The Threshold HouseBoys Choir: Wiederveröffentlichung des Debüts von Peter Christophersons Soloprojekt

Das schweizerische Label Musique Pour La Danse bringt am 18. Februar eine neu gemasterte Version von “Forms Grow Rampant” heraus, dem einzigen Album von Peter Sleazy Christophersons von Thailand aus betriebenem Soloprojekt The Threshold HouseBoys Choir. Christopherson veröffentlichte das Album im Anschluss an zwei Beiträge auf Compilations 2007 beim eigenen Label Threshold House, ebenfalls enthalten war eine DVD mit Filmaufnahmen, die er 2003 beim lokalen Gin Jae-Festival gemacht hatte – einem vegetarischen Event, bei dem auch ritualistische Performances stattfinden. Entrückte, melodische Elektronik und stark verfremdete Vocals aus Mitschnitten des Festivals, die ursprünglich rein digital erzeugt werden sollten, prägen den Sound des Albums, der, wie es Weiterlesen

Agalma: Drew McDowall mit neuem Album im September

Benannt nach einem altgriechischen Wort für Votivgabe und ursprünglich unter dem Arbeitstitel “Ritual Music” konzipiert, hat der in New York lebende schottische Musiker Drew McDowall ein kollaboratives Album fertiggestellt, an dem zahlreiche internationale Musiker beteiligt sind – Kali Malone und Catarina Barbieri sind nur die hierzulande bekanntesten. “Agalma” ist ein klanglich wie emotional facettenreiches Album, McDowall selbst betrachtet es als sein bisher liturgischstes und am weitesten vom Industrial entferntes Werk. Teil des Albums sind Fotografien und Designs der Künstlerin Caroline Schub. Weiterlesen

ANDREW POPPY: Shiny Floor, Shiny Ceiling

Auf diesen Seiten ist selten von „unseren Kreisen“ die Rede, da unsere Berichterstattung auch nicht für einen bestimmten eingrenzbaren Leserkreis gedacht ist. Dennoch vermute ich, dass der britische Komponist Andrew Poppy den meisten unserer Leser vor allem durch seine Arbeiten mit Psychic TV und Coil bekannt ist. Auf Stücken wie Coils „Boy in a Suitcase“ und in den markanten Streicherparts auf „Force the Hand of Chance“ trug er einen erheblichen Teil zu der mystischen Grundstimmung bei, die recht bald ein integraler Bestandteil der Musik sein sollte, die aus den Nachwehen des gerade zu Ende gegangenen Industrial entstanden ist. Weiterlesen

MONTE CAZAZZA – The Cynic

Wird der Name Monte Cazazza genannt, so ist das, was ich den Raunfaktor nennen möchte, sehr hoch, schließlich hat der Kalifornier in den 70ern den Slogan „industrial music for industrial people“ erfunden (der zur Bezeichnung für ein ganzes Genre werden sollte), drehte zudem angeblich den ersten Kunstfilm, in dem ein Fistfuck gezeigt wurde („Mondo Homo“) oder ließ auf einem Kunstevent einen verwesenden Katzenkadaver verbrennen und verwehrte den angeekelten Besuchern die Flucht. Weiterlesen

PETER CHRISTOPHERSON – Interview

Peter Christopherson, der schon seit mehr als drei Dekaden den Spitznamen Sleazy trägt, hat wohl wie kaum ein anderer im weiten Feld des (Post-) Industrials eine tragende Rolle gespielt. Er gründete mit Chris Carter, Cosey Fanni Tutti und (damals noch) Genesis P. Orridge die aus der von den Wiener Aktionisten beeinflussten Performancegruppe COUM TRANSMISSIONS hervorgegangenen THROBBING GRISTLE. Weiterlesen