Armageddon has already happened. Interview mit Juan Scassa von Futeisha und La Piramide Di Sangue

Mit seinem derzeit wichtigsten Steckenpferd Futeisha spielt der in Turin lebende Argentinier Juan Scassa eine sperrig-schöne Mischung aus sanften, mediterranen Folkklängen, unberechenbarem psychedelischen Lärm und hörspielartigen Sequenzen. Was diese Musik vom gängigem Dark Folk unterscheidet, ist das Fehlen aller betulicher Biederkeit, und mit ihren bissig nihilistischen Untertönen ist sie ein idealer Vertreter einer Richtung, für die David Tibets Begriff “Cartoon Apocalypse” recht gut passen würde. Im folgenden Interview Weiterlesen

FUTEISHA: Last Nihilist

Wäre „Last Nihilist“ ein Filmtitel, was für ein Streifen würde sich wohl hinter den zwei Wörter verbergen? Geht man nach den vielen Andeutungen, die das so betitelte Tape von Futeisha spicken, erhält man keine allzu deutlichen Hinweise zu Schauplatz und Handlung, zu divergent erscheinen der japanische Name, der argentinisch-italiensiche Background des Künstlers und das musikalische Mosaik aus Elementen von südländichem Folk und Lärm, und der Schweinkram auf dem Cover steht auch für alles und nichts. Nur dass die Stimmung zwichen raubeiniger Abgeklärtheit und Wahnsinn changiert, ist offensichtlich. Weiterlesen

FUTEISHA: Alegria y Duelos de mi Alma

Mit diesem Tape, benannt nach dem Freuden und Kämpfen seiner Seele, zieht uns Juan Scassa in das amusikaliche Inferno von Futheisha – verfremdete Schreie, klirrendes Material, zermalmendes und zermalendes, schepperndes und schabendes: Scassa, der sich mit La Piramide di Sangue, den großen Orientalisten des italienischen Psych Rock, einer Ästhetik des Schönen verschrieben hat, macht ernst mit seinem eigenen Projekt Futeisha, das man beim Debüt „Dannato” noch für eine einmalige Hommage an eine okkulte apokalyptische Folklore halten konnte. Weiterlesen

FUTEISHA: Sulla Via Del Re Nel Ritorno

Juan Scassa ist einer der Mannen von La Piramide Di Sangue und hat vor gut einem Jahr mit seinem Soloprojekt Futeisha debütiert. Mit dem Album „Dannato” wäre er vermutlich als spätes Wunderkind des Neofolk gefeiert worden, wenn es bei einem entsprechenden Label herausgekommen wäre, denn solche Kriterien sind mittlerweile der am ehesten ausschlaggebende Faktor für Genrezuweisungen dieser Art – vorausgesetzt man besingt die entsprechenden Themen und lässt, wenn man aus Italien kommt, ab und an ein Akkordeon im Weiterlesen

FUTEISHA: Dannato

Man kann Futeishas „Dannato“-Tape nicht im engeren Sinne als Apokalyptic Folk bezeichnen, und doch sollte der Bezug zu dieser Traditionslinie nicht unterschlagen werden. Nicht, weil Juan Scassa, einer der Gitarristen von La Piramide di Sangue, in seinem Soloprojekt molllastige Akustiksongs spielt und schon im Titel (gr. „thanatos“) auf letzte Dinge deutet. Auch nicht bloß, weil der aus Argentinien stammende Turiner neben anderen Vorlieben auch auf die alte World Serpent-Schule schwört. Eher deshalb, weil man unter Futeishas mystischen Psychedelia heute Dark Folk verstehen könnte, wenn sich die Dinge in den greater times etwas anders entwickelt hätten und sich die Weiterlesen