecke für sensible und leicht überdrehte Mädchenmusik – eine Drama Queen, die sich psychisch entblößt und der neurotischen Jugend von heute ihr Identitätsfutter gibt. Andere setzen auf hohen Stil und fahren schwere Geschütze klassischer Bildung auf, holen die Gedichte Trakls aus der Kiste und bemühen das romantische Kunstlied, um sich einen Reim auf die Anziehungskraft zu machen, die ihr Debüt „Lovetune for Vacuum“ vor ein paar Jahren ausstrahlte. Natürlich nicht ganz zu unrecht. Anja Plaschg, die Person hinter dem Namen, sieht sich als Popmusikerin, und ihr Unbeeindrucktsein gegenüber all den klugen Fachsimpeleien Weiterlesen