BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Metaphysics of Natron

Es gibt Musik, deren geheimnisvolles, mitunter okkultes Charisma daher rührt, dass sie wenig von sich preisgibt und sich ausgesprochen kryptisch und reduziert zeigt. Ohne den vielen gelungenen Beispielen dafür unrecht tun zu wollen, muss man sagen, dass diese Masche mittlerweile schon etwas zu gängig ist und außerdem leicht umzusetzen, wenn die Ansprüche dabei nicht allzu hoch sind. Die in Athen und auf der benachtbarten Insel Euböa ansässigen Black Lesbian Fishermen, trotz des Ortes im Namen eine Weiterlesen

ANNA LINARDOU: Heterotopia

Im Unterschied zur Utopie, dem Nichtort als Fantasieprodukt, existiert die Heterotopie tatsächlich. Sie ist der andere, alternative Ort, an dem Dinge nach anderen Regeln ablaufen als in der gewohnten Umgebung. Als Refugium oder Transitort bietet die Heterotopie die Möglichkeit, spezielle Erfahrungen zu machen oder ungewohnte Dinge auszuleben. Oft ist sie nur im übertragenden Sinne ein topografischer Ort, der ebenso gut für einen Rahmen, ein Umfeld oder auch einen Zustand des Bewusstseins stehen kann. Weiterlesen

LÜÜP: Canticles of the Holy Scythe

Es ist anzunehmen, das Stelios Romaliadis, als er mit seinem offenen Projekt Lüüp 2011 das Album “Meadow Rituals”, ein exzellente Pastiche auf englischen Progfolk vergangener Zeiten herausbrachte, schon eine bewegte Musikerlaufbahn hinter sich hatte, denn die Nieschenmusik Griechenlands wirkt von uns aus gesehen oft wie in undurchsichtiges Dunkel gehüllt. In ein solches scheint er danach auch wieder abgetaucht zu sein, denn in den Jahren darauf vernahm man von ihm nur wenige Lebenszeichen wie seine Weiterlesen