WHITE HILLS / DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND: Desire

White Hills und die Kapelle um Albin Julius kennen sich schon fast ein Jahrzehnt und haben vor acht Jahren eine gemeinsame Single herausgebracht. Den Plan, ihre kreativen Ideen einmal im größeren Stil zusammen in die Waagschale zu werfen, trugen die Wiener und die New Yorker schon eine ganze Weile mit sich herum. Ein erstes Resultat ist die vorliegende EP, auf der sich alles um das Thema Begierde dreht. Weiterlesen

DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND: Sucht und Ordnung

Viel ist bereits geschrieben worden zu den Wandlungen und Transformationen in der Musik von Albin Julius und seinen Mitstreitern, von den kühlen, oft martialischen Soundscapes von Der Blutharsch zum krautigen, auf räudige Art lebensbejahenden Stonerrock von Der Blutharsch and the Infinite Church of the Leading Hand. Es wäre interessant zu erfahren, wie im einzelnen die Fans darauf reagiert haben. Sicher sind einige abgesprungen, viele allerdings freundeten sich mit dem neuen Stil an und haben, einmal Blut geleckt, vielleicht sogar schon die eine oder andere Hawkwind-Platte im Regal stehen. Ganz sicher sind auch Weiterlesen

JASTREB: Orient and Occident

Jastreb wurde vor etwa fünf Jahren von Niko Potočnjak a.k.a The Last Lord of Atlantis in Zagreb gegründet und würden wahrscheinlich von vielen für ein Seitenprojekt der Psychrocker Seven That Spells gehalten werden, wenn nicht noch weitere Musiker beteiligt wären, allen voran Albin Julius und Lina Baby Doll, sowie zeitweise sogar Kawabata Makoto von Acid Mothers Temple – womit die musikalische Stoßrichtung schon mal abgesteckt wäre, die man grob gesagt als satten psychedelisch gefärbten Hardrock bezeichnen kann. Nachdem nun das dritte Werk der Combo in den Regalen steht, sollte Weiterlesen

DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND PRESENTS: The Wolvennest Sessions

Dem Cover dieser Veröffentlichung kann man entnehmen, dass Der Blutharsch und seine Infinite Church of the Leading Hand dieses Album lediglich „präsentieren“, wie es seinerzeit diverse World Serpent-Musiker gerne getan hatten. Jegliche Erwartung, dass hier Musiker jenseits von Albin Julius’ Combo am Werk sind, zerstreuen sich jedoch schon nach einigen Minuten, wenn das eröffnende Stück erst einmal in die Gänge gekommen ist und es sich abzeichnet, dass hier keine dunkle Ambientband zugange ist, sondern niemand anderes als die Infinite Church höchstselbst. Weiterlesen

DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND: Joyride

Dass die Musik von Albin Julius seit den 90ern große Veränderungen durchlaufen hat, ist ein Gemeinplatz und sollte sich mittlerweile bis in die letzten Winkel der etwas eigenwilligeren Musikwelten herumgesprochen haben. Noch interessanter vielleicht ist die Tatsache, dass die Entwicklung von Der Blutharsch And The Infinite Church Of The Leading Hand auch im Kleinen, z.B. von einem Album zum nächsten, kaum vorherzusehen ist und stets Überraschungen bereithält. „Joyride“ folgt – abgesehen von einer Compilation und zwei EPs – auf das vor gut anderthalb Jahren erschienene Weiterlesen

JOSEF DVORAK feat. FUCKHEAD & DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND: Sous L’Arbre De Sience

Der Wiener Josef Dvorak ist Theologe und Psychoanalytiker mit Wurzeln im Wiener Aktionismus. Mir ist er in erster Linie als Autor eines Buches über den Satanismus bekannt, das sich wie die Zusammenfassung einer halben Spezialbibliothek liest und aufgrund der enormen Dichte an Namen und Begriffen v.a. ein gutes Nachschlagewerk abgibt. Keine Frage, dass er ein äußerst untypischer Vertreter seines Faches ist und seine Anhänger weniger in den akademischen Fakultäten als in einschlägigen Subkulturen findet, wo es an nonkonformen Suchern nicht mangelt. Gelegentlich hört man ihn Weiterlesen

DER BLUTHARSCH AND THE INFINITE CHURCH OF THE LEADING HAND: All To Pieces

Viele Musiker verändern ihren Stil im Laufe der Zeit, doch längst nicht alle schaffen es, dabei ein gleichbleibendes Popularitätsniveau zu halten bzw. dieses trotz aller Wandlungen noch in kleinen Schritten zu steigern. Irgendetwas muss dran sein an diesem Albin Sunlight Julius, das von all seinen Liebäugeleien mit Musikrichtungen unberührt bleibt, das sich in mittelalterlichen Soundscapes ebenso wiederfindet wie in martialischer, rockiger oder psychedelischer Gestalt. Ist es einfach nur gute PR und das Talent, das Richtige zur rechten Zeit zu machen? Ein Händchen auch für Entertainment? Weiterlesen