METZENGERSTEIN: Albero Specchio

Als Edgar Allen Poe sich für sein fiktives Adelsgeschlecht den Namen Metzengerstein ausdachte, hatte er sicher die mysteriöse Tiefgründigkeit und zugleich kantige Härte im Sinn, die Fremdsprachler seit jeher mit dem Deutschen assoziieren. In den 90ern taufte sich ein Buchverlag auf diesen Namen, und dass sich erst vor wenigen Jahren eine Band so nannte, ist fast schon etwas verwunderlich, denn er würde zu so ziemlich allem passen, was irgendwie finster und sperrig klingt, von Black Metal über Goth bis mit etwas Fantasie hin zu dunklem Crustcore. Weiterlesen

ANEMONE TUBE: The Transfiguration Of The Image

Das Tape erlebt (insbesondere im (Post-) Industrial) als Tonträger eine gewisse Renaissance. Das liegt sicher an zweierlei. Zum einen ist es eigentlich das umständlichste Medium, dem gleichzeitig die „tactile pleasure of so-called obsolete media“ (David Keenan), die Vinyl innehat, fehlt und somit auf gewisse Weise sicher die anachronistisch-trotzigste Positionierung gegen das Nullmedium MP3 in all seiner Seelenlosigkeit ist. Zum anderen ermöglichten es Tapes in der Frühzeit experimenteller Musik auch Loops und Protosamples zu kreieren. Weiterlesen