Trasponsonic feiern ihr zwanzigjähriges Bestehen mit umfangreicher Rückschau

Hermetic Brotherhood of Lux-Or, 1997EV, Agrot Zorks, MS Miroslav, Andrej Porcu, TZII, Ersilio Campostorto, Okymisaka: Diese Namen stehen für eine Auswahl an Künstlern, die in den letzten 20 Jahren auf dem sardinichen Label Trasponsonic veröffentlicht haben. Zur Feier des Jubiläums haben die Betreiber des für rituellen und experimentellen Industrial bekannten Labels ihre komplette Diskografie plus visuelles Material in Form eines USB-Datenträgers herausgebracht. “Dolmen”, benannt nach den Megalithgräbern, die sich seit dem Frühneolithikum in ganz Europa und so auch in Sardinien finden, enthält 337 Tracks aus 49 Veröffentlichungen und insgesamt um die 42 Stunden “hard sounds like the stone”. Die Werkschau, die es auf Anfrage auch als Download geben soll, ist über trasponsonic@hotmail.com und über alle Social Media-Kanäle erhältlich. Weiterlesen

TZII: The Black Pile

Wenn jemand ein Album nach einem schwarzen Haufen oder einer schwarzen Deponie benennt, klingt das erst einmal nicht gut, und genauso ist es von dem belgischen Sound- und Multimedia-Künstler, der sich Tzii nennt, auch gemeint. The Black Pile – das ist der Schrotthaufen, auf dem sich all der Unrat ansammelt, den der Mensch über Jahr und Tag konsumiert hat, um zu werden, was er zu sein glaubt – ein Individuum. Es ist nicht das erste Mal, dass der Musiker sich diesem Thema widmet und seine Konsumkritik mit der Entmythologisierung eines modernen Fetischs, der individuellen Freiheit, kombiniert. Vor einigen Jahren erschien seine EP „Indiviualism“, von der man „The Black Pile“ als eine Art Fortführung verstehen kann. Dass die Weiterlesen

CONTAGIOUS ORGASM & TZII: Blind Shadows

Hiroshi Hashimoto und der Mann, der sich Tzii nennt, sind zwei unstete Geister, die sich ungern zu lange an einem Ort aufhalten. Der Japaner, besser bekannt als Contagious Orgasm, durchkreuzt seit einem Vierteljahrhundert die weitläufige Landkarte elektronischer Musik, und das beschränkt sich keineswegs auf die dunklen und krachigen Gefilde, mit denen man ihn meist assoziiert. Neben der Stilpalette von Ambient bis Rhythm Noise war stets Raum für Trippiges und für Ausflüge in diejenige Tanzmusik, die man einst mit dem Attribut „intelligent“ versah, neben Weiterlesen