Ô PARADIS: Maia Convoy

Eigentlich plante Demian Recio, Ô Paradis nach den beiden von Fans recht enthusiastisch gefeierten Songalben „Naciemento“ und „Llega el Amor, Asome la Muerte“ erst einmal auf Eis zu legen. Dem entsprechend kam auch zunächst eine Compilation heraus, die besondere Stücke aus verschiedenen Phasen der beinahe zwanzigjährigen Bandgeschichte enthielt. Doch lange Pausen sind nicht sehr typisch für Demians unermüdliche Leidenschaft für’s Songschreiben, für’s Basteln mit Klängen und das Finden neuer Ideen. Viel charakteristischer ist Weiterlesen

COMANDO SUZIE: Principios Y Salidas

Ganz sicher gibt es einige gute Electro- oder Synth Pop-Alben, aber meist gehen diese Sachen unbemerkt an uns vorbei, schlicht aufgrund anderer musikalischer Schwerpunkte. Manchmal jedoch will es der Zufall oder das Schicksal, dass uns doch noch eine echte Ausnahmeband aus dieser Sparte erreicht, und ein Faktor, der dazu führen kann, ist die personelle Verbandelung zu stilistisch anders gelagerten Musikern. Comando Suzie aus Barcelona, die bereits Alben auf Punch Records und dem Madrider Autoreverse-Label herausbrachten, bewegen sich im von uns aus betrachtet nach wie vor obskuren Weiterlesen

Das Opium der Schönheit. Interview mit Demian von Ô Paradis

Es gibt Attribute, mit denen man sparsam umgehen sollte, wenn man über Musik spricht, und eines davon ist sicher das Wort einzigartig. Man sollte aber nicht allzu erschrocken sein, wenn es einem im Bezug auf Ô Paradis ab und an herausrutscht, denn für einen solchen Fauxpas gäbe es Anlässe genung: Die Kunst, mit gesampleten Sounds originelle Kollagen zu zaubern, die gekrönt mit einer Weiterlesen

Ô PARADIS: Llega el Amor, Asoma la Muerte

Jahr für Jahr nimmt Demian mit seinem Projekt Ô Paradis neue Alben auf und verfeinert seine so schwer zu charakterisierende Musik, betont mal die poppig beschwingten, mal die erdig folkigen, mal die verspielt elektronischen Seiten seines Stils und kommt doch immer wieder zurück ins Zentrum seines eigenen Kosmos. In der Frequenz seiner Veröffentlichungen, bei der man mit der Zeit schon mal den Überblick verlieren kann, kommt nie der Eindruck des Maschinellen auf. Warum das so ist, lässt sich nicht allein Weiterlesen

NIEDOWIERZANIE: Paradies

In dieser Welt ein Album nach dem Paradies zu benennen ist nicht nur ein starkes Stück, sondern geradezu ein Unding – es sei denn, das Album gestaltet sich als aufwühlende Klage, die die ganze Gewaltsamkeit transportiert, die dem Glauben oder auch nur dem Wunsch nach einem paradiesischen Zustand innewohnt und sich sehenden Auges gegen alle Abgeklärtheit sträubt, welche die Wirklichkeitserfahrung naturgemäß mit sich bringt. Léo Maury, besser bekannt unter dem Namen Niedowierzanie (Polnisch für „Misstrauen“ oder auch „Eifersucht“), bezeichnet seinen neuen Longplayer selbst als Lamento, als Weiterlesen

Ô PARADIS: Los Olvidados

Demian Recio betreibt sein Einmannprojekt Ô Paradis nun schon seit rund fünfzehn Jahren und hat es dabei zu einer Meisterschaft im Zusammensetzen und Verwandeln von Tönen gebracht. Das Besondere an seiner Arbeit ist jedoch, dass er auf dem Weg des Samplens und Montierens stets wohlklingende Lieder zustande bringt, die viel erdiger und traditioneller anmuten, als man es bei dieser Herangehensweise erwartet. Der Eindruck von etwas Ursprünglichem, eine Art magischer Realismus, eignet seiner Musik, obwohl der am Reisbrett entstandene Mosaikcharakter stets offenliegt. Weiterlesen

Ô PARADIS & ESCAMA SERRADA: La Corte Del Rey Pescador/La Reina Está Mala

Seit rund zehn Jahren macht das katalanische Einmannprojekt Ô Paradis nun von sich reden. Stilistisch nur schwer einzuordnen begeistern Demian Recio und seine wechselnden Mitstreiter einen immer noch überschaubaren, dafür aber umso enthusiastischeren Hörerkreis mit ihrer eigenwilligen psychedelischen Popmusik zwischen Electronica, iberischer Folklore und sorgsam arrangierten Sampling-Montagen. Dabei ist die Musik nicht nur beeindruckend in ihrem Facettenreichtum, sondern auch bewegend schön, was nicht zuletzt auf Demians warmen Baritongesang zurückzuführen ist, der mit einem Gespür für berührende Melodien eine ganze Weiterlesen

TRANART – Interview mit der Sängerin und Malerin Val Denham

Sollte irgendwann einmal jemand die Biografie von Val Denham schreiben, so wäre das Werk im gelungensten Fall auch eine kleine Geschichte englischer Gegenkultur, gespiegelt im Leben einer facettenreich schillernden Person. Keine der unzähligen kreativen Begegnungen konnten die selbstbewusste Musikerin und Malerin, die einst den Entschluss fasste, kein Mann sein zu wollen, von ihrem eigenen Weg abbringen. Weiterlesen

VAL DENHAM & Ô PARADIS: Transform Thyself

Wenn es etwas Offensichtliches gibt, das die englische Künstlerin Val Denham und den katalanischen Experimentalpopper Demian Recio verbindet, dann ist es die Affinität zu interessanten Kollaborationen. Beide scheinen immer auf der Suche nach Gegensätzen zu sein und drücken den unterschiedlichsten Gemeinschaftsarbeiten doch stets ihre unverkennbaren Stempel auf. Was bei dem einen mediterrane Wärme, ist bei der anderen das forsche Draufgängertum einer leider noch viel zu unbekannten Transgender-Ikone. Weiterlesen