JOZEF VAN WISSEM: When Shall This Bright Day Begin

Seit den Tagen mit den Brethren of the Free Spirit ist viel Zeit vergangen, eine Zeit, in der auch die Musik Jozef van Wissem extrovertierter, songhafter und im weitesten Sinne popkultureller geworden ist. „When Shall This Bright Day Begin“ präsentiert den Lautenspieler zwischen besinnlichen Barock-Klängen und coolem Desert Rock, bei dem Ben Chasny die Saiten gespannt haben könnte. Weiterlesen

ZOLA JESUS: Taiga

Dumpfer, shoegaziger DIY-Sound als Fundament für die klagende Stimme einer klassisch geschulten Sängerin – die Zeiten, als man Zola Jesus noch über diesen reizvollen Kontrast definieren konnte, gehören längst der Vergangenheit an, und Nika Roza Danilova macht nicht den Eindruck, als wollte sie sich in absehbarer Zeit auf ihre musikalischen Anfänge besinnen. Vielmehr wirkt Zola Jesus wie eine typisch amerikanische Erfolgsgeschichte, und sollte in den nächsten Jahren mal ein Buch über die Künstlerin erscheinen, dann wird Burial Hex darin wohl eine ähnlich marginale Rolle spielen wie Durtro oder die Blacklips in der breiteren Wahrnehmung Antony Hegartys. Weiterlesen

ZOLA JESUS: Conatus

Ich muss gestehen, dass es mir nicht leicht fällt, mich auf eine druckreife Meinung zu Nika Roza Danilova und ihrem Projekt Zola Jesus festzulegen. Da waren Momente der Begeisterung, als ich irgendwann in der Zeit vor ihrem “Stridulum” genannte Durchbruch auf diese dumpf verrauschten Aufnahmen gestoßen bin, auf denen kompromisslose Lofi-Attitüde und feinfühlig-coole Melancholie eine merkwürdige Allianz eingingen. Alles wirkte geheimnisvoll, fast urig, und doch auf die ganz eigene dreckige Art chic. Weiterlesen

ZOLA JESUS: Stridulum

Der Name der jungen Amerikanerin Nika Roza Danilova, die ihre künstlerische Inkarnation ZOLA JESUS nennt, raunte in den letzten zwei Jahren in zuverlässiger Regelmäßigkleit durch internationale Medien. Was hat es auf sich mit dieser merkwürdig retromäßigen Wave-Musik, die gerade einem Szene-Schuppen der frühen 80er entsprungen sein könnte und schon deshalb heute, wo die Eighties-Welle doch vor einiger Zeit erfolgreich abgeklungen ist, der letzte Schrei sein müsste? Vielleicht ist es die Ernsthaftigkeit der Philosophiestudentin aus dem provinziellen Wisconsin, die ihrer vordergründig so altbekannten Musik die verdiente Aufmerksamkeit beschert. Weiterlesen