CHRIS CARTER: Chemistry Lessons Volume One

Von allen (ehemaligen) Throbbing Gristle-Mitgliedern ist Chris Carter vielleicht derjenige, dessen Nimbus (fast) einzig und allein aus seinen musikalischen Leistungen resultiert und weniger aus außermusikalischen Transgressionen. Sein Einfluss auf die Entwicklung elektronischer Musik ist wohl kaum zu überschätzen. Weiterlesen

PETER CHRISTOPHERSON: Time Machines II

Auch wenn es profan sein mag, aber vor der Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Werk ein paar Worte über die Art und Weise, wie mit dem Nachlass von Coil umgegangen wird: Dass man sich (noch immer) nicht auf einen Modus zur Wiederveröffentlichung der regulären Alben hat einigen können, ist mehr als bedauerlich und nutzt letztlich auch nur einer Partei: nämlich den Bootleggern. Wer in den letzten Monaten Plattenläden in London durchstöberte (oder aber schlicht das Internet bemühte), der fand eine Reihe sich den Nimbus des Offiziellen gebenden Veröffentlichungen. Weiterlesen

ELECTRIC SEWER AGE: In Final Phase

In meiner Rezension zu „The Ape of Naples“, die gleichzeitig (auch) eine Art Nachruf auf Jhonn Balance war, schrieb ich, dass Trauer oftmals etwas Egoistisches ist, man darüber betrübt sei, nicht mehr in den Genuss weiterer künstlerischer Werke der Verstorbenen zu kommen. Dabei wurde das 2005 bekannt gegebene Ende Coils durch die postumen Veröffentlichungen verzögert. Nach Sleazys Ableben hat das alles nun eine endgültige, eine finale Note und man sucht verzweifelt nach noch ungehörten und unerhörten Stücken. Weiterlesen

PETER CHRISTOPHERSON – Interview

Peter Christopherson, der schon seit mehr als drei Dekaden den Spitznamen Sleazy trägt, hat wohl wie kaum ein anderer im weiten Feld des (Post-) Industrials eine tragende Rolle gespielt. Er gründete mit Chris Carter, Cosey Fanni Tutti und (damals noch) Genesis P. Orridge die aus der von den Wiener Aktionisten beeinflussten Performancegruppe COUM TRANSMISSIONS hervorgegangenen THROBBING GRISTLE. Weiterlesen

THE THRESHOLD HOUSEBOYS CHOIR: Forms Grow Rampant

Nach zwei Samplerbeiträgen veröffentlicht Peter Christopherson das erste Album seines neuen Projektes. Der ursprüngliche Plan war es, die gesamten Vocals und das Erscheinunsbild des “Chors“ komplett am Computer zu generieren, etwas, das – wie es in den Linernotes heißt – noch nicht zu realisieren war. Stattdessen wurden die Vocals aus indigenen Quellen entlehnt und erheblich verfremdet. Weiterlesen