MATT ELLIOTT: The Calm Before

Es macht überhaupt nichts, dass Matt Elliotts Gitarrenspiel immer etwas improvisiert und sprunghaft wirkt, auch nicht, dass seine gesamte Instrumentierung manchmal einen spontan zusammengezimmerten Eindruck macht und er sich auch beim Gesang ein paar Nachlässigkeiten erlaubt – nicht nur weil das an sich schon ganz charmant sein kann, sondern weil er stattdessen über eine ganz andere Qualität verfügt: Elliott ist ein Meister der ungreifbaren Stimmungslagen, die ihre verschiedenen Nuancen oft erst nach mehrmaligem Hören entfalten. Weiterlesen

MATT ELLIOTT: Only Myocardial Infarcation Can Break Your Heart

An Jess Francos launigen Vampirfilm “Doriana Grey” musste ich beim Cover von Matt Elliotts neuem Album aus einem eher oberflächlichen Grund denken – in beiden Fällen wird die verdrehte Doppelgängerallegorie, die einst einer Idee Oscar Wildes entsprang, von einer Frau verkörpert. Vielleicht ist es aber auch das spanische Flair von “Only Myocardial Infarcation Can Break Your Heart”, das mich auf solche Abwege geführt hat. Ich nehme vorweg, dass das zungenbrecherisch betitelte Werk des Engländers die beste Medizin gegen die diesjährigen Herbstdepressionen ist, aber ich sollte dazu sagen, dass mit Medizin hier keine musikalischen Baldriantropfen gemeint sind, sondern Weiterlesen

V. A.: Free Music Impulse. A Double Disc Compilation To Keep Hybrida Alive

Wie ein Rundumschlag durch die unterschiedlichsten Black-relevanten Musiksparten mutet diese Compilation an, auf der insgesamt dreiunddreißig Künstler das italienische Hybrida-Netzwerk in Erinnerung rufen – und einen kleinen engagierten Beitrag zu dessen Fortbestand leisten. Weiterlesen