CABARET VOLTAIRE: Collected Works 1983-1985 (#8385)

Man kann sich heute kaum vorstellen, wie nah der Industrial mit all seinen Begleiterscheinungen in den besten Jahren der Eighties (die bekanntlich schon tief in den Seventies begannen) am elektronischen Pop war. Dass man SPK oder Psychic TV in einem Atemzug mit Soft Cell oder Depeche Mode nannte, Non und TG im gleichen Satz wie Fad Gadget oder The Normal, trägt nicht nur der Tatsache Rechnung, dass all diese Bands oft von den gleichen Leuten gehört wurden. Einige dieser Künstler arbeiteten auch zusammen, und letztlich war der frühe Industrial ohnehin viel poppiger und danciger, als das, womit die Folgegeneration Weiterlesen

CHRIS WATSON: In St Cuthbert’s Time. The Sounds of Lindisfarne and the Gospels

In den meisten Fällen ist ja doch von Musik die Rede, wenn der Begriff “field recordings” fällt, von Klängen also, die zwischen Aufnahme und Mastering einige bedeutsame Bearbeitungsschritte erfahren haben, was nicht selten in unterschiedlichen Graden der Verdichtung, Harmonisierung oder Rhythmisierung resultiert. Die eigentlichen Feldaufnahmen sind in dem Fall nur ein Moment unter vielen. Chris Watson, der allein in seiner Zeit bei The Hafler Trio sein Können im oben genannten Bereich ausgiebig demonstrierten konnte, ruft in seinem neuen Release nicht nur das Rohmaterial selbst in Erinnerung, sondern auch den Ursprung des Begriffs in der Welt der Wissenschaft, entstand Weiterlesen

CABARET VOLTAIRE: Red Mecca (LP Re-Release)

Seit ihrer Wiedergeburt als Indie legen Mute einen besonderen Schwerpunkt auf den historiografischen Aspekt ihrer Veröffentlichungspolitik, womit nicht nur die Geschichte des Labels gemeint ist, sondern mit Größen wie Laibach oder Crime And The City Solution auch die Geschichte der Subkultur der letzten gut dreißig Jahre. Dass die Reihe an (Re-)Releases der Sheffielder Pioniere Cabaret Voltaire ausgerechnet mit der neuen Vinylauflage ihres dritten Albums „Red Mecca“ (Rough Trade 1981) startet, ließe sich mit der Scharnierfunktion des Albums erklären, denn es stellt in mehrerer Hinsicht einen End-, Anfangs- und Wendepunkt in der Diskografie der Briten dar. Weiterlesen