PHARMAKON: Contact

Margaret Chardiets Arbeit als Pharmakon hat in den letzten Jahren erhebliche Resonanz erfahren – gerade abseits der üblichen Genrepublikationen. Auch das aktuelle (inzwischen vierte) Album ist da keine Ausnahme: Lead Review in The Quietus, lange Rezension in The Wire, Interview in The Village Voice – um nur drei Beispiele zu nennen. Wie bei Puce Mary stellt(e) sich die Frage, wie viel all das damit zu tun hat, dass die Musik auf einem angesagten Label erscheint und zudem hier kein adipöser Kraftelektroniker an den Knöpfen dreht, sondern eine junge Frau. Weiterlesen

PHARMAKON: Bestial Burden

Wenn es ein besonderes Alleinstellungsmerkmal bei Pharmakon gibt, dann findet man es am ehesten in den manchmal regelrecht entmenschlichten Schreien, mit denen Margaret Chardiet eher Schmerz als Wut ausdrückt und ihren postindustriellen Lärm mit einem Element anreichert, das man eher von anderen Genres, Black Metal etwa und einige Spielarten des Crustcore, her kennt. Alle anderen Eigenschaften, die gerne hervorgehoben werden – ihr Fokus auf Pathologisches, ihre etwas zu clubtauglichen Beatansätze und die Tatsache, dass sie der klugen Prollfraktion zufolge primär ein Weiterlesen

PHARMAKON: Abandon

Auch wenn Industrial von Anfang an Grenzen überschritten hat – die Transgression vielleicht sogar das bestimmendste Merkmal war – und wenn ein Viertel der Gründungsband weiblich war, so ist Industrial dennoch immer primär ein Phänomen weißer Männer gewesen – sowohl auf Seiten der Produzenten als auch Rezipienten. Das führt natürlich dazu, dass oftmals in besonderem Maße hervorgehoben wird, wenn eine Künstlerin sich an extremer elektronischer Musik versucht, so auch im Falle von Pharmakon, dem Projekt der 22-jährigen in New York ansässigen Margaret Chardiet, die trotz ihres jungen Alters schon seit einigen Jahren aktiv ist: So war sie ein Gründungsmitglied des Weiterlesen