Audiovisuelles Projekt von Gaël Bonnefon und Frédéric D. Oberland

Frédéric D. Oberland, den viele unserer Leser sicher von seiner Band Oiseaux-Tempête kennen, bringt diesen Sommer sein drittes Soloalbum “Même Soleil” heraus, bereits erhältlich als digitale Single “À Notre Nuit”. In den ausladenden Tracks erweist sich der Multiinstrumentalist einmal mehr als versierter Dröhner, der hier seinen Fokus mehr auf den Einsatz halbanaloger Synthies legt. Einen organischen Charakter haben die Songs dennoch, und in dem melierten Soundgemenge vollverwehten Lärms haben traditionelle(re) Sounds (Gitarren, Blasinstrumente) ebenfalls ihren Raum. Mystische Gesänge, peirschende Riffs, heitere Vogelstimmen, Spiele mit dem Tempo, Melodien zwischen Freeform und Orientalismus und imemr wieder schwebende Drones prägen den Sound der Platte, die außerdem zusammen mit einem Bildband der Fotografin Gaël Bonnefon erhältlich ist. Das Buch trägt den gleichen Titel und enthält eine Reihe analoger Fotos, die alltäglichen Objekten durch chemische Verfremdung eine eigenwillige Poesie verleihen. “Même Soleil” erscheint am 19. Juli in den gängigen Formaten bei IIKKI Records. Weiterlesen

FRÉDÉRIC D. OBERLAND / IRENA Z. TOMAŽIN: Arba, Dâk Arba

Mit ihrer ersten gemeinsamen Arbeit lieferten Frédéric D. Oberland (Oiseaux-Tempête) und Irena Z. Tomažin (Borghesia) den Soundtrack zu einer ungewöhnlichen Klang- und Bild-Installation von Fanny Béguély, bei der eine Reihe dunkler Fotografien in einem noch dunkleren Raum mittels Verfremdung durch Chemikalien ein interessantes Motiv anklingen lassen – die Versuche des Menschen, seinen Platz in Raum und Zeit zu ergründen und seine Bemühung, mit Weiterlesen

Christine Ott mit Ondes Martenot-Arbeiten auf NAHAL Recordings

Die unseren Lesern von ihrer Zusammenarbeit mit Oiseaux-Tempête bekannte Multiinstrumentalistin und Musiklehrerin Christine Ott bringt unter dem Titel “Chimères (pour Ondes Martenot)” einen neuen Longplayer heraus. Alle der acht von Paul Régimbeau (Mondkopf) und Frédéric D. Oberland (Oiseaux-Tempête) produzierten Kompositionen sind mit dem in den 20ern entwickelten Ondes Martenot-Synthesizer eingespielt, einem der ältesten elektronischen Musikinstrumente, das im Laufe des vorigen Jahrhunderts in ganz unterschiedlichen Musikarten Verwendung fand und doch nie die Popularität etwa des Theremin beanspruchen konnte. Die mit visuellen “Chemigrammen” von Fanny Béguély begleiteten Chimären sind von teilweise meditativer, oftmals mystisch-entrückter Natur und einem trotz des Solospiels wechselvollen Klangbild.
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OISEAUX-TEMPÊTE: From Somewhere Invisible

Wahrscheinlich können die französischen Sturmvögel, die zugleich passionierte Zugvögel sind, gar nicht anders als episch sein, doch im Vergleich zu den Vorgängeralben, die als großangelegte Konzeptwerke jeweils eine Reise ins östliche Mittelmeergebiet in Poesie und doomig angefolkten Postrock gossen, ist das in einem vagen, unsichtbaren Setting angesiedelte “From Somewhere Invisible”, das erneut mit einer Reihe an prominenten Gästen eingespielt wurde, doch um ein paar Stufen Weiterlesen

OISEAUX-TEMPÊTE: Tarab

Wenn man das hintergründige Piano und die leise summenden Geigen hört, mit denen die Ouvertüre beginnt, ahnt man noch nicht, wie gut sich der Titel „Tarab“ für das erste Live-Album der transmediterranen Formation Oiseaux-Tempete eignet. Im Arabischen bezeichnet das Wort nämlich einen Zustand der Ekstase, des außer sich Seins, der sich bei der Darbietung der Stücke mehrfach einstellt. Das Material auf der CD wurde bei Konzerten Weiterlesen

We try to catch lust for life underneath the chaos. Interview mit Oiseaux-Tempête

Oiseaux-Tempête bestehen im Kern aus Frédéric D. Oberland und Stéphane Pigneul, zwei Multiinstrumentalisten, die vor einigen Jahren, als beide noch in zahlreichen anderen Formationen spielten, zu jammen begannen und ihren typischen Stil zwischen schleppenden Rhythmen, dröhnenden Gitarrenriffs, verspielten Saxophonparts und allerlei elektronischen und folkloristischen Beigaben entwickelten. Wenn die beiden ihre Band als ein offenes Projekt begreifen, bezieht sich das aber nicht nur auf die zahlreichen Weiterlesen

We try to catch lust for life underneath the chaos. An interview with Oiseaux-Tempête

Oiseaux-Tempête’s core consists of Frédéric D. Oberland and Stéphane Pigneul, two multi-instrumentalists, who began to jam some five years ago, when they were still playing in numerous other groups. Rather spontaneously, they developed their typical style, moving between down-tempo rhythms, droning guitar riffs, playful saxophone parts and all sorts of electronic and accoustic adjuncts. Weiterlesen

OISEAUX-TEMPÊTE: Al-’An!

Ich denke zwar nicht, dass es da ein festes Bandkonzept gibt, aber bei Frédéric D. Oberland und Stéphane Pigneul, die sich Oiseaux-Tempete – Sturmvögel – nennen, steht bisher jedes Album im Kontext einer Reise. Während der Entstehung ihrer beiden ersten Platten verbrachten die in Paris lebenden Musiker eine Zeit in Griechenland und in der Türkei und ließen ihre mitgebrachten Ideen mit spontanen Einflüssen vor Ort zusammenfließen. Während Samples der Umgebung, Einflüsse der lokalen Musik und vor allem die vielfältigen politischen und ökonomischen Weiterlesen

OISEAUX-TEMPÊTE: Unworks & Rarities

Oiseaux-Tempête gründeten sich vor einer handvoll Jahren in Paris und sind so etwas wie eine feste Band und ein offenes Kollektiv zugleich. Mit einem gängigen Rockinstrumentarium bildet ein harter Kern an Musikern die Basis für die meist instrumentalen Kompositionen irgendwo zwischen tremolierendem Gitarrenambient und kantigem, schwerem Doom, an dem auch jemand wie Jim Jarmush seine Freude hätte. Weiterlesen