Your veins will be bathed in light. Interview mit Jack November

Das Besondere an der Musik, die Daniela Moos unter dem Namen Jack November spielt, lässt sich nur schwer an oberflächlichen Merkmalen festmachen, und wenn man es versucht, landet man schnell bei der Aufzählung all dessen, was Jack November nicht oder nicht nur ist: Ein melancholisches Fräuleinwunder, ein weiteres Drone-Projekt, ein neues Gewächs aus dem Dunstkreis von Soap&Skin oder der Einstürzenden Neubauten. Auch mit Vergleichen kommt man nicht wirklich weiter. Weiterlesen

JACK NOVEMBER: s/t

Das Harmonium ist eines der Instrumente, denen zu Unrecht nachgesagt wird, stets ähnlich zu klingen und nur ein begrenztes Repertoire an Stimmungen zu erzeugen. Die Gründe dafür, denke ich, sind zweierlei – zum einen ist sein Klang im Gedächtnis der Popkultur längst nicht so stark verankert wie andere Sounds, die herkömmliche Band- oder Elektronica-Konzepte erweitern. Zum anderen wird es auch oft nur punktuell eingesetzt, um passagenweise ein bestimmtes Kolorit zu erzeugen. Jack November, ein deutsches Newcomer-Projekt, hinter dem sich Weiterlesen

ATZMANN ZOUBAR: Aut Sperma In Terram Effundit

In den letzten Jahren ist das Wort “Ritual” in einschlägigen Musikszenen seltener gefallen. Allgemein ist man sich einig, dass die genrebildenden Werke in den 80ern und frühen 90ern aufgenommen wurden – in einer Zeit, als die Idee, durch repetitive Musik und geheimnisvolle Symbole Türen in unerforschte Räume der Psyche zu öffnen, noch unverbraucht war. Ain Soph mit ihren frühen Aufnahmen sollten eine der ersten Referenzen sein, natürlich auch die berühmte Bonusplatte zum Erstling von Psychic TV. Weiterlesen

GERECHTIGKEITS LIGA: Dystopia

GERECHTIGKEITS LIGA veröffentlichten Anfang der 80er eine Reihe von Tapes und eine 12″ bevor ihr erstes Vollzeitalbum auf GRAEME REVELLS Label Side Effects veröffentlicht wurde: „Hypnotischer Existenzialismus“ und die Auftritte waren gekennzeichnet von tribaler Perkussion, die weniger vom Futurismus (wie etwa VIVENZA, der sich explizit auf Marinetti berief) beeinflusst war, sondern vielmehr von der Rhythmik in „Primitive Culture[s]“, um einen Titel des ersten Albums zu zitieren – nicht im Sinne eines westlich-herablassenden Blicks, sondern beeinflusst von Eliades Band „Schamanismus und archaische Ekstasetechnik“. Weiterlesen