SIMON BALESTRAZZI / NICOLA QUIRICONI: Licheni

Vielleicht haben Simon Balestrazzi und Nicola Quirincioni ihr erstes Duett deshalb nach dem Lichen bzw. der Flechte benannt, weil in ihrer Musik die unterschiedlichsten Komponenten wie in einem riesigen Netz immer wieder mit einander verknüpft sind: Mechanisches und subtile Elektronik, dezente Dröhnung aus verschidenen Quellen, die menschliche Stimme in “unmusikalischen” Äußerungen und einiges mehr dockt immer wieder in unregelmäßigen Abständen aneinander an, geht auseinander hervor, bildet immer wieder andere Knoten. Weiterlesen

I don’t feel comfortable with the restrictions and rules of a tribe. Interview mit Simon Balestrazzi

Wenn man ein bisschen mit dem Werk Simon Balestrazzis vertraut ist und seine Arbeit verfolgt, kann man sich kaum vorstellen, dass er mal einen Tag lang nicht auf der Suche nach Sounds ist, sie im Studio bearbeitet und kollagiert, an seinen zum Teil eigens konzipierten Instrumenten bastelt oder mit Kollegen wahrscheinlich ganze Nächte hindurch jammt. Seit einigen Jahren ist es nicht ungewöhnlich, dass drei bis fünf seiner Longplayer pro Jahr herauskommen, seltener solo, häufiger von seinen zahlreichen Kollaborationen: Dream Weapon Ritual, DAIMON, A Sphere of Simple Green, Hidden Reverse und noch einige mehr. Weiterlesen

I don’t feel comfortable with the restrictions and rules of a tribe. Interview with Simon Balestrazzi

If you are a bit familiar with the music of Simon Balestrazzi and follow his activities, you can hardly imagine a single day, in which he is not busy searching for sounds, processing and combining them in studio, tinkering on his partly self-designed instruments or jamming with colleagues all night long. For several years, it is not unusual for three to five of his Longplayer to come out in one year, more rarely solo, but often from his numerous collaborations: Dream Weapon Ritual, DAIMON, A Sphere of Simple Green, Hidden Reverse and even some more. Weiterlesen

A SPHERE OF SIMPLE GREEN: With an Oblique Glance

Wie muss man sich die Musik einer Band vorstellen, die sich nach einer Zeile von Emily Dickinson benannt hat? Vielleicht in erster Linie als detailverliebtes Soundgewebe, etwas verhuscht und mit einem natürlichen Sinn für kleine Eindrücke, die ganz ungekünstelt aus der Wahrnehmung des Alltags herausgegriffen scheinen. Und offen sollte sie sein, so als ob am Ende einer Komposition ein imaginärer Gedankenstrich auf die Leerstellen verweist, hinter denen sich ungesagte, ungespielte und ungehörte Welten verbergen. Eine Weiterlesen