V.A.: Where Words Fail, Music Speaks. For Ania

Viele von uns älteren Semestern blicken bisweilen nostalgisch auf die Zeit zurück, als viele Spielarten dunkler Musik noch eine gut vor der Öffentlichkeit gehütete Einheit bildeten. Dunkle, industrielle Lärmorgien, ambient dröhnende Soundscapes, Rituelles und mystische Folksongs – es gab eine Zeit, in der das alles irgendwie zusammengehörte, eine eingeschworene Gemeinschaft mit all ihren Vor- und Nachteilen bildete und von der Außenwelt doch meistens ignoriert wurde. Mittlerweile hat beinahe alles seine eigene Subkultur, zugleich herrscht ein unübersehbares Angebot an oft nur noch Weiterlesen

RAPOON: Blue Days

In den letzten Jahren haben sich zwei Entwicklungslinien im Werk von Robin ‘Rapoon’ Storey herausgebildet. Während der frühere Zoviet France-Musiker in einigen Arbeiten seine rituell-ambiente Seite in langsam aufbauenden Kompositionen primär auf Wirkungsintensität ausrichtet, gibt es seit einiger Zeit vermehrt Veröffentlichungen, denen man nur im weitesten Sinne Albumcharakter attestieren kann, die eher Sammlungen von Skizzen sind, bei denen man als Hörer oft nicht umhin kann, sich die einzeln vorgeführten Sounds in größeren konzeptuellen Zusammenhängen vorzustellen. Weiterlesen

RAPOON: Cultural Forgeries

An musikalischen Ausdrucksformen unterschiedlicher Kulturen zeigte Robin Storey seit jeher ein großes Interesse – schon im Kontext der Pionierband Zoviet France, mehr noch in seinem Soloprojekt Rapoon, mit dem er die Suche nach der spirituellen Dimension ethno-schamanistischer Musik in eindringlichn Loops weiter vorantrieb und auf die vielen roten Fäden hin abklopfte, die unterschiedliche musikalische Regionen miteinander verbinden. So gesehen betritt Storey auf „Cultural Forgeries“ kein totales Neuland, indem er – wie es heißt, auf Vorschlag des Labels und seiner Betreiber PAS Musique – ausschließlich akustische Klangquellen benutzt und die live eingespielten Aufnahmen nur partiell bearbeitet. Weiterlesen